Hyperräuber? Teradiebe? Yottabetrüger? (II)

Wir sind inzwischen sprachwissenschaftlich dahingehend erheblich weitergekommen, wie die Billionenschuldenverkäufer richtig zu benamen seien.

Neben den in der Überschrift zu gewahrenden ersten lexematischen Gehversuchen verfügen wir inzwischen unter anderem – Leser Cornel sei Dank! – auch über die sinnige Wortbildung “Lochverkäufer”. (Als Händler des nicht Vorhandenen.)

Mir fiel dann, entlang dieser Inspiration, auch noch “Nichtsvergeldler”, “Lochhändler”, “Locher”, “Lochmetz”, “Lochlud”, gerade noch “Lochmeier”, ein. (Nähere Erörterung der Begriffe siehe mein Kommentar zu Cornels im ersten Teil.)

“Zerbänker” gefällt mir auch nicht schlecht.

Oder “Abbänker” (wobei man im Steinmetzwesen unter “abbänken” das schlichte Herunterheben eines Steines von den Böcken versteht)?

“Ausbänker”?

“Zinszoppler”?

“Schuldatzer”?

“Geldmetz”?

“Lugfug”?

“Trugfug”?

“Börsenbieger”?

“Lochstapler”?

“Hebelzahntiger”?

“Muldenbremse”?

“Hohlkehle”? (Ist schon wieder steinmetzmäßig besatzt.)

“Bankmuck”?

“Wertfack”?

“Stenzprinz”?

Ich komme so langsam zu dem Schluss, dass Cornel mit seinem “Lochverkäufer”- zumindest vorläufig – das philologische Rennen gemacht hat.

Und gleichzeitig trotzdem, oder gerade erst recht, dahin, dass es gar nicht genug Namen für die Mitgleider dieser bislang beispiellosen Bande gibt.

Wenn die schon Löcher, also Schulden, hebeln und verkaufen, dann ist es unsere Aufgabe, Analoges zu Tun.

Auf der gleichfalls nach unten offenen Sprachrichterskala.

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