Günter Gras (II)

Ohne Maß das Gras geraucht der Günter Gras.

Das Problem ist nicht das Was, sondern wer was wenn das.

Dem Kraut mit dem Kraute steigt zur Laute

Sein Ich-Was Ein All-Es-Was.

Und sein Nicht-Was unser Erbschuldfass.

Schon ein bisschen wirr das: Waswas!

Übersetzt: Grass verwechselt sich mit den Deutschen.

Seine theatralische Inszenierung ist  tragikomisch.

Außer ganz personlichem Käse nichts Neues gesagt.

Der Ritter vom wirrseligen Gemütsleid.

Schwachmaten feiern ihn.

Andere Schwachmaten rufen ihn zum Gottseibeiuns aus.

Neue deutsche Schuldsemantik bricht aus.

Das ist alles ziemlich gaga.

Und Grass ist nicht mal sicher am meisten gaga von  allen.

“Mit seiner letzten Tinte”. Mit roter Tränentinte.

Und selbst der Springer-Chief hat ihm braun eins übergebraten.

Dem Brodler schäumt’s den Deckel weg, Respekt.

Deftige Sprüche von den Antidiskrimierern in Amerika gar.

Dass die derart durchdrehen, das ist schon was.

Juden via Deutschschuldgewinsel anwiffen: Grelle Nummer.

Wer blamiert sich am besten?

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41 Antworten zu “Günter Gras (II)”

  1. TanjaKrienen sagt:

    Vor sechs(!) Jahren schrieb ich über GG -

    “Äins, zwäi, drrräi, vierrr, fimpf, hähä, räimt sich auf Pimpf…äh…“ -
    weiter zählt er nicht, denn: Die dahinter, und die im Dunkeln, sieht man nicht. Die Zwiebeln. Und er lacht nicht. Kichert nicht mal greisenhaft. Er lacht und kichert nie. Jedenfalls nicht öffentlich. Jedenfalls nie unpolitisch.

    Die gute Zwiebel. Jetzt neu auch als Metapher. Greifen Sie zu! Schälen Sie sich mit Literatur gesund, auch wenn’s dabei stinkt wie olle Schwarzer unterm Arm. Ist ja für einen guten Zweck, nämlich: Was ausdünstet ist raus, ist quasi ausgeschwitzt. Na denn.

    Das mächtige Kinn ruht wie immer unter eingeätzter Seelöwen-Ästhe-Tick mit halbgeöffnetem Gierschlund. Schweinchenschlaus Äugelchen sitzen nicht erst seit gestern müde hinter der schmuck – und geschmacklosen Allerweltsbrille, hinter der ein ebensolcher Geist stirnfaltenreich beständig rumort und tumort, doch ob des Vorhandenseins jener Gesamtgemengelage „intellektuell“ geheißen wird. Aber: Halt! Erst die Garnierung des opulenten Menschen-Gemäldes, der „humanitären Konzeption“, mit dem Zierrat, dem Ornament, des – so das Signal – genussfreundlichen Denkers, einer Pfeife, macht den unerträglich vor sich hin dampfenden Schlot, zum blauen Dunst ausstoßenden Event, zum lebenden Ritualmahnmal für potenzielle Erwachsende, und solche, die es deshalb gar nicht werden wollen, sondern lieber ihr Leben lang matzeratten.

    „Mit 17 hat man noch Träume“ und nicht die sind, die man einem bis heute Unfertigen ohne Nachlass vorwerfen sollte, aber: Wie er eingedenk dessen die Zwiebeln von Anderen schälen lässt, nicht weinend, selbst in gespielter Unschuld des bedrängten alten Mannes, der nach ausschließlich eigener Auskunft wehleidend zur „Unperson“ erklärt werden soll, seine Pfeife, die mit ihm verwachsen zu sein scheint, kalt, sehr kalt, in die Kamera hält, passend zur braunen Hose und dem Lübecker Trachten-Imitat – das hat schon Stil. Keinen guten, aber er macht ja auch Werbung für die SPD. Da darf man das. Da ist das gern gesehen. Das gefällt. Oder fiel er etwa neben „Pony-Hütchen“ und Tanzmarie Simonis „dem Wähler“ im Wahlkampf 2005 auf? Aber gewiss! Sie fielen beide – und er blieb sich dabei treu bis in Tod. Parole bleibt doch Parole!

    Welches Geständnis kommt nun? „Ich war bei der Stasi!“, „Ich bin eine in einem Männerkörper gefangene Frau und weiß das seit dem 8. Mai 1945!“, „Ich trage gern Babywäsche!, „Ich bin der letzte Nachfahre Jesus´!“ oder „Ich bin ein Alien!“ ?

    Abwarten und Pfeife lutschen! Es wächst so schnell. Grass über alles. Über alles in der Welt.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Ich kannte Deinen obigen Text nicht, der Grass schon länger fasst.

    Man bedenke: Grass wird jetzt einerseits verteufelt, andererseits – ich las mit Schrecken auch sonst vernünftig erscheinende angelsächsische Stimmen dazu – als “mutiger alter Mann”, um das wenigste zu sagen, wenn nicht schon als friedensnobelpreiswürdig gehandelt, und die Frage ist nur, was dümmer bzw. schlimmer ist.

    Letztlich, liebe Tanja, kommen wir auch hier nicht mehr an der Frage vorbei, weshalb, wenn Blind und Blöd und Doof sich reihum streiten, keiner ernstlich eingreift, noch nicht einmal ein paar unernstlich, mittels stakkatisch gehüpfter Tiraden oder zuwenigst gefiepten Spottgellens.

    Wahrscheinlich wird der erste Blödmann uns vorwerfen, wir unterstützten solchen Zirkus ja noch, da wir uns ja daran beteiligten, die bräuchten ja grade solche Leute wie uns. (Das sage ich jetzt, damit der Kommentar wahrscheinlich nicht reinkommt, präventivschlägicht, denn zensieren kann und will ich eine solche Äußerung nicht.)

    Vielleicht ist an dem Vorwurf ja auch etwas dran, nein, schlimmer noch, nicht nur, dass wir die Misere direkt und indirekt beförderten, nein, wir sind direkte Nutznießer derer, indem wir kostenlos Logenplätze genössen, derer wegen normalsterbliche Schauspieler einen hohen Normalpreis bezahlen müssten, beförderten sie alsomit auch im darüberhinaus unbilligen Eigennutze.

    Zurück zu GG: So traurig die Sache ist, sie ist zuvörderst lächerlich. Der alte Clown, wie als ob ob akuten Personalmangels aus seinem Ofenwagenasyl gezogen, tritt verquast auf, alle drehen durch, aber nicht vor Lachen, sondern vor Heulen, wie als ob sie die beste Vorstellung ihres Lebens gesehen.

    Bedenke, dass da Leute dabei sind, die man sonst respektable Leute nennt.

    Dieser Grass liegt ihnen jetzt um den Hals wie eine Fessel. Er ist nun wahrlich der postmoderne Antisemit von der deutschtraurigen Gestalt Klasse B. Diesen Typus kennt man noch nicht so recht: Oder besser, man weiß nicht, was so einer, als “loose gun”, womöglich bei den Leuten setzen kann. Man muss ja nur sich selbst angucken, damit man das weiß.

    Spannende Zeiten.

    Grüße gen Waldeck!

  3. Eric sagt:

    Warum nicht einfach anerkennen,
    dass es mutig ist, das Tabu zu brechen!

    Ja er hat nichts “Neues” gesagt.
    Aber er hat es wenigstens gesagt
    und nicht geschwiegen, wie so Viele.

    (Übrigens: Juden UND Araber sind Semiten!)

  4. TanjaKrienen sagt:

    Den “kostenlosen Logenplatz” müssen wir aber teuer bezahlen und deshalb stehen wir MITTENDRIN in der Misere, die ich ja auch als eingebettet in sonstige Dummheiten darstellte. Man muss sich mit dem Banalsten befassen, wenn man es richtig beleuchtet, nach Möglichkeit sogar “zeitlos”.

    Schöne Ostergrüße nach Stuttgart!

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Eric

    Mir geht es darum, wie der sich selbstmitleidig dabei beweihräuchert, so, dass alles darunter verschütt geht, was Sinn ergibt.

    Ab jetzt (oder erstmal, qua Grass) gilt jeder, der Israel kritisiert, nicht nur als Antisemit, sondern auch noch gaga. Viel nützliche Wirkung sehe ich darin nicht.

  6. Eric sagt:

    Ich habe einige Interviews mit Grass gesehen und kann nicht feststellen, dass er besonders selbstmitleidig ist oder sich übermäßig beweihräuchert. Er ist kein (R)Evolutionär, denn er stimmt doch vielen Aussagen des Mainstreams zu, wie z.B., dass der Iran Israel auslöschen will, was nie gesagt wurde.

    Was er aber mit seinem Tabubruch gemacht hat, ist mutig und richtig, auch weil er sich wohl bewusst war, dass seine “SS-Vergangenheit” wieder an’s Licht gezerrt würde. Vielleicht hält der Dialog an. Die Reaktion der “Gegner” jedenfalls zeigt, wie sehr er in’s Wespennest gestochen hat.

  7. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    also ich habe mich durch dieses mühevolle “Gedicht” gekämpft und mich die ganze Zeit gefragt, warum er nicht einfach einen Artikel geschrieben hat. Warum die Wahrheit – und in seinen Augen ist es die Wahrheit – erst in Kunst verpacken, wenn es doch so drängt? Auch ein Nobelpreisträger kann sich mittels eines Brandbriefes zu Wort melden.

    Von den vielen Artikeln in den deutschen Medien habe ich nur die Überschriften gelesen und mir den Rest erspart. Ich mag den ganzen Schmonzes deutscher “Journalistenzunft” nicht mehr lesen.

    Gerade aber habe ich mir auf freemans Seite das Interview mit Ahmedinedschad angesehen und fand sehr vieles bemerkenswert, insbesondere dass Claus Kleber nicht mal über seine eigenen Widersprüche gestolpert ist.

    In diesem Sinne ein frohes Osterfest.

    wünscht das Lesezeichen

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    In der Tat: Was soll das mit dem “Gedicht”?

    Doch ist das Gegeifere, oft der nackte Hass, gegenüber dem alten Mann schon demaskierend.

    Fast könnte man meinen, es schwinge Angst davor mit, die Deutschen könnten sich als Hilfstruppen (im wörtlichen oder übertragenen Sinne) Israels in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg verweigern.

    Teilweise schreien die Schmonzer mit Schaum vor dem Maule Zeter und Abholio, wenn nicht zu Ostern, dann aber bald, wie als ob sie vom Affen gebissen wären, ihre nackte Existenz gefährdet sähen. Wegen eines alten Mannes, der nicht nur der literarischen Form halber einen ziemlich verwirrten Eindruck hinterlässt, was sie indes offenkundig gar noch panischer macht und ihre Überfordertheit verstärkt. Im besten Mannes- und Frauenalter.

    So viel freie Psychiatrie war nie!

    Dir auch Frohe Ostern!

  9. Eric sagt:

    Mir scheint, Du gebrauchst den Begriff “alter Mann” etwas abwertend, was durchaus der allgemeinen Wahrnehmung entspricht, die das Alter fast als Krankheit oder doch als Demenznähe begreift.

    Gerade die Alten müssten jetzt aber sprechen, sofern sie ein wenig verstanden haben. Was haben sie noch zu verlieren? Einen Ruf? Es ist eine Ehre heutzutage, den “guten Ruf” in den Medien zu verlieren…

    Ob das ein Gedicht ist oder nicht, ist übrigens unerheblich…

  10. TanjaKrienen sagt:

    Aber der arme alte Mann hat sechs Jahrzehnte über wichtige biographische Fakten geschwiegen, und, im Gegenteil, jede andere Meinung als “rechts”-kriminell gebrandmarkt. Er spricht ferner von einer deutschen Schuld, wie es keine zweite gäbe und kungelte stets mit den Autoritären einer anderen autoritären Ideologie. Dazu irrt er in zwei wichtigen Punkten: Israel will den Iran nicht zerstören, sondern nur deren Atomanlagen irgendwo in der Wüste. Und: Grass hält den Islam – wie alles seines Schlages für nichts als eine normale Religion.

  11. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    ich weiß nicht, ob Grass wirklich verwirrt ist.

    In der ARD Mediathek ist ein kurzes Interview mit ihm zu sehen. Knappe 10 Minuten dauert es und er äußert sich dort ziemlich präzise über seine Beweggründe. Seine Äußerungen wirken absolut durchdacht und in sich schlüssig. Da merkt man nichts von Verwirrtheit.

    Ich glaube vielmehr, dass man sich seitens deutscher Journaille beste Mühe gibt, ihn als verwirrten, alten Mann hinzustellen. Je mehr das gelingt, umso eher erspart man sich notwendige Diskussionen.

    Grass war nie mein Fall, bzw. das einzige, was ich tatsächlich von ihm kenne, ist die Blechtrommel und da die nicht mein Fall war, habe ich seitdem um ihn einen Bogen gemacht. Ist vielleicht eine Bildungslücke, aber ich stehe dazu.

    Ich finde nur, dass man Wahrheit nicht davon abhängig machen darf, wer sie sagt, bzw. ob derjenige, der sie ausspricht, uns nun genehm ist oder nicht. Da komme ich dann wieder auf das Ahmedinedschad-Interview, das ich wirklich nur jedem empfehlen kann. Da versucht Kleber, ganz in Kerner-Gerichtsshow-Manier, von Ahmedinedschad Zusagen bezüglich der Atompolitik zu erzwingen und wird von seinem Meister aufs Glatteis geführt. Nicht nur das. Er schlägt mit voller Länge hin. Als Zuschauer sitzt man am Ende da und denkt nur: A. wirkt nicht nur sympathisch, er hat auch noch Recht.

    Im Cicero ist ein Verriss des Interviews zu lesen, das ich nur voll und ganz unterschreiben kann.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Eric

    Ja, die Alten sollten sprechen. Warum aber (nicht dass Du das gesagt hättest), die Jungen nicht? Gerade weil sie noch etwas zu verlieren haben, müssten sie das erst recht.

    Ob das mit der Gedichtsform glücklich war, sei dahingestellt. So wie man in den Schafsmedien auch deshalb jetzt durchdreht, war es vielleicht sogar ein kluger Schachzug.

    Schau bitte auch mal, was Tanja Krienen oben zu Grass sagt.

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Grass ist wohl weniger wirr, als ich das zunächst dachte.

    Und falsch ist etwas auch nicht, weil er es sagt.

    Seine Auschwitz-Vonhintendurchdiebrust-Schuldsuhl-Übertragungsrhetorik ist aber weder haltbar, noch angebracht, noch gar nützlich; denn er diskreditiert damit Kritik an Israel als an eine solche gebunden, ob nun bewusst oder unbewusst.

    Seine Kritik ist dadurch – auch in der Verwobenheit seiner Biographie – von vornherein bedingt, und einen Tabubruch stellen seine Äußerungen inhaltlich allenfalls in dem Sinne dar, dass man was er sagte in MSM-gelittenen Kreisen lieber nicht sagt, obschon es anderweitig täglich gesagt wird.

    Man kann einer Ansicht, einer Sache auch schaden, indem man sie bei der Befürwortung in einen bestimmten Kontext stellt, der ihr am Ende des Tages den Wind aus den Segeln nimmt, indem auch die Unterstützer des Äußernden, schaffen sie nicht differenziert Klarheit (oft selbst dann), in diesen Kontext gerückt werden können oder geistig, wenn auch nur unterschwellig, dorthin abdriften.

    Grass stößt alle Deutschen – oder versucht sich wenigstens dahingehend – nur noch tiefer ins Ewigeschuldloch, indem er ihre Identität und ihren Lebenswillen, ihre Urteilskraft noch stärker holocaustisiert.

    Kritik an Israel kann also nur unter gleichzeitiger schwerer Selbstgeißelung, alswelche auf immer und ewig versprochen, statthaben.

    Nicht mit mir.

    Jedenfalls ist es meine Aufgabe, auf diese Verwerflichkeit, wenn nicht dies Strategem, der grassschen Argumentation hinzuweisen; sie ist, und mag es auch positive Bewegung geben, jedenfalls unerträglich, und mag noch manchem Überraschungen bergen, der da jetzt nicht hinschaut, Grassen einfach unterstützt, vielleicht gar, um sich hinter dessen Graurücken verstecken zu können, weißderteufel, was manche sich ausrechnen.

    Man bedenke dazu nur noch das Unterstrategem, er habe ob unser aller Schuld ewig so lange geschwiegen; wohin lenkt das die Leute?

    Schaunmermal wie’s weitergeht.

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Die Sache steigert sich.

    Jetzt ist Grass ein Nazi, da SS-Mann. Der mit Siebzehn schon in der Uniform stak und sie nur zum Scheine ablegte.

    Jetzt hat er Einreiseverbot in Israel, verkündet in markigen Worten.

    Man möchte ihm den Literaturnobelpreis aberkennen, wird überdies gefordert.

    Grass ein Volksverhetzer? – Strafanzeigen dahingehend scheinen noch auszustehen, aber die Rhetorik wider ihn geht klar dahin.

    Grass wäre dann sozusagen ein Volksverhetzer de Luxe, sprich einer, den man nicht so einfach vermannheimern und einsperren kann.

    Grass hat es jedenfalls geschafft, mittels einer wahrlich bescheidenen Schrift, noch einmal auf die Weltbühne zu treten.

    Und einige illustre Leute verlieren ihr Gesicht.

    Als ein ziemlich malader Haufen insgesamt.

    Ein echtes Merkwürdikon.

  15. Eric sagt:

    Ich habe gelesen, was Tanja Krienen zu Grass schreibt. Offensichtlich regt alles, was Grass ist, bis hin zur Kleidung und Brille, sie auf. Da scheint eine Projektion aktiv zu sein… (-))

    Es ist doch völlig irrelevant, was Grass vor 70 Jahren tat, oder überhaupt im Laufe seines Lebens. Jeder Mensch verändert sich quasi sekündlich und die Fixierung auf die Vergangenheit, zumal die Vergangenheit Anderer, ist sowieso in jeder Hinsicht nutzlos. Es zählt nur das Jetzt.

    Im Internet gibt es viele Blogs und Websites – deutsche und internationale – die eine viel deutlichere Sprache sprechen als Grass. Die Systempresse berichtet aber nicht darüber. Über Grass schon. Und wenn er nichts richtig gemacht hätte in seinem Leben, sich jetzt zu äussern ist richtig und das trotz dem “ewigen Schuldbekenntnis”, mit dem ich ebenfalls nicht einverstanden bin, denn Schuld ist das Lieblingsmittel bestimmter Leute, um die Mehrheit klein zu halten… (Die ewige Schuld der Deutschen, die Schulden der Griechen, Italiener…Überall nur Schuld(en)). So wie es aussieht, geht er diesem Mttel doch etwas auf den Leim.

  16. Eric sagt:

    Sehr witzig, das mit dem Volksverhetzer!

    “Nur zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit.” (Einstein)

  17. TanjaKrienen sagt:

    Eine Projektion, weil ich Brille, Bart (fehlte ich der Aufzählung) und Kleidung bemaß. So läuft das, mein Freund, wenn man “Kritik” übt. Aber welche “Projektion” denn? Erzähl doch mal, wo hier die Sublimierung auf eine Neurose traf, die sich pathologisch verdichtet!? Bin gespannt. Zieh dich aber jetzt schon warm an.

    Nochmal: Ich kritisiere Israel in Teilen wegen des Ausbaus der Siedlung, der partiellen Unfähigkeit die “friedliche Kooexistenz” zu forcieren und somit endlich den “Zweiten Staat” zu etablieren und ich habe auch auch dann Kritik geübt, wenn Verteidigungsmaßnahmen zu Zuständen ausgeweitet wurden, die man mit Angriffen vergleichen kann. Ebenso gibt es einen Aspekt, der die ewige Einmischung gebiert und verfestigt und die sogar mit den Grassens dieser Republik korreliert. Dazu weiter unten.

    Doch Grass hat etwas anderes gesagt. Die Existenz des Staates Israel scheint ihm zunächst absolut egal, zumindest WILL er die Aggression der Araber, die so aggressiv sind, wie es Araber nun IMMER zu sein pflegen, nicht sehen. Er vertauscht die Rollen des Aggressors und des Angegriffenen, denn nicht Israel bestreitet das Recht der Existenz arabischer Staaten, sondern: umgekehrt! Hinzu kommt, dass Grass den Deppen spielen will und das Aggressions-Potentials des Iran – darin gleicht er den “Integrationsfreunden” hierzulande – partout nicht sehen will, es maximal rethorisch in einer Beschreibung des iranischen Präsidenten pflichtgemäß abhandelt.

    Der entscheidende Punkt aber ist ist verquere Behauptung, Israel wolle den Iran auslöschen. Wie bitte kommt der alte Tatterich auf diese “Idee”? Wenn eine Atomproduktionstätte irgendwo in der Wüste abgeschossen wird, werden ein paar Eidechsen, Wüstenmolche und die Hardcore-Bande mullah-ergebener Wissenschaftler hinscheiden – sonst nichts. Ich habe das weiter oben schon gesagt, ohne das jemand versuchte dies zu entkräften. Zuletzt nutzt Grass dieses Lamento, indem doch wieder die deutsche Schuld auf ewig festschreibt, an der er mehr beteiligt war als 97%(!) aller Deutschen (und darüber schweigt, während er flott weiter instrumentalisierte) und jede Lösung mit dem Verweis auf den “Kampf gegen rechts”, der eigentlich, wie wir doch wissen, etwas anderes meint, untermauert. Und dabei ist mir „rechts“ ziemlich egal, weil es genauso viel Irrationalität wie „links“ enthält und von mir „lediglich“ im Hinblick auf zivilisatorische und bürgerliche Regeln als Ziel eines Ablenkungsk(r)ampfes partiell verteidigt wird.

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Tanja Krienen

    Ich sehe, ob des zu erwartenden Flächenbrandes, einen Angriff Israels auf iranische Atomanlagen zwar nicht als so begrenzt katastrophal an, wie Du, meine aber auch, dass Grass seiner Sache mit der Geschichte von wegen Iran auslöschen die Beine doch in erheblichem Maße selbst weggezogen hat, indem er damit seinen Gegnern Munition dawider und gegen sich selbst schenkte.

  19. Lesezeichen sagt:

    Nun ja,

    der Iran hat den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben, Israel nicht.

    In 2008 haben 141 Nationen das weltweite Verbot von Uranmunition gefordert. Geblockt wurde das von USA, Großbritannien, Frankreich und Israel.

    Netanjahu hat beim letzten Treffen mit Obama das “Recht auf den Erstschlag gefordert. Mal abgesehen davon, dass ich mich frage, wieso Obama da Entscheidungsbefugnis hat, klingt das alles für mich wenig friedlich.

    Grass ist mir egal. Ich will ihn gar nicht verteidigen, aber Israel hat sich in der Vergangenheit auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, insbesondere was den Umgang mit den arabischen Minderheiten im Land anbetrifft.

    Ahmedinedschad hat in dem Interview auf die Frage nach Offenlegung der Atompolitik geantwortet, dass der Iran alle Auflagen der Atombehörde erfüllt, aber weiter keine Informationen preisgeben wird, weil der Westen diese sofort an Irans Feinde weitergeben würde. Der Iran liegt zwischen Afghanistan und Irak, beides Länder, die vom Westen eingenommen wurden.

    Ich halte seine Bedenken für begründet, ohne dass ich da für ihn als Tyrannen Partei ergreife. Aber als Iranerin würde ich mich dort auch bedroht fühlen und mich so aufstellen, dass ich mich verteidigen könnte.

    Ich finde es extrem bedenklich, dass eine wichtige Diskussion wegen eines Gedichtes eingestampft wird. Aber die Nazikeule funktioniert immer.

  20. TanjaKrienen sagt:

    Aber nicht, weil “seine Gegner” (ich mochte ihn nie, selbst als ich noch eine echte Linke war, weil ich ihn schon vor rund 35 – da war er Ende 40 – Jahren für eine institutionalisierte, unlustige und altbackene Schwadronierexistenz hielt, im Gegensatz zu Böll, den ich phasenweise mochte, schon wegen seines Romans “Ansichten eines Clowns”, weil ich mich mit der Titelperson sehr identifizierte”) diese Munition suchen, sondern weil er durch seine ganze politische Rechthaberei, die das halbgare, kostenlos zu habende und zwielichtige Gutmenschentum a la SPD in triefenden Säcken auf dem Buckel herum trägt, das so mit sich bringt. Es stimmt einfach nicht, was er sagt! Es ist falsch! – oder, wie Diez das heute bei Spon schreibt:

    “Deshalb noch mal ganz einfach: Iran will, dass Israel von der Landkarte verschwindet, das hat der verrückte Führer dort oft genug gesagt. Damit ist Iran erst mal der Aggressor in dieser Angelegenheit – es sei denn, und das ist der Antisemitismus, von dem Broder spricht, Günter Grass wäre der Meinung, dass die Gründung Israels die eigentliche Aggression ist, gegen die sich Palästinenser und letztlich auch Ahmadinedschad zu Recht wehren.

    Das würde Grass natürlich nie direkt sagen, er hat ja auch mit Bedacht und aus Feigheit die Form des Gedichts gewählt und keinen Essay geschrieben, in dem er argumentieren müsste – so kann er immer sagen, Entschuldigung, aber das hat Verse, die sich zwar nicht reimen, aber doch Kunst sind.

    Ob Kunst oder nicht: Dieses Gedicht öffnet den Blick auf Grass, den man als selbstgerecht beschrieben hat und der sich hier darüber hinaus als sehr kalt erweist – so kalt, dass er sich im Mantel seiner eigenen, triumphalen Moral wärmen muss.”

  21. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Tanja Krienen

    Die Sache mit dem “von der Landkarte verschwinden” ist sehr zweifelhaft; man hat sich da etwas iranophob zurechtübersetzt. Soweit ich weiß, handelt es sich um eine Art Prophezeiung, nicht darum, dass man das selbst kriegerisch bewerkstelligen wolle.

    Bedenke nur mal, dass in Iran 25000 Juden unbehelligt leben.

    Dass Du Grass nicht magst: Mir geht es genauso.

  22. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    “Ich finde es extrem bedenklich, dass eine wichtige Diskussion wegen eines Gedichtes eingestampft wird. Aber die Nazikeule funktioniert immer.”

    Du sagst es. Das ist der Effekt, soll es zumindest sein. Inwieweit die Nazikeule weiterhin funktionieren wird, werden wir sehen.

    Auf jeden Fall haben wir wieder ein Beispiel dafür, was mit einem passieren kann, der Israel kritisiert, und wenn er sich auch auf einer Auschwitz-Kriechspur noch so sehr einschleimt. Oder deshalb grade erst recht.

    Die Melange aus beidem sah ich von Anfang an als unförderlich. Grass kann mir gestohlen bleiben. Sein Gedicht ist Schrott.

    Ich schäme mich nicht für ihn. Da könnte ich mich ja für Hinz und Kunz schämen, weil die sich als Deutsche fühlen. Aber ich brauche so einen eitlen Eterno-Erbschuldofanten nicht.

    Manchen aber kommt Grass offenkundig gerade gelegen. Manchen auf beiden oder noch mehr Seiten. Die täuschen sich wahrscheinlich alle.

    So gesehen könnte Grass dann doch geradezu noch mir gelegen kommen.

    Das entbehrte zwar nicht einer gewissen Komik, wäre aber folgerichtig.

    Allein, die Sache ist so mehrfach vergiftet, dass ich darauf (noch) nicht setzen mag.

    Fiele sie mir indes weiterhin in den Schoß, so nähme ich sie allerdings sicherlich huldlächelnd mit.

    Lassen wir einstweilen mal all jene, die jetzt mit oder gegen Grass im Loch sitzen, eifrig weitergraben.

  23. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    Ob Grass mit seiner Zugehörigkeit zur Waffen-SS tatsächlich Schuld auf sich geladen hat, wird er nur mit sich selbst und Gott ausmachen können. Andere haben da wenig Mitsprachemöglichkeiten.

    Wenn er sich deshalb schuldig fühlt und daraus persönliche Konsequenzen für sein Handeln zieht, dann ist das seine ureigene Entscheidung. Er wird die genauen Umstände kennen.

    Wir jedoch tragen keine Erbschuld, die es m.E. ohnehin nicht gibt. Aber wir tragen Verantwortung, genau hinzusehen und zwar unabhängig davon, wer etwas macht. Auch tragen wir Verantwortung, dass wir jeder Propagandapolitik die Stirn bieten, egal woher sie kommt.

    Es gibt keine vergleichende Schlechtigkeit. Es gibt sie nicht mal als Argumentationshilfe. Von daher ist die ganze Diskussion absurd.

  24. TanjaKrienen sagt:

    Die Fage ist, ob er “nur” das “zionistische Regime” meinte und – wie wir das bewerten. Wenn irgendein arabischer Drecksspacken, Meuchelmörder und Aufhänger sagen würde, unser Regime sollte beseitigt werden, sollte ich dann freudig einstimmen, nur weil ich auch einige Einsprüche gegen Merkel und Co vorzubringen habe? Soll ich einer gewaltsamen Aktion gegen frei gewählte (!) Abgeordnete und Regierungen bejahen, wenn sie von Despoten der unterster Schublade geäußert werden? Wir müssen uns über Sarrazin nicht mehr unterhalten, wenn ich der Vorhut des gewaltbereiten Mittelalters an dieser Stelle recht geben soll. Fakt ist, dass “die Juden ins Meer” getrieben werden sollen und der Staat Israel an sich niemals von dieser Clique akzeptiert wird. Darum geht es! Und darum, dass Grass die Sache umkehrt und zudem Israel der beabsichtigten Auslöschung des Irans bezichtet. Das aber ist etwas, was Israel weder will noch kann noch jemals gesagt oder geplant hat.

  25. Eric sagt:

    “Eine Projektion, weil ich Brille, Bart (fehlte ich der Aufzählung) und Kleidung bemaß. So läuft das, mein Freund, wenn man “Kritik” übt. Aber welche “Projektion” denn? Erzähl doch mal, wo hier die Sublimierung auf eine Neurose traf, die sich pathologisch verdichtet!? Bin gespannt. Zieh dich aber jetzt schon warm an.” Tanja Krienen

    Eine Projektion ist ein eigener Zustand, den man überdeutlich bei Anderen sieht, aber bei sich selbst nicht sehen will. Irgend etwas wurde sozusagen angestochen… Aber ich würde es nicht “pathologisch” nennen.

    “Iran will, dass Israel von der Landkarte verschwindet, das hat der verrückte Führer dort oft genug gesagt.” Tanja Krienen

    Nein, das hat er nie gesagt und “verrückt” ist er auch nicht.

    “… zumindest WILL er (Grass) die Aggression der Araber, die so aggressiv sind, wie es Araber nun IMMER zu sein pflegen, nicht sehen.” Tanja Krienen

    Araber sind also “IMMER” agressiv? Und er “vertauscht die Rolle des Agressors mit den Angegriffenen”? Erstens sind die Iraner KEINE Araber und zweitens hat der Iran seit mehreren Jahrhunderten keinen Angriffskrieg geführt. Einen Agressor erkennt man am besten an der Zahl der Toten. Wieviele tote Araber gibt es inzwischen und wie viele tote Israeli oder Menschen aus dem Westen? Das ist doch eine einfache Rechnung.

    Ansonsten halte ich Deine Beiträge für eine direkte Folge der täglichen Gehirnwäsche der Systemmedien.

  26. Dude sagt:

    @Lesezeichen

    Vielen Dank für Deine höchstklassigen Ausführungen hier. Sie werten den gesamten Strang hier in beinah unbeschreiblichem Masse auf.

  27. TanjaKrienen sagt:

    Eric – du hast Diez von Spon zitiert, nicht mich. Ich drückte es jedoch inhaltlich durchaus artverwandt aus.

    Gehirngewaschen bist du, denn du kolportierst, die USA hätten z.B. im Irak wer weiß wie wieviel Menschen umgebracht. Nein, das waren innerirakische Terrorangriffe.

    Ja, an einem klitzekleinen Punkt hast du recht. Da ich manchmal “die Moslems” vermeiden will, sage ich manchmal “arabische Staaten” oder Araber, wohlwissend, dass es da einen schwerwiegenden Unterschied ausmacht, wenn darunter auch einmal flott die armen, unschuldigen Perser, die Hochkultur, diese Überlegenheit aller Zeiten, mitvereinahmt werden. Fakt ist, dass die ständfig töten und Unschuldige unterdrücken, dransalieren und perversisches System errichtet haben. Basta.

    Mich dünkt, Leute, ihr seid so antiisraelisch und antiamerikanisch, dass ihr mit dem Teufel paktiert, um Juden und Amerikaner zu bekämpfen. Mit solchen Positionen haben ich nichts zu tun, weil für mich gilt: genau das Gegenteil!

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude (etwas ab vom Thema)

    Was ist mit Armin? (conspirare.net)

  29. Dude sagt:

    “Ansonsten halte ich Deine Beiträge für eine direkte Folge der täglichen Gehirnwäsche der Systemmedien.”

    Ja, neben der unsäglichen tiefen Verbitterheit, ist das durchaus aus den Zeilen von Tanja herauszulesen, daher lese ich ihr Gepolter hier schon länger nicht mehr.

    @Magnus

    Ich habe keine Ahnung. Kenne ihn ja nicht persönlich. Und seit ein Kommentar von mir dort zensiert wurde, mein einziger wohlgemerkt, besuche ich seine Site nicht mehr. Doch solltest Du ja eigentlich seine Email-Adresse haben?

    Liebe Grüsse Dir und den Jungs :-)

    Ps. Wir könnten auch mal einen Fonduetermin per Email ausmachen, da das hier in den Strängen fehl am Platze wäre.

  30. Rainer Grzybowski sagt:

    @ alle

    Wer will, kann sich hier aus unverdächtiger Quelle informieren, was Achmadinedschad tatsächlich gesagt hat.

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/umstrittenes-zitat-von-ahmadinedschad-der-iranische-schluesselsatz-1.287333

  31. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Armins Seite ist so gut wie endplatt. (Naja, fast, man schaue sich den Eintrag conspirare.net mal an.)

    Wegen des Fondues wäre mir Telefon lieber. Da weiß ich wenigstens, dass ich dran bin.

    Zur Sache hier: Immerhin blieb die Debatte, bei weit auseinandergehenden Meinungen, doch im zivilen Rahmen, also, dass jeder den anderen in einer Form für begriffsschwach bezeichnete, die Platz für eine entsprechende Riposte ließ.

    Dazu will ich aber jetzt Dir, Dude, sagen, dass ich mich inhaltlich in keiner Weise auf Tanjas Seite stelle, indem ich Deinen ebichten Angang ihr gegenüber kritisch beleuchte; ihre Sichtweisen und Inhalte können, jedenfalls für mich, nicht einfach mittels einer allgemeinen, im einzelnen unspezifizierten persönlichen Abqualifikation als irrelevant weggeschoben werden.

    Ich muss – mag ich es auch nicht wiederholt wollen – hier noch einmal betonen, dass Tanja und ich, wie sich auch in diesem Strange schon gezeigt hat, oft verschiedener Meinung sind: dann aber wieder auch doch einer oder einer ähnlichen. Und, sie zeigt Gesicht, ist echt, wir telefonieren gelegentlich, herzlich, direkt, sie ist offen und redet. Wer sonst?

    Das soll jetzt selbstverständlich keine Rüge in Deine Richtung sein, denn Deine Sichtweise, wie auch, diese offen zu äußern, ist nicht nur legitim, sondern erst recht angebracht, wofern sie als Deine so liegt: Wir sind hier nicht im Weichspülerclub.

    Und, noch, ich weiß nicht, was Du von ihr weißt: Tanja hat ein dickes Fell, so dass sie mir wohl eher grollen mag, da ich sah sie schon gelassen übeler beschumpfen, denn hier, und sie weiß das, dass ich dies geschrieben, wie als ob ich Madamchen hätte schützen wollen.

    Ich setze mit diesem Kommentar also gewissermaßen auf ihre Toleranz.

    Und, jetzt überlege mal, so wie sie wohl drauf ist: hätte sie Dir schon lange mal eine reinsemmeln können; durchaus mit harten, klaren, nachvollziehbaren Argumenten gewürzt; allein, sie hat es bislang nicht gemacht. Den Vortritt jedenfalls ließ sie Dir.

    Meinst Du, sie hat das aus Feigheit nicht gemacht oder aus Klugheit oder aus Gleichgültigkeit?

    Ich liebe euch alle.

  32. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Rainer Grzybowski

    Danke für den Link !!!

  33. Dude sagt:

    “@ Rainer Grzybowski

    Danke für den Link !!!”

    Wahrlich, vielen lieben Dank dafür Rainer! Er wurde bereits von mir weiterverbreitet. Womöglich erkennen damit wieder einige weitere, von den Schafsmedien weichgespülte, in welcher Waschmaschine sie hocken, und unternehmen die ersten Schritte, dieser zu entkommen.
    ________________

    @Magnus

    Der Eintrag auf conspirare ist wirklich verwunderlich. Ich weiss lediglich, dass sie, als ich vor knapp zwei Monaten kurz vorbeisurfte, noch in alter Erscheinung existent war.

    Eigentlich telephoniere ich ja sehr ungern (daher ist mir Email lieber), was auch der Grund dafür ist, dass ich mit meiner Prepaid-Karte die Kosten auf ca. 2 – 5 Fr. pro Monat beschränken kann. Es ist aber schon möglich, mal eine Ausnahme zu machen. Werde von einem öffentlichen Telephon aus – solange es sie nocht gibt, haha – demnächst mal anrufen.

    “ihre Sichtweisen und Inhalte können, jedenfalls für mich, nicht einfach mittels einer allgemeinen, im einzelnen unspezifizierten persönlichen Abqualifikation als irrelevant weggeschoben werden.”

    Diese obige Aussage war womöglich etwas gar forsch von mir, jedoch hatte mir ein Diskussionsteilnehmer hier freundlicherweise den Ball zugespielt, dass sich die Möglichkeit ergab, einmal auszudrücken, was mir schon länger auffällt (Als einzelnes Beispiel nenne ich dazu mal den Grundeinkommen-Strang von neulich).

    Womöglich tu ich Dir, liebe @Tanja, damit unrecht, das schliesse ich keinesfalls aus, und ich erflehe Deine Verzeihung, sollte sich dies als tatsälicher Irrtum meinerseits herausstellen. Ich beobachte das weitere genauestens. Ich werde also auch hier im folgenden eine Ausnahme machen. ;-)

    “Das soll jetzt selbstverständlich keine Rüge in Deine Richtung sein…”

    Och, nur zu lieber Magnus! Wer offen, ehrlich und direkt spricht, der muss auch jederzeit bereit dazu sein, offene und direkte Worte entgegenzunehmen, und er wird dies gar zu schätzen wissen! :-)
    Denn…
    “Wir sind hier nicht im Weichspülerclub.”

    Genau! Und schätzen das sehr! (Ich zumindest ;-) )
    Zwischendurch muss Tacheles mal sein!
    Was sagt wohl der olle Günthi dazu?
    Womöglich steckt er sich einfach ein Pfeiffchen an…. :-D

    “Meinst Du, sie hat das aus Feigheit nicht gemacht oder aus Klugheit oder aus Gleichgültigkeit?”

    Das weiss ich nicht, denn dazu kenne ich sie zuwenig gut. Die ursächlichen Varianten sind allerdings um ein vielfach potenziertes zahlreicher als die zwei von Dir genannten.

    Darüberhinaus könnte man sich auch streiten, wer wem den Vortritt liess, denn das hängt immer von der jeweilig individuellen Bewusstseinsentwicklung und Sichtweise ab, also wäre ein Streit darüber relativ sinnlos.

    Liebe & Licht

  34. Lesezeichen sagt:

    Hallo Tanja,

    antiamerikanisch???? antiisraelisch????

    Nein, überhaupt nicht.

    Aber Kriege werden immer erst durch Propaganda möglich. Diese hat die westliche Welt nach Afghanistan geführt und auch in den Irak. Nicht nur Propaganda, sondern vorsätzliche Falschinformationen, gefälschte “Beweise” bzw. vorenthaltene Informationen, wie z.B. das Bodenschatzgutachten über Afghanistan, dass die CIA bereits seit den 80-ern hat.

    Spätestens seit dieser Zeit müssen gerade wir Europäer wirklich ganz genau hinhören, wer was sagt und uns die Frage danach stellen, was er denn davon hat, wenn er uns das so sagt. Im Zweifelsfall hängen wir nämlich dazwischen.

    Es ist noch gar nicht lange her, da haben wir in Nordamerika gelebt. Gut, es war auf der kanadischen Seite, aber nahe genug, um mitzuerleben, was dort so passiert. Spätestens seit George W Bush und seinen Anhängern sind die USA kein freies Land mehr. Der Patriot Act ist nichts weiter als eine Art Stasi. Jeder beschnüffelt jeden. Ein Teppich des Misstrauens wurde gesät und damit lässt es sich wunderbar regieren. Teile und herrsche. Das ist nicht das Amerika, was ich einmal kannte, was ich sogar einmal bewundert habe. Obama hat es übrigens keinen Deut besser gemacht.

    Ja, ich bin misstrauisch, was man mir erzählt und ich versuche, so gut wie möglich an breitgestreute Informationen zu kommen. Seien es nun freespeech.org, russia today, englische oder schweizer Medien etc. Ich lese und vergleiche. Die deutschen öffentlich-rechtlichen haben für mich jeden Wert verloren, spätesten seit Nikolaus Brender durch politische Intervention seinen Job verlor und nachdem Claus Kleber sich mit seiner iranischen Gerichtsshow bis auf die Knochen blamiert hat, ist auch das für mich erledigt. Es ist wertlos.

    Kurzum, ich versuche, mich möglichst gut zu informieren und stelle immer wieder fest, wie einseitig wir informiert werden. Wir hören regional nur das, was wir hören sollen, was dem aktuellen politischen Zweck dienlich ist. Die aktuelle Propaganda bezüglich des “Grass-Gedichts” zeigt es wieder überdeutlich. Von dem Übersetzungsfehler bezüglich Ahmadinedschads Äußerung hatte ich übrigens auch schon gehört. Auch das schlägt in die gleiche Richtung und zeigt, wie abhängig wir von Meinungsmachern sind bzw. von der Sauberkeit ihrer Arbeit.

    Cleber fragte Ahmadinedschad in diesem “Interview”, warum der Iran nicht seine Atompolitik völlig offenlegen würde, denn schließlich habe doch der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben. A. antwortete darauf mit der Frage, warum man diese Frage nicht Israel stellen würde. Daraufhin trumpfte Cleber auf: Israel hat den Atomwaffensperrvertrag ja auch nicht unterschrieben.

    Eben. Haben sie nicht. Ebenso wenig, wie sie auf Uranmunition verzichten wollen.

    Wenn ich Frieder Wagners Doku Glauben schenken kann, dann sind ungefähr 20 Prozent des irakischen Volkes durch die Uranmunition der USA genetisch geschädigt. Erinnert irgendwie ein bisschen an Vietnam, oder? Sind das akzeptable Kollateralschäden in deinen Augen? In meinen sind sie das nicht. Es ist absolut inakzteptabel und eine Nation, die so etwas in vollem Bewusstsein anrichtet, kann nicht einfach als “die Guten” bezeichnet werden.

    Ich würde es begrüßen, wenn das israelische Volk seinen Platz findet, aber unter den gegebenen Bedingungen frage ich mich, ob seine Regierung mit den Entscheidungen wirklich das Beste für Israel tut bzw. erreicht.

  35. electrocat7 sagt:

    @ Dude
    Falls jene übertrieben heftige Kritik an seinem Numerologie Artikel über den 11. 9. 2011 mit einziger Kommentar gemeint war: Ich habe sie gelesen, was stark vermuten lässt, die angebliche Zensur existierte nur in der Einbildung des Kommentators. Misstrauischste Grüsse!

  36. TanjaKrienen sagt:

    Dude. Du flüchtest dich in Mysterie-Kram, da hat man natürlich immer eine herrliche Ablenkung zur Hand. Ich hingegen, lebe in der Realität. Keine Ahnung, wieso meine hier getätigten Äußerungen eine “unsäglichen tiefen Verbitterheit” zeigen sollten. Tatsache ist, dass ich die Welt nicht rosig sehe, aber als Pessimistin dennoch gut damit umgehen kann, weil ich nie etwas anderes erwarte. Du bist vielleicht viel enttäuschter als ich, wenn sich deine blaulichtgestählten Szenen nicht erfüllen.

    Du hast aber nicht ganz Unrecht, doch ich machte auch nie einen Hehl daraus, weiß mich aber mit anderen kritischen Menschen vergangener Epoche durchaus einig und empfehle einmal Schopenhauer zu lesen. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Pieter_Bruegel_d._%C3%84._035.jpg&filetimestamp=20050519044516 (misanthrophisch – was ich so nicht bin).

  37. Dude sagt:

    @electrocat7

    Ja genau davon spreche ich. Der Eintrag wurde veröffentlicht. Nach meinem kam noch ein anderer eines andern Users, welcher mich weitestgehend bestätigte und auch noch genauer ins Detail ging. Allerdings waren beide Kommentar vor knapp zwei Monaten weg, obwohl der eigentliche Artikel nachwievor existent war.

    @Tanja

    “Du flüchtest dich in Mysterie-Kram, da hat man natürlich immer eine herrliche Ablenkung zur Hand. Ich hingegen, lebe in der Realität.”

    Bestens.. das bestätigt mir nur, dass meine Aussage vom 9. April 2012 um 20:04 eben doch der Wahrheit entspricht. Auf solche herablassenden Unterstellungen (siehe Quote) gehe ich nicht mehr ein.

    Ps. Definier mir Realität *lol*

  38. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Zur Sache – außerthematisch – zwischen electrocat7, Dir und mir, was conspirare.net anlangt: Zuerst sind die Kommentare weg, und dann ist auf einmal, ohne Erklärung, die Seite platt bzw. vom Geschwafel eines Go Daddy! übernommen. Gibt mir schon zu denken, denn ich habe die Seite meist aufmerksam verfolgt, sie bot eines Deiner Landsleute differenzierten, engagierten Originalfederinhalt, der sich auch hier rege kommentierend einbrachte sowie einen Gastbeitrag, und ich habe auch nicht selten selbst dort kommentiert.

    Mit allermisstrauischsten Grüßen

  39. TanjaKrienen sagt:

    Arrogant bist du(!) “Dude”!! Etwa eine Anspielung auf die asoziale Existenz, die ein Film mit dem Namen “Big Lebowski” herosiert? Der bist du nicht, da du nichtmal eine ordentlich begründete Meinung in den Ring wirfst und das Prinzip Rede-Gegenrede keinmal bis zum ersten Höhepunkt aushältst.

    Sieh doch deine Seite an. Was ist an meiner Bemerkung falsch, dass der, welcher so denkt, fühlt und lebt, nicht im Ansatz imstande sein kann, zu verstehen, was ICH denke, fühle und analysiere. Fakt ist weiter, dass so einer beim Namen Schopenhauer voll Graus in jenen Teil der Galaxis abschwirrt, den man nicht aus dem Schlachthof 5 erreicht! Damit bin ich theoretisch fertig mit dir (nicht zuletzt, weil du meine kleine Fingereicherung wieder mit einem “menschlichen” Müll beantwortetest, der meinen Karikatur-Verweis hinreichend untermalte).

  40. Dude sagt:

    @Tanja

    Köstlich! Danke :-)

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