Wulff: Nachfolgerin Petra Roth? (II)

Nun, wenn Petra Roth Bundespräsidentin wird, durften Sie – soweit ich weiß – hier zuerst von dieser Möglichkeit lesen. Mindestens mal hatten die großen Schafsmedien sie bis heute nicht im Visier.

Ich wasche meine Hände, sollte es darauf hinauslaufen, aber trotzdem – so gut das geht, denn vielleicht liest man diese Seite, wenigstens heimlich, auch in Berlin, München und Frankfurt mitunter aufmerksam (laut Bild vor einer Stunde soll in der CSU die Unterstützung groß sein) – in Unschuld, denn erstens habe ich nichts zu entscheiden, die Kandidatin lediglich per logischer Deduktion bzw. per Exklusionsverfahren als potentiell ermittelt, sie zweitens aus meiner persönlichen Sicht gleich auch durchaus kritisch bewertet, und drittens muss ich hier offen bekennen, dass sie mir lieber wäre als einer der beiden Pfaffen, die jetzt alternativ gehandelt werden, nämlich der Atlantik-Brücke-Gauck oder Wolfgang Huber, Exratsvorsitzender der Evangelischen Kirche. Oder gar jene grüne Pfäffin, wie heißt sie noch, Karin Göring-Eckhardt, ihres Zeichens Präses der Evangelischen Synode.

Und ich bin jetzt ehrlich gesagt natürlich gespannt, ob ich bald nur noch ein Satzzeichen in der Überschrift ändern muss, hin zu “Wulff: Nachfolgerin Petra Roth!”

Sollte es dahin kommen, so frage ich mich allerdings noch, ob man von der Bundespräsidentenwahl oder der BundespäsidentInnenwahl sprechen wird. Damit es politisch korrekt, d.h. angemessen dumm, zugeht. Zumal, sollte die Linke, beleidigt-trutzig ob ihres Ausschlusses bei der Findung, einen männlichen pro-forma-Gegenkandidaten präsentieren.

Nachtrag (14 h)

Oh weh, die FDP! Gerade lese ich, es gebe bei den Liberalen “starke Vorbehalte” gegen Roth, da sie als Bundespräsidentin, aufgrund ihrer vorigen Franfurter Koalition mit den Grünen, ein mögliches Signal für Schwarz-Grün im Bund sei. Jedem Bäschen sein Malaisechen. Es bleibt spannend.

Nachtrag (16 h)

Oh weh, die FDP (II) ! Jetzt lese ich, die FDP befürworte Gauck, den nächsten Atlantik-Brückler nach Wulff, in der Joffe-Bilderberger-Gazette “die Zeit”. Also lieber gegen Merkel (!) ein Signal für eine kommende Ampel-Koalition? Oder nur ein – riskantes – Manöver der Wählergunstabsturzpartei? Wenn Merkel demgegenüber einknickt, ist sie politisch schwerst angeschlagen. Daher mein Tipp: Sie wird es nicht tun. Wobei sie jetzt aber auch die wahrhaftige, stets läuterungsfähige Staatsmännin spielen könnte, den Spieß umzudrehen, ihn akzeptierend, mit aus- bzw. einladender demütiger Geste, im Sinne des Wohles des Vaterlands. Großes Kino.

Nachtrag (17 h)

Auf der Seite der Welt bewerben sich jetzt Broder und Abdel-Samad um die “Doppelspitze” unseres Gemeinwesens. Sie sind beide Migranten, Jude und Araber, hiemit die besseren Deutschen.

Nachtrag (17.15 h)

Ein Mann aus dem Oldenburgischen hat seinen Rehpinscher und seine Siamkatze als BundespräsidentInnen-Doppelspitze vorgeschlagen. Die beiden verstünden sich prächtig, hätten ein tadelloses Auftreten und seien sehr gepflegt.

Nachtrag (17.25 h)

Die Ereignisse überschlagen sich. Die Linke hat einen Außerirdischen vom Aldebaran (sagt sie) ins Gespräch gebracht, dessen Nase zwar etwas chamaeleonhaft schillern, der aber mit wunderschönen, weichwildledrigen Segelohren gesegnet sein soll und nicht, wie die Kanzlerin, mal konservativ, mal liberal und mal sozial sei, sondern immer sozial. Anonymous schlägt einen “verlässlichen, seriösen, überparteilichen Informatiker aus Niederbayern” vor, “mit zu 99% erprobtem Hirnimplantat”.

Nachtrag (17.35 h)

Die Grünen erklären, ich habe mich lediglich verschrieben, denn selbstverständlich sei nicht Petra, sondern Claudia Roth die Bundespräsidentin der Herzen aller Juden, Moslems, Migranten und Deutschen.

Nachtrag (17.40 h)

Die CSU, immer noch auf Petra Roth setzend, lässt erklären, dass sie von Petra Roth nicht eher – und auch dann nicht unbedingt – abrücken werde, bis dass die Grünen solches verbindlich bezüglich Claudia Roths getan hätten.

Nachtrag (17.43 h)

Philip Rösler von der FDP bringt sich selbst als absolut harmlosen Komprmisskandidaten ins Gespräch. Seehofer soll daraufhin getobt haben.

Nachtrag (17.48 h)

Eine bislang unbekannte Gruppe hackt die Netzseiten der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen und anderer Lokalzeitungen und fordert überall dort, wo sonst Anzeigen stehen: “Beckenbauer for President!”

Nachtrag (17.52 h)

Aus Hinterbänken der Union werden Stimmen laut, die Ämter des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers zum Bundeskanzlerpräsidenten zu verschmelzen. Motto: “Merkel forever!”

Nachtrag (17.54 h)

Rösler erklärt, dass er sich vorstellen könne, seine Kanditatur zurückzuziehen, wenn er im Gegenzug zum Kanzler gewählt würde.

Nachtrag (17.58 h)

Grünen-Chef Özdemir soll sich maßlos geärgert haben, dass die FDP immer für Atlantik-Brücke-Leute sei, aber doch nie für ihn.

Nachtrag (18.00 h)

Merkel erklärt, dass sie noch eine gewisse politische Entropie unter Kontrolle zu bringen habe.

Nachtrag (18. 03 h)

Ernst August von Hannover meldet seine parteilose Kandidatur an.

Nachtrag (18.05 h)

Seehofer erklärt, dass er diesen “Schmarrn” jetzt nicht mehr mitmache und so lange geschäftsführender Bundespräsident bleibe “bis alle anderen schwarz werden”.

Nachtrag (18.08)

Der Reptiloid der Linken soll wortlos in sein Raumschiff gestiegen und abgereist sein. Die Parteispitze ist für eine Stellungnahme derzeit nicht erreichbar.

Ein Uhr nullnull.

Also doch der Brückenpfarrer.

Ende der Übertragung.

 

 

 

 

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