Unerhebliche Gedanken (Irrelevant Thoughts)

Wenn es hier so weitergeht, mag es wohl sein, dass ich mich in knapp sieben Jahren endgültig aus dem bürgerlichen Leben zurückziehe.

Wie, das verrate ich jetzt noch nicht, muss sich dann auch noch zeigen.

Ich werde jedenfalls nicht für die Erfüllung des ESM-Vertrags schuften, bis mir die Kelle aus der Hand fällt, wenn mich keiner dazu zwingt. Und dann vielleicht gerade erst recht nicht.

Die Plutokraten hatten noch nie Freude an mir. Und das gedenke ich auf meine älteren Tage keineswegs zu ändern. Da können sie Grüne und Salafisten und FDPler zu meiner Bekehrung holen, was immer ihnen sonst noch an Endabsatz einfällt: ich bin nicht mehr für deren Laden zu keulen.

Ich weiß nicht (bezweifle es allemal), ob es den Zinsverknechtern in jüngeren Jahren gelungen wäre, mich an sie zu binden, hätten sie mir nur bessere Angebote gemacht. Mag sein. Aber anscheinend war ihnen das immer zu teuer.

So bleibt, mich als SV Sandhausen gegen den FC Chelsea der Hochfinanz immerhin so gut als möglich “zu verkaufen”.

Heute glaubt noch keiner, dass ich es bis ins Elfmeterschießen schaffen könne. Aber heute gibt es auch noch masse Leute, geistige Unterstklassenspieler, die den Koran für ein gelungenes Buch halten.

So ist auch mein Polen noch nicht verloren. Selbst wenn alle Schiris gegen mich pfeifen.

Denn ich komme aus der Tiefe des geistigen Raumes.

Das sieht dann, um in der Fußballmetapher zu bleiben, in etwa so aus, wie als ob Sepp Maier (der dient nur als Beispiel) hinter sich auf einmal einen Hauch spürte, dann merkte, dass das Ei einfach so drinliegt, in jenem Weltnetz, das für Millionen zählt.

Oder dass Lionel Messi (ebenfalls nur ein Beispiel) gar nicht mehr merkte, wie oft und regelmäßig er den Ball ins eigene Tor schösse, da ihm die Sinne nachcervantinisch verwirrt.

Geist ist unbesiegbar. Egal, wie oft man auf ihn schießt, ihm materiell den Ball abnimmt: er lebt einfach weiter. Ich wiederhole mich: Mark my Words!

Die logisch zu deduzierende Wahrscheinlichkeit, dass das Finanzräubergesocks früher dran sein wird, als der Rest der Menschheit, selbst deren führende Erkennende, ist nicht gering.

Allein schon deshalb, weil die Grundenddoofheit des Menschen noch nicht zwingend erwiesen ist.

Noch nicht einmal der Soldat schießt immer und überall beliebig auf jeden, weil man es ihm aufgetragen. Und selbst der Krämer nimmt lieber ein Geld ein, das ihm morgen noch taugen mag.

Wieso sollte der Finanzkrampf ausgerechnet jene übriglassen, die ihn angerichtet haben? Gibt es ein Naturgesetz, das also lautet? Ein Allschwert, das alle richtet, die in diesem nicht massweis verrecken wollen?

Neinnein, meine Herren der falschen Flaggen, des Möchtegernallwissterrors, der Derivate und sonstigen Zerlenkungskonstrukte, Eure Schäfchen habt Ihr nicht in trockenen Tüchern!

Eure Tricks wider Nation und dräuenden Sozialismus, Euer ganzes Geschwätz, ist ausgelaugt bis zum Durchwatzen des Lügensteins.

Das mögen bislang nur wenige sich wissend vor Augen führen können; aber fast der ganze Rest spürt es. Begreift Ihr das nicht, so werden Euch auch Riesenmeuten an Totschlagspolizei nicht helfen.

An mir liegt bislang wenig. Außer, vielleicht, dass Euch für einen Moment in deutscher Sprache nicht wieder einer so schnell so klar entgegenrückt. Ich brauche keine Reinkarnation, um wiederzukehren. Denn Ihr habt nichts vom Besten vom Menschen.

Da Euch nur Schläue eignet, noch nicht einmal Klugheit, geschweige denn Weisheit, sehe ich schwarz für Euch. Denn es braucht Euch keiner.

Ich habe Euch schon mehrfach gesagt, dass ich mich nicht für Euch opfern werde. Irgendwann kommt der Mob und richtet Euch, blutig. Damit werde ich nichts zu tun haben, da ich mir Eure Grausamkeit und Mordlust, so gut Ihr’s versucht habt, mich dahinzubringen, um mich mit Euch auf eine Feindzufeindstufe zu stellen, nicht abgelernt habe.

Yer end is nigh. Don’t try ‘n talk rubbish to me. I ain’t Yer idiot. Neither in ‘e streets o’ New York nor London nor elsewhere. Suck the debris out’a Dave Rock. Time is runnin’ out. Yer nitwits are running dry. Forget the effectiveness of Yer foul flunkeydom. It is outworn. Masons are malwits. They aint’t doughty in nothin’. Never were. They’re a bunch of flatwhats. Of cheap burn-to-be-outs. Ye know that. But I know it, too.

Thus: Where’ya goin’? Settin’ sail for noman’s-land? Gadda sum place underground? Some hidin’ behind Mars? A shalom on’e dark side off’e moon?

Nay, hail is bound to come on Ye; nought shall save Ye; Yer recklessness shall find its self-invoked token.

This will be the direst. Not even some Antichrist or other invented silly shill sapdown shall save Ye. End is nigh.

‘T becomes, then, even fun to inscribe Ye that as above told. For might is not of hired guns. ‘Tis of clear sight. No matter, what Yer plans or hosts or bysworn bandits may plot.

Go out of the way of the development of mankind.

Otherwise Ye shall be devoured by its wrath.

And no tear shall fall from my face in case Ye seek this final fate.

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9 Antworten zu “Unerhebliche Gedanken (Irrelevant Thoughts)”

  1. Dude sagt:

    “Und den Herrschenden wandt’ ich den Rücken, als ich sah, was sie jetzt Herrschen nennen: Schachern und Markten um Macht – mit dem Gesindel!” (F.N. aka Z.)

    Und dessen bioroboterharftes Gesoxx gibt es dieser Tage zu viel an der Zahl. Sie alle haben Angst vor revolutionären Umbrüchen, weil sie bereits so verweichlicht, oder besser gesagt: weichgekocht! sind.

    Ihre Hirne sind gleich Mehltau zu nix mehr nutze, ausser als zum weiteren Drehen als Rädchen in der grossen Maschine des bösen Wolfs.

    Bist Du, lieber Magnus, nicht zu optimistisch mit 1. den sieben genannten Jahren und 2. dass der Irrsinnsweltstaate, dem die grosse Herde der brav geknechteten Schäflein, angsterfüllt, wie immer lautlos, zustimmen wird, nicht gelingt, bis dahin – wenn nicht schon viel früher – auch noch die letzten Bastionen der wahrhaften Freidenker (die dies auch noch wagen offen zu zeigen) niederzureissen, auf dass sie Vergehen mögen gleich der Burg im Sande, und die Bösartigen auf der neu entstandnen eb’nen Fläche ihren dunklen Turm hinstellen, in welchem sie dann ihren Thronfolger krönen?

    Fünf vor Zwölf war letztes Jahr…

    Aber vielleicht kommt ja Schneewittchen mit ihren sieben Genossen hinter den sieben Bergen hervor (und braucht dazu keine sieben Jahre sondern nur sieben Tage), holt noch die ollen Kollegen Remus und Romulus zu Hülfe, und sorgt engelsgleich für ein Wunder?

    Denn auf Max und Moritz kann man nicht mehr aufbauen, die sind vollgepumpt mit Pharmadrogen!

    Piss die Wand an!
    Ich hoff’ schwerstens, Du hast recht!

    Ps. zum anderen Strange. Wir sind hier nicht im Weichspülerclub, also easy ;-)

  2. Dude sagt:

    Mann. Diese Wortfehler von mir sind ja Katastrophe. Hier fehlt definitiv ne Edit-Funktion!

    Übrigens… …mich werden sie niemals kriegen, höchstens tot!

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Das Obige von mir war für Außenstehende ein wenig kryptisch, da ja nicht jeder wissen kann, dass mein Jüngerer in sieben Jahren 18 sein wird.

    Natürlich will ich ihn dann nicht einfach im Stich lassen. Aber man wird mich dann auch nicht mehr an die Wand nageln können (außer man tut es sowieso), wenn etwas mit ihm nicht passen sollte.

    Ich erzähle Dir jetzt aber eine bessere Geschichte.

    Gestern wurde ich von einer Homo-Grünen (spezieller Art, aber das will ich jetzt nicht ausbreiten) als “homophob” bezeichnet, da ich mich gegen ein Adoptionsrecht für Homopaare aussprach.

    Heute wurde ich von einem vorgeblich dezidiert Deutsch-Nationalen öffentlich als “Antisemit” beschumpfen, weil ich darauf hinwies, grob gesagt, dass mir die Leute, die jetzt auf projüdischer Fahrkarte gegen die Musels herziehen (Wilders in Holland, in D PI, Achse des Guten usw.) nicht geheuer seien und ein Freund von mir meine, wir sollten jetzt für dieselben Leute, die uns jene und sonstnochwen ins Land brachten, deren Händel ausfechten.

    Danach, vorhin, als ich mich beim Nachdenkspaziergang auf einer sitzhohen Betonstele niederließ, rückte ein vielleicht 25-Jähriger an, schwulte mich schwerstens an, gleich dann aggressiv, als ich meine Ruhe wünschte, so, dass ich verbal etwas ruppig werden musste, der Kerl mir wohl nur deshalb nicht an die Gurgel ging, weil er meine Entschlossenheit spürte, sich ob meiner schließlich dezidierten Ranzigkeit nicht mehr so sicher schien, ob der doppelt so Alte noch ganz gut Beieinandrige vielleicht Kung Fu beherrsche oder sonstwas. Ich ging dann trotzdem weg, wie auch da, wo man mich einen Antisemiten schumpf, dem Idiotenkabinett ohne Weiterungen zu entrinnen.

    Ich rechne schon damit, dass man mich morgen einen Frauenhasser heißen wird, darnach einen Arachnophoben, sodann einen Kommunisten, und dann, wenn das nicht reicht, auch noch einen paranoiden Schmierfinken.

    So geht das Leben des Philosophen seinen Gang; je mehr man versteht, je klarer man wird und sieht, umso mehr wird man zur Ersatzprojektionsfläche all jener, die sonst kein Wort wägen noch wagen.

    Es ist die Ohnmacht, die Verführtheit, der unterbewusste Selbsthass der Leute, ob ihrer Feigheit, die zu solchen Handlungen führen, den Erkennenden stellend, anstatt sich dem von jenem Erkannten zu stellen.

    Gleichwohl können sie es am wenigsten ertragen, wenn man sie wegwinkt oder selber einfach verlässt. Der Scheinfeind ist weg, der sauere Geschmack und das Problem bleiben.

    Ein anderer möchte gerade recht gerne, dass ich ihm sein Buch schriebe; er mag aber nicht davon lassen, mich mit “ah, der Herr Göller!” spöttisch anzureden, indem ich an der Konzeption noch rätsele, er auf Vorschläge wenig bis nichts beiträgt, auch und in ebenjenem Zusammenhange, ob ich es denn überhaupt unternehmen solle.

    So gewahre ich mich denn in einer Situation mit 10 000 Sozialjobs für je null Cent, alle wollen eigentlich was von mir (die Liste ist weitaus länger, aber genug ist genug), aber selber bringen ist nicht.

    Lange kann das aber normalerweise nicht anhalten. Irgendwann dreht einer ab und brüllt: “Na gut, Du vermaledeites Arschloch, tu endlich was, ich zahle sogar dafür! Schreibe den verdammten Scheißendreck endlich für mich hin, ich zahle sogar was dafür! Dann hast Du Eckensteher endlich was für Dich und Deine Brut! Ist’s dann endlich genug?”

    Aber sie wissen nichts davon und über sich. Es sind nicht einmal mehr Kinder.

  4. Dude sagt:

    @Magnus

    Danke Dir für den Hintergrund. Ich weiss schon, warum ich mir diese Bürde absichtlich nicht aufgeladen habe, so sehr ich sie mir auch wünschte, doch der Realismus und die Bewusstheit über Welt und Menschheit, halten davon wohlweislich ab. Allerdings bin ich hierbei gegenüber Dir hinsichtlich des Altersunterschieds wohl auch privilegiert.

    Zu Deinen Erlebnissen (mal abgesehen davon, dass es zum Fondue allein damit reichlich Gesprächsstoff gibt ;-) ), kann ich Dir nur raten:

    Sei ein Geist, und kein Gespenst!
    So weilst Du mitten unter ihnen und wirst doch nur dann gesehen, wenn Du es Selbst auch wünschest…
    (es klappt prächtigstens bei mir, seit Jahren…)

    :-)

    “Es ist die Ohnmacht, die Verführtheit, der unterbewusste Selbsthass der Leute, ob ihrer Feigheit, die zu solchen Handlungen führen, den Erkennenden stellend, anstatt sich dem von jenem Erkannten zu stellen.”

    Das allein verdiente einen eigenen Strang hier!!!
    Denn ist es vom Prinzipe her, ja doch auch genauso auf vieles anderes übertragbar. So tanzt die wildgewordene Schar im Wahne des Trugbilds ihrer vermeintlichen Realität.

    So Du aber den Mechanismus der Geisterscheinung, mitsamt der Fähigkeit der Spiegelung, beherrschst, also gleich dem wandelnden Geiste wirst, macht Dich das – jederzeit, gemäss Deinem Willen – unbekämpfbar.

    (Wobei mich manchmal – vielleicht ja ungerechtfertigterweise – der Eindruck beschleicht, Du bräuchtest solchiges in gewisser Weise gar… ;-) )

    Übrigens werde ich schon grundsätzlich Skeptisch wenn mich jemand mit “Herr Dude” anzusprechen wagt.

    Und zuletzt noch ein Wunsch. Verkauf Dich nicht, egal um welchen Preis.

    Alles Liebe Dir und den Jungs

    Ps. zum Abschluss und Grusse noch was Schönes für Dich
    http://www.youtube.com/watch?v=FHACIV0MvXs
    http://www.youtube.com/watch?v=sAGV9s0ip-E&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=umfRT7MgTu0&feature=related

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Du gibst interessanten Rat. Ich werde mich hier, wo uns zunächst vielleicht nicht viele hören, noch bedacht dazu äußern.

    Jetzt fällt mir aber beinahe schon der Glimmstengel aus der Hand, so dass ich nur einfacher gestrickte Kommentare als den eben von Dir gelesenen noch anständig zu betreuen wüsste.

    Morgen, das heißt heute, wenn ich geruht habe, Erläuterndes.

  6. Dude sagt:

    Na dann kam je der Herr Sandmann im Ps. genau recht ;-)

    Keine Eile. Schlaf geruhsam. Bis die Tage, keine Frage… :-)

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich fange mal mit dem für mich unangenehmsten Teil an, Zitat:

    “(Wobei mich manchmal – vielleicht ja ungerechtfertigterweise – der Eindruck beschleicht, Du bräuchtest solchiges in gewisser Weise gar… ;-) )”

    Mindestens mal läuft es mir sehr gerne über den Weg, und in der Tat bin ich da nach wie vor oft eher Gespenst denn Geist. Das hängt teils von der Tagesform ab, teils davon, wer mit was daherlatscht. Das zeugt nicht eben von Gelassenheit und Klugheit, aber manchmal habe ich auch einfach immer noch keinen Bock mehr darauf, gelassen und klug zu sein. Manchmal rege ich mich nämlich immer noch auf, und außerdem habe ich auch manchmal das Gefühl, es wäre Feigheit, nicht doch mal deutlich zu werden. Das mag jetzt eine Rechtfertigungsbehauptung meinerseits sein…

    Manchmal (meistens, merkt nur selten einer) bin ich auch sehr umgänglich und klug und frommer als das lammichste Lamm. Dann meinen die Blinden sehen zu können, und die Lahmen halten sich für Weltrekordsprinter.

    So werde ich auch traditionell von ebenjenen Leuten, die mich ansonsten als eine wandelnde Kommunikationskatastrophe ansehen (dies auch überall herumerzählen), gerade dann eingesetzt (die müssen dann in der Regel Golf spielen oder sonstwas ähnlich Unabdingbares), wenn jemand richtig in den Seilen hängt, in einer schwierigen Rekonvaleszenz, sich also in einer Lage befindet, die anderen zu betreuen doch gar zu ekel und beschwerlich. Dafür ernte ich dann auch mal ein Lob. Und man vergisst nicht, mich wieder beizuholen, sobald ein entsprechender Fall eintritt. Man wird aber weiterhin erzählen, ich sei im Grunde “Magnus Göller, Riesenscheiße!” (Echtzitat)

    Das weiß ich aber schon so lange, dass ich mich daran längst gewöhnt habe. Nur der Rest (bis auf seltene, ephemere Lichtblicke) weiß nicht, will auch partout nicht wissen, dass ich das weiß (das nützliche Bild möchte sonst verrutschen).

    So kommen denn Kranke, wenn ich sie betreue, auch praktisch stets schnell auf den Weg der Besserung, und das Vertrauen der Notgolfspieler in meine diesbezüglichen Fähigkeiten ist praktisch grenzenlos. Was aber, wie gesagt, nichts daran ändert, dass sie mich ansonsten für einen missratenen Chaoten ohne jede Kontrolle über sein sanguinisches Temperament halten, diese Einschätzung weiterhin hegen und pflegen und selbst ungefragt allenthalben kundtun.

    Salopp ausgedrückt könnte man sagen: Der Magnus dreht praktisch immer und überall ohne Grund durch, aber dann, wenn keiner mehr auch nur noch hingucken möchte (vor allem der jeweilige Ich), ist er die Ruhe selbst, lege ich alles Schicksal wie selbstverständlich in seine Hände.

    Du kannst Dir wohl in etwa denken, was ich mir dazu denke. Ich ärgere mich jedenfalls nur noch selten darüber, denn daran änderte sich in der Tat nur etwas, um zum zweiten Teil, der unmittelbar damit verbunden ist, zu kommen, wenn ich mich verdammt nochmal endlich kaufen ließe. Ab der ersten Million hätten dann natürlich alle schon immer gewusst, dass ich es irgendwann doch noch packen werde, endlich hätte ich die Fülle meiner Begabung, die ja nie einer bezweifelte, sinnig umgesetzt, man habe das Drama ja lange genug aushalten müssen usw.

    So sind die Leute halt. Schließlich sind sie normal. Damit kann ich nicht aufwarten. Und will es auch nicht.

    Ich könnte jetzt noch darüber hinaus aus dem Nähkästchen plaudern, aber das Obige ist wohl schon wieder mal mehr, als ein Vernünftiger öffentlich von sich erzählte. Sei’s drum. Wer meint, alles von mir zu wissen, mich als Deppen ausgeben will, der mag auf den nächsten Text warten, den er dann lieber nicht liest. Wenigstens lieber nicht versteht. Oder, indem er nicht ansetzt, mich zu verprügeln, verbal mit mir anbinden. Dann spricht der Depp zum Normalen, so dass Letzterer sich meist wundert.

    Die arkaneren Varianten dazu gibt es dann privatissime.

    Liebe Grüße an Dich und danke für Inspiration wie Kritik!

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich will zum Thema Begabung noch etwas nachtragen.

    Meine verstorbene Frau, die eine mindestens hervorragende Lehrerin war, hatte einmal mit einem Hochbegabten zu tun (er war es im Sinne der Anlage wohl wirklich, auch mit 130+ getestet…), der aber partout nichts lernen wollte und deshalb kurz vor dem Abkippen aus einem bayerischen Gymnasium stand.

    Sie erklärte ihm seine Misere mittels des folgenden Bildes.

    “Was hilft es, wenn du in deinem Kopf sechsspurige Autobahnen hast, bestens ausgebaut, und es fahren keine Autos drauf? So wirst du nur immer dümmer, bis selbst die Autobahnen von Unkraut überwuchert sind!” (Ungefähres Gedächtniszitat)

    Sie bemühte denn gern auch ein Zitat eines klugen, zur Nachhilfe anmeldenden Vaters: “Der Übergang von der Faulheit zur Dummheit ist ein fließender!”

    Hier kommen wir denn zu den Themen Hirntraining und Epigenetik, zu dem, wie man sich aufbildet oder niederbildet.

    Mancher ist mit 18 noch – wie wir im Schwäbischen sagen – ein “Käpsele” (also Hochbegabter), und wenn man ihn zehn Jahre später wieder trifft, zwar schon Juniorpartner einer einschlägigen Sozietät, aber inzwischen zu einem unerträglich engstirnigen Hirnquetsch mutiert.

    Umgekehrt gibt es Leute, die nie sonderlich durch eine hohe Auffassungsgabe auffielen (jedenfalls den Normalen, mir oft doch schon verdächtig, weitaus mehr Potential zu haben), ebensoviele Jahre später wie ein Fels vor einem stehen, all ihr vorgebliches, vermeintiches Mindtum überwunden habend.

    Ich führe dies jetzt nochmal in dieser Form an, da ich Dir ja recht deutlich widersprach, als Du, bestimmte Textsequenzen von mir lobend, diese als wohl “herunterkanalt” bezeichnetest, anführend, dass vor allem sehr viel sehr harte Arbeit der Grund dafür sei, dass man irgendwann manchmal sozusagen fast direkt aus der Quelle schöpfen könne.

    Was dann geschieht, ist zwar in gewisser Weise mitunter wundersam, aber keineswegs mehr verwunderlich. Denn man hat sich schlicht besser versynapst.

    Ich halte darum auch, wie Du weißt, gar nichts von Schnellkursen zu höherer Erkenntnis. Da ich dies deutlich sage, habe ich auch schon manchen erwachsenen Schüler nicht zu halten vermocht. Für 500 oder 1000 Euro ein Wochenende Einzelunterricht beim Göller, und dann ist man Shakespeare. Nein, das habe ich nicht im Angebot. Das gibt es bei der FAZ zu kaufen (wenigstens das oder mehr zu bezahlen, als einer von 12 Bezahlenden), auch sonstwo, aber ich biete es nicht an.

    Besonders Begabte, zumal, wenn schon viel Ungehobenes in ihnen schlummert, können natürlich schon binnen weniger Stunden sehr viel weiterkommen, wenn der Lehrer die verborgenen Schätze durch gute Hinweise zu heben weiß; dann aber folgt gerade erst recht der harte Teil der Übung. Nämlich Machen, Schaffen, Üben, Verwerfen, Niederlagen einstecken, Weitermachen, noch mehr Üben usw.

    Sonst folgt Stillstand, mag sein auf höherem Niveau.

    Und wer nur eines Zweckes willen lernen will, der kommt sowieso nie weit. Denn der Zweck zwickt ihn immer. Damit ist nicht freier Denken.

    Damit habe ich Dir wahrscheinlich nichts Neues erzählt, aber ich schreibe hier ja auch für andere, Mitlesende. Oder, meinethalben, wenn keiner mitliest, für den Äther.

    Womit wir dann bei den morphischen Feldern landeten, aber das ist eine weitere Geschichte, die ich jetzt und hier nicht auch noch anfassen will.

  9. Lesezeichen sagt:

    Magnus, ich habe dein letztes posting mit großem Interesse gelesen, muss jedoch leider dazu sagen, dass das deutsche Schulsystem nicht darauf ausgerichtet ist, begabte Kinder zu fördern.

    Im Augenblick läuft sogar das Gegenteil, insbesondere in den sozialistisch geführten Ländern. Unter dem Deckmantel des “längerem gemeinsamen Lernen” wird nichts weiter betrieben, als eine gnadenlose Ausbeutung der guten Schüler, mit dem Ziel, Lehrer einzusparen. Die Guten sollen den Schlechten helfen, der Lehrer hat es leichter und das System kostet weniger. Dass die Begabten auf der Strecke bleiben, interessiert nicht nur keinen, sondern ist politisch gewollt.

    Das ist die Formel, auf die alles hinausläuft. Eine Übergangslösung auf dem Weg vom Grundschulgebäude zum Altenheim.

    Drastischer ausgesprochen hat es die Leiterin der Selbsthilfegruppe, in der ich auch über viele Jahre aktiv war. Sie stellte lapidar fest, dass man in Deutschland nahezu jede Unterstützung bekommt, wenn man ein behindertes Kind hat, dass man aber gegen Betonwände anrennt, wenn man ein begabtes Kind hat.

    Ich kann dem nur zustimmen. Auch und nicht zuletzt aus eigener Erfahrung mit unseren Kindern.

    Es ist ein Makel, begabt zu sein. Insbesondere in einer Gesellschaft, die sich die Gleichheit aller auf die Fahnen geschrieben hat. Nachdem, was aktuell läuft, würde ich jede Möglichkeit suchen und ergreifen, um aus dem öffentlichen System auszubrechen. Ich würde mich weigern, sogenannte Elternschulungen zu besuchen und ebenso würde ich mich weigern, meine Kinder öffentlich propagierter frühkindlicher Bildung auszusetzen.

    Mein Eindruck ist, dass der begabte Mensch, bei dem nicht klar erkennbar ist, dass er industriell verwertbar ist, als potenzieller Feind bekämpft wird. Anders ausgedrückt, um Hans Biegert zu zitieren: Im gleichen Zeitraum, in dem die Gesamtzahl der Schüler um 3 Prozent stieg, stieg die Zahl der Sonderschüler um 30 Prozent!

    Eine Zahl, über die außer ihm keiner spricht.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

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