US-Satellit von Iran geblendet?

Nachdem der Iran vor einigen Tagen anscheinend in der Lage war, eine US-Spionagedrohne in einer Cyberattacke praktisch unbeschädigt vom Himmel zu holen, dreht sich das Gerüchtekarrussell inzwischen noch einmal eine Riesenrunde weiter: es sei dem Land gelungen, einen US-Spionage-Satelliten mittels “jamming”, eines gezielten Laserstrahls, zu blenden.

Und da dies bedeutete, dass der Iran auch Kommunikationssatelliten, auf die die Amerikaner traditionell ihre Kriegsführung wesentlich stützen, entsprechend treffen könnte, schlagen die Wellen dahingehend hoch, dass der arme, kleine, bemitleidenswerte Zwerg hinterm Atlantik das Land nun nicht mehr so einfach überfallen und in Schutt und Asche zu bomben in der Lage wäre.

Vorsicht ist bezüglich der Meldung natürlich nicht nur geboten, da sie wohl zumindest zunächst aus israelischen Quellen stammt, denen in Punkto Iran nicht unbedingt und immer – blind – zu trauen ist.

Auch wird – was wunder – vermutet, der Iran habe ein solches System von den Russen oder den Chinesen bekommen: durchaus denkbar.

Man mag sich wohl lieber nicht vorstellen, dass die Iraner so etwas selber hinbekommen: Aber, das ist ebenfalls denkbar.

Und wenn wir schonmal am Spekulieren sind: Wofern der gewöhnlich nicht schlecht unterrichtete Mossad schon eine Weile Kunde von einer derartigen Entwicklung gehabt hätte, wären die ständigen israelischen Forderungen, den Iran niederzukartätschen, ehe es zu spät sei, noch einmal in einem ganz anderen Lichte zu betrachten.

Was hilft es, das Land zu überfallen, wenn es einem die ganzen schönen Satelliten kaputtmachen kann?

Die Dinger braucht man nämlich wirklich dringend, und sie sind nicht über Nacht zu ersetzen.

Zumal die neuen ja auch wieder “geblendet” werden könnten, solange man keine besseren mit einer guten Sonnenbrille aufzubieten hat.

Überdies: Sollten die Russen oder die Chinesen den Iran mit so einem System beliefert haben, was haben sie dann vielleicht sonst noch weitergereicht?

Und wenn der Iran ein derartiges selbst zu entwickeln in der Lage gewesen wäre, was hätte er dann möglicherweise ebenfalls noch alles in Petto?

Noch ein – nicht von mir erfundener – Witz zu dieser weltgefährlichen Angelegenheit zum Schluss.

Die Amis, gar deren Präsident höchstselbst, die ja sehr wahrscheinlich mit ihrer Drohne in einem feindseligen Akt in den iranischen Luftraum eingedrungen sind, verlangten das Teil in allem Ernste von den Iranern umgehend zurück.

Das war schon nicht mehr Chuzpe: Das war deppendreist.

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3 Antworten zu “US-Satellit von Iran geblendet?”

  1. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Rainer Grzybowski

    Ich habe mir den verlinkten Text mal angeschaut und kann nur sagen, dass ich nicht viel dazu sagen kann.

    So viel dann aber doch: Inzwischen gehen die Gerüchte dahin, dass die Iraner nicht nur die Drohne, die sie vom Himmel geholt haben, manipuliert haben müssten, sondern, damit nicht deren Selbszerstörungsmechanismus ausgelöst worden wäre, gar direkt in Langley in die CIA-Zentrale eingedrungen sein…

  2. [...] us-satellit-von-iran-geblendet Sharen mit:TwitterFacebookGefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. [...]

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