FAZ: ADHS erfundene Krankheit

“Ritalin ist eine Pille gegen eine erfundene Krankheit, gegen die Krankheit, ein schwieriger Junge zu sein. Immer mehr Jungs bekommen die Diagnose. Die Pille macht sie glatt, gefügig, still und abhängig.”

Mit diesen Worten beginnt unter dem Titel “Ritalin gegen ADHS – Wo die wilden Kerle wohnten” der beste Artikel zum Thema ADHS und Methylphenidat (Ritalin), den ich in fünfzehn Jahren der Beschäftigung damit in einem deutschen Massenmedium gelesen habe.

Dafür haben sich die FAZ-Autorinnen Christiane Hoffmann und Antje Schmelcher einen Orden verdient.

Denn sie tragen in ihrer kurzen Zusammenfassung alles Wesentliche dazu, alle konstituierenden Faktoren für diese verbrecherische Kindermassenvergiftung zusammen.

Eine Information war mir allerdings neu: nämlich dass der Erfinder der Krankheit, Leon Eisenberg höchstselbst, kurz vor seinem Tode gestand, ADHS sei ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung.

Dieser Artikel sollte Standard in der Ausbildung von Lehrern, Kinderärzten und Kinder- und Jugendpsychiatern sein, an alle Schulrektoren als Rundschreiben ergehen, an alle Jugendämter, dort und in allen Schulen an den Schwarzen Brettern aushängen: so lange, bis dieser Spuk ein Ende hat.

— Anzeigen —


Tags: , , , ,

37 Antworten zu “FAZ: ADHS erfundene Krankheit”

  1. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    und was soll daran neu sein?

    Neu daran ist nur die direkte Verbindung zu den Jungs. Ansonsten ist doch alles beim Alten. Solche Artikel habe ich schon vor 10 Jahren massenhaft in deutschen Medien gelesen.

    Methylphenidat macht nicht “glatt, gefügig, still und abhängig”.

    Sorry, aber ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen. Schade FAZ – mindestens drei Stufen runter ins Unterirdischen-Paradies.

    Sorgen bereitet mir tatsächlich die steile Zunahme der Verschreibungen, die unkontrollierte Gabe kontraproduktiver Psychopharmaka wie kürzlich hier in England bei einem 10-Jährigen und die m.E. dahinter steckenden Fehldiagnosen. Da stimmt etwas nicht, aber ansonsten ist der Artikel weder informativ noch ansonsten für irgendetwas tauglich.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Neu daran ist, dass die Sache so dargestellt wird, wie ich sie seit 15 Jahren erlebe.

    Und was den Zehnjährigen anlangt: Schon vor acht oder zehn Jahren hörte ich von einem Säugling, der Ritalin bekam. Und von vielen, bei denen das im Kindergarten anfing.

    Wenn die Droge bei einem Deiner Kinder “funktioniert” hat: Glückauf! Hoffentlich bleiben ihm die möglichen Spätfolgen erspart.

    Mein Jüngerer, der schon immer ein rechter Zappelphilip war – die Droge dagegen hätte ich sofort gekriegt, selbst als Nichtfachmann – , hätte es mit Ritalin vielleicht auch auf das Gymnasium geschafft. Scheiß drauf, mit Verlaub.

  3. Lesezeichen sagt:

    Ach Magnus,

    wenn es bloß um den Zappelphilipp gehen würde, wäre das ganze nicht mal erwähnenswert.

    Die Familien, die ich in den 10 Jahren meiner “aktiven” Zeit kennen gelernt habe, hatten ganz andere Probleme und das Temperament stand wirklich ganz am Schlusslicht der Sorgen. Wenn ich da mal von uns ausgehe, so wollten wir unser Kind MIT seinem Temperament und MIT seinem Wesen großwerden lassen. Nicht ein bisschen sollte davon aberzogen werden – was uns auch gelungen ist *stolzbin.

    Es geht auch nicht um “funktionieren” oder das Gymnasium, mal ganz davon abgesehen, dass man doch damit nicht am IQ herumschrauben kann. Was nicht da ist, wird auch durch Medis nicht hervorgezaubert.

    Es würde zu weit führen und zu lang werden, was ich dazu alles schreiben könnte. Artikel, wie der benannte blasen jedenfalls seit Jahren ins gleiche Horn. Interessant sind auch solche Formulierungen wie

    “…Doch das ist nicht so einfach. Ritalin, das in hoher Dosierung ähnlich wirkt wie Kokain, macht psychisch abhängig…”

    Jedes Medikament, selbst Baldrian-Tropfen, sind in hohen oder unkontrollierten Dosen schädlich für den Körper Mit solchen Binsenweisheiten wird einfach nur die Stimmungstrommel gerührt. Tatsache aber ist, dass es genaue Anweisungen des Arztes geben muss bzw. gibt, wie das Medikament zu nehmen ist.

    Vor ein paar Jahren gab es die Beschreibung eines “Selbsttest” in der Zeit, in der ein Erwachsener ohne vorherige Diagnostik einfach diese Tabletten in zerstoßener Form eingenommen hat. Er beschrieb danach Symptome wie heftiges Schwitzen, starkes Herzrasen, Übelkeit, Appetitlosigkeit.

    Und dann folgte natürlich der übliche Salmon i.S.v. Drogeneltern, Kokain, Abhängigkeit etc und der ganze Schmonzes.

    Kein Wunder.

    Für “Normalos” ist der Stoff ein Aufputschmittel erster Güte, weshalb solche Leute dann herumhüpfen wie ein Flummi. Die Appetitlosigkeit ist auch nichts neues. Früher – zu Twiggy-Zeiten – gab es Methylphenidat so zu kaufen, als Appetitzügler und Aufputschmittel. Erst als sich damit ein paar Mädchen durch Überdosis zu Tode gehungert haben, wurde der Stoff unter das BTM gestellt. Sehr zu recht übrigens.

    Nein, leider nichts Neues an der Medialfront.

    Es winkt

    das Lesezeichen

  4. TanjaKrienen sagt:

    Finde ich nicht ganz richtig. Die “Künstlerin”, die zuletzt mit einem “Gedicht” zitiert wird, heroisiert den Wahnsinn, nicht weniger. Ich will nicht wissen, was “Künstlerinnen” und “Kreative” dazu sagen, sondern: es gibt, sicher auch bedingt von unterschiedlichsten Einflüssen, verhaltensauffällige Kinder. Und sicher wird das Medikament auch falsch angewendet. Dennoch gönne ich keinem, ein “aus sich selbst heraus” motorisch hochgradig auffallendes Kind erziehen zu müssen. Man fahre die äußerlichen Einflüsse zurück, mache endlich eine radikale Kulturbremse (totaler und radikaler als wir uns das heute vorstellen können) – dann kehrt wieder Ruhe ein.

  5. Zappo sagt:

    Ich habe noch nie einen solchen undifferenzierten Schwachsinn in der der FAZ gelesen. Beispiel? Da wird eine Charite-Ärztin salopp zitiert und – zack – sind 90% der ADHS-Diagnosen falsch … Sorry, stimmt das Zitat? Wo ist die Studie, die Zahlen? Wie genau ist denn die Ärztin? Und wenn ich den Text richtig lese sagt sich nicht dass 9 von 10 falsch sind sondern es können auch andere Probleme hinzukommen, also etwa eine übersehene Depression oder oder oder – und das glaub ich bei ADHS gerne. Diese propagandaartige bösartige Ungenauigkeit zieht sich durch den ganzen Text. In sofern wird er demnächst zum Standard in der Journalistenausbildung gehören – ein Beispiel für besonders miese Meinungsmache, für geschickte Propaganda, so wie es nicht sein soll.

    Zu behaupten ADHS sei eine erfundene Krankheit, zu behaupten, Eisenberg habe sie “erfunden” – das ist im Internet zusammenkopierten Unsinn, teilweise Stammtischgerede, teilweise verdrehte Halbwahrheiten und nie Stand der Wissenschaft. Ich hoffe mal dass dieses hirnlose guttenbergen nicht der neue Stil der F.A.Z. ist. Wenn schon zusammenklauen dann bitte aus vernünftigen Quellen.

    Wer es mit wirklich ADHS betroffenen Menschen (Kindern und Erwachsnen) zu tun hat weiss dass die Medikation n der Regel vorsichtig gegeben wird, der weiss dass fast alle Eltern dabei Bauchweh und ein schlechtes Gewissen haben – meist zu Unrecht. Der weiß auch dass sich Erwachsene mit ADHS – Diagnose oft lange quälen bis sie die Medikamente nehmen.

    Und der weiß auch dass die ganzen dummen Sprüche wie “Kindern Spielkonsole verbieten und ab in den Wald” zwar für alle Kinder gute sind, auch für die mit ADHS, aber solche Allerweltsweisheiten bei den 3 bis 5 % der Mädchen (!) und Jungen mit ADHS in beiden wesentlichen Formen einfach nicht reichen. Im übrigen kenne ich nur ein einzigen ADHS-Kind das tatsächlich Spielkonsolensüchtig ist – und der Junge ist nicht hypermotorisch, im Gegenteil, der gehört zu den extrem ruhigen Hans-guck-in-die-Lufts. In den meisten ADHS-Familien die sich kenne sind Bildschirme nicht gerne gesehen.

    Aber natürlich gibt es Fehldiagnosen, wie bei jeder Krankheit. Dass MPH bei gesunden Kindern den gleichen Effekt hat wie bei ADHSlern ist auch so ein dummes Gerücht. Es bei gesunden ist unspezifisch Leistungssteigernd und macht sie hibbelig, bei ADHSlern ist es beruhigend. Man merkt es sofort.

    Natürlich gibt es einen geringen Missbrauch – aber insbesondere der Missbrauch ist vernachlässigter denn MPH bringt einfach nichts; als Droge “knallt” es nicht genug, als Hirndoping ist es nicht wirksamer als sehr viel Kaffee – und bringt nachweislich nichts. Das merken die Leute auch ohne Studien relativ schnell und lassen es dann sehr bald wie Studien zu Missbrauch zeigen: Ein paar Prozent der Studenten haben es “mal probiert” aber kaum einer missbraucht es regelmäßig. Und die die das tun sollten mal zum Arzt und einen ADHS-Test machen. Ca. 3% dürften dann positiv sein.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Tanja Krienen

    Deine Kritik an dem Schlussgedicht kann ich durchaus nachvollziehen, indes, treffen die letzten vier Zeilen nicht auch auf – ersetzt man nur das “er” durch ein “sie” – Deine meines Erachtens ausgezeichneten Videos zu?

    “Verspottet von den Wunderkindern
    Nimmt sie alle bunten Kreiden
    Auf der schwarzen Unglückstafel
    Malt sie das Gesicht des Glücks.”

    Und: Wie könnte sie denn aussehen, die “radikale Kulturbremse”?

    LG

  7. Lesezeichen sagt:

    Tanja, ADHS hat es schon immer gegeben, auch zu Zeiten, als es noch keinen einzigen Fernseher gab und die Kinder von morgens bis abends draußen waren. Man nannte es nur anders. Bestenfalls galten solche Kinder einfach nur als “schwer erziehbar”. In Zeiten der preußischen Erziehung drohten dann i.d.R. Schläge bis zum Abwinken und andere netten Maßnahmen um das verkorkste Kind auf den Pfad der Tugend zu bringen.

    Früher landeten sie dann ganz einfach auf der Hilfsschule und hatten nie einen Schulabschluss oder Beruf. Wenn sie Glück hatten, konnten sie auf dem elterlichen Hof arbeiten, andere bekamen irgendwo Jobs als Hilfsarbeiter, Milchmann oder Zeitungsbote. Letztere gibt es aber in unserer Gesellschaft nicht mehr. Es gibt keine Möglichkeit mehr für Leute, ohne berufsqualifizierende Ausbildung sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

    Leute, wie z.B. Edison, die das Glück hatten, eine kämpferische Mutter zu haben, die ihnen Heimunterricht erteilt und ein Labor einrichtet, gab und gibt es eher selten. In Deutschland wäre das sowieso nicht erlaubt und deswegen würde man dort wahrscheinlich heute noch auf die Erfindung der Glühbirne warten :))), damit ihnen ein Licht aufgehe.

    Ich persönlich halte ADHS nicht für eine Krankheit. Wir ticken einfach anders und das ist gut so. Es gibt aber kein Paralleluniversum, was bedeutet, dass wir uns nunmal in dieser Welt zurechtfinden müssen. Es ist eine Gratwanderung und jedes Elternpaar muss sein Kind genau beobachten und überlegen, was zu tun ist, was wirklich notwendig ist und was nicht.

    Deswegen war für mich z.B. das Buch “ADHD – a different perception” so etwas wie eine Erleuchtung.

    Es geht nicht um Zwangsanpassung. Wie Zappo schon schrieb, haben die meisten Eltern unendlich Bauchweh mit der Medikamentengabe und zögern diese so lange wie möglich hinaus. Oft zu lange, weshalb dann der Weg in ein normales Leben für Eltern und Kind sehr lang und steinig ist.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Zappo

    Ich muss Dir leider entgegenhalten, dass ich in 15 Jahren als Nachhilfeschulleiter und – lehrer all das gesehen habe, was die Autorinnen zusammentragen, gar Schlimmeres noch, bis hin zur faktischen Erpressung von Kind und Eltern, MPH anzuwenden, denn andernfalls dräute das Nichterreichen des Klassenziels und/oder der Verlust des Anspruchs auf jegliche zusätzlichen von der Kasse bezahlten psychologischen und sonstigen Fördermaßnahmen.

    Oft genug wurde auch eine reine Lese-Rechtschreibschwäche oder Hochbegabung flugs zu ADHS umgedeutet.

    Und bei der genauen Dosierung und der ständigen Kontrolle sah es ebenfalls sehr häufig – gegen alle öffentlichen, eindeutigen Forderungen von Verbänden und Gesundheitsministerien – bitterböse aus.

    Zudem: Haben wir jetzt, innert weniger Jahre, tatsächlich zehnmal so viele ADHS-Fälle wie früher?

    Es existiert auch keinerlei einheitliches Krankheitsbild; wenig ist bekannt über Leber-, Nieren- und Hirnschäden, Wachstums-, Schlaf- und Essstörungen usw. Und weil man die “Krankheit” gar nicht wirklich kennt, heißt sie ja auch immer noch “Syndrom”. Das sagt der Mediziner, wenn er meint, irgendwas gefunden zu haben, aber nicht genau weiß, was.

    Einig ist die Wissenschaft sich allerdings, dass eine dauerhafte Einnahme von “Speed”, Amphetaminen also, und MPH ist eines, zumindest beim “normalen” Menschen zu irrversiblen Hirnschäden führt.

    Auch haben nach meiner Erfahrung keineswegs fast alle Eltern ob der MPH-Anwendung ein schlechtes Gewissen. Je gebildeter, desto eher, das ist wahr.

    Und noch eins: Ich habe viele Fälle mitbekommen, in denen Lehrer das Vorliegen von ADHS quasi diagnostizierten und die Einnahme von MPH empfahlen. Dabei hörte ich noch nie davon, dass die Ärztekammer einen von denen wegen illegaler Ausübung eines Heilberufes vor Gericht gezerrt hat, ein Disziplinarverfahren folgte.

    Umgekehrt ist es äußerst ratsam, niemandem das Absetzen der Droge zu empfehlen, denn da kommt man sehr schnell in Teufels Küche.

    Es mag sich inzwischen ein Stück weit geändert haben; aber vor Jahren, als das Thema noch nicht so hochgekocht war, sagte man uns gar, dass das sehr gefährlich sei, was wir da tun, und zwar nicht nur auf einer juristischen Ebene.

    Immerhin geht es weltweit um einen Milliardenmarkt. Würde z.B. Novartis, dem Hauptprofiteur, je nachgewiesen, Erkenntnisse über Langzeitfolgen zurückgehalten zu haben, so steht da, man denke an die Dimension möglicher Sammelklagen in den USA, daran, dass der Börsenwert des Unternehmens von 130-140 Milliarden Dollar über Nacht um ein Drittel bis die Hälfte, also 40 bis 60 Milliarden, einbrechen könnte, potentiell eine solche Menge Zaster auf dem Spiel, dass…

    Auf jeden Fall gibt es da Geld genug, um jede Menge Klakeure bezahlen zu können, zumal solche, die anonym im Weltnetz auftreten.

    Zu denen Du, hoffe ich mal, selbstverständlich nicht gehörst.

  9. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    du schreibst, dass es weltweit um einen Milliardenmarkt geht. Dem stimme ich zu. Allerdings haben wir das gleiche bei Brillen, Hörgeräten, Insulin, Krücken und Prothesen usw…kurzum bei allem, was Menschen zusätzlich brauchen, um ihr Leben zu erleichtern bzw. ein Defizit auszugleichen.

    Wir könnten das alles abschaffen. Gleiche Bedingungen für alle. Jeder, der ein Hilfsmittel hat, muss es vor der Klasse abgeben, damit kein einziger eine Krücke hat. Wäre das in deinem Sinn?

    Weiterhin schreibst du:

    “Umgekehrt ist es äußerst ratsam, niemandem das Absetzen der Droge zu empfehlen, denn da kommt man sehr schnell in Teufels Küche.”

    Zu Recht auch.

    Ich würde auch meinen Eltern oder jemand anderes weder von einem Medikament abraten noch zuraten, sondern das dem Arzt des Vertrauens überlassen. Ich bin kein Mediziner, also halte ich mich da raus. Was ich machen kann, ist Tipps geben, wo man sich fachliche Hilfe holen kann.

    Was die Lehrer anbetrifft, so haben wir die genau umgekehrte Erfahrung gemacht. Geballtes Nichtwissen auf weiter Flur. Auf jeder Informationsveranstaltung, die ich besucht habe, auf medizinischen Fachvorträgen oder Symposien konnte man die Anzahl der informationswilligen Lehrer an 2 Fingern abzählen.

    Aber genau Lehrer waren es, die uns und anderen Eltern das Leben zur Hölle gemacht haben, sich durch konsequentes Verweigern der Kooperation und fehlenden Informationswillen auszeichneten, die ständig mit der Abschiebung auf die Sonderschule winkten etc, die Kinder öffentlich diskriminiert und gedemütigt haben, die einen Druck aufgebaut haben, der kaum noch auszuhalten war. Und dieses Pack (sorry) ist verbeamtet und will später mal von den Kindern der Gegenwart eine ordentliche Pension für ihre “Lebensleistung”.

    Weiterhin schreibst du:

    “Es existiert auch keinerlei einheitliches Krankheitsbild; wenig ist bekannt über Leber-, Nieren- und Hirnschäden, Wachstums-, Schlaf- und Essstörungen usw.”

    Ob es tatsächlich eine Krankheit ist, wage ich persönlich zu bezweifeln. Ich glaube es nicht. Ein Kurzsichtiger ist auch nicht wirklich krank. Die Natur stellt eben nicht alles perfekt bereit.

    Deswegen kann ich mit der Bezeichnung Syndrom sehr gut leben. Über die Auswirkung von MPH gibt es eine mittlerweile mindestens 60-jährige medizinische Erfahrung, also auch über mögliche Folgeschäden, die bis dato nicht vorhanden sind. Fachärzte können das bestätigen, wenn man sie denn fragt. MPH ist schon ziemlich alt.

    Dann schreibst du:

    “Einig ist die Wissenschaft sich allerdings, dass eine dauerhafte Einnahme von “Speed”, Amphetaminen also, und MPH ist eines, zumindest beim “normalen” Menschen zu irrversiblen Hirnschäden führt.”

    Das soll wohl so sein. Ein gesunder Mensch braucht keine Medikamente und wenn er sie dann doch nimmt, dann führt das zu gesundheitlichen Schäden.

    Diskussionsstoff auf breiter Front.

    das Leszeichen

    *das froh ist, diese Zeit endlich hinter sich zu haben. Vorgestern habe ich den Film “Mutter, Vater, Mörder” gesehen und bei dem Gedanken an die Gratwanderung, die man als Eltern sehr oft erlebt, ist das alles wieder hochgekocht.

  10. TanjaKrienen sagt:

    Magnus, nein nein, ich bin zappelig, sondern ertrage vieles sehr ruhig und geduldig. Ich bin ganz anders als echte Auffällige, die ich zuhauf in meiner pädagogischen Ausbildung sah.

    Lesezeichen – Es gibt tatsächlich “schwer erziehbare Jugendliche”, ich habe jahrelang in einem Heim für “schwer erziehbare Jugendliche” gearbeitet. Hochbegabte wie Edison und Menschen, die einen Drang haben SEHR VIEL zu forschen, zu tun usw.. sind nicht mit denen zu vergleichen, um die es hier geht. Sicher kann es passieren, dass ein talentiertes Kind so unterdrückt wird (und ich sehe ja auch die Zahl der verabreichten Medikamente als Problem), aber auch die wenigsten “Kreativen” sind wirklich Zappelphilippe, nicht zuletzt, weil ihre “Kreativität” blanker Mumpitz ist (wie z.B. oft bei “Malern” zu beobachten, aber auch bei “Lyrikern”). Wahre Kunst kommt durchaus durchdacht und seriös daher.

  11. TanjaKrienen sagt:

    Noch dies: Die Reizüberflutung und Entmoralisierung stellt schon eine neue Dimension dar.

    Zur Kulturbremse: Schluss mit Rap! Schluss mit menschenverachtenden Gewalt-Filmen! Schluss mit Gewaltvideos! Feierabend mit Abtreibungen und Leichenverbrennungen! Zurück zu den 1950er und 1960er Jahren.

  12. Lesezeichen sagt:

    Hallo Tanja,

    ich denke, wir sollten nicht Dinge in einen Topf werfen, die nicht zusammengehören. Nicht jeder ADSler ist schwer erziehbar und nicht jeder schwer erziehbare hat ADS. Kinder und Jugendliche können aus den unterschiedlichsten Gründen schwer erziehbar sein und rein gar nichts mir ADS zu tun haben.

    Edison galt als unbeschulbar und wurde wenige Tage nach seiner Einschulung einfach aus der Schule verbannt. Von einem Hinweis auf Hochbegabung war damals nicht die Rede. Es wollte ihn einfach keiner haben bzw. sich mit ihm auseinandersetzen.

    Nicht alle ADS-ler sind hochbegabt. Ich bin sowieso vorsichtig mit diesem Begriff, weil ich nicht weiß ob er Fluch oder Segen ist. Es wird immer sehr gern damit argumentiert und nahezu alle Eltern von Kindern mit Schulproblemen werden zum Test geschickt, aber in den wenigsten Fällen nützt es etwas, weil es die Probleme nicht löst. Wenn man ein Kind mit Baustellen hat, das von den Lehrern abgelehnt wird, dann wird es das erst recht, wenn man eine attestierte Hochbegabung vorweist. Meist kommt dann der Hinweis, dass man das Kind doch gefälligst auf ein Internat o.ä. geben sollte oder sonstiger Humbug. Außerdem löst es die Probleme nicht oder nur unzureichend, weil die Baustellen immer noch bestehen.

    Bedeutet, dass ich kein Kind zum IQ-Test schicken würde, bei dem ich sehe, dass im Grunde alle 7 Sinne beisammen sind. Ich würde mich auf die Probleme konzentrieren.

    Reizüberflutung ist tatsächlich ein Thema heute. Jedoch sehe ich nicht, wie man das abstellen könnte. Außerdem weiß ich von lange zurückliegenden Fällen in unserer Familie, als es noch kein Fernsehen gab. Man sollte also die Vergangenheit nicht so verklären. Außerdem liegt Zukunft niemals hinten.

  13. TanjaKrienen sagt:

    Seit ich lesen kann, besitze ich eine Biographie mit dem Namen “Tom Edison”, die in Form einer Geschichte erzählt wird. Es stimmt, er hat die Schule nicht lang besucht, aber seine Mutter war Lehrerin! Von ihr hat alles gelernt. Sein Vater hat ihm schon mit sieben ein Laboratorium eingerichtet!

    Ich habe auch nicht gesagt, dass diese Kinder alle schwer erziehbar seien, sondern: unter den schwer erziebaren sind viele solche. Schwer fällt mir ein Loblied darauf zu sinden, es sind nämlich die, die im Kindergarten schon lärmten, im Kino ständig schwätzen und ansonsten Unruhe verbreiten.

    Oben schrieb ich missverständlich “ich bin zappelig”, da fehlt ein NICHT. Ich bin lediglich lebendig, aber diese Kinder sind stets unruhig, wo Konzentration gefordert wäre und nerven nur. Selten hat sich dahinter ein mittlerer bis großer Geist versteckt.

  14. TanjaKrienen sagt:

    Die JF beackert das Thema auch, dort kann man einen interessanten Kommentar lesen und GENAU DAS (aber auch etwas abgeschwächt) meinte ich –

    “Was hier an Unwissenheit verzapft wird, spottet jeder Beschreibung!
    Ich habe selbst einen Sohn, der atypischer Autist mit ADHS ist.
    Erstens wirkt Ritalin nicht sedierend, sondern ist ein “Muntermacher”.
    Zweitens würde man einem Brillenträger ja auch nicht seine Brille wegnehmen.
    Drittens kommt es immer darauf an, welches ADS vorliegt: das mit Hyperaktivität, oder das “Träumsuse-Syndrom”.

    Hat nur einer von Euch allen schon einmal ein ADHS-Kind wirklich erLEBT?
    So ein Kind kann die ganze restliche Familie zerstören!
    Die Unruhe, die es erlebt, macht auch dieses Kind selbst fertig.
    Mein Kind sprach von einem Motor, der niemals zur Ruhe kam.
    Keine Fähigkeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren.
    Jedesmal fällt etwas aus der Hand, Zuhören und Stillsitzen unmöglich.
    Sitzkreis im Kindergarten?-Geht nicht.
    Keine Freunde finden, stets Laufen und Rennen.
    Ja, noch nicht eimal die Fähigkeit, die eigene blitzschnell wechselne Gefühlswelt ordnen zu können.
    Versucht wurde alles: Ergotherapie, Selbsthilfegruppe, sogar “Festhaltetherapie”.
    Danach auch der obligatorische Elternvorwurf:
    Elterntrainig; konsequente Erziehung mit Alternativangeboten und sonstiger Schnickschnack…”

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Was die Mutter in der JF beschreibt, ist ein extrem seltener Fall, wahrscheinlich kaum ein Promille der Jungs, sicher aber bei weitem nicht 10%, sind dergestalt betroffen. Dass man da in seiner letzten Verzweiflung zu einer gefährlichen Droge greift, ist nachvollziehbar.

    Allerdings hat sie wiederum nicht recht, dass Ritalin nicht sedierend wirke: bei ihrem Sohn vielleicht nicht, bei vielen anderen aber wohl. Die meisten Eltern lassen es ihren Kindern ja gerade geben, damit die in der Schule nicht mehr auffallen und sie zuhause ihre Ruhe vor ihnen haben.

    Man darf in dieser Debatte auch nicht vergessen, dass die meisten, die sich einmal dafür entschieden haben, ihre Entscheidung natürlich vor sich selbst und anderen mit fast allen Mitteln rechtfertigen.

    Und wir sehen an diesem Beispiel auch wieder, was für völlig unterscheidlich gelagerte Auffälligkeiten unter ADHS zusammengefasst werden: Zappeligkeit und Trägheit, Autismus und ständiges Stören und Schwätzen, Legasthenie und Hochbegabung, alles, was irgendwie nicht passt, kommt in denselben Topf.

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen / Alle

    Ich habe gerade mal in den JF-Artikel nebst Kommentarstrang durchgelesen, hier der Link:

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5b514145370.0.html?PHPSESSID=6adbdf99296e6e46cf93357afd1ad0cb

    Ziemlich bescheiden finde ich dabei, dass der Autor über weite Strecken nur leicht verändert nacherzählt, was im FAZ-Artikel steht. Zitieren, wo notwendig und sinnvoll, zudem wirklich ergänzen, wäre da zweifelsohne anständiger und besser gewesen.

    Einen derartigen Artikel hätte ich von daher nicht akzeptiert.

  17. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Eben las ich besonders Kurioses in diesem Forum

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-presse-medien/17024-wilden-kerle-wohnen-faz-12-02-12-a.html

    von einem “CorruptedOne” (der Nick passt):

    “Bei Bluthochdruck und Schlafstörungen, wird das Medikament ja auch i.d.R abgesetzt. Und vermindertes Wachstum betrifft nur Kinder und das wird in den Zeiten wo MPH abgesetzt ist wieder aufgeholt.”

    Na, der erste Satz ist ja schon so eine Sache. Aber beim zweiten haut einen die Logik dieses Spezialisten, der sich mit 140 IQ und Einserabi in Szene setzt, doch fast vom Stuhl: Leon, Robin und Kevin werden ganz einfach später groß als Heinz, Felix und Moritz.

    Halt sobald die Droge abgesetzt ist.

    Der hat sie wirklich nicht alle. Ob es am MPH liegt?

    Auch sein sonstiges Geschwafel passt gut zu meiner obigen These, dass hier gerne mit allen Mitteln – in diesem Falle bis hin zum äußersten, grausamen Zynismus – gerechtfertigt wird. Ein Paradebeispiel dafür.

  18. Lesezeichen sagt:

    Ich glaube, ich werde unseren Filius mal anspornen, selber ein Buch darüber zu schreiben, damit die phantasiereiche Erwachsenenphilosophie mal aufhört und über Tatsachen gesprochen wird.

    Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass es Fehldiagnosen gibt. Auch mich irritiert dieser drastische Anstieg der Medikamentengabe. Allerdings kenne ich bzw. kannte ich – ist ja schon eine Weile her – ausschließlich Eltern, für die die Medis das absolut letzte Mittel waren. Leider war aber mittlerweile bei vielen der Schaden beim Kind schon so groß, das Selbstvertrauen unter Null, die Sündenbockstellung in der Klasse etabliert und der Ruf bei den Lehrern versaut, so dass der Wiederaufbau lang und steinig wurde.

    Es heißt ja immer so schön, dass man den Kindern Zeit geben soll. Nur gibt ihnen keiner die Zeit und ein Paralleluniversum für die freie Entwicklung auch nicht.

    Nur die Tablette nützt nichts. Wer das glaubt, der irrt. Mit den Medis fängt die Arbeit eigentlich erst an, weil dann auch erst andere Therapien, i.e. Verhaltenstherapie, Familientherapie etc wirksam anschlagen und somit auch zuverlässige Lernprozesse. Für die Kinder ist es ein enormer Schub, wenn sie feststellen, dass Gelerntes haften bleibt. Ohne Medis ist das nämlich nicht oder nur unzureichend der Fall, weil der Weg ins Langzeitgedächtnis versperrt bzw. unzuverlässig ist. Die Folgen sind unterschiedlich: Angefangen von exessivem Gähnen über Schaukeln über heftiges Schlagen auf den eigenen Kopf bis hin zum Fingernägelkauen bis die Finger bluten.

    Hatten wir übrigens alles und ich kannte viele ähnliche Stories schon aus meiner Vergangenheit in der Familie – übrigens aus den 60-ern und 70-ern. Da hat es das auch gegeben und war keinen Deut besser als heute.

    Interessant sind übrigens Kernspin-Aufnahmen von ADS-lern im Vergleich zu Normalos. Ich habe mir mal einen Vortrag von Hans Biegert angesehen und im Laufe dieses Vortrages wurde auch das besprochen. Sollte sich jeder einmal ansehen, bevor groß gelästert wird.

    Was das “Ruhigstellen” angeht:

    Unser Sohn hat das mal als kleiner Junge mal wie folgt beschrieben:

    Ohne Medis fühlt sich mein Kopf an, als würde ich permanent Karussell fahren. Ich sehe alles um mich herum, aber kann nichts richtig erkennen. Ich fühle mich unsicher. Mit den Medis hört das Karussell auf und ich kann alles um genau sehn und das macht mich ruhig. Ich kann ganz schnell lernen und das auch behalten, was ich lerne. Ich weiß es sogar noch am nächsten Tag und eine Woche später. Ich bekomme sogar meine Arbeit fertig und mache nur ganz wenige Fehler.

    Ich habe die Vorher-Nachher-Hefte aufgehoben. Darin finden sich Doppelseiten, wo die linke ohne Medis beschrieben wurde. Egal, wie man sich auch bemüht, es ist nicht lesbar. Die Schrift ist unsicher und zittrig, die Zeilen völlig verwischt, die Buchstaben kreuz und quer. Dann die rechte Seite mit Medis und alles ist lesbar. Die Zeilen wurden eingehalten, die Buchstaben sind ziemlich exakt, der Text kontinuierlich.

    usw…

    Auf der anderen Seite war dieses Kerlchen pfiffig, erfindungsreich und hatte auch seinen ganz persönlichen Hyperfocus. Dinge, die einen großen Reiz ausübten, beherrschte er im Schlaf, z.b. konnte er bereits mit 4 richtig gut Schach spielen. Damit kann man vielleicht später seinen Lebensunterhalt verdienen, im Zeitalter der Schulpflicht kommt man aber
    damit nicht weit. Hinzu kommt der Druck von außen, permanente Demütigungen seitens Lehrer und dann auch der Mitschüler, Schulangst, Weinkrämpfe, Weigerung die Schule zu betreten, Bauchweh etc…

    Unser Sohn wusste um die Wirkung der Medis und hat sehr schnell herausgefunden, wann er sich wirklich brauchte und wann nicht. Für kreative Fächer, wie z.B. Kunst, hat er sie weggelassen, weil ihm dann mehr Ideen kamen. Er konnte schon sehr früh sehr gut zeichnen und dieses Fach machte ihm Spaß.

    Ich konnte mich auch darauf verlassen, dass er damit ordentlich umgeht. Am Wochende und auch ansonsten in der Freizeit nahm er sich nicht. Es bestand m.E. auch keine Notwendigkeit dazu. Ich war selber früher ein wilder Watz und hatte auch keine Probleme damit, einen Wildfang zu haben. Der Apfel fällt nunmal nicht weit vom Birnbaum.

    In diesem Jahr macht dieses Kind, was schon im ersten Schuljahr auf die Sonderschule geschickt werden sollte, hier in England sein britisches Abitur in Naturwissenschaften – und so wie es aussieht mit overall distinction.

    Es war ein steiniger Weg mit vielen schlaflosen Nächten, unzähligen Tränen, vielen Kämpfen, Schulwechseln und enormem Frust über das, was im Schulsystem so abläuft – mehr Schein als Sein.

    Und nun könnt ihr weiterlästern.

    das Lesezeichen

    *einen hab ich noch, allerdings nicht aus unserer Familie.

    Im Bekanntenkreis gab es ein Kind, bei dem sich die Eltern auch schwersten Herzens dazu entschlossen haben, das Kind medikamentös zu unterstützen. Es kam die nächste Mathearbeit (Grundschule) und das Kind schrieb zum ersten Mal eine fehlerlose Arbeit. Es bekam trotzdem nur eine 2.

    Begründung der Lehrerin: Doping

    Noch Fragen?

  19. Lesezeichen sagt:

    @ Tanja

    noch zu Edison. Ich hatte eine andere Biographie gelesen und dort schrieb man, dass die Mutter für das Labor gesorgt hat. Aber letztlich ist das unwichtig. Ebenso unwichtig ist, dass die Mutter Lehrerin war, denn auch einer Lehrerin wäre in Deutschland nicht gestattet, ihrem Kind Heimunterricht zu erteilen.

    Es herrscht Schulpflicht und keine Bildungspflicht. Ein feiner Unterschied mit großer Wirkung.

    Weswegen Edison in Deutschland nach heutiger Lage der Dinge wohl auf einer Sonderschule gelandet wäre. Zwangsläufig und unwiderruflich.

    Hinzu kommt, dass in NRW die Schulen bzw. Lehrer ein Sonderschulverfahren ohne Mitwirkung bzw. Zustimmung der Eltern einleiten können. Es besteht noch nicht einmal eine Informationspflicht.

    Sowas kann ganz schnell passieren und wenn man erst einmal dort gelandet ist, ist es fast unmöglich da wieder herauszukommen.

  20. TanjaKrienen sagt:

    Aber er wurde nunmal privat beschult!

  21. Germ sagt:

    Ich war auch mal auf Malllorca, um meine Vergangenheit
    als Jüdin hier nachzuspüren, immerhin war ein Mitglied der
    großen Verwandtschaft hier vor den Nazis 1943 geflohen und
    hat sich versteckt mit einer Pistole.
    Der Name Tanja Krienen ist mir geläufig. Schon vor dem Besuch auf
    der Putzfraueninsel.
    Ich selbst habe meine Schulpflicht auf einer Waldorfschule verbracht und
    dann auch noch als Tochter eines Diplomaten, der nicht Jude war
    sondern eher die Bäume angebetet hat, während meine Mutter mich
    schon früh in die Synagoge mitnahm.
    Früh lernte ich, dass einseitige intellektuelle Bildung eine sehr gefährliche Kiste sein kann. Einmal natürlich, wenn man zu wenig davon bekommen hat und zum Zweiten wenn man zu viel davon genascht hat.
    Durch die Überbewertung des Verstandes kann es zu gravienenden Fehlentscheidungen in sozialen und politischen Bereichen kommen und
    es ist ein leichtes für ein geübtes Gehirn solches zu beweisen.
    Tanja Krienen war mal Mitglied der PDS. Was für ein kleines Wunder sie
    hier wiederzutreffen und das bei diesem Thema auch noch.

    Die Sonderschulen LB sind ja schon fast Legende… Sie sind längst out.
    Nicht nur nach Professor Dr. Wocken kommen Kinder dort dumm rein
    und noch viel dümmer wieder raus, auch wenn er dabei ein wenig
    bewusst übertrieben hat, so ist doch diese wissenschaftliche Erkenntnis
    mittlerweile zum Basiswissen bei Studenten der Pädagogik geworden.

  22. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    ADHS: Eben, nach zwei Jahren, die hiesige Debatte noch einmal angeschaut. Nachempfehlung für Interessierte.

  23. Dude sagt:

    Tritt mal Deinem Magnus in den Allerwärtesten, er soll mal wieder die ‘monatlich wechselnden’ *lol* Favoriten des Autors ändern. ;-)
    …oder Dir ansonsten hald Admin-Zugriff geben. ^^

  24. Dude sagt:

    Korrigendum:

    -Magnus
    +Admin

  25. Karin klinke sagt:

    Erstaunlich was selbsternannte soezialisten so zu tage fördern und verbreiten. Wie es eben so ist… der dummheit der menschheit sind vermutlich keine grenzen gesetzt. Einem adsler das für ihn notwendige medikament vorzuenthalten betrachte ich als vorsätzliche körperverletzung und seelische grausamkeit. Ritalin und co wurden chemisch umgebaut sadaß es im grundsatz unterschiede zum kokain gibt.heißt: es gibt keine abhängigkeit. Ein adsler ist also kein junky und läuft auch nicht gefahr einer zu werden. während ein kokain abhängiger sich alles kaputt macht was nur eben geht ist es bei einem adsler so das botenstoffe die so sonst gar nicht erst ausreichend produziert würden,mit einnahme des ritalins überhaupt erst in ausreichender menge produziert werden. Dieses ist notwendig damit die synapsen überhaupt klappsen und nicht das bischen das überhaupt ausgestossen wird im synaptischen spallt verendet. Damit gelerntes z.b. überhaupt das langzeit gedächtnis erreicht ist eben eine ausreichende botenstoff produktion von nöten! Das ist z.b. auch die erklärung dafür warum bei einen adsler eine andere reaktion auf kokain erfolgt als bei otto n . Otto n würde wie ein hamster im rad laufen und der adsler bekommt endlich seine wohlverdiente ruhe.

  26. Karin klinke sagt:

    Erstaunlich was selbsternannte soezialisten so zu tage fördern und verbreiten. Wie es eben so ist… der dummheit der menschheit sind vermutlich keine grenzen gesetzt. Einem adsler das für ihn notwendige medikament vorzuenthalten betrachte ich als vorsätzliche körperverletzung und seelische grausamkeit. Ritalin und co wurden chemisch umgebaut sadaß es im grundsatz unterschiede zum kokain gibt.heißt: es gibt keine abhängigkeit. Ein adsler ist also kein junky und läuft auch nicht gefahr einer zu werden. während ein kokain abhängiger sich alles kaputt macht was nur eben geht ist es bei einem adsler so das botenstoffe die so sonst gar nicht erst ausreichend produziert würden,mit einnahme des ritalins überhaupt erst in ausreichender menge produziert werden. Dieses ist notwendig damit die synapsen überhaupt klappsen und nicht das bischen das überhaupt ausgestossen wird im synaptischen spallt verendet. Damit gelerntes z.b. überhaupt das langzeit gedächtnis erreicht ist eben eine ausreichende botenstoff produktion von nöten! Das ist z.b. auch die erklärung dafür warum bei einen adsler eine andere reaktion auf kokain erfolgt als bei otto n . Otto n würde wie ein hamster im rad laufen und der adsler würde bei der selben dosis einschlafen. Und wenn jetzt noch einer von sedieren spricht… nein es ist kein sedieren. Es ist ein ausgleich dessen was die natur dem adsler vorenthält.

  27. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Karin klinke

    Kann ja sein, dass irgendeinem Ritalin “guttut”.
    Kennst Du die Vorgeschichte der Droge, die Nebengeschichten?
    “Ausgleich dessen, was die Natur dem ADSler vorenthält?”
    SO oft, SO massenhaft fahrlässig verabreicht?
    So viel mehr, so viel häufiger die letzten Jahre?
    Die Kinder mal gesehen, erlebt, viele von ihnen, mit ihnen gearbeitet?
    Wem hat die Natur wirklich, dergestalt, wie Du meinst, etwas vorenthalten?
    Gehört, dass der Erfinder der Krankheit selbst sie quasi auf dem Sterbebette als blanke Erfindung bezeichnete?
    Wie vielen, von denen, die es bekommen, tut Methylphenidat tatsächlich gut?

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Germ

    Bei der Gelegenheit, etwas verspätet: Ich sähe Dich gerne mal gegen Tanja Krienen öffentlich antreten. Mal sehen, wer mehr draufhat.

  29. Holzschnitt sagt:

    Wie ich aus ärtzl. Kreisen weiss nehmen oft die Mütter der Patienten das Ritalin. “Mother’s little helper”. Inwieweit Ritalin als Medikament sinnvoll ist kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls solle o.g. bei einem Diskurs betrachtet werden.

  30. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Holzschnitt

    Lange bekannt, dass oft die Mütter das Methylphenidat nehmen. (Macht der Industrie allerdings wenig, verkauft ist verkauft.) Als Schlankheitsmacher. Das war die zweite Verwendung, nachdem man gemerkt hatte, dass es Soldaten im Krieg gar zu guttut. Dann erst fand man die Kinder.

  31. Dude sagt:

    “nehmen oft die Mütter der Patienten das Ritalin.”

    Die sollen lieber direkt beim Chemiker ihres Vertrauens Amphetamin bestellen… ;-)

    “i got little white pills, and my eyes are open wide…”

    http://www.youtube.com/watch?v=wHbGhEfnh2E

  32. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Dann müssten die Mütter das Amphetamin aber selber bezahlen, statt der Krankenkasse, also der Allgemeinheit, und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz läge auch noch vor. So ist es doch viel praktischer.

  33. Dude sagt:

    @Magnus

    Ja, die Menschen agieren in ihrer Egozentrik zumeist bloss noch rein opportunistisch.

    Eine Unterschied macht’s unterm Strich nicht – denn die eigentlichen Profiteure kontrollieren sowohl die Pharmamafia als auch den illegalen Drogenschwarzmarkt. Also Hans wie Heiri…

  34. Norman Rothschildt sagt:

    Eine ausführliche, kritische Auseinandersetzung mit der Entstehung von ADHS (deutsche Sicht) wurde u. a. in diesem wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht: http://www.rosejourn.com/index.php/rose/article/viewFile/146/165

  35. Dude sagt:

    Kurioserweise bin ich mit dem Suchbegriff “Ritalin kotz” nur hierher gekommen. Mir war aber, Du hättest nen Artikel mit obigem Begriff im Titel erstellt?!

    Es wird rumzensiert, dass sich die Balken biegen…

    Wollte Dir eigentlich nen kurzen Erfahrungsbericht über mein wissenschaftliches Experminent Ritalin einstellen, aber hier passt der nicht…
    Spielt allerdings wohl eh keine Rolle, da Du mich ja eh zensierst… pfff…

    Zensur – kotz!

  36. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Du wirst nicht zensiert hier. Du bist gesperrt. Diese Sperre habe ich jetzt nur für diese Antwort aufgehoben, damit das nochmal klar wird.

    Du kannst Dir unzählige andere, sicherlich interessantere und bedeutendere und wirkungsmächtigere Blogs aussuchen, Dein Mütchen zu kühlen.

    Gilt auch für Holzschnitt oder Hanfschnitt oder Hyäne oder sonstwen, der versucht, meine Seite zu missbrauchen, mich übers Feld zu treiben.

    Frecher als Rotz und Oskar zusammen, seit ich nicht mehr Originalartikel hier einstelle.

    Ranzt herum, wie Ihr wollt, verleumdet mich anderwo als Heuchler oder Schwindler oder Feigling oder verkauft oder Agent oder sonstwas: Das ist mir egal.

    Alle Lesfähigen, die es interessieren mag, können sehen, was hier seit April geschehen ist.

    Und, nein, ich werde Dir keine Riposte freischalten, einmal Du, einmal ich, das war’s.

    Es sei denn, es käme die notwendige Ansage.

    Ansonsten: Vergiss es.

    Du bist ja schon zu feige oder zu paranoid, einen Telefonhörer in die Hand zu nehmen und mich anzurufen, Dich von Mann zu Mann, wenigstens fernmündlich, zu erklären.

    Suche Dir andere Spielwiesen für Deine Ränke, wahlweise Infantilitäten.

    Das gilt auch für den Rest, der mich mehrfach versucht hat, in Unbilden zu setzen, dabei einige Stunden gekostet und partout nicht einsehen will (soll, darf?), dass auch meine Langmut nicht unendlich.

    Vergnügt Euch in Euren eigenen Ställen. Da ist es doch bestimmt bequem. Jeder darf grunzen und farzen, und gut ist.

    P.S.: Mache doch mit Deinen Mitbewohnern und jenen der Nachbarställe einen Blog auf. Namens: “Was uns der Göller alles zensiert hat.”
    Da schaue ich dann gerne mal vorbei, zumal um zu sehen, was IHR wegzensiert habt von dem, was ich dann doch nicht mehr freigeschaltet habe.
    Von all den Drohungen, Schmähungen und versuchten Beleidigungen seit April.

  37. Hyäne 0023 sagt:

    Also mir ist nicht ganz klar warum sie mich hier in einem für mich nicht zu durchschauenden Zusammenhang bringen.

Eine Antwort hinterlassen