Frau Feldwebel Fröhlich

Rein formal betrachtet ist mal wieder die EU schuld.

Die verdonnerte Deutschland kurz vor der letzten Mark dazu, das Grundgesetz zu ändern, Frauen zum Wehrdienst mit Waffe zuzulassen, weil das gültige Verbot gegen den Gleichstellungsgrundsatz verstoße.

So war man dann in Berlin mal wieder glücklich nicht verantwortlich.

Was aber bedeutet das nun aber, von allerlei offenkundiger, schönfärberischer Lügenpropaganda unterstützt, für das Massenbewusstsein?

Ich meine, dass man dadurch Krieg zu etwas Selbstverständlicherem, Alltäglicherem gemacht hat.

Solange man dort nur Männer hinschickte, hatte Krieg noch etwas von Ausnahmezustand, einer Sache, so grausam, dass man Frauen so gut als möglich davor verschonte.

Andererseits hat man neue Tabus gesetzt.

Dass nämlich eine Frau kaum so potthässlich sein kann, keinen Landser zu finden (wenn sie zuhause keinen Kerl dafür hat), der sie, wenn sie dann doch nicht in den Einsatz will oder schnell von diesem weg, schwängert, darüber darf nicht geredet werden. Wenigstens nicht in der Bundeswehr selbst.

Dass Frauen andererseits durch das Heben schwerer Lasten unfruchtbar werden können, auf jeden Fall deutlich weniger heben sollten/können, also in verschiedensten Bereichen schon deshalb gar nicht eingesetzt werden sollten/können, wird ebenso unterschlagen.

Hier ein paar Infos dazu:

http://www.bgdp.de/pages/arbeitsicherheit/grundinfo/heben-tragen.htm

Auch auf anderen Seiten fand ich ähnliche Zahlen, die für 18-39-jährige Männer 25 kg und Frauen 15 kg als regelmäßig erträgliche Hebelast angeben.

Gleichwohl erklärte mir auf der Hammelburger Bundeswehr- und Waffenmesse auf Anfrage ein PR-Sanitätsstabsfeldwebel, dass 40-45 kg Kampfmontur (mit Splitterschutzweste, allem Drum und Dran) “auch bei den Mädels kein Problem” seien, die seien “ganz schön zäh”, es bedürfe nur des richtigen Trainings. (Ich wusste, dass der Mann lügt. Ich habe hervorragende, lederzähe Steinmetzinnen gekannt, härter als Kruppstahl, die wir aber auch nie das heben ließen, was die Metze zu heben hatten.)

Nun gut, wenn Frau Mädel den ganzen Tag nur kerzengrade herumsteht, muss sie die paar Unzen ja im strengen Sinne nicht “heben”.

Wenn sie sich dann aber doch mal bücken muss, um eine Munitionskiste auf den Laster zu laden, wird es doch schon ein bisschen eng mit der Rechnung.

Alles Quatsch, unverantwortlicher Humbug, pervers.

Übrigens las ich vor einiger Zeit, dass beim Spezialkräftekommando KSK immer noch keine Frau angeheuert habe.

Der Kommandeur, darauf angesprochen, meinte auf kritische Nachfrage hin nur lakonisch, dass noch keine Frau den dort gestellten körperlichen Anforderungen gewachsen gewesen wäre, er selbstverständlich eine nähme, vorschriftsgemäß, was sonst, die in diesem Sinne geeignet sei.

Hier noch der Link zur echten Frau Feldwebel Fröhlich und dem unsäglichen Geschwätz, das sie und die Spiegel-Journalistin dazu absondern:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,398774,00.html

Ich will dies fast unkommentiert für sich selbst wirken lassen, aber zwei bemerkenswertes Zitate doch noch rausholen:

‘ “Ich persönlich merke gar nicht, dass ich den ganzen Tag fast nur von Männern umgeben bin”, sagt die 24-Jährige, die seit drei Jahren bei der Bundeswehr ist.’

Ein bemerkenswertes “Mädel”.

Und:

“Gedanken über die Möglichkeit, im Kriegsfall oder im Auslandseinsatz die eigene Waffe tatsächlich auch benutzen zu müssen, macht sich Nicole Fröhlich nicht. Zu abstrakt ist die Vorstellung – obwohl man auch dafür ausgebildet wurde.”

Soso, man Frau ist Feldwebel, macht sich aber keine Gedanken darüber, selber mal schießen zu müssen.

Das muss eine hervorragende SoldatInnenausbilderin sein.

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