Satiriker haben es gut

Satiriker sind wahrscheinlich die einzigen Menschen, die ihrem eigenen Ableben ohne Häme entgegensehen können.

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15 Antworten zu “Satiriker haben es gut”

  1. Jochen sagt:

    Dann aber müssen wahre Christen echte Satiriker sein.

    Wenn man dazu bedenkt, was Jesus noch alles an Sprüchen (sieben an der Zahl) losgelassen hat, als Er schon am Kreuz hing, den Tod vor Augen. Aber Er war und ist eben ein echter Satiriker gewesen. Von Ihm kam sogar noch etwas an Offenbarung, da war Er gar nicht mehr auf dieser Welt hier. So etwas haben nach Ihm vielleicht nur solche wie Michael Jackson oder Elvis geschafft. Erst der wirklich Letzte wird dazu imstande sein, das Licht der Satiriker ganz auszumachen.

  2. In diesem Zusammenhang stellen wir die Frage, welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen der bayerischen SPD und Pro NRW?

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/05/08/satire-oder-kunst-spd-chef-pronold-oder-pro-nrw/

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Der Gedanke, dass Jesus ein Satiriker gewesen sei, gefällt mir naturgemäß gut. Da bin ich ihm dann zumindest in Teilen doch nochmal etwas näher. (Inalsoweit man ihm nahe sein kann.)

  4. Dude sagt:

    Remus und Romulus werden sich nen siebenfachen goldenen Schranz gelacht habe auf den sieben Hügeln bei den sieben sandsiebenden Zwergen… ;-)

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Nochmals danke für den Gedanken, dass Jesus ein Satiriker gewesen sei!

    Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob allzuviele Christen (und Moslems und Juden, aus ihren jeweiligen Gründen) allzu begeistert sein werden, sollte ich oder ein anderer diese Sichtweise mit Leben erfüllen.

    Aber gut, ich probiere es mal aus.

    Kommt Jesus nach Jerusalem und gewahrt all der Geldwechsler und sonstigen Halunken. Fragt ihn Maria Magdalena, weshalb Gott die denn nicht vom Erdboden tilge. Er darauf: “Damit auch das gemeine Volk an mich glauben kann.”

  6. Jochen sagt:

    @ Magnus

    Ich hatte in den letzten Jahren mit Christenmenschen viel zu tun. Humor fand ich bei denen, wenn überhaupt, nur in der alleruntersten Schublade. Wie traurig wird es da erst im Himmel sein, wenn nur noch vor sich hindämmernde Christenmenschen dort sein werden, deren einziges Vergnügen vielleicht noch die Beseitigung der übriggebleibenen Götzenstatuen ist? Nicht auszudenken, wie öde es dann erst im Himmel sein wird, wenn selbst das noch geschafft sein wird. Ob die Christenmenschen dann Gott darum anbeten werden, Er möge doch ein paar Satiriker und Ungläubige aus der Hölle hoch kommen lassen, damit endlich mal wieder ein wenig Freude im Himmel einkehren kann? So gesehen könnte man auch sagen, die Christenmenschen erschaffen sich am liebsten ihre Hölle selbst.

    Ich schrieb immer Christenmenschen, weil andere Menschen für Christen eigentlich keine Menschen sein können, da sie ja schließlich als Ungläubige in deren Augen keine Kinder Gottes sind. Gott erschuf die Kinder Gottes als Mann und Frau. Ungläubige können daher nur ein Nichts mit schwarzer Seele innen sein. Daher sicher auch bei vielen von ihnen ihr ausgeprägter Hang zum schwarzen Humor.

    Ich glaube, dass Jesus bis heute total missverstanden worden ist.
    Wenn es anders wäre, würde bestimmt nicht von so vielen Gelehrten und Ungelehrten immer noch versucht, die Schrift richtig auszulegen. Christenmenschen merken es oft selbst gar nicht mehr, aber dadurch, dass sie das Wort Gottes (die Bibel) extrem verherrlichen, begehen sie damit ihren größten Fehler. Denn obwohl ihnen die Bibel ausdrücklich sagt, dass der Buchstabe tötet, machen sie sich dieses Buch der Bücher zu ihrem Hauptgötzen. Den alles durchdringenden Geist aber, der sich sogar selbst, sofern man ihn lässt, als der größte Satiriker erweist, dem wird dadurch nur noch eine Nebenrolle zugedacht. Seine Rolle ist jene, für alle Christenmenschen für ewig doch am Kreuz zu hängen und für ihre Sünden bluten zu dürfen, während sie nur noch Augen und Ohren für das geschriebene Wort Gottes übrig haben. Denselben Fehler machen eigentlich auch die Moslems und die Juden, deren Religionen zwar alle auf den selben Kern aufbauen, doch über jenen Kern ist schon längst bei ihnen eine undurchdringliche Schale gewachsen, die noch härter ist als bei einer Nuss. Die Folge ist tatsächlich Hass gegen alles und jeden, mit deren Humor sie einfach nicht mehr zurecht zu kommen wissen. Was dabei herauskam, sah man ja am Sohn Gottes. Seine Lebensfreude, seinen Witz und Charme, konnten die Hass erfüllten Scheinheiligen einfach nicht mehr ertragen. Lach heute mal über Mohammed, dann aber paß auf, unter welchen Menschen du dich gerade befindest. Versuche keinen Christenmenschen mit satirischen Anspielungen auf seine Weltsicht, sonst nennt er dich von Satan besessen. Von den Juden wage ich erst gar nicht satirisch zu sprechen, denn die besitzen mir zu viele Atombomben.

    Hat Gott jemals gesagt oder will Er es, dass alle seine Kinder nie mehr Freude und Spaß haben dürfen, wenn sie bereit sind, sich Ihm mit Leib und Seele zu widmen? Moslems, Juden und Christenmenschen verfälschen Gottes Werk der Liebe zu einer durch ihre Verlogenheit von Zäunen durchzogen Welt, wo am Ende nur einer Gottes Liebling sein dürfe und wo alle anderen deswegen dem Hass wegen Andersartigkeit ausgesetzt sind. Das nennt sich dann Religion. Somit sollte mal jemand an Moslems, Juden und Christenmenschen die Frage stellen, ob Religion von Gott kommt, oder von den Menschen. Wahrscheinlich werden sie dann sagen: Wir wissen es nicht.

    Jesus sagt: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben,…….”

    Ein Jünger spricht: “Aber Meister, dann werden ja alle auf dir herumtrampeln und Liebe mit dir machen wollen.”

    Jesus erwidert: “Keine Sorge, bis dahin bin ich schon längst wieder weg.”

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Ganz so unheilig düster wie von Dir beschrieben sieht es glücklicherweise nicht bei allen Christen aus. Ich kenne durchaus welche mit Humor, die überdies nicht der Ansicht sind, dass ich als Ungläubiger des Teufels sein müsse und dereinst unweigerlich in die Hölle fahren.

    Viele indes sind sehr schnell beleidigt, legen sich jeweils ihre Bibelsprüche zurecht, und der sie darin nicht ernst nimmt, wird sehr schnell mehr oder weniger offen verflucht, verwunschen, mit Negativprophezeiungen belegt.

    So hatte ich derer schon ein paar auch auf dieser Seite.

    Mir am liebsten buchstäblich die Haut abgezogen gesehen, wie irgendsoein Sadhu (oder war’s ein Buddhist? – egal), als ich mich über tibetische Lamas lustig machte, hat aber von denen im Kommentar noch keiner.

    Insgesamt ist natürlich interessant, wie sehr und wie leicht sich manche über einen wie mich tierisch aufregen können, wie schnell denen hienieden jede Gelassenheit abhanden kommt (wenn sie überhaupt je da war), sobald man beispielsweise ihre Hauptsymbolik, Christus am Kreuz, infrage stellt, zumal wegen ihrer Wirkung auf Kinder.

    Dabei war ihr vorgebliches Vorbild Jesus, soweit man sich das aus den verschiedenen Evangelien zusammenreimen kann, nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen…

  8. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “sobald man beispielsweise ihre Hauptsymbolik, Christus am Kreuz, infrage stellt”

    Johannes 19:16 Da überantwortete er ihnen Jesus, daß er gekreuzigt würde. Sie nahmen aber Jesus und führten ihn hin.

    Ein sehr interessanter Vers und wer das Kapitel davor sehr genau und bedächtig nach der Reihe nach durchliest, der wird einfach Ungereimtheiten dabei feststellen müssen. Zumal, wenn er dazu noch weiß, dass, wenn es um die Figur des Barabbas (was übersetzt “Sohn des Herrn” bedeutet) geht, dessen Vorname auch Jesous gelautet hat, wenn auch etwas anders geschrieben, und in manchen Urschriften dieser Name im Matthäus-Evangelium noch vollständig enthalten, aus anderen Übersetzungen aber entfernt worden ist. Dazu gibt es weder aus römischer, noch aus jüdischer Sicht, irgendeinen Beleg darüber, dass es damals Sitte gewesen wäre, zum Passahfest einen Gefangenen frei zu lassen. Darüber wird alleine nur in der Bibel berichtet.
    Jedenfalls ist es gut möglich, dass es zur Zeit der Verhandlung, zwei Männer mit Namen Jesus in Jerusalem gegeben hat. Welcher Jesus nun von Pilatus überantwortet worden ist, daß er gekreuzigt würde und welchen Jesus Sie aber nahmen, damit er hingeführt werde (wohin?), das halte ich für eine sehr wichtige Frage. Vielleicht, wenn es um das ganze Christentum geht, für die wichtigste Frage überhaupt. Denn was wäre, wenn Jesus Christus in Wahrheit gar nicht gekreuzigt worden wäre, weil Er sozusagen schützende Hände über sich gehabt hat? Dann aber sehen viele eingefleischte und sich an statischen Überlieferungen festhaltende Christen ziemlich alt aus und nicht nur die.

    “Dabei war ihr vorgebliches Vorbild Jesus, soweit man sich das aus den verschiedenen Evangelien zusammenreimen kann, nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen…”

    Die Schriften mussten erfüllt werden, so sagte Jesus immer. Und jener, der Ihm sozusagen vorauseilte und Ihn dem Volk ankündigte, weil er wusste, dass es sich ja um den Sohn Gottes handelte, genau derselbe stellt dann später eine ziemlich dumme Frage, die er sich eigentlich hätte sparen müssen:

    Lukas 7:19 (Johannes der Täufer) sandte sie zu Jesus und ließ ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?

    Na, wenn dann aber noch nicht einmal Johannes der Täufer wusste was wirklich Sache war und er erst noch einmal bei Jesus nachfragen musste, wer sollte dann außer Jesus selbst wirklich Bescheid gewusst haben? Oder verlief einfach alles genau nach Plan, nach einem gut durchdachten Plan der Essener, welche von den Pharisäern gar nicht gemocht wurden?

    Nach der Auferstehung gibt es dazu plötzlich zwei Götter im Himmel. Eine Sache der Unmöglichkeit, auch nach den 10 Geboten. Für Christen aber einfach über die Dreifaltigkeitslehre zu lösen, zu der sie aber selbst sagen, um diese Sache zu verstehen, dazu müsste man schon selbst Gott sein. So sieht wahrer Glaube aus! Ungereimtheiten werden schön verpackt, so dass sie von allen brav geschluckt werden und der Rest besteht aus einfältiger Gehorsamkeit der Kirche und Gott gegenüber.
    Wenn Jesus selbst immer alles brav so geschluckt hätte, wie die Pharisäer und Schriftgelehrten es gewollt haben, dann wäre Er nicht der Mann, den ich mag und achte.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Wäre der echte Jesus tatsächlich nicht gekreuzigt worden, und das käme raus, so lachte ich mir mehr als nur einen Ast.

    Das wäre dann wirklich der größte Schenkelklopfer der letzten zwei Jahrtausende.

    Die Millionen dummen Gesichter…

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ohje, ich habe es fast geahnt, jetzt auch noch die Templer.

    Hätte ich bloß nichts gesagt.

    Gut, mag der eine oder andere darausher auf eine Spur kommen, die er noch nicht kannte: Mir aber ist das alles von Legenden allzusehr und wirr überwuchert.

    Dann sind wir bald bei de Molay und dem ganzen folgenden feimaurerischen Rest von diesem ganzen Obskurantengesindel.

    Da habe ich für die eine Seite nichts übrig, noch für die andere. Da mag mal einer Butter bei die Fische tun. Was bleibt, bisher, ist blanke Spekulation.

    Der Vatikan – na, was soll ich zu der Bande noch sagen – auf der einen Seite, ein Orden der fragwürdigsten Art auf der anderen.

    Tut mir leid, da positioniere ich mich nicht.

    Eigentlich bezog sich das Thema ja auch auf Satiriker und deren Wesen. Jetzt soll’s schon wieder an Christus genesen.

    Damit hört, ohne dass ich zensieren wollte, für mich dann irgendwann, nämlich jetzt, der Spaß auf. Die katholische Kirche besticht traditionell ebensowenig durch Verständnis für Satire, wie jene, die da als ihre Widersacher angegeben.

    Deshalb kann ich jetzt nur noch dadurch für Zielführung zu schaffen suchen, indem ich einen, wenn auch nicht jedem gefallenden, Witz dazu mache: Jesus liebt sie alle.

    Fast immer aber, wenn der ins Spiel kommt, läuft alles aus dem Ruder. Fast jeder ereifert sich, meint etwas Öberstwichtiges zu wissen, wenigstens zu vermuten, und was fast sicher auf der Strecke bleibt, ist die Nachvollziehhbarkeit, hiemit dann auch alsbald der Verstand.

    Aber zumal der Humor. Und damit das Wesen der Satire.

    Alswelches mir viel wichtiger, als was irgendwas vielleicht mal so war oder anders.

    Gut, selbst schuld, das oben hätte ich wohl nicht anbringen sollen.

    Ich habe mich selbst in die Jesusfalle begeben und bade das nun eben wieder einmal aus.

    Zum Glück kam gerade ein Anruf, der mich dahingehend entlastet, jetzt erstmal zu enden.

  11. Dude sagt:

    @Magnus

    Ich bin auch nicht ganz überzeugt von der Story, hatte sie jedoch vor vielen Jahren mal von einem Freund erzählt bekommen, und erinnerte mich wieder daran, beim Lesen von Jochen’s Beiträgen.

    Dass Jesus nicht am Kreuze gestorben ist, davon bin ich fast überzeugt, die ganze Merowingergeschichte die dran hängt, naja…

    Egal.

    Wenn erstmal das Kartenhaus einstürzt werden solche historischen Details ohnehin absolut irrelevant; gesetzt mal den Fall, dass sie das nicht schon heute sind… ;-)

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich habe eben mit einem weiteren Artikel nachgelegt. Ich lasse mir weder Denken noch Sein von reichlich schimmeligen Stories bestimmen.

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich bitte um Verzeihung. Ich habe es nicht böse gemeint, zumal nicht wider einen derart humorigen Netzfreund (gibt es das? – Ich nehme es mal so) wie Dich. (Das Käsfondue wartet.)

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Ich bitte auch Dich um Verzeihung. Aber irgendwann geht auch mir mal der Gaul durch. Der Rest dazu erklärt sich aus dem Folgeartikel.

    Es geht mir schlicht und einfach darum, dass Jesus mir nicht als Allbezugspunkt taugt, dass ich den nicht noch dazu brauche, um eine Laus vom Holunder zu sammeln.

    Und in diesem Falle hier bin ich nun wahrlich erstmal nicht “selbst schuld”, lediglich nachhineins, indem ich mich darauf einließ. (Was hier gar nicht so schlecht passte, mich aber auf den hernach geschilderten Gedanken brachte.)

    Man sollte diesem Manne mal etwas Ruhe gönnen. Ob er sie nun verdient hat, oder auch nicht.

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