Iranlüge: Vom medialen Faktotum der Kriegstreiber

In diesem Artikel der SZ vom 26.3.2008 steht über eine der größten und gefährlichsten, ständig dreist wiederholten Lügen unserer Zeit, nämlich, dass Ahmadinedschad gesagt habe, Israel solle von der Landkarte getilgt werden (“wiped off the map”), alles drin, was man dazu wissen muss.

Deshalb enthebe ich mich auch alles Zitierens daraus. Die Sache ist sonnenklar.

Sie ist vielen Zeitgenossen – sicherlich auch Politikern und Journalisten der MSM – seit langem wohlbekannt, doch kaum einer erhebt in den Schafsmedien dawider ein Wort. (Immerhin: Georg Schramm wagte vor einigen Tagen, da Broder wieder und weiter wahrheitswidrig von geforderter, geplanter “Vernichtung” faselte, satirischen, doch deutlichen Widerspruch. Sehenswertes Zweiminutenvideo!)

Stattdessen, jetzt anlässlich Grass in beinahe jedem Artikel dazu, sonst aber auch immer, wenn es um den Iran und einen möglichen Krieg geht, wird diese Lüge allenthalben gebetsmühlenhaft und pompös wiederholt, unerwünschte Israel-Kritiker damit zum Schweigen zu bringen. Denn dass das ein Hauptzweck ist, lässt sich nur schwerlich bezweifeln. Ein weiterer Hauptzweck besteht natürlich darin, jene zu bestätigen, die ohnehin fest an der Seite Israels stehen bzw. Unentschlossene zu kippen und dadurch noch mehr Geld und U-Boote und im Zweifel auch direkten militärischen Beistand leichter erwirken zu können.

Und ich las – nicht zum erstenmal dort oder anderwo in MSM-freien Kommentaren, aber jetzt habe ich den gerade zur Hand – erst vorhin auf faz.net als Teil eines Leserkommentars zu einer der vielen Schmähschriften gegen Grass folgendes:

“Ulrich Stauf (DH7XU) – 10.04.2012 18:05 Uhr

Wann kapiert es endlich der letzte Mensch hebräischen Glaubens, dass Ahmadinedschad eben n i c h t die Auslöschung des Staates Israels, sondern lediglich die Beseitigung (wohl im Sinne einer Ablösung) der derzeitigen Regierung in Israel fordert. Bitte einmal unter “Der iranische Schlüsselsatz” googlen und den Text, der in der Süddeutschen veröffentlicht worden ist, endlich einmal zur Kenntnis nehmen.”

Da bei der FAZ – auch anderwo! – gerade zu einem solch heiklen Thema kein Kommentar veröffentlicht wird, ohne sorgfältig geprüft zu sein, müsste man spätestens jetzt dort wissen (ich gehe mal davon aus, dass immerhin die meisten oberhalb der Putzfrau das längst wissen), welche Lüge man ständig in den Hauptartikeln verbreiten lässt, wenn nicht selbst hinschreibt, ohne Unterlass, seit nunmehr Jahr und Tag. Das als krass zu bezeichnen, ist wohl kaum übertrieben.

Wie sollte man dies heißen, denn “Gleichschaltung”, und zwar Gleichschaltung im Sinne einer Kriegstreiberpropagandalüge, von der die meisten sehr wohl darüber im Bilde, dass es eine ist? Oder sollte man das lieber eine Verschwörung im Weltmaßstab nennen?

Was ist das, eine Lüge dieser Dimension und Folgenträchtigkeit, vier Jahre, nachdem sie selbst in einer großen Tageszeitung öffentlich entlarvt wurde, unbeirrt fortgesetzt zu verbreiten? Eine Lüge, an der das Schicksal vieler Nationen, wenn nicht der Welt, hängt?

Wie können Medienleute es mit ihrem Gewissen ausmachen, da mitzutun?

Wollen die – hoffentlich eines nicht zu fernen Tages! – wenn die Sache im Großen auffliegt, einfach alle behaupten, sie hätten selbst geglaubt, was sie da abdruckten wie auch selber hinschrieben?

Darf man solchen Leuten auch nur eine einzige Zeitung abkaufen?

Und was ist mit den Politikern der Blockflötenparteien (in diesem Zusammenhang rechne ich die Piraten ausdrücklich dazu!), die schweigen, wofern sie die Iranlüge nicht sowieso selbst verbraten? Sind nicht wenigstens die Fälle für die Staatsanwaltschaft? Oder darf man als Politiker sein Volk grade mal so in Angriffskriegsunterstützung hineinlügen, bis hin zur möglichen eigenen, direkten Beteiligung?

Was ist das für ein Augiasstall, in dem wir, was das geschriebene und freie Wort anlangt, hier leben?

DAS soll eine freiheitlich verfasste Demokratie sein, DAS soll dem Grundgesetz entsprechen?

Ja? – Na, dann wissen wir ja endlich, was die hehren Begriffe bedeuten, die mit Inhalt zu füllen wir befreit wurden.

Der FAZ-Titel, der zu dem Leserkommentar oben führte, heißt übrigens “Was nicht hätte geschrieben werden müssen”. Das heißt übersetzt so ungefähr: “Welche Lügen immer hinzuschreiben und zu glauben sind”.

Autor Louis Begley spart jedenfalls nicht an der Iranlüge, seiner persönlichen Volte damit:

‘Aber Grass verkleidet seine hochgradig provokante Behauptung: „Die Atommacht Israel gefährdet/ den ohnehin brüchigen Weltfrieden“ als Gedicht und serviert sie uns, ohne zu erwähnen, dass der iranische Präsident und Holocaustleugner wortreich droht, Israel auszulöschen.’

Grass sei also unglaubwürdig, weil er an dieser Stelle nicht treu mitgelogen, die Lüge gar arglistig unterschlagen habe.

So wirkt die Iranlüge eben auch als Totschlags-”Argument”, soweit, dass wer sie auch nur außer Acht lässt, damit als Antisemit entlarvt sei.

Wer also nicht mitlügt, ist Antisemit. Ganz einfach. Punktum. Bingo.

Die Sache ist zu ernst und gefährlich, um diesen Pfad zu beschreiten, aber normalerweise wäre jetzt zu dem Strategem zu greifen, dass man einfach mitlöge, aber derart immer greller, übertriebener, irrer und dreister, dass man das Lügengebäude von innen her zum Einsturz brächte. Auch möchte in diesem Falle der Staatsanwaltschaften Humor mal plötzlich ganz begrenzt ausfallen, was Lügenpropaganda rund ums Thema Israel, Antisemitismus usw. betrifft.

Wir werden uns also durchaus noch etwas einfallen lassen müssen, diesem kriegspropagandistischen Morgenstern in Form eines nie gefallenen Satzes Stiel und Spitzen zu brechen. Irgendwann geht dann alles wie von selber ganz schnell.

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7 Antworten zu “Iranlüge: Vom medialen Faktotum der Kriegstreiber”

  1. Wanderer sagt:

    Es ist eben jene Haltung die es einst ermöglichte das Jesus, ohne dabei einen Volksaufstand zu entfesseln, ans Kreuz genagelt werden konnte.

    Die Betonung liegt auf der “Haltung”, auch wenn die Aussage etwas anderes implizieren könnte – Ebenso wie die Ahmadinedschads.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Wanderer

    Ich weiß nicht, ob der Jesusbezug hier taugt: Jesus war ein jüdischer Aufrührer, der von Juden dafür öffentlich hingerichtet wurde, dass er Ärger machte. So etwas war damals sozusagen ganz normal und ist es leider in vielen Ländern auch heute noch (in Saudi-Arabien z. B. reichen geringere Frechheiten denn jene, die sich Jesus erlaubte, dafür.)

    Insofern war das eine Angelegenheit, die zunächst (erst 200 Jahre später und sehr indirekt) weder zu internationalen Spannungen führte noch gar einen Atomschlag oder einen kriegerischen Flächenbrand begünstigte.

  3. Wanderer sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Die Betonung lag auf welchem Wort? War es die Haltung?

    Wissen sie, ich mag “Aufrührer” denen nachgesagt wird sie können blinde sehend und lahme gehend machen etc. Das sie mich nicht verstanden haben ist nicht so schlimm. Jedenfalls noch nicht…

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Wanderer

    Ja, die Betonung lag auf “Haltung”. Bleibt, dass ich die Verhältnisse damals und dort auch in bezug auf eine jeweilige solche schlecht mit unseren heutigen vergleichen kann, da ich über erstere nur bruchstückhaft etwas weiß.

    Aber, wenn ich schon davon rede, denn mit dem semitischen Kulturkreis hat ja auch das Heutige, um das es hier geht, durchaus etwas zu tun, auch entsprechenden Haltungen, wobei zu Jesu Zeiten die Christen noch Juden waren oder auch, wenn man so will, nur Juden Christen, oder alle jene, vor Pauls, eigentlich noch gar keine, und der Islam, der, so wie die Juden jetzt gewissermaßen zwangsweis, Jesus freiwillig als großen Propheten eingemeindet hat, war noch gar nicht auf dem Plan.

    Die höchste politische Ebene (und das beeinflusst sehr wohl “Haltungen”), die die Sache erlangte, war, soweit man das glauben darf, dass der Statthalter einer römischen Unruheprovinz (das waren viele) örtlichen Stammesführern bzw. Klerikern nur etwas genervt erlaubte, einen lästigen Wanderprediger kreuzigen zu dürfen. (Das Kreuz war normal.)

    Ich sage damit, rückführend-relativ, mal ganz salopp, dass ich hier so gut als möglich den ungekreuzigten Jesus zu spielen versuche, nicht nur, weil ich mich im heutigen Deutschland vielleicht besser auskenne, auch bezüglich der Haltungen, als er, sondern vor allem, weil der Herr anscheinend gerade seinen karmischen Mittagsschlaf hält, zuwenigst jedoch offenkundig derzeit nicht zur Verfügung steht.

    Wenn Sie ihn in einer hohlen Eiche schlummernd finden, wecken Sie ihn allda sanft, und heißen Sie ihm den Weg zu meinem Hause. Er wird dorten gut zu verkündigen bestens auf Kost und Wort gebracht.

    —————————————————-

    Ich vergaß noch anzufügen, dass die Iraner, die ja jetzt auch dabei, zwar Moslems, aber weit überwiegend (eine arabisch-semitische Minderheit existiert) Indogermanen (vorw. Perser) oder Azeris (Turkvolk) sind, überwiegend eben keine Semiten, so, wie ein guter Teil der Juden und fast alle Araber.

  5. Wanderer sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Siehe da, mit etwas vielen Worten zwar, doch verstanden hat er gar.
    Wobei ich mir ohne die geistige Erleuchtung nie anmaßen würde, Gottes Sohn spielen zu wollen. Das ist Blasphemie sie pöser Chelm und sie gehören dafür auf den Poden geforfen.

    Jedoch sehe ich vergleichsweise viele Parallelen. Das ist sicher Ansichtssache, denn mir fehlen Dinge wie Überzeugungen, Parteizugehörigkeit, Gesinnung, Religion oder Rassezugehörigkeit. Daher fasse ich diesen bunten Haufen gern als Menschen zusammen. Was deren Charaktäre angeht die einen weniger, die anderen mehr.

    Prinzipiell gab es auch damals Herrscher und deren Vasallen, die aus Überzeugungen und Glauben ihre Mitmenschen abschlachteten, unterdrückten oder versklavten. Ebenso wie heute.

    Sehen sie, ich gehe mit ihren Ansichten aus dem Artikel konform. Es ist unbegreiflich, wie sich erwachsene, gebildete, mehr oder weniger angesehene Menschen derart auf einen Krieg versteifen und dafür lügen, betrügen und täuschen. Das ist für eine moderne Welt völlig inakzeptabel.

  6. haschmech sagt:

    @ Magnus

    “Jesus war ein jüdischer Aufrührer, der von Juden dafür öffentlich hingerichtet wurde, dass er Ärger machte.”

    Wenn Du so eine schöne Bibel Zuhause hast, wie Du in Deinem darauf folgenden Artikel geschrieben hast, dann lies sie doch auch einmal.

    Von den Juden ist Jesus überhaupt nicht hingerichtet, sondern aus ihrer Sicht “nur” des großen Verbrechens der Gotteslästerung bezichtigt worden. Dann übergaben die Juden diesen Jesus dem Pilatus, der für sie dann den Rest erledigen sollte, den schmutzigen Teil sozusagen, seine Hinrichtung am Kreuz.

    Derweil waren aber auch weitere jüdische Aufrührer von den Römern gefangen genommen worden, unter ihnen ein sogenannter Barabbas, was übersetzt so viel bedeutet wie “Sohn des Abbas (Vaters)” oder “Sohn unseres Herrn”. Sein voller Name und wie er auch noch in Urschriften, sogenannten Codizes des Matthäusevangeliums in den Stellen 27,16.17 zu finden ist, lautet Jesoûs (hò) Barabbâs. Wir haben es also bei der Gerichtsverhandlung des Pilatus vor dem Volk mit zwei Personen namens Jesus zu tun.

    Vor allem das Johannes-Evangelium, denn der Jünger Johannes war der einzig wahre Augenzeuge von den Aposteln, alle anderen hielten sich derweil versteckt, kann uns über die Abfolge des Geschehens bei dieser öffentlich geführten Gerichtsverhandlung ziemlich genau Aufschluß geben.

    Pilatus hegte viel Sympathie für Jesus Christus und auch dessen Frau tat das, die für Christus bei ihrem Mann vorsprach (siehe hierzu das Matthäus-Evangelium 27:19).

    Ich muss nachfolgend zur Erläuterung ein paar Bibelverse anführen, tut mir leid deswegen Magnus.

    Johannes 18:28 Sie führen nun Jesum von Kajaphas in das Prätorium; es war aber frühmorgens. Und sie gingen nicht hinein in das Prätorium, auf daß sie sich nicht verunreinigten, sondern das Passah essen möchten.

    D.h. Christus befand sich innen im Prätorium. Da wurde Er auch von Pilatus befragt. Dann ging Pilatus nach draußen, trat vor die Juden und anderes Volk, sagte, dass er keine Schuld an diesem Jesus finden könne. Draußen wurde kurz darauf schon gebrüllt: Laß Barabbas frei! Anders ausgedrückt: Laß den Sohn unseres Herrn frei! (frei nach haschmech).

    So geht es dann weiter: Joh 19:1Da nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln.

    Lässt sich aus diesem Satz zu 100 Prozent herauslesen, dass es sich bei diesem Jesus wirklich um den Christus gehandelt hat? Oder könnte es nicht auch so sein, dass Pilatus erst einmal den Jesoûs (hò) Barabbâs geißeln gelassen hat. Denn dieser hatte es doch durchaus auch verdient, denn dieser Jesus befand sich wegen Aufruhr und Mord in Gefangenschaft, so steht es jedenfalls im Lukas-Evangelium.

    Und hätten die Krieger eigentlich nicht viel größeres Interesse daran haben müssen, einen zu verspotten und nach ihrem eigenen Ermessen drangsalieren zu können, der höchstwahrscheinlich einen oder mehrere von ihren Leuten ermordet hatte? Warum sollten sie Jesus Christus etwas so Fieses antun, wo Er ihnen doch überhaupt nichts getan hat und für den sogar ihr Chef und dessen Frau höchste Sympathie hegten?

    Dann wurde dieser bereits blutig gegeißelte, mit einem purpurnen Umhang und einem Korb aus Weidengeflecht auf seinem Haupt gekrönte Jesus, vor die grölende Menge geführt. Blind ! vor Wut riefen die nur “Kreuzige, kreuzige (wörtl.: pfahle) Ihn!”.

    Dann ging es zwischen Pilatus und den Juden auf dem Platz etwas
    hin und her, was Schuld und Unschuld anging. Und dann, Achtung!, ging Pilatus wieder ins Prätorium hinein, um den Christus weiter zu befragen. Warum befragte der nicht den purpur ummantelten Jesus gleich draußen auf dem Platz? Dieser Jesus im Prätorium sagte dann zu Pilatus etwas, wodurch Er in dessen Achtung noch mehr stieg, so dass Pilatus nun diesen Jesus gleich freilassen wollte. Der Stadthalter hatte aber Sorge, es könnte sich ein blutiger Aufruhr einstellen, denn das Volk war inzwischen sehr aufgebracht.

    Von innen aus dem Prätorium hörte Pilatus draußen das Volk schreien: “Lässest du diesen frei, so bist du nicht des Kaisers Freund; denn wer sich selbst zum König macht, der ist wider den Kaiser!”

    Mit “diesen” kann das Volk eigentlich nur den Jesus gemeint haben, der derweil draußen mit purpurnem Mantel umkleidet auf dem Platz stand, sofern dieser es nach der Geißelung überhaupt noch geschafft hat, sich auf den Beinen zu halten. Es kann wohl angenommen werden, dass dieser Jesus draußen auch von Kriegern bewacht, wenn nicht gar von ihnen umringt wurde. Denn die Menge hätte ihn am liebesten bestimmt gelyncht.

    Pilatus hörte also die Menge draußen toben und er führte dann den von ihm innerhalb des Prätoriums befragten Jesus hinaus. “Und er sprach zu den Juden: Seht, das ist euer König.”

    Die Menge aber schrie: “Fort, fort mit ihm! Kreuzige ihn!”

    Fort mit welchem Jesus nun? Denn alle Blicke waren bestimmt auf den Jesus mit dem purpurnen Umhang gerichtet, wodurch dieser Jesus in den Augen der Juden schon visuell nur Abschaum darstellte, weil das die Farbe einer Hure bei ihnen gewesen ist, und der dazu einen Korb aus Weidengeflecht auf dem Kopf trug.
    Der andere Jesus trug sein weißes Sacktuch, was er immer getragen hatte.

    “Kreuzige ihn!! – wen wird das Volk auf dem Platz damit wohl eher gemeint haben?

    “Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, als den Kaiser!”

    Ich nehme doch stark an, dass Pilatus einen ziemlichen Sinn für Gerechtigkeit gehabt hat. Er fand ja auch an Jesus Christus keinerlei Schuld. Dabei hörte er aber jetzt jene Hohepriester rufen, wen sie als ihren Höchsten verehrten, nämlich den Kaiser von Rom. Was wird Pilatus da wohl bei sich gedacht haben? Wahrscheinlich doch so etwas wie, dass sie den von ihm sympathisch erfundenen Jesus wegen Gotteslästerung von ihm hinzurichten wünschten, während sich die Priester des Vergehens der Gotteslästerung soeben selbst schuldig gesprochen hatten. Denn sie gaben ja frei heraus zu, dass ihr Höchster nicht Gott ist, sondern der Kaiser von Rom. Aber gerade in des Kaisers von Roms Augen, für die Pilatus Augen stellvertretend standen, war Jesus Christus vollkommen unschuldig.

    Johannes 19:16 Da überantwortete er ihnen Jesus, daß er gekreuzigt würde. Sie nahmen aber Jesus und führten ihn hin.

    Welchen Jesus überantwortete er ihnen nun wirklich, dass er gekreuzigt werde? Wohl doch den in Purpur Gekleideten, oder? Das purpurne Gewand teilten die Soldaten ja später auch noch unter sich auf. Welches Interesse hätten die Soldaten an einem Sacktuch und einem Lendenschurz haben sollen?
    Und wegen dem durchgehenden Untergewand warfen sie das Los. Ein durchgehedens Untergewand, stelle ich mal anheim, hat Jesus Christus vielleicht gar nicht getragen.

    “Sie nahmen aber Jesus und führten ihn hin.”

    Man kann es auch so lesen: Anstelle des einen Jesus, ABER nahmen sie den anderen Jesus und “führten Ihn hin”, in anderen Bibeln steht “führten Ihn ab”. Was, wenn darum, nämlich seines Schutzes wegen?

    Danach hat man von einem Barabbas nie wieder etwas gehört. Von Jesus aber schon.

    Es ist jedem selbst überlassen, was er glauben möchte, oder wie Pilatus Jesus fragt: Was ist Wahrheit? (Joh 18:38).

    LG

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Recht und schön, was Du von Jesus erzählst, der aber für moslemische Iraner nur ein nachrangiger Prophet und für die Juden nur via Christentum angezwungenermaßen relevant.

    Ich meine daher, dass eine Jesusdiskussion hier von der Sache ablenkt.

    Und auch wenn Du meinst, dass Jesus zu jeder Sache gehört, zu jedem Thema: für mich nicht.

    Solltest Du ihn allerdings dahingehend auftreiben können, dass er die ganzen durchgedrehten Abrahamiten zur Vernunft bringt, änderte das was.

    Sobald er bei mir angerufen und sich überzeugend erklärt hat, diskutiere ich bezüglich seiner Bedeutung für diesen Strang weiter. Eher nicht.

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