Noch nichts gesagt

Ich werde jetzt mal, ausnahmsweise, da mich sonst ja ob meiner stets einfachen, eingängigen, jedem intelligiblen Sprache jeder sofort vollauf versteht, ein wenig kryptisch.

Ich könnte den Skandal suchen. Hier, in meiner Heimatstadt. Das, was der Ami einen “Showdown” nennt. Dann nämlich, wenn gewisse Herren dies nicht hier und jetzt oder bald und noch nicht einmal über morphische Felder erkennen.

Ich habe zunächst alle Nachteile, denkbar schlechte Karten. Völlig klar. Aber man darf mir, dafür spricht meine ganze nachprüfbare Vita, sehr wohl zutrauen, dass man mir, besser, wenn es gilt, noch weitaus mehr zutrauen sollte, als man sich, diese extrapolierend, mir zuzutrauen vermag.

“Magnus Göller Riesenscheiße!” – : Dieser Spruch, weiland hinter meinem Rücken wider mich ausgebracht, in seinen Folgen aber den Perpetrator und dessen Lakaien weiter heruntergebracht habend wohl als mich, gellt mir heute noch in den Ohren; und wer jetzt nicht aufpasst, dem möchte es zu einem Dröhnen werden, dass er vielleicht froh wäre, müsste er nur Insolvenz anmelden, wie es dem Erfinder des Spruchs später, ohne mein aktives Zutun, geschah.

Diese Sache – zu der ich Kommentare, sollten sich überhaupt welche welche zu diesem Ungefähren verwagen, gegen meine übliche Gepflogenheit, vorläufig nicht gegenkommentieren werde – wird, wo zwingend erforderlich und unabwendbar, dahin führen, dass “Magnus Göller Riesenscheiße!” zum Euphemismus für das mutiert, was statthat.

Keine Sorge, oder, andersrum, keine geile Hoffnung: Ich werde nirgend durchdrehen oder zu irgendwelchen Taten denn zu Worten greifen. Letztere allerdings werden wenigstens manchem reichen.

Diese Letzteren mögen mich dann auch in gewisse Kalamitäten bringen; zweifellos; aber erstens bin ich das gewohnt; zweitens werden es Worte sein, die noch keiner gehört; jedenfalls so nicht; drittens werden diese nicht mehr leicht von einem Beleidigungsverdachtsrichter, allseits unauffällig, als unflätig, ungegründet, aus der Luft gegriffene Äußerungen abzutuende tiradeske, überkandidelte, mittel bis schwer gestörte verbale Flatulenzen eines einzelnen verkrachten Randständigen abzutun sein, der nichts Eigentliches, was zu sagen sei, vorbringe: Dinge von allgemeiner Relevanz, also, dass es hier exemplarisch wird.

Ich werde im Falle fortgesetzte Grausamkeit und vor allem die Duldung dieser Grausamkeit mit keiner auch nur annähernd vergleichbaren Grausamkeit vergelten können noch auch dies wollen; es wird dann nur gesagt, was vorfiel, was ist, das jedoch in meiner Art deutlicher Worte.

Natürlich werden sie alle zusammenhalten. Was auch sonst: sich gegenseitig decken, was auch sonst. Ja, oder eben auch irgendwann nicht mehr.

Die Dulder der Grausamkeit wissen nämlich schon, dass sie das sind. Nicht, dass ich auf deren schlechtes Gewissen setzte, obschon es sich teilweise schon regte. Etwas ganz anderes beut hier die Gefahr für jene.

Nämlich jenes, dass deren Dulden der Grausamkeit schon lange auch anderen aufgefallen sein muss, anderen, die nicht eine solche Riesenscheiße sind, allein, wie ich, aber aus ihren Verstecken hervorkommen könnten, sehen sie einmal, dass die Dulder der Grausamkeit so mit ihrem Gebaren konfrontiert werden, wie sie dies selbst nie vermochten anzusetzen, kaum noch zu hoffen wagten. Plötzlich wird die Einmannriesenscheiße zur durch die Vielen, die sich nicht zu wehren wussten, unterstützten Anklage.

Das mag selbstverständlich auch misslingen. Keiner sagt etwas. Man duckt sich lieber weiterhin. Wer ist der Göller schon gegen DIE?

Das aber ist schon einkalkuliert, der Kapitalist sagte, “eingepreist”. Denn spüren und sehen werden sie es trotzdem. Es wird mindestens wirken.

So, meine Strategie liegt offen, wenn auch nicht all deren Einzelstrategeme, die sich eben nötigenfalls auch erst je erforderlicherweis ergeben.

Ich rate den Duldern der Grausamkeit letzternstlich, es nicht bis zum Punkt ohne Rückkehr zu treiben.

Und ich bitte meine Leser, die wenigen, die gefolgt sein mögen, mir die bisherige sachliche Unklarheit dieses Beitrags zu verzeihen.

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Jetzt hatte ich gedacht, obiges sei der rechte Schluss dieses Beitrags. Beim Durchlesen zeigte sich aber, dass er das so keinesfalls sein könne.

Zu schwach. Zu saumselig. Zu seicht. Zu vorauseilend versöhnlich.

Hier geht es nicht um mich: CAPICI?

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