Archiv für den Monat Januar 2012

Wulff als Heiland

Freitag, 06. Januar 2012

Ich habe im letzten Beitrag “Wulff oder Chaos” meinen Rückhalt für den Bundespräsidenten Wulff ein wenig satirisch eingehegt. Es ist mir damit aber ernst.

Je länger dieser Mann bleibt, um desto lächerlicher wird diese Republik der Selbstaufgabe.

Das kann zumindest mittel- bis langfristig nur gut für uns sein. (weiterlesen…)

Wulff oder Chaos

Donnerstag, 05. Januar 2012

Ich bin endentschieden dafür, dass Wulff bleibt.

Eine Republik, die im Handumdrehen das gesamte Volksvemögen verpfändet, braucht auch einen angemessenen Repräsentanten, der dazu entsprechend grinst.

Man stelle sich mal vor, wir hätten einen glaubwürdigen, respektablen Bundespräsidenten.

Das brächte alles ins Chaos.

Die Leute drehten vollkommen durch, müssten sie erkennen, dass noch irgendwas mit rechten Dingen zugeht.

Das wäre der direkte Weg in die Staatskrise.

Untragbar. (weiterlesen…)

Angst der Masse

Mittwoch, 04. Januar 2012

Eigentlich banal, doch immer wieder ins Blickfeld zu rücken: Wofern man den Linken zu rechts und den Rechten wenigstens zu halb, wenn nicht schon verkappter Volksverräter, dann begrüßt einen die sogenannte Mitte, wen wundert’s, grade auch noch erst recht nicht.

Eine solche Lage könnte einen verzagt machen; man kann von dieser eigentümlichen Position aus aber auch erst recht frei aufschreiben.

Von allen geschmäht heißt auch niemandem verpflichtet.

Da man keine Klientel hat, kann man auch keine verlieren.

Man kann eines Fisches Schuppen betrachten, eines Weibes Gebaren beurteilen, eines Tapirs Trab, also unschuldig, denn wenn man als ein Neugeborenes schriebe; aus dem Nirgendwo; man darf zum fröhlichen Nichts werden.

Eine solche Freiheit zu erlangen, hat aber auch einen hohen Preis. (weiterlesen…)

Jesus und Konsorten

Dienstag, 03. Januar 2012

Vor ein paar Tagen bekam ich die vielleicht absonderlichste Anschuldigung meines Lebens von einem Selbsternannten ins Ohr geschleudert: Ich habe Jesus als “Hebräer” bezeichnet (weshalb das so schlimm sei, lasse ich mal außen vor), mich nicht, auch nicht auf diesbezügliches, dringliches anratend, daran gemacht, mich davon zu überzeugen, dass alle ihn also bezeichnenden Quellen gefälscht, jene anderen, die dies verwiesen, aber richtig seien.

Meine Entgegnung, dass ich nicht dabei gewesen sei, hiemit auch nicht wissen könne, ob der, erst 150 Jahre nach seinem Tode berichtet, überhaupt gelebt habe, mir weiterhin bekannt sei, dass man dann noch einmal mindestens 150 Jahre ausgesiebt und herumgefälscht habe, was Übersetzungen der Fälschungen anlangt bis zum heutigen Tage, ich somit nur der gängigen Version folgte, so, wie ich auch Konfuzius, ohne dies zwingend zu wissen, aber meinetwegen mit höherer Gewissheit, als einen Chinesen zu benennen pflege, mir alsomit keiner Schuld bewusst sei, stieß auf taube Ohren.

Da hulf’s denn auch nicht zu erwidern, dass man bei mir gerne jene Meinung, Jesus sei kein Jude gewesen, als Eigenbeitrag fundiert oder auch nur als Kommentar, jederzeit selber einstellen könne: das hätte ich selber müssen.

Denn ich sei der Schreiber, der solches zu unterfangen – selbstverständlich unbezahlterweise – angestellt sei: Ich sei schließlich der Schreiber. (weiterlesen…)

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