CERN hab’ ich gern

Eben las ich mal wieder einen Artikel über die Arbeit der Physiker von CERN, dem Riesenteilchenbeschleuniger in der Schweiz.

Wie immer verstand ich so gut wie nichts Spezielles vom Gesagten (außer, dass es so merkwürdige Begriffe wie “Leptoquark” usw. hagelte, die dem Philologen natürlich gefallen), aber doch, dass den Spezialisten dort inzwischen gewaltig der Arsch auf Grundeis geht, dahingehend, sie müssten vielleicht bald zugeben, dass sie seit 35 Jahren nur Mist erzählt haben und ebensowenig abraffen wie ich und zudem noch Einstein selig und heilig weiland obendrein verstund.

So wie wir als Kinder Schiffe versenken spielten, scheinen diese Leute Milliardenversenken zu spielen. Im Teravoltbereich.

Hoffentlich kriegen die nicht irgendwann doch noch raus, wie ein Boson so mit einem String kopuliert, dass unser Sonnensystem sich zu einem winzigen Schwarzen Loch zerquarkt.

Jedenfalls wollen sie noch ein paar zig Milliarden für eine noch hochvoltigere Anlage haben, damit ihr bisheriger Datenfriedhof nicht als solcher auffällt und irgendein Politiker oder gar das schweizerische Stimmvolk es schließlich wagt, ihnen den Saft abzustellen.

Bisher scheinen sie an dieser Front aber Glück und Geschick zu beweisen, denn die schweizer Grünen sind wohl mehr damit befasst, verbotenen Minaretten die Füße zu waschen, während die Freisinnigen sich in ihren Logen Chasselas hinter die Schürzen gießen und die SVP darüber rätselt, wie viele Deutsche auszuschaffen seien.

Vielleicht sollten wir ein paar Piraten in die kleinen Kantone exportieren, damit die sich der Hicksteilchen (äh, Higgswasweißichwas) ungefragt bemächtigen und sich des unterirdischen Gnadenlöserrings annehmen, indem sie ihn mit ihren Facebook-Profilen fluten, bis dass der Jura den Hunzpartikelchenejakulatoren unter sich umweltfreundlich begräbt.

Immerhin scheinen die hochdotierten Herren der Anlage inzwischen so weit wie Sokrates gekommen zu sein und sehr verlässlich zu wissen, dass sie nichts wissen.

Dies hat sie aber anscheinend noch immer noch nicht bis zur Göllerschen Vermutung gebracht, dass ihr ganzer Ansatz, ihr Versuchsaufbau nichts taugen könnte und sie vielleicht mal lieber ihre Hirnströme besser koordinierten, denn immer noch gewaltsamer unter der Erdoberfläche durch die Gegend zu ballern.

Nur sind die Teilchenphysiker auch wiederum leider nicht so von gestern, dass sie nicht wüssten, wie schlecht Denken auch heute noch bezahlt wird, wenn man es nicht vor einem riesigen Apparillo simuliert.

Das ganze Gebaren dieser Leute macht denn, abgesehen vom offensichtlichen pekuniären Interesse der Beteiligten, das man ihnen im real existierenden Kapitalismus ja kaum ernsthaft vorwerfen kann, denn auch eher den Eindruck einer religiösen Art der Geschäftigkeit, denn dass hier seriöse Wissenschaft betrieben würde. Wehe (wie gesagt, es ist ihnen schon recht mulmig zumute), außer mir merkt das einer, der über mehr Macht als jene des Wortes verfügt.

Ich weiß nicht, wie die klimatischen Verhältnisse da unten im Stollen sind, aber bei den Ausmaßen könnte man sicherlich Zigtausende zur Chakrenreinigung oder Respirationskur wochenweis einlagern, ohne dass außer dem Rein- und Rausfahren noch übermäßige Kosten entstünden. Da wäre die Schweiz dann ausnahmsweise mal billig, also für den Normaeuropiden bezahlbar.

Ich weiß wiederum nicht, aber das wäre mit einem verlässlichen Hohlraumdatensatz selbst von mir unschwer auszurechnen, wie viel flüssiges Kohlendioxid man in dieses Ringloch reinverpressen könnte, damit wir vom Pflanzenwachstum nicht erstickt werden. Oder wir schmeißen alle unsinnigen Begriffe seit Matzerocatepetl rein, damit die sich in einer Art modernen Urknallsuppe dort zernudeln können, bis praktisch zwangsläufig bloß noch Gott übrigbleibt.

Den man sich inzwischen, immerhin das haben die “Forscher” fertiggebracht, auch sehr gut als Teilchen vorstellen kann. Da bin ich zwar schon lange draufgekommen, aber wir wollen nunmal nicht zu hart sein zu den Neohypogeomantikern, die ihre erste Erleuchtung in der neunten Gym beim Betrachten eines Hochpunktes in den Anfangsjagdgründen der Analysis erfuhren. Um nachher, schnurz vor Sadhu, den Flächeninhalt ihrer zerebralen Funktionen integralativ ausrechnen zu lernen.

Was wären wir also ohne CERN?

Wir hätten nur unsere Sonne als Stern gern.

Das aber ist – alle konstitutiv wesentlichen Parameter ernsthaft betrachtet – innerhalb der diskontinuierlichen, partiell ableitbaren parataktischen Kontinuität möglicher diskreter Anomalitätsverteilungsräume, ternärhypersubdefinitiv limestiziert, relativ absolut zumal, fast eindeutig bedenkenswert zuwenig.

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2 Antworten zu “CERN hab’ ich gern”

  1. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Das deutschsprachige Interview (ich habe es gerade nur angelesen) sollte überarbeitet werden.

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