Sex sells: Jesus verkauft noch besser

So langsam bekomme ich fast schon das Gefühl, wie als ob ich auf einem abschüssigen Pfade sei: jenem des Jesulogen.

Da aber kein anderer – zumindest dass ich wüsste – das Geschäft besorgt, muss ich die Holperstrecke wohl in meiner Seifenkiste nehmen.

Und es bleibt nicht aus, dass ich dabei reichlich gnadenlos sein muss. Und ich weiß schon, dass das Folgende Ärger geben wird.

Nun, zum Sex, auch weshalb der verkauft, muss man spätestens Pubertierenden nichts mehr sagen. Das ist selbstverständlich.

Warum aber verkauft Jesus so gut?

OK, ein Stück Sex ist dabei, wie dieser schlanke, muskulöse Kerl wehrlos am Kreuze hangt. Zeit für manche Frauen- und Schwulenphantasie.

Aber daran baut sich die Sache auf den ersten Blick nicht entscheidend auf, wenn auch nicht wenig. Sie baut sich vielmehr entlang der Feigheit auf. Ja, liebe Christen, lest jetzt weg, oder hört es.

Jesus ist nämlich einer, der für die Tapferkeit steht. Dafür, die Feigheit, das Übel aller Übel, zu überwinden. Dafür ist er fleischgewordenes wie hingeschlachtetes Symbol.

An ihn zu glauben ist hiemit – im Großen und Ganzen wenigstens – eine Ersatzhandlung. Was man sich selbst nicht traut, all den Wucherern und Pfaffen entgegenzutreten, das hat er für einen ersatzweis gemacht.

Und in diesem Glanze sonnt sich dann, wer an ihn glaubt.

Beinahe wäre ich jetzt noch auf den mosaischen Irrsinn und den mohammedanischen abgeschweift. Es geht jetzt aber darum, weshalb sich Jesus noch besser verkauft als Sex.

Jeder, der Sex kauft, weiß, dass er sich – egal wie billig – nur einen Moment kauft. Daraus erwächst nur ephemeres Heil.

Wer aber Jesus kauft, der kann sich stets erhaben fühlen. Dessen Seele hat einen Dauerersatzwärmer. Der ist erlöst.

Na, so einfach ist es dann eben auch wieder nicht. Denn Mensch bleibt er doch. Die Folge ist, und das ist gut erkannt und wohlausgenutzt, dass er ständig einen Tribut entrichten muss, sein Behagen zu behalten.

So werden die meisten Christen zu Sklaven.

Nicht alle, wohlgemerkt: weswegen ich überhaupt noch davon rede.

Letztlich, das mag nicht politisch korrekt sein, gehört hier aber gesagt, da wir in keinem Weichspülerseminar platzzunehmen geruht haben, funktioniert Jesus über die Weiber.

Das werde ich jetzt nur mit einem Satze weiter erklären, da es ansonsten aus dem Obigen erhellen sollte.

Das Jesusbild ist eben doch entscheidend pornographisch.

Feigheitspornographisch.

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4 Antworten zu “Sex sells: Jesus verkauft noch besser”

  1. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “So werden die meisten Christen zu Sklaven.”

    Jemand, der sich selbst für einen der besten Christen hält, erklärte mir, man müsse sein eigenes Ego vollkommen aufgeben, um Jesus nachfolgen zu können. Wenn ich das tue, dann verkaufe ich aber meine Seele an den Teufel.
    Wozu hat Gott mir einen freien Willen gegeben, wenn Er dann jemand schickt, der verlangt, genau diesen freien Willen völlig aufzugeben?
    Hiob z.B. wurde alles genommen was er auf Erden besaß. Seinen Willen trotzdem an seinen Gott zu glauben, den konnte ihm aber niemand nehmen. Hätte man Hiob seinen freien Willen auch noch nehmen können, was wäre dann noch von ihm übrig geblieben? Wäre er dann nicht zu einer hohlen Figur geworen, zu einem Leib ohne Seele?

    Wir Menschen haben die Fähigkeit zwischen gut und böse zu unterscheiden. Wenn ich meinen freien Willen aufgebe und mich völlig in die Gewalt eines anderen begebe, der dann für mich entscheidet was gut oder böse ist, dann bin ich dessen Sklave. So ist es der Fall, wenn gesagt wird, der Gesetzgeber hat dies oder das so oder so festgelegt. Dem ist Folge zu leisten, sonst wird man bestraft. So werde ich zum Slaven dieses Gesetzgebers. Das Verhältnis zwischen dem Bürger und dem sogenannten “Staat” ist genau ein solches. Der Bürger ist nichts weiter, als ein folgsamer Sklave. Alles andere ist (ziviler) Ungehorsam.
    Schon die erste Frau war ungehorsam, dafür folgte ja auch die Strafe auf den Fuß.

    1.Mose 3:15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

    Vom Mann (Adam) ist dabei gar nicht erst die Rede. Es geht nur um den Samen der Frau und um den Samen des Satan. Das bedeutet, dem Mann (Adam) wurde sein freier Wille belassen, für sich selbst zu entscheiden was gut für ihn ist oder was nicht.
    Folgt er der Frau, dann ist es nicht gut für ihn, denn er wird dann in die Ferse gestochen. Folgt er dem Satan, dem bösen Gesetzgeber für ein Leben in dessen Welt, dann bekommt er den Kopf zertreten. Millionen von männlichen Dämlacks da draußen, sind der beste Beweis dafür, daß ihnen der Kopf zertreten wurde.

    Ich als Adam hätte damals zu dem Weibe gesagt, geh Du ruhig mit Satan, aber ich bleibe bei Gott im Paradies. Was hätte Gott gegen so einen starken freien Willen unternehmen können? Hätte Gott überhaupt etwas gegen so einen starken freien Willen unternehmen wollen?

    Aber Adam hat sich unterbuttern lassen, vom Willen der Frau und zusätzlich geht er bis heute den Verlockungen, die Satan für ihn bereitstellt, auf den Leim und dadurch macht er sich selbst zu einem willenlosen Sklaven.

    Die Tür zum Paradies steht weit offen, denn Gott ist ein barmherziger Gott und wird es nicht längst Zeit für Adam (beispielhaft für jeden Mann) zurückzukehren?

    Auf was wartet Mann noch? Daß die Entscheidung für die Rückkkehr ein anderer für ihn trifft?

    Vom derzeitigen Gesetzgeber Satan wird der Mann die Erlaubnis zu seiner Rückkehr ins Paradies, da wo er wieder tun und lassen kann was er will, niemals bekommen, und von seiner Frau ganz bestimmt auch nicht. Dafür hängt die Frau viel zu sehr und viel zu gerne an jedem möglichen Schnickschnack dieser Welt hier.

    Das Glück und die Freiheit finden sich nicht auf dem Rücken der Pferde, wie viele Frauen meinen, sondern diese Dinge fliegen dem zu, der das in seinem Geiste für sich zuläßt.

  2. Eric sagt:

    Hiltler sells the best!

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Eric

    Daran, dass Hitler sich am besten verkaufen möchte, dachte ich auch.

    Ich meine aber, dass das nicht der Fall ist. Eher würde ich sagen: “Hitler MUST be sold the best!”

  4. Uwe sagt:

    … ergänzend zu meinem Beitrag unter http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/03/17/von-der-christen-urluge/ :

    An Jesus zu glauben ist das eine, aber seine Botschaft zu verstehen das andere und entscheidende. Dein Beitrag gefällt mir gut Jochen, auf diesen Aspekt gehe ich im o.g. Beitrag auch ein. Der Knackpunkt aber ist der:

    Jesus ist Bote und Mittler.

    Er ist kein Erlöser. Das wurde aus ihm gemacht!

    Mit fafalen Folgen (Verdrängung, Verblendung, Identifizierung, Projektion), die du beschreibst Magnus.

    Wir müssen unterscheiden zwischen Jesus und dem Christos-Geist.

    Jesus war Bote, er sagte: “Folget mir nach.” Nicht: “Glaubt an mich.” oder “Betet mich an.” oder ähnlichen Schwachsinn.

    Der Christos-Geist ist jener neue Raum, in dem wir eintreten, wenn wir innerlich leer werden. Wenn wir alles aufgeben, so wie es Jesus uns vormachte. Dahin kann aber jeder nur durch eigene Seelenarbeit und nicht, indem er sich einen Stellvertreter für seine eigene “Erlösung” sucht. Das Prinzip des Stellvertreters ist ein prinzipiell demiurgisches: Alles, was darauf beruht, führt in die Abhängigkeit (durch Deligierung der eigenen Seelenarbeit) und weit weg von sich selbst und seinem Ursprung. (Siehe auch andere Formen des Stellvertretertums; ges. Machtverhähältnisse usw).

    Der bürgerliche Parlamentarismus (begrifflich nicht zu verwechseln mit Demokratie) ist die Analogie zum stellvertretenden Erlöser und entspringt insofern einem -wenn auch pervertiertem- christlichem (oder besser christusbildlichem, kirchlichem) Paradigma.

    Siehe auch:

    http://zeitgeist-online.de/printausgabe/399-wege-aus-der-abwehrgesellschaft.html

    http://de.scribd.com/doc/124306277/Gut-gegen-Boese-odt?secret_password=if8e1fxquyksbue0kcz

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