Göller entflieht der Routine und esotert wieder

Es ist erstaunlich, wie viele vernünftige Leute man im Laufe der Zeit trifft, die Sachen für selbstverständlich ansehen, die ansonsten für Hokuspokus ausgegeben.

Ich werde mich wohl mal wieder öfter mit Hexen und Zauberern treffen und unterhalten.

Schlechter lügen als Politiker und Ökonomen können nicht mal die dümmsten von denen.

Außerdem will ich Spaß haben.

Und Herausforderung.

Leute wie Guttenberg und Ackermann bieten letztlich keins von beiden.

Die sind recht eigentlich das langweilige Pflichtprogramm.

Außerdem kann es mir kaum schaden, wenn man mich für ein bisschen weniger durchdacht hält.

Die meisten Leute sind nämlich beleidigt, wenigstens unleidig, wenn man ihnen die Dinge einfach so sagt, wie sie sind.

Da hilft dann oft auch kein noch so elegant eingestreuter Witz.

Irrationalismus dagegen finden sie klasse.

Erstens, weil sie davon auch nichts verstehen, es ihnen in diesem Falle aber nicht peinlich ist, zweitens, weil sie dann leichter ablästern können.

Ja, ich muss, wie Nietzsche das ausdrückte, ein wenig Urlaub von meinen Tugenden nehmen.

Also ein paar Sachen erzählen, die mir sowieso keiner glaubt.

Sobald ich es dann dahin gebracht habe, dass die Leute mich nur noch für einen durchgeknallten Esokomiker halten, kann ich ganz subtil wieder meine harten, klaren Botschaften unter mein Geschwafel streuen, und sie werden nicht merken, worüber sie grade so blöde lachen.

Das ist der subliminale Königsweg.

Und keiner kann mich mehr dessen anklagen, ich hätte meine Aussagen womöglich skandalöserweise auch noch ernstzunehmenderweise ernst gemeint.

Deshalb werde ich der Paranormalität jetzt zu ihrem linguistischen Potential verhelfen.

Daran gebricht es ihr nämlich bislang heftig.

Wenn schon wirr, dann richtig.

Dass ich in diesem Unterfangen von einigen Esos kräftig eins auf die Nase bekommen werde, ist schon eingepreist.

Nichts ist umsonst auf der Welt.

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