Noch zu Goethe, dem A…

Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass ich Goethe nicht sehr schätze.

Ja, der Mann hat großartige Verse verfasst, war ein Genie.

Aber er war auch eitel und ein Verräter.

Wer den Wilhelm Meister liest, den muss ein Brechreiz erfassen. Ich habe beide Bücher durchgehalten, mich erholt, aber nicht vergessen.

Ein ehrlicher, begabter, grundanständiger, suchender junger Mann wird als Marionette der “Turmgesellschaft”, also der Freimaurer, wie am Bändel, stets überwacht, durch seine Scheinfährnisse geführt, endlich auch noch dafür ausgelacht, dass er das nie merkte.

DER deutsche Bildungsroman!

Schließlich zieht man gar noch am Schnürchen, dass er, auf einmal abwundersam und hinterlistigst gefügt, bis zum beinahe letzten Schlusse vermeint, die Liebste seines besten Freundes heiraten zu müssen, jener die Seinige, bis dass er, die Turmgesellschaft ist dann gnädig, doch die ehelichen darf, die er will.

Wer denkt sich so eine grausame Abartigkeit, schlimmste, perverseste Quälerei, als richtig und gut aus?

Goethe.

Und zwar nicht mehr als junger Mann. Sondern als reifer Dichter.

Und deshalb werde ich nicht ruhen noch rasten, bis dass Deutschland die Schmach tilgt, seine kulturellen Auslandsvertretungen nach solch einem Korruptheitsverbreiter zu benennen. Ich schlug schon Grimminstitute vor. Nietzscheinstitute wäre mir fast noch lieber.

“Goetheinstitute” aber bedeutet eine Schande für unser Land.

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10 Antworten zu “Noch zu Goethe, dem A…”

  1. Ich hatte gar nicht gewußt, daß Wilhelm Meister Goethes Papageno ist.

    Mozartinstitute wäre dann sicherlich auch nicht besser.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Ein Fremder aus Elea

    Um den Mozart zu nehmen, müssten wir ja auch erstmal die Ösis fragen, ob sie wieder heim ins Reich wollen.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Ein Fremder aus Elea

    Ich bin gerade erst auf Ihre Seite aufmerksam geworden und habe dort mit großem Interesse Ihren Beitrag “Zahlensymbolik” gelesen. Ich befasse mich seit langem mit dem Gebiet (auch im Zusammenhang mit der Runenkunde) und bin beeindruckt. Wissen Sie auch etwas über die Sieben, den einzigen Teiler, den man im erweiterten 60er-System, den 360 Kreisgraden, nicht findet?

    Ich kam auch schon auf die Idee, dass wir mit der Dualität zwischen 10er-System und erweiterten Formen des 12er-Systems (24 Stunden, 60 Minuten und Sekunden, 360 Grad) vielleicht nicht optimal eingestellt sind.

    Mal scherzhaft gesagt, wäre es möglicherweise besser, wenn der Mensch zwölf Finger hätte…

    Auf jeden Fall bin ich angeregt, mich mal wieder mehr mit der Sache zu befassen. Und werde selbstverständlich einen guten Freund, der ein echter Zahlenforscher ist, direkt auf diese Fundsache hinweisen.

    Hier schonmal der Link für alle Wissensdurstigen (leider ist der Beitrag auf Ihrer Hauptseite ein wenig versteckt, so dass ich ihn eher “zufällig” fand):

    http://bereitschaftsfront.blogspot.com/2008/02/zahlensymbolik.html

  4. Wenn Sie das tun, Herr Göller, dann sagen Sie Ihrem Experten bitte, daß ich mit “akkumulativen Verhältnissen” Kettenbrüche meinte, denn das kann man sicherlich nur schwerlich erraten.

    (Kettenbrüche approximieren irrationale Zahlen “optimal”, aber keine so schlecht wie den “goldenen Schnitt”, d.h. Wurzel aus 5 irgendwas (wahrscheinlich Halbe), dessen Kettenbruchdarstellung durch 1,1,1,1,… gegeben ist.)

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Ein Fremder aus Elea

    Die klassische Formel für phi (jenes, das den Goldenen Schnitt bezeichnet) ist 1 plus Wurzel 5 geteilt durch 2.

    Die sogenannte Fibonacci-Reihe (die man schon lange vor jenem Italiener auch in Germanien nachweislich kannte, siehe Heinz Klingenberg zum Runenhorn von Gallehus) liefert schon über den Bruch 89:55 einen Wert von 1,61818…

    Und dass das Pentagramma die Strecken exakt dem Goldenen Schnitt entsprechend teilt, dieses Verhältnis, wie Leonardo erkannte, sich auch im menschlichen Körperbau spiegelt (Sie erwähnen es), wissen wenigstens die Italiener, die sich mal ihre Eineuromünze aufmerksam anschauen.

    Merkwürdigerweise werden solch elementare Dinge an unseren Schulen kaum vermittelt. Manch einer beherrscht die Differential- und Integralrechnung, hat aber noch nie etwas vom Goldenen Schnitt gehört (oder so randständig nur, dass er sich nicht mehr daran erinnert).

    Meinen Freund habe ich bereits, auf Ihren Artikel hinweisend, angerufen.

  6. Dude sagt:

    Weisst Du grad aus dem Stehgreif welchen Grad Goethe innehatte? Wenn ich nicht irre, war er im schottischen Ritus unterwegs, korrekt?

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Hier habe ich eben etwas Nettes über die Maurer (1963) gefunden:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45142971.html

    Welchen Maurergrad (er war ja auch Illuminat) Goethe innehatte?

    Keine Ahnung, ebensowenig, wie davon, ob er dem Schottischen Ritus angehörte, was allerdings nicht ganz wahrscheinlich, letztlich wahrscheinlich zumindest inzwischen aber auch relativ egal.

  8. Dude sagt:

    Schade. Das wär ne nützliche Info und v.a. ne exklusive. Habe ne ganze Weile im Netz gegraben, aber nix dazu gefunden – nirgends. Und ich versteh mich wohl auf Netz-Recherchen.

    “was allerdings nicht ganz wahrscheinlich”

    Wieso nicht?

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Die europäischen Logen waren damals – ich weiß es nicht – wohl noch nicht so zusammengefasst (sind sie auch heute rituell keineswegs), dass Goethe wahrscheinlich nach dem Schottischen Ritus eingepeilt war. Vielleicht auch doch. Ich sehe in der Frage aber, da es 200 Jahre her, für heute zunächst nichts Wesentliches. Auch das mag kurzsichtig sein.

  10. Dude sagt:

    Den schottischen Ritus gab es auf jedenfall schon zu Goethes Zeiten. Habe dazu einen Riesenhaufen Dokumente hier (die meisten davon nicht im Netz erhältlich), allerdings grad Null Zeit darin zu graben.

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