Handy ist geiler als Andy

Siebzig Prozent unserer jungen Maiden, ermittelte FORSA in einer Umfrage laut FOCUS, verzichten lieber auf Sex als auf ihr Handy.

Das heißt aber auch, dass immer noch fast ein Drittel unserer Girls (es ist Girl’s Day in D; dabei geht es darum, dass Girls sich endlich mehr für Technik interessieren sollen) Sex geiler finden als ihr Mobiltelefon. Das sind wohl die letzten urtriebigen Geißen im Lande, jene mit den gebärfreudigen Becken.

Manche derer möchten gar weniger Angst vor einer Schwangerschaft haben, als vor einem Hirnschaden durch elektromagnetische Starkstrahlung. Richtige altdeutsche Klotzbertas.

Ob da auch eine anmutig züchtige Kunigunde dabei sein mag? Eine, die sich nicht deshalb gegen das Handy entscheidet, weil sie sowieso keiner anruft?

Man ist ja fast versucht, den Begriff “Handysex” in die Maschine einzugeben, um die Sache noch etwas wissenschaftlicher beleuchten zu können: will sich ja aber auch nicht vor dem Bayernspiel den Abend verderben.

Immerhin spricht für unsere Gernots und Hagens, dass die noch genauso bespring- wie telefonierfreudig, was hoffentlich nicht zu Blutströmen führen wird, im Kampfe um die wenigen sich nicht lieber ihrem Ohrenmassagestabe widmenden Jungfrauen.

Am Schluss siebt sich immer alles aus.

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6 Antworten zu “Handy ist geiler als Andy”

  1. Dude sagt:

    Die Fickerei ist ja heute bereits so arg pervertiert, dass es nicht sonderlich verwundert, wenn die wirtschaftstauglichen Bioroboter einfacher zu bedienende Spielzeuge – die nebenbei noch die Maschine ölen – vorziehen, welche nicht so offensichtliche und tiefgreifende Abhängigkeiten hervorrufen… …könnte man zumindest oft meinen. ;-)

    Obschon, wenn man das jetzt noch von einer andere Betrachtungsebene ansieht, Spielzeuge lassen sich ja auch zweckentfremden – da sind der Phantasie grundsätzlich keine Grenzen gesetzt; höchstens die Physik gibt einen gewissen Rahmen vor. :-)

    Ps. http://www.rp-online.de/gesundheit/medizin-und-vorsorge/gefaehrlicher-als-alkohol-und-zigaretten-1.2750470

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    “Die Fickerei…”: Hätte ich ja nun nicht erwartet, dass ein Feingeist wie Du progenitative Prozesse außerhalb des Reagenzglases so pejorativ profan benamt, dass man sich schon, wenn sie gar bis auf die Bioroboter runtergekommen sind, fragt, ob die es inzwischen nicht mit dem Akkuschrauberbit treiben.

    Ich halte “Bioroboter” für einen untauglichen Begriff. Er rüttelt nicht wirklich wach, ist diffus, in erheblichem Maße irreführend.

    Aber er ist beliebt. Zwar eher nur in einer Randgruppendiktion, dort aber sehr. Meist unter Leuten, die ihr begrenztes Wissen bezüglich unserer realen Manipuliertheit spekulativ in Gewissheiten ummünzen, jedenfalls in erheblichem Umfang.

    Und setze man mal den Fall, ein großer Teil der Menschheit bestünde aus “Biorobotern”: Soll man die jetzt einfach umprogrammieren, damit sie einem zu Diensten ein bissle mehr öko und peace?

  3. Dude sagt:

    Mit Erwartungen ist es sowieso schon grundsätzlich so eine eine Sache, aber wenn es sich dann noch um einen ganzheitlichen Nihilisten im Gottesbewusstsein dreht, ist der Fehlgriff bei einer Erwartungshaltung bereits vorprogrammiert.

    Das “Fickerei” war in diesem Zusammenhang sehr bewusst so gewählt, weil Sex grundsätzlich eine schöne Sache ist, ja, in bedingungsloser gegenseitiger Liebe und Hingabe – insbesondere dann, wenn dazu noch eine Trinität mit der Quelle selbst gebildet wird – ist Sex gar die materielle Erfüllung schlechthin, das nonplusultra was man im grobstofflichen Bereich der materiellen Achterbahnfahrt erleben kann, und daher nicht zu überbieten, aber diese Definition passt einfach in (grob geschätzt) 95-99.9% aller Coiten überhaupt nicht.
    (Ist das so richtig für Coitus plural? Deine Meinung hierzu nimmt mich sehr wunder, weil mich Duden und freedictionary nicht überzeugen.)

    Du erwähntest vor einiger Zeit bereits, dass Dir “Bioroboter” nicht gefällt. Tausch ihn zukünftigt einfach wahlweise in Schaf, Lemming, Rädchen im Getriebe, Scharnier in der Maschine, Hamster im Rad, Schuldknechtschaftsklave oder was ähnlichem aus, denn ich finde ihn perfekt. Ok, “Kalbtänzer” gefällt mir auch. :-)

    Aber bei “Kalbtänzer” sticht leider die Problematik der Dauerkonditionierung quer durch alle Bildungsinstitutionen und -kanäle, die heutzutags schon die Kleinsten dauerhaft erleiden müssen, hindurch.
    Bei Bioroboter ist das klar… wenn man den nicht gescheit programmiert, läuft da nix wirtschaftstaugliches. ;-)

    Übrigens hab ich “wirtschaftstauglicher Bioroboter” selbst kreiert. Natürlich ist es nicht auszuschliessen, dass das schon einer vor mir auch getan hat, aber das liess sich bis heute nicht bestätigen, denn ich hatte ihn noch nie zuvor gehört, als er mir wie ein gleissendes Licht in den hellwachen Verstand schoss vor vielen Jahren.

    Liebe Grüsse

    Ps. Vielen Dank übrigens für die grandiose Themenauswahl die letzten Tage. Die Artikel habens auch in sich. Hätte daher gern noch einiges dazu gesagt, doch hat es die Veränglichkeit des Quantencomputers nicht erlaubt. Die Prioritäten liegen gerade anderswo.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Nun, zunächst mal als Philolog, es müsste wohl “Coiti”, oder, genitivhalber, “Coitorum” heißen. Aber das beschwöre ich auch nicht.

    Dann muss ich Deine Coitalstatistik kritisieren. 95 bis 99,9 Prozent hat unten ein Zwanzigstelraster und oben eines zum letzten Tausendstel. Welchen Angang sollte man da in einer Erwiderung wählen?

    Ich hoffe jedenfalls mal für Dich, dass es Dir selber wenigstens jedes zwanzigste Mal richtig gut gefallen hat und, ob real oder hochgerechnet, nicht nur in einem Promille der Fälle, also im untersten Bioroboterbereich.

    Gut, das war jetzt etwas unsachlich. Ich überlege mir nochmal, inwieweit ich den Bioroboter, zumal den wirtschaftstauglichen, in mein Vokabular einbaue.

  5. Dude sagt:

    “Coiti” gefällt mir, danke Dir!

    Ps. Ich kann leider nicht mehr als grob schätzen, so gern ich das täte, weil ich keine Einsicht in die entsprechenden Sphären habe. ;-) Zudem sind zur Zeit doch auch “einige grosse Veränderungen” zu beobachten, die sich natürlich auch in dieser Beziehung auswirken können.

  6. Dude sagt:

    Korrigendum:

    “Aber bei “Kalbtänzer” sticht leider die Problematik der Dauerkonditionierung quer durch alle Bildungsinstitutionen und -kanäle, die heutzutags schon die Kleinsten dauerhaft erleiden müssen, hindurch.”

    …soll natürlich heissen…

    “Aber bei “Kalbtänzer” sticht leider die Problematik der Dauerkonditionierung quer durch alle Bildungsinstitutionen und -kanäle, die heutzutags schon die Kleinsten dauerhaft erleiden müssen, nicht hervor.”

    Ps. Das mit der Schätzung war übrigens so gemeint, dass nur 5 – 0.1% aller Paare tatsächlich diese oben beschriebene totale Erfüllung zu erreichen im Stande sind, und wahrscheinlich war der Wert so sogar noch zu hoch angesetzt. Naja, wenn alles so weiter läuft wie bisher, dann kann Dir big Brother diesen Wert bis in zehn Jahren sicher genauestens angeben… …obwohl dann die Prozentzahl natürlich bei annähernd Null liegt. ;-)

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