Das Grundgesetz ist auch rechts, Herr Augstein! (II)

Auch ich, lieber Herr Augstein, schätze das Grundgesetz sehr, wie Sie.

Aber es ist eben nicht wirklich eine Verfassung. Und keine, die sich das deutsche Volk selbst gab.

Darüber, und dass es meines Erachtens eben irgendwann vom deutschen Volke als solche bestätigt werden müsse oder gemäß Artikel 146 eine neue, tatsächliche, führte ich kürzlich eine Diskussion mit einem, der mir ein “Um Gottes willen, bloß keine Volksabstimmung!” entgegenhielt.

Seine Gründe waren ziemlich überzeugend.

Er meinte, dass, so wie die politisch-medialen Machtverhältnisse seien, so manipulierbar das Volk, dies höchstwahrscheinlich ein Manöver in den Abgrund wäre, die letzten Bastionen des Grundgesetzes wider eine totale nationale Selbstaufgabe, für Rechtsschutz, alles, in Richtung einer totalen EU-Diktatur geschliffen würde. Und nicht etwa, wie ich Traumtänzer mir das wünschte, mehr Freiheit, mehr direkte Demokratie, echte Souveränitat unseres Landes verwirklicht, sondern das glatte Gegenteil.

Ich habe erst einmal geschluckt, denn alle Logik gibt ihm zunächst recht; all die “rechten” Rechte die mir – siehe Vorartikel – durchaus ebenso am Herzen liegen wie die von Ihnen erwähnten linken, würden, wenn man die aktuelle Politik betrachtet, wohl geschliffen.

Aber Ihre linken Rechte wären wohl in dem Zuge auch gleich mit weg. Zum Beispiel, dass Eigentum vepflichte und Deutschland ein sozialer Bundesstaat sei.

Sozial ist an der kommissarischen Volksenteignung unter Bruch des Lissabonner Vertrags, der bereits seinerseits das Grundgesetz brach, nämlich gar nichts. Und dass in einem immer undemokratischeren Konstrukt ausgerechnet die Verpflichtung des Eigentums (außer dem der kleinen Leute) mehr hochgehalten würde, als heute, steht auch kaum zu vermuten. Im Gegenteil.

Und, es mag Sie vielleicht verwundern: Ich bin für die Vergesellschaftung der Banken als Produktionsmittel der finanziellen Massenvernichtung. Also zumindest in dieser Hinsicht wahrscheinlich, absolut grundgesetzgemäß, linker als Sie.

Und ich bin strikt gegen die Vorbereitung und Durchführung von Angriffskriegen, egal unter welchen Deckmäntelchen. Auch dahingehend bin ich wahrscheinlich linker als Sie.

Und ich bin entschieden für einen anständigen Mindestlohn, also in dieser Sache etwa ähnlich links wie Sie.

Ich bin auch dafür, dass die verbreitete Benachteiligung von Vätern, nicht nur wenn alleinerziehend wie ich, endet. Ob Sie das noch für links halten, weiß ich nicht; ich aber hielte es für gerecht. (Nur mal ein symbolischer Hinweis: Das Familienministerium heißt in Gänze “Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend”. Von Männern ist bezeichnenderweise nicht die Rede.)

Ja, und ich bin gegen den Wehrdienst von Frauen mit der Waffe. Aus diversen guten Gründen, die Sie auf dieser Seite unter “Feldwebel Fröhlich” und anderen Einträgen leicht finden. Ob das nun links oder rechts ist, überlasse ich ebenfalls Ihrem Urteil bzw. jenem der Leser.

Ein kleiner Scherz zum Schluss noch zum Bedenk: Soweit ich weiß, sind Sie verheiratet, im Stande der Ehe treusorgender deutscher Familienvater dreier Kinder, Großerbe, Unternehmer und Hobbygärtner. Normalerweise riecht so eine Kombination mächtig streng nach rechts.

Aber, lassen Sie sich dadurch nicht verdrießen: Wo Sie als Linker das Richtige sagen, so wie im Zitat des Vorartikels bzw. Ihrem Urartikel zur grundsätzlichen heutigen Funktion des Verfassungsschutzes, werde ich dies immer als rechtschaffen begrüßen.

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16 Antworten zu “Das Grundgesetz ist auch rechts, Herr Augstein! (II)”

  1. Links oder rechts, besser doch richtig oder falsch. Das hat der Autor hier sehr gut an Beispielen erklärt, das verdient getwittert zu werden.

    Gestern, anläßlich des Holocaustgedenktages hörte ich zufällig aus dem Radio, Sender weiß ich nicht mehr (Deutschlandfunk, BR 2?), daß die Bayerische Landtagspräsidentin Stamm gesagt habe, wir müssen rechtes Gedankengut bekämpfen. Gedankengut bekämpfen? Geht es noch dämlicher, diese Dummschwätzerei, denn mehr ist sie nicht, denn das wird auch den Opfern nicht gerecht, denen es zu gedenken gilt.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/01/27/kann-man-heute-gedanken-erschiesen/

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ rundertischdgf

    Nun, wenn die CSU schon meint, “rechtes Gedankengut” bekämpfen zu müssen, dann muss sie wohl eine linke Partei sein, oder wenigstens eine der Mitte ohne rechten Flügel.
    Dies Gebrabbel ist in der Tat erzdumm, aber natürlich trotzdem gefährlich (auch für die CSU, die das anscheinend nicht begreift). Wer definiert denn, wo “Rechts” anfängt? Rechts der Linkspartei?
    Hier wird eine moderne Hexenjagd organisiert: demnächst vielleicht unter Einsatz von Hirnscannern der neuesten Generation?

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Ich zitiere, da es auch hierher passt, aus dem Link oben von rundertischdgf:

    “In den Augen vieler Schwätzer, Scheinbetroffener, Gutmenschen, Wichtigtuer und allerlei Berufspolitiker scheint es unbedingt notwendig zu sein, Gedanken zu bekämpfen und zwar rechte Gedanken, ohne das von denen mal jemand belegt und begründet was er damit eigentlich meint, wo die Grenzen zwischen konservativ, freiheitlich, liberal, libertär, klerikal, demokratisch, rechts, rechtsradikal oder rechtsextrem verlaufen. Und wie soll das gehen, rechte oder linke Gedanken ausspähen? Gedanken kann man doch nicht einsperren, totschießen oder verbrennen? Kann dabei nur noch eine radikale Gehirnwäsche helfen?”

  4. TanjaKrienen sagt:

    Augstein unterschlägt die Ablehnung des GG durch die KPD!

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Druckerzeugnisproduktionsmittel in Privathand wäre wohl auch nicht deren Sache gewesen.

    Ich weiß aber, wie er Abbitte leisten kann.

    Er vermacht uns seine Spiegel-Anteile und den Freitag, und wir machen etwas Gescheites daraus. Er ist sein schlechtes Gewissen und die Bürde des Unternehmertums los, und wir haben einen Verlag mit allem Drum und Dran.

    Dann neue und bessere Redakteure einzustellen, dürfte dem Motto “Eigentum verpflichtet” vollauf entsprechen.

  6. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    ein interessanter Artikel. Wir sind eben alle mehr oder weniger bunt in unseren Ansichten.

    Und zu den rechts-rechten fällt mir zunehmend die Kuriosität auf, dass die Nazis aller Nationen sich länderübergreifend vernetzen und dieses Paradoxum bislang noch niemand so wirklich thematisiert hat.

    Aber was genau stellst du dir hierunter vor?

    “Ich bin für die Vergesellschaftung der Banken als Produktionsmittel der finanziellen Massenvernichtung.”

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Zu den “Nazis aller Nationen”, wie Du sie benamst (fragwürdig, da immer das Dritte Reich, der sogenannte Holocaust usw. dabei mitschwingt), die sich länderübergreifend vernetzen: Das ist meines Erachtens gar nicht kurios, sondern logisch.

    Wenn wir mal – versuchsweise – lieber von Patrioten reden: Weshalb sollten die – nach allen Erfahrungen einsichtigerweise – nicht anderen Nationen ebenso deren Eigenständigkeit und Freiheit wünschen?

    Zu den Banken.

    Ich sehe bislang nicht, wie dieser Bereich der Wirtschaft “frei” bleiben sollte. Wäre er frei, so ließe man ihn auch ebenso frei wie den Rest verrecken, wenn er sich vertan hat. Er hat mit Marktwirtschaft letztlich nichts zu tun (sieht man ja daran, wie da staatlicherseits Milliardenhilfen ausgezahlt werden, wo man jeden anderen Privatladen pleite gehen ließe, Geld zum Minimalzins zur Verfügung gestellt wird, um es dann für höhere Zinsen zu verleihen, Deckung minimal, womöglich, um es hinwiederum bei Zentralbanken zu parken, Rendite risikolos geschenkt): er stellt sie gar auf den Kopf.

    Mal ganz abgesehen von den Derivaten, die noch ein eigenes Thema bilden.

    Ich meine, ohne Dir damit zu nahe treten zu wollen, dass wer noch immer nicht gemerkt hat, dass das derzeitige System wenige über alle Maßen gegenüber den Vielen begünstigt, letztere bis aufs Hemd ausraubt und versklavt, einfach nichts begriffen hat oder begreifen will.

    Ich sage es noch einmal: Marktwirtschaft und Kapitalismus sind zwei Paar Schuhe.

  8. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    nun ja, es gibt durchaus internationale Nazi-Netzwerke. Ich unterscheide aber zwischen Patrioten und Nazis, wobei ich zugeben muss, dass ich weder mit dem einen noch mit dem anderen so wirklich etwas anfangen kann. Mit letzterem noch weniger als mit ersterem, aber sei es drum…

    Leider hast du keinen konkreten Vorschlag gemacht, wie man denn nun Banken vergesellschaften sollte. Deshalb fällt es schwer, auf dein posting einzugehen. Ich wage dennoch einen Versuch.

    Das größte Problem in der letzten Krise waren ausgerechnet die Banken unter staatlicher Aufsicht. IKB, Hypo Real Estate und sämtliche öffentlich-rechtlichen Landesbanken von der Nordsee bis zu den Alpen. Hinzu kamen noch die Commerzbank und noch einige kleinere Privatbanken, von der eine – ich meine die Weserbank – dann auch tatsächlich pleite gingen. Lustig ist, dass diejenigen, die auch vor ein paar Jahren schon in den Verwaltungsräten saßen, immer noch dort sind.

    Guckst du z.B. hier:

    http://www.kfw.de/kfw/de/KfW-Konzern/Unternehmen/Management/Verwaltungsrat46720/index.jsp

    Unsere gesamte Politgarde ist dort vertreten, genau jene, die nun am lautesten danach plärren, den bösen Banken das Handwerk zu legen. Man könnte in Lachtränen ausbrechen.

    Man sieht also, dass es für das Ausmaß der Misere nicht von verbessernder Wirkung ist, wenn Banken verstaatlicht bzw. vergesellschaftet sind, weil die gleichen Politiker etwas beaufsichtigen, was sie vorher angerichtet haben.

    Was du weiter ansprichst, sind Produkte – und da kommen wir deutlich näher zusammen.

    Was fehlt, ist nicht mehr Aufsicht, sondern eine Definition des Finanzsektors. Ist er ein selbstständiger Wirtschaftszweig, dann braucht es eine Produktaufsicht, ebenso wie wir sie z.B. bei Lebensmitteln haben.

    Soll der Finanzsektor ein reiner Hilfszweig sein, damit die sogenannte Realwirtschaft funktionieren kann, dann muss er völlig neu organisiert werden. Aber auch da darf man sich nicht der Illusion hingeben, dass es dann keine Verlierer mehr gibt, keine Pleiten und wir alle nur der Sonne entgegenreiten. Eigentlich wird eher das Gegenteil der Fall sein, weil durch fehlende Konkurrenz eine völlige Abhängigkeit entsteht.

    Das größte Problem das wir im Moment haben, ist, dass wir alle mehr oder weniger korrumpierbar sind. Wir alle wählen allzugern die Politiker mit den größten Wahlversprechen, ohne dass sie uns eine solide Gegenfinanzierung erläutern müssen. Der Trend, mehr und mehr “dem Staat” aufzuhalsen, mit all den damit verbundenen Kosten, ist ungebrochen. Angefangen von der Kinderbetreung bis zur Altenpflege, alles soll DER Staat richten, damit Otto-Normal von seiner persönlichen Verantwortung enthoben ist. Dies, verbunden mit der Tatsache, dass wir kein unabhängiges, wertegebundenes Tauschmittel haben, sondern ein beliebig druck- und vermehrbares Geld. Wer macht das? Nun, aktuell vornehmlich Staaten, die damit ihre Probleme lösen und Schulden in solide Werte umtauschen, gern z.B. in Immobilien in Deutschland. Das Targetkreditsystem blüht aktuell wie nie zuvor und hat dafür gesorgt, dass Deutschlands Auslandsvermögen bereits um die Hälfte geschrumpft ist.

    Für mich sind das beste Beispiele dafür, dass eine Vergesellschaftung oder Verstaatlichung ders Finanzsektors das allerletze ist, was angestrebt werden sollte. Mal ganz davon abgesehen, dass dann auch der einzelne absolut unfrei wird. Fehlen würde dann nur noch, dass das Bargeld abgeschafft wird und durch Plastikgeld ersetzt. Damit wäre die Abhängigkeit perfekt und Huxleys Schöne Neue Welt erreicht.

    Du schreibst:

    “Ich meine, ohne Dir damit zu nahe treten zu wollen, dass wer noch immer nicht gemerkt hat, dass das derzeitige System wenige über alle Maßen gegenüber den Vielen begünstigt, letztere bis aufs Hemd ausraubt und versklavt, einfach nichts begriffen hat oder begreifen will.”

    Das stimmt zum großen Teil. Aber mehr Macht den ohnehin Mächtigen ist hier keine Lösung. Ebenso wenig wie die Robin Hood Steuer irgendein Problem löst. Deshalb sollte sie auch nicht als Lösung verkauft werden. Der Effekt wird der gleiche sein, wie bei der Ökosteuer, die auch nicht für Öko ist, sondern für die Rentenfinanzierung benötigt wird. Die EU hat schon lange mehr als ein Auge auf diese Steuer geworfen, um sie als ständige Finanzierungsquelle für den EU – Haushalt zu nehmen. Das bedeutet, dass sie kein Interesse daran haben kann, dass weniger Transaktionen stattfinden. Vielmehr ist genau das Gegenteil der Fall: Je mehr umgesetzt wird, umso höher der Etat.

    Es werden noch viele Diskussionen und vor allem Berechnungen durchgeführt werden müssen.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich will jetzt, was den großen Wurf wie auch Einzelheiten anlangt – obschon ich einige bereits im Kopf habe – , vorläufig passen; allzuvieles geht mir noch als beachtenswert durch den Kopf, ist nicht ausgegoren. Denn dass eine gute, tragfähige Lösung hierzu nicht einfach aus dem Ärmel geschüttelt werden kann, ist klar.

    Sobald ich das Gefühl habe, eine tragfähige Diskussionsgrundlage, die wenigstens die wesentlichen Probleme abdeckt, erstellt zu haben, werde ich diese in einem eigenen Beitrag darbringen.

    Immerhin sind wir uns ja schon dahingehend einig, dass es so, wie es jetzt läuft, nicht passt.

    Und noch: Ohne Vergesellschaftung auszukommen, wäre mir vom Grunde her auch lieber.

    Herzlichst

    Magnus

  10. TanjaKrienen sagt:

    Ach ja, bei dieser Gelegenheit, weil es doch irgendwie passt: Kennt ihr den Nationalbolschewismus? – http://www.youtube.com/watch?v=0FTltn9syiw&feature=mfu_in_order&list=UL

  11. Lesezeichen sagt:

    Hallo Tanja,

    vielen Dank für das Video. Ich habe mir das eben angesehen und mir hat das sehr gut gefallen.

    Bemerkenswert bei Liedern aus dieser Zeit ist immer, dass die Sprache so streng betont wird. Sobald ein R im Wort auftaucht, liegt der Schwerpunkt des Wortes dort. Hinzu kommt, dass es zumeist auch noch kehlig gerollt wird. Das verstärkt den Effekt noch einmal.

    Dir wünsche ich – wenn auch verspätet – ein gutes Gelingen in 2012.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Allerhöchsten Dank für Deinen Link!

    Eine Deiner besten Arbeiten wohl je.

    Ich bin ansonsten erstmal sprachlos.

    Außer, dass ich dies Werk, mit entsprechend einführender Vorrede, auch bei mir gerne als Haupteintrag brächte.

    Respekt, Respekt, Hochachtung dafür!

    Ma Grande Dame!

    Grüße gen Waldeck!

    Da wächst noch was!

    Mehr als nur was!

    Weiter so!

    Immer weiter so!

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen & Alle

    Ich will mich bezüglich meines obigen Überschwangs, was Dein Video anlangt, jetzt keineswegs relativieren, aber doch ein wenig erklären. (Keine Sorge, ich bin nicht verliebt.)

    Derartiges überhaupt aufzutreiben, ist schon eine besondere Fleißleistung (ich denke, wir haben Augstein jetzt schon fast vergessen), aber es so aufzubereiten, das ist des Meisters. (Zum Glück stehst Du auch nicht auf Gendersprech, so dass ich hätte Meisterinnenleistung sagen müssen.)

    Die Fröhlichkeit, die darin steckt, hat mich am meisten berührt. Der subtile, freie Humor. Du zeigst darin eine wirkliche, weitreichende, große Kraft.

    Eine Stahlkraft, Sicherheit, die Spötter verstummen lässt.

    Eine Rückkehr zur Selbstgewissheit des kulturellen Menschen.

    Leichtigkeit, Flug.

    Alleinsein in der Höhe: und doch kann jeder mitkommen, der will.

    Ich habe Dich vielleicht erst heute verstanden.

  14. TanjaKrienen sagt:

    Herzlichen Dank, es ist mir ja fast peinlich, dass ihr das so gut findet *g*. Ja, die Deutlichkeit der Aussprache ist schon beeindruckend und sie gefällt mir immer noch, trotz der manchmal wirren Botschaften. Aber Busch hatte genug Probleme mit der Partei und Staatsführung, auch wenn er formal “loyal” zu ihr stand (aus der persönlichen Historie heraus). Beste Grüße, Tanja

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Ja, die Aussprache… : Was soll ich als Schwabe dazu sagen?

    Na, immerhin, dass sie mich auch beeindruckt; nicht nur der rollenden “R”, sondern auch der kristallinen stimmlosen Konsonanten und der absolut sonoren Vokale wegen.

    Du schaffst mit Deiner Arbeit (Oh, wir sind ein bisschen “off topic” geworden, wo ist eigentlich noch dieser Augstein? Rinks oder Lechts?) wichtige, tiefsinnige Zeitdokumente. Ich weiß nicht, wer das derzeit noch in dieser Qualität tut.

  16. TanjaKrienen sagt:

    Magnus, hier vielleicht auch noch etwas für dich, frisch hochgeladen. Die Vorstellung der wunderbare Satire aus der “Edition Eigentümlich frei” von Eugen Richters “Sozialdemokratische Zukunftsbilder” (Frei nach Bebel), von 1891. Da passt alles inhaltlich – und mit der Umsetzung bin ich auch zufrieden -
    http://www.youtube.com/watch?v=xf4rFC-7KI0&feature=mfu_in_order&list=UL

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