Wulff als Heiland

Ich habe im letzten Beitrag “Wulff oder Chaos” meinen Rückhalt für den Bundespräsidenten Wulff ein wenig satirisch eingehegt. Es ist mir damit aber ernst.

Je länger dieser Mann bleibt, um desto lächerlicher wird diese Republik der Selbstaufgabe.

Das kann zumindest mittel- bis langfristig nur gut für uns sein.

Was für ein Glück, dass nicht jener Gauck gewählt wurde (auch ein Atlantik-Brücke-Pfaffe, ein echter sogar), der uns – naja den meisten von uns – wohl selbst jetzt noch vorzugaukeln vermöchte, die Volksenteignungs-EU mit ihren Kommissaren und Gouverneuren sei das Beste, was uns nur je passieren hätte können.

In der Tat wäre eine komplette physische Vernichtung der Deutschen irgendwie schon schlimmer.

Aber auch für die anderen, weswegen an erstere – zumindest jetzo – wohl eher nicht gedacht ist.

Denn wer soll dann für sieben Euro die Stunde als Leihsklave die deutsche Wertarbeit verrichten, mittels deren Wertschöpfung der ganze Zirkus bezahlt wird?

Wir könnten ganz ruhig sagen: “Dann schlagt uns halt tot! Aber bedenkt die Konsequenzen, ihr Lieben!”

Und über dieses kindseinfache Argument unsere Souveränität einfordern.

Schließlich weiß jeder, dass wir niemanden überfallen wollen, etwa Liechtenstein annektieren oder sonstwas Unangemessenes.

Im Grunde sind die Franzosen und Engländer (deren politische “Eliten” sind hier gemeint) auch ganz schön blöd; bei den Problemen, die sie selber – unter anderem – mit Leuten haben, die ich hier gar nicht zu benennen brauche, um dass jeder versteht, wen ich meine, müssten sie eigentlich froh sein, ein ihnen ehrlich und aus gutem Grunde gewogenes deutsches Volk als Nachbarn zu haben.

Wir sind ja vom Grunde her und gerne großzügig. Großzügig sein heißt aber, dass man das aus freien Stücken ist. Sonst ist man Knecht.

Dass “……..” wie Helmut Schmidt meinen, wir müssten (selbstverständlich!) noch fünfzig oder hundert Jahre oder gar länger – und zwar zurecht! – für den vor über fünfundsechzig Jahren verlorenen Krieg bezahlen, das ist natürlich der Gipfel.

Ich habe aber nicht den Eindruck, dass ein vernünftiger Pole, Niederländer, Franzose oder gar Italiener das glaubt.

Wir aber (ich bin nicht wir!) lassen diesen “Elder Statesman”, den deutschen Oberspezi des unsäglichen Henry Kissinger, derlei Dummrotz absabbern, ohne ihm zu widersprechen, und zwar also deutlich wie grundsätzlich. So einen “……..”.

Nun mal ehrlich: Was haben Sie, wenn Sie mir folgen konnten, sich bezüglich dieses Mannes in diesem Zusammenhange zwischen den Anführungszeichen in die Pünktchen gedacht? Oder gedacht, was ich da hinzuschreiben alles Recht eigentlich gehabt haben müsste?

Egal, man kann sich wohl leicht ausmalen, dass es mit “Alptraumtänzer” oder “NWO-Krampfhuber” nicht getan gewesen wäre.

Zurück zum Ausgangspunkt des Schmidtverwandten Wulff: So einen Ersatzkaiser brauchen wir genau jetzt.

Damit jeder sieht, wo das Land derzeit steht.

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5 Antworten zu “Wulff als Heiland”

  1. Dieser Beitrag ist es einfach wert, getwittert zu werden. Denn das ist eine ganz andere Sicht der Diskussion um Wulff. Interessant war auch die ARD Nachbetrachtung Wulffs Interview mit Buhrow, es kommt nicht auf den Inhalt einer Nachricht an, sondern auf die Performance dieser. Oder besser auf Deutsch gesagt, passt die Farbe seiner Krawatte zum Anzug.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/01/05/ard-performance/

  2. Matze sagt:

    Zu Helmut Schmidt muss ich Ihnen vollkommen recht geben! Ich kann den Herren nicht mehr hören! Und zu Wulff, ich befürchte der wird schneller zurücktretten als Ihnen lieb ist! ;)

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Matze

    Mag sein: Ich setze aber immer auf Sieg.

  4. Sedofina sagt:

    Vielleicht ist der Artikel von Eva Herman ein wenig für diejenigen erhellend die sich noch im Dunkeln tappend wähnen:

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/christian-wulff-warum-der-bundespraesident-wirklich-zum-abschuss-freigegeben-wurde.html

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Sedofina

    Danke für den Hinweis!

    Ich wusste in der Tat auch nicht, welch deutliche Worte Wulff teilweise sprach.

    Die Interpretationen Eva Hermans sind sehr gut nachvollziehbar.

    Und ich habe mich natürlich auch von Anfang an gewundert, weshalb ausgerechnet Bild/Springer diese Agenda gegen den Bundespräsidenten entfesselt haben.

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