Von welchen wir weniger brauchen

1. Studierte Sozialpädagogen

Entweder kann man mit Menschen umgehen, oder man kann es nicht. Eine Ausbildung von einem halben Jahr, Rechtliches und Bürokratisches zu lernen, muss reichen.

2. Bänker

Eine Volksbank reicht.

3. Psychologen

Nur – großzügig angesetzt – 10 % von denen hat selber keinen erheblichen Schuss und kann etwas.

4. Ökonomen

Was die angerichtet haben, ertastet der Blinde mit dem Stock.

5. Journalisten

Wie ein Westi vor Wursti bei dpa & Co abschreiben, das kann jeder Oberschüler.

6. Pfaffen

Selbsterklärend.

7. Anwälte

Viele von denen sind aus Unfähigkeitsnot und/oder Gier heraus Prozesshuber, können nicht einmal einen anständigen Text schreiben.

8. Ärzte

Der Schwede geht im Jahr vier Mal zum Arzt, der Deutsche achtzehn Mal. Beide haben dieselbe Lebenserwartung. Der Rest folgt daraus.

9. Hartzis

Wer zur gemeinnützigen Arbeit verpflichtet wird, ist kein Hartzi mehr.

10. Soldatinnen

Die sollte es gar nicht geben.

11. Bettler

Selbsterklärend.

12. Freimaurer

Selbsterklärend.

Haben Sie weitere Vorschläge?

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18 Antworten zu “Von welchen wir weniger brauchen”

  1. Lesezeichen sagt:

    Guten Morgen Magnus,

    wohin willst du gehen? Zurück zu Ackerbau und Viehzucht?

    Wie sieht denn deine Wunschgesellschaft aus? Was ist der Plan?

    neugierig

    das Lesezeichen

  2. Josef sagt:

    13. Götter

    Selbstverklärend

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich habe ja nicht gesagt, dass man von all denen gar keine mehr braucht.

    Auf Bettler, Hartzis, Pfaffen, Soldatinnen und Freimaurer könnten wir allerdings sehr gut ganz verzichten.

    Und Sozialarbeiter, so weit gebraucht, müssen dafür nicht fünf Jahre an die Uni.

    Wovon wir mehr bräuchten, das sind auf jeden Fall Lehrer.
    (Ich weiß, das klingt jetzt selbstisch; ist es aber nicht; ich will kleinere Klassen bzw. das Haupt- plus Hilfslehrersystem.)

    Wir bräuchten in der Tat auch mehr Leute in der Land- und Ernährungswirtschaft, in der Forstwirtschaft und der Landschaftspflege.

    Ebenso in der Altenbetreuung.

    So, dass die Leute zuhause bleiben oder in betreuten Wohngemeinschaften leben können.

    Auch in der Altgüter- bzw. wertstoffverwertung kann ich mir manchen mehr vorstellen.

    Eine Cybersoldatenarmee (die Leute können ja im Nichtverteidigungsfall überwiegend im zivilen Beruf arbeiten), die jedem Angreifer auf Deutschland sämtliche Rechnernetze zum Absturz brächte, wäre ebenfalls geboten. (In der dürften dann gerne auch Soldatinnen dienen.)

    Dass wir mehr Forscher, Erfinder, Ingenieure brauchen, dürfte selbstverständlich sein.

    Drei oder vier mehr Dichter und Denker schadeten sicherlich auch nicht.

    Außerdem brauchen wir Restauratoren.

    Ohnehin eine Architektur, die wieder ästhetisch ist und für Jahrhunderte baut.

    Das ist zunächst aufwendig (lohnt aber auf Dauer über alle Maßen!): da braucht man viele gute Fachhandwerker.

    Wir brauchen mehr Bahnen; möglichst unterirdisch: auch die wollen gebaut werden.

    Später fallen mir vielleicht noch ein paar Sachen ein.

    Frage mich aber bitte in der Zwischenzeit nicht, wer das alles bezahlen soll.

    Wir leisten uns erstens derart viel Unfug, verschenken Unsmilliarden an alle erdenklichen Länder (sogar U-Boote für eine halbe Milliarde das Stück), dass das einzusparen allein schon reichte.

    Außerdem haben wir für viele dieser Tätigkeiten genügend Arbeitslose.

    Und überdies rechneten sich diese Investitionen in Bildung, Umwelt, Gesundheit, Lebensqualität, (Energie-)Effizienz und Infrastruktur nicht nur: Sie würfen alsbald großen Mehrwert ab.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    In den letzten einigen hundert Jahren sind weltweit massenweise Götter außer Lohn und Brot gesetzt worden, an Altersschwäche weggestorben, manchmal sogar hingerichtet worden, ohne dass die Menschheit viel darüber gelernt hätte.

    Hierzulande ist es inzwischen üblich, dass die Leute einen oder keinen beschäftigen.

    Man kann also nicht gerade sagen, dass die uns in Scharen die Haare vom Kopfe fräßen.

    Eher schon sehe ich da eine bedenkliche Monopolstellung.

    Bedenke, dass die drei monotheistischen Hauptströmungen (oder vier, wenn man die Freimaurer dazurechnet), wie zumindest viele ihrer Vertreter behaupten (wenn auch oft verlogenerweise und hinterlistig), vorgeblich eigentlich denselben Gott beschäftigen: mit dem Effekt, dass sie sich seiner Dienstleistungen halber ständig belauern, oft gar die Köpfe einschlagen.

    Dass der eine Gott der Juden, jener der Christen und jener der Moslems in Wirklichkeit unmöglich derselbe sein kann, auch nicht irgendwie und sozusagen im Prinzip: das sage zwar ich.

    Dies ist auch unwiderlegbar.

    Aber was schert es diese Leute?

    Logik und Wahrheit haben die noch nie interessiert.

    Wir haben also de facto, abgesehen von ein paar kleinen Glaubensgemeinschaften, im wesentlichen drei anerkannte Alleinzige hier.

    Welchen, welche sollen wir jetzt auf einen anständigen Beruf umschulen oder als Straßenfeger beschäftigen, weil das vermutlich sogar ein arbeitsloser allmächtiger Gott kann, ohne dass er dafür an der Uni promovieren müsste?

    Denen täte vielleicht ein bisschen Konkurrenz nicht schaden.

    Man könnte auch eine ganze Menge Spaß dabei haben.

    Da Götter, wenn man ihnen keine Kirchen baut und keine Diener (Pfaffen) bezahlt, praktisch kostenlos beschäftigt werden können (ihr Dasein behaupten reicht), diente dies möglicherweise nicht nur der Entwicklung höheren Humors und dem Vergnügen, sondern auch, volkspädagogisch gesehen, der allgemeinen geistigen Lockerungsübung sowie Ertüchtigung.

    Ich weiß schon einen.

    Du kennst ihn schon.

    Er heißt Kenaz.

    Wie der Gott der Dichter und Denker (die Kenaz natürlich ebenso gerne in Dienst nehmen) heißt, dies kleine Rätsel lasse ich Dir jetzt mal zum Knacken.

  5. Josef sagt:

    @ Magnus

    “Drei oder vier mehr Dichter und Denker schadeten sicherlich auch nicht.”

    Arbeiten die dann auch mit den Händen oder nur mit dem Kopf und lassen andere wieder die körperliche Arbeit für sich erledigen? So wie unsere nur an sich “denkenden” Politiker, um ein, besser ihr anderen vorgedichtetes System noch geschickter, denn wenn nötig vielleicht sogar mit (mehr) Gewalt an den Mann und die Frau zu bringen. Und Geld und damit Reichtum und Ansehen von wenigen soll es in dem “neuen” System sicher auch wieder geben. So bliebe alles eigentlich wieder beim alten und wir hätten wieder die zwei Klassen-Gesellschaft.
    So lange es nun Menschen gibt, versuchen sie sich daran, ein perfektes System auf die Beine zu stellen. Man nennt es in Kurzform auch Babylon. Bis heute hat es nie gefunzt und das wird es auch nie. Denn der Mensch ist unvollkommen und so ist alles was er zu erschaffen fähig ist, vor allem eines – unvollkommen.

    “Sie würfen alsbald großen Mehrwert ab.”

    Das bedeutet praktisch ein Eingeständnis, dem Mammon zu dienen, und es ist der falsche Weg.

    Da bleibe ich doch lieber bei den Zukunftsaussichten, die mir der liebe Gott verheißen hat.

    2.Petrus 3:13 Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt.

    LG

  6. Josef sagt:

    @ Magnus

    “Dass der eine Gott der Juden, jener der Christen und jener der Moslems in Wirklichkeit unmöglich derselbe sein kann, auch nicht irgendwie und sozusagen im Prinzip: das sage zwar ich.”

    Du sprichst von den Göttern der Religion(en) und nicht vom Gott des Glaubens. Vor Gott, dem EINZIGEN Gott, sind ALLE Menschen GLEICH.

    LG

  7. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    ich nehme an, dass du mit Pfaffen Priester bzw. Pfarrer meinst.

    In Anbetracht der Tatsache, dass es ca. 24 Mio. praktizierende Katholiken sowie in etwa die gleiche Anzahl Protestanten gibt, finde ich diese Forderung ziemlich kühn. Ein Minderheitendiktat wäre wohl treffender.

    Nun Bettler und Hartzis werden vielleicht wirklich nicht benötigt. Ich weiß aber, dass es Lebenslagen gibt, in denen man sich selbst auf einmal dort wiederfinden kann.

    Wozu mehr Lehrer einstellen, wenn es immer weniger Kinder gibt? Für die Erwachsenenbildung bzw. Seniorenunis?

    “Außerdem brauchen wir Restauratoren.”

    Dafür zahlt keiner!

    “Ohnehin eine Architektur, die wieder ästhetisch ist und für Jahrhunderte baut.” –

    Dafür zahlt auch keiner, schon gar nicht in einer Schrumpfgesellschaft mit voraussehbarem Preisverfall in der Immobilienwirtschaft. Der Leerstand ist vorhersehbar und damit auch der Einsturz so mancher Altersvorsorge.

    “So, dass die Leute zuhause bleiben oder in betreuten Wohngemeinschaften leben können.”

    Das findet im Moment noch in ca. 75 Prozent der Familien statt. Da man aber die Familie als solches gerade wirtschaftlich verwurstet, sind preisgünstige Seniorenkrippen bereits am Horizont zu sehen. Etwas anderes kann von Minirenten eh nicht bestritten werden.

    “Dass wir mehr Forscher, Erfinder, Ingenieure brauchen, dürfte selbstverständlich sein.”

    Hach, wer braucht schon Ingenieure? Jetzt zitiere ich mal einen O-Ton eines Wiwis: Ingenieure kauft man bei Bedarf und befristet ein. Die können bloß rechnen, kein Englisch und haben weder von Wirtschaft noch Personalführung eine Ahnung. Völlig überteuerte Fachidioten, die sich kein Unternehmen “halten” sollte.

    Übrigens verzeichnet der Ingenieurmonitor des VDI seit Monaten eine Zahl von 22000 arbeitslosen Ingenieuren aller Couleur.

    Hinzu kommt – soviel auch aus der Sicht eines Ingenieurs (meiner Einer ist nämlich einer): Niemand will für Ingenieurleistungen wirklich bezahlen.
    Unser Sohn möchte gern Ingenieur werden. Wir haben nur unter der Bedingung dazu geraten, dass mindestens 3 Sprachen fließend gesprochen werden. Ansonsten sind lange Strecken der Arbeitslosigkeit vorprogrammiert. Da aber einmal raus immer raus bedeutet, ist ein solcher Weg niemandem ernsthaft zu raten.

    Was “wir” brauchen oder nicht, diktiert der zahlende Kunde. Nichts und niemand auf der Welt ist übrigens marktradikaler. Gleichwohl ist auch nichts und niemand auf der Welt voller größerem Selbstmitleid, wenn diese Marktradikalität ihn selber trifft. So lange es die anderen trifft, ist das aber völlig in Ordnung.

    Es fallen mir bestimmt noch mehr Dinge ein, aber ich muss erst mal wieder zu Stollen und Plätzchen.

    Es winkt

    das Lesezeichen

  8. Und was wir auch nicht brauchen: Politiker, Medien und Wirtschaftsweise, die vom Fachkräftemangel reden:
    http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/11/15/fachkraftemangel-richtig-oder-falsch/
    Was wir aber wirklich zukünftig mehr brauchen, das sind Mauererinnen statt Pfarrerinnen!

    bei vorgehender Aussendung falscher Webseitenlink!

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Den Mehrwert meinte ich nicht im wesentlichen pekuniär, sondern im Sinne der Lebensqualität.

    Schönere Häuser, schönere Landschaft und bessere Lebensmittel dienen nicht Mammon sondern dem Menschen.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Auf das mit den Pfaffen gehe ich vielleicht später noch ein, bin grade etwas im Zeitdruck.

    Lehrer fehlen zweifelsohne, zumindest derzeit. (Man muss sie ja nicht verbeamten.)

    Eine Gesellschaft, die Forschung vornanstellte, bräuchte mindestens jene arbeitslosen Ingenieure. Deutsche. Keine beliebige Importware, die der überbezahlte Ökonom, selber nichts rechtes gelernt, so sehr liebt.

    Mein Sohn will übrigens auch Ingenieur werden. Ich rate ihm sehr wohl an, sein Englisch ernster zu nehmen. Und handwerklich was zu lernen. Ich wünsche ihm ansonsten, dass er seinen Arsch nicht nach Saudi-Arabien oder in die USA verkaufen muss.

    Zur Architektur: Wieso ging es noch in der Gründerzeit, als man viel ärmer war, als heute?

    Zu den Alten: Bisher verschimmeln viele in unwüdigen Einrichtungen.

    Zum Geld: Dass da alles verkehrt läuft, müsste inzwischen erhellen.

    Später mehr.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ rundertischdgf

    Danke für den Link!

  12. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    “Zur Architektur: Wieso ging es noch in der Gründerzeit, als man viel ärmer war, als heute?”

    Es ging, WEIL man viel ärmer war als heute. Zumindest Otto-Normal. Da zählte auch das Leben des einzelnen weniger bis nichts. Mit heutigen Fixkosten sind solche Bauten nicht mehr bezahlbar.

    Würdest du deinen Kindern empfehlen, Lehrer zu werden, wenn absehbar ist, dass die Kundschaft ausstirbt und du anschließend mit Studium und Berufserfahrung nichts mehr werden kannst? Ich würde sowas nicht tun. Wer setzt auch auf ein totes Pferd?

    Ansonsten lass deinen Sohn ruhig Ingenieur werden und ihn dann seiner Wege ziehen lassen. Das Leben mit Tüftlern ist lustig und vor allem nicht langweilig. Ich liebe es, wenn ich nicht in mein Bett komme, weil überall Pläne liegen, die jetzt gerade nicht bewegt werden dürfen, weil sonst alles durcheinander gerät. Ebenso schön ist es, wenn das ganze Treppenhaus mit Seilbahnen verspannt wurde und man erst wieder nach oben kann, wenn das Experiment auch erfolgreich war.

    Dein Sohn wird seine eigenen Erfahungen machen bzw. es dort mögen, wo er es mag und nicht, wo du es magst. Das sind die Dinge, mit denen wir uns als Eltern abfinden müssen :)). Unsere Eltern mussten sich auch damit abfinden.

    Es wird noch mehr alte und einsame Menschen in Seniorenheimen geben. Eben jene, die es vorzogen, doch statt Kinder zu haben, lieber in die Karibik zu fliegen und sich ihrer Lebensplanung zu widmen. Ich weiß, dass das böse klingt und auch bestimmt überzogen ist, trotzdem gibt es auch hier einen harten Kern der Wahrheit.

    herzlichst

    das Lesezeichen

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Zunächst, wie versprochen, noch ein wenig zu den Pfaffen.

    Wenn Leute sich solche halten wollen und sie selbst bezahlen, ist das deren Sauerbier.

    In Deutschland aber, wo theoretisch eine Trennung von Kirche und Staat gilt, werden die direkt (als Religionslehrer an staatlichen Schulen) und indirekt (übers staatliche Eintreiben der Kirchensteuer, die Begünstigung diverser kirchlicher Einrichtungen) auf Kosten der Allgemeinheit subventioniert.

    Dafür kann ich keinen vernünftigen Grund erkennen.

    Fielen diese Subventionen weg, hätten wir automatisch weniger von diesen Leuten, deren meiste nichts, aber auch gar nichts für unser Land übrighaben.

    Sondern für jeden Gendermist, für sublime Muslime und dergleichen.

    Das will ich jetzt nicht weiter ausführen.

    Zur Architektur von Wert und Schönheit, die wir uns Deiner Meinung nach heute nicht mehr leisten können.

    Ich lebe hier in einem Viertel, in dem glücklicherweise nicht alle Gründerzeitfassaden niedergebombt wurden.

    Die spenden den Stuttgartern jetzt seit 130-100 Jahren Freude und werden dies, wenn nicht weggebombt, nochmal mindestens so lange tun.

    Da ich mal Steinmetz (überwiegend auf Sandstein, wie er hier verwendet wurde) gelernt habe, stehe ich immer wieder staunend vor diesen phantastischen Arbeiten.

    Die auch heute in der Tat nicht in fünf Minuten gefertigt wären.

    Aber wir haben heute hochmoderne Gattersägen, diamantdiskenbestückte Kreissägen, gar Wasserstrahlsägen, Schleifmaschinen, Fräsen, Kräne, LKWs usw., die die Arbeit um ein Vielfaches erleichtern.

    Profilstücke z.B. müssen keineswegs mehr von Hand herausgehauen werden.

    Da reicht es, wenn der Metz am Schluss noch einmal drüberscharriert.

    Es kann mir daher keiner erzählen, dass das heute irgend teurer käme als damals: ganz im Gegenteil.

    Du fragtest oben nach der Gesellschaft, die ich mir vorstelle.

    Ich stelle mir eine vor, in der das geht.

    Mag sein, dass Du mich jetzt auslachst.

    Sei’s drum.

    Ich setze darauf, dass der europäische Mensch aus dem Sumpf, in den er kulturell seit circa 70-80 Jahren versunken ist, wieder ersteht.

    Da ist mir egal, mit welchen Holzaugen jene “Ökonomen” herumlaufen, die alles für zu teuer halten, außer sich selbst, indem sie nebenher ganze Volkswirtschaften aussaugen und ruinieren.

    Die Schaffenskraft der Menschen ist enorm, wenn sie endlich mal wieder sehen können, dass etwas Sinnvolles für alle entsteht.

    Dass das kaum noch passiert, führt ja eben zum sinnentleerten Konsumismus, zu Neid, Vereinzelung, Korruption, Kleingeist, Mutlosigkeit, Verwahrlosung, Kriminalität, Gleichgültigkeit, allgemeiner Dekadenz.

    Ich glaube diesen Wirtschaftsfritzen schon lange kein Wort mehr.

    Die sind so dummgierig, dass man lieber leeres Bohnenstroh drischt, als auf die zu hören; das stärkt wenigstens Arm- und Rückenmuskulatur.

  14. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    bezüglich Kirche geht es natürlich auch anders. In Kanada z.B. schließt du dich einer Gemeinde an und zahlst dort anonym deinen Obulus – den du selber festlegst. Die Pfarrer unserer Gemeinde dort haben bzw. hatten richtig weltliche Berufe und waren nebenberuflich in der Kirche engagiert – was ihren Einsatz nicht minderte.

    Somit kann ich deinen Einwand bezüglich Kirchensteuer sogar nachvollziehen. Andererseits aber – und soviel auch aus eigener Erfahrung mit dem deutschen System – greifen auch gerade diejenigen, die mit Kirche, Gott und Co. nichts am Hut haben wollen, auf kirchliche Einrichtungen, Kindergartenplätze oder auch Tagesstätten zurück. Da ist man dann wieder froh, dass es sie gibt. In der Not frisst der Teufel Fliegen, heißt es. Scheinbar ist etwas dran.

    Magnus, es sind nicht die Wirtschaftswissenschaftler, die besonders marktradikal sind. Es ist der Einzelne. Die Leute wie du und ich sind diejenigen, die den Druck ausüben.

    Ich habe immer wieder beobachtet, dass Solidarität beim eigenen Portemonnaie endet. Deshalb haben wir Billigjobs mit Billigprodukten, Discounter und Tagelöhner, Geschäfte ohne Personal. Persönlich habe ich mittlerweile auch eine Allergie gegen das Wort “Wettbewerbsfähigkeit” entwickelt, weil sie sich wie eine Krake nicht nur in die Gesellschaft, sondern bis in die Familien frisst. Sie macht uns alle kaputt und zerstört unsere Werte. Ein vom Grundsatz her gesunder Motor vernichtet alles, wenn er nicht in die richtige Richtung gelenkt und sinnvoll eingesetzt wird. Da aber nun mittlerweile schon Ehe- oder Lebenspartner zu Konkurrenten geworden sind, ist das Ende der Fahnenstange erreicht.

    Ich bin weder Kommunistin noch Sozialistin. Trotzdem glaube ich, dass diese Dinge, Geisteshaltungen etc. irgendwo endlich sind. Und da sind wir bei der Wertediskussion.

    Interessant finde ich, was Gregor Gysi zu Kirche und Glaube sagt – als bekennender Atheist:

    Ohne Religionen, Glauben und Kirchen gäbe es derzeit gesellschaftlich “keine Grundlage für allgemein verbindliche Moralnormen”, sagte Gysi in einem Interview der in Berlin erscheinenden Zeitschrift “Kompass” des katholischen Militärbischofs (Oktober). Der Chef der Linken-Bundestagsfraktion weiter: “Obwohl ich nicht religiös bin, fürchte ich also eine gottlose Gesellschaft nicht weniger als jene, die religiös gebunden sind.”

    Ich gebe ihm Recht.

    Wenn ich daran denke, dass bekennende Atheisten sehr oft radikalere Vertreter der Nichtreligion sind, möchte ich keines meiner Kinder von ihnen unterrichtet wissen. Stalin war Atheist und war für Millionen Tote verantwortlich.

    Also scheint das auch nicht besser zu sein und kein Garant für eine vernünftige Morallehre, ohne die Gut und Böse keine absoluten, sondern relative Begriffe sind und ich in einer solchen relativierten Welt nicht leben möchte.

    Es gibt schlechte Priester, wohl wahr. Die gibt es deshalb, weil es schlechte Menschen gibt und diese statistisch überall ziemlich gleich verteilt sind. Das bedeutet also, dass in einer Welt ohne Pfarrer du den gleichen Anteil schlechter Menschen in gleicher Position vorfinden wirst, nur dann ohne Kirche. Es macht also die Welt nicht ein bisschen heiler.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    “Die Leute wie du und ich sind diejenigen, die den Druck ausüben.”

    Das ist nicht richtig.

    Oder, soweit ich Dich und mich einschätzen kann, zumindest nur zu einem sehr geringen Teil.

    Du lässt Dich, mit Verlaub, meines Erachtens immer noch von diesen sogenannten Ökonomen narren.

    Die machen den Einzelnen zum Tier (hier durchaus mal im Sinne der Apokalypse gemeint), geben sich völlig analytisch und unschuldig.

    Die meisten von denen wissen es natürlich nicht besser: so hat man ihnen das Programm an Schule, Uni und, gegebenenfalls, auch noch in der Loge, eingeimpft.

    Es ist ein allumfassendes, vorsätzliches, von ganz oben gelenktes Programm, das uns zu kulturell, sprachlich und sozial unbewusstem, gewissenlosem, beliebig lenkbarem Vieh machen soll.

    Dies Programm stammt weder von Dir noch von mir.

    Es wird mit aller Macht betrieben; man sieht es allenthalben gnadenlos ins Werk gesetzt, wenn man nur einmal anfängt, die Augen aufzumachen.

    Von DENEN lässt Du Dir einreden, Du seist schuld!?

    Du willst Dich lieber noch selber zur Schuldigen stempeln (mich auch, aber das ist mir egal), als der Realität ins Auge zu schauen?

    Das ist zwar verständlich, aber trotzdem sehr bedauerlich.

    Glaubst Du wirklich, dass der ganze Genderwahnsinn, die Banken- und Euroscheiße, die Verherrlichung von Homosexualität, die Apologie des Islams, die Zerstörung der Familie, die Perversion des Kunstbegriffs, die beständige Verhunzung von Begriffen insgesamt, Zerstörung von Werten insgesamt, g e g e n den Willen der meisten, von ebenjenen meisten kommt?

    Glaubst Du das?

    Hier wirken gnadenlos professionell und mit allen Mitteln der Kunst aufgezogene Mechanismen Schwarzer und Schwärzester Propaganda, und wer nicht mittut, der wird ausgegrenzt, diffamiert, kommt gegebenfalls sogar in den Knast oder wird gar umgebracht.

    Hast DU das immer noch nicht gemerkt?

    ICH soll das sein?

    WIR?

    Nein: JENE!

    Die uns einreden wollen, WIR seien eben alle so, also sei es so!

    Meinst Du etwa, all diese zerstörerischen Tendenzen hätten sich einfach so ergeben, weil der Mensch nunmal unzulänglich, ein Sünder ist?

    So ein Unfug!

    Man will den diktatorischen Weltstaat.

    Und dafür sollst Du das glauben.

    Es gibt unzählige Beweise dafür.

    Weshalb willst Du sie nicht sehen?

    Hast Du Angst vor den Konsequenzen?

    Dass Du vielleicht sogar erkennen müsstest, dass nicht Euer gelegentlicher Weg zu Lidl oder Tesco anstatt zum Ökobauern den größten Fehl darstellt, sondern Eure Selbstauslieferung an den Weltmarkt, jetzt gen Kanada, dann gen Nirwana, auch jenen von Tochter und Sohn im Sinne einer entsprechenden Erziehung zur “Lebenstüchtigkeit” im System, mit drei Sprachen fließend überallhin selbstverkäuflich?

    Macht Ihr Euch nicht selbst zu jenen wert(e)losen Billiglöhnern, nur auf höherem Niveau?

    Nein, mein liebes Lesezeichen, Deine Argumentation ist absolut inkonsistent.

    Ich bitte Dich (einmal fragte ich, ob sie das dürften) zum ersten Mal, Deinen Kindern dies zu lesen zu geben, Deinem Manne auch, und, wofern es sie überhaupt interessieren sollte, mit ihnen darüber zu sprechen, ob da nur so ein hinterweltlerischer schwäbischer Eigentrotzblogger schreibt, der den letzten Schuss nicht gehört hat, oder ob nicht doch einmal zu wägen sei, was ich hier absondere.

    Heilandsack aber auch!

    Ich werde dessenthalben nicht aufgeben oder ein Gran von meinem Kurs weichen, empfände es aber bezüglich meiner Unternehmungen mindestens als ein Warnsignal, wofern noch nicht einmal bei Dir der Mut vorhanden wäre, zu erkennen, was vorgeht, wie die Dinge von wem gelenkt sind, was eigentlich ist.

    So ist, scheint mir, Deine Religion, die ich ansonsten respektieren will, hier aber nicht umhinkomme, mit ins Spiel zu bringen, nur ein Mittel zur Flucht aus der Wirklichkeit.

    Ein virtuelles Trostpflaster.

    Hansaplast hält wenigstens.

    Die wird so nicht helfen.

    Denn wenn sie Dich darin unterstützt, da wegzusehen, wo es entscheidend wäre, hinzuschauen, dann ist sie ein Irrengel der dauerhaften Schwäre. (Das “ä” ist Absicht.)

    Gab Gott Dir denn nicht Ohren zum Hören und Augen zum Sehen?

    Wieso, sackzefix und Heilandsgottesdonnerwetter, sollten wir nicht mehr anständig bauen können?

    Weil “Okonomen” das für zu teuer halten?

    Was soll denn das sein?

    Können Deine Kinder am Ende irgendeine Sprache richtig?

    Sollen wir alle getriebene Nomaden werden, damit es den Ökonomen so richtig gefällt?

    Was ist mit Heimat?

    Ein Fremdwort?

    Alle Völker durchmanscht, vermischt, ein Unterenglisch als Weltabsabbelidiotenidiom?

    Wozu backst Du Plätzchen?

    Ist doch völlig unökonomisch!

    Wer hat da was davon?

    Viel zu teuer!

    Das bezahlt doch keiner!

    Ich könnte mich jetzt noch in Rage schreiben.

    Morgen habe aber auch ich Tagwerk.

    Ich meine es nur zum Guten.

    Beste Wünsche

    Magnus

  16. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    du kannst dich ruhig in Rage schreiben. Ich könnte meinen Kindern auch all das zu lesen geben, es wäre für sie nichts neues. Was glaubst du denn?

    Durch Mehrsprachigkeit wird man nicht zu Billiglöhnern. Man wird dazu, wenn man in Grenzen denkt und aus der Erde wieder eine Scheibe machen möchte. Durch Ausblenden von Tatsachen macht man sich zum Opfer.

    Menschen sind Egoisten und sie sind auf ihren Vorteil bedacht. Und genau weil das so ist, funktionieren die Mechanismen so gut. Man muss etwas oder jemanden finden, der billiger oder gar kostenlos ist und schwupp erhöht man den eigenen Vorteil. Dass dieser Verdrängungsmechanismus nur bedingt funktioniert, sieht man daran, dass die Sozialkosten sich stetig erhöhen. Unter dem Strich spart man also nichts. Es ist nur ein anderer Posten. Trotzdem schafft dieser Mechanismus Opfer.

    Und tatsächlich bin ich der Ansicht, dass jeder Verantwortung trägt. Verantwortung dafür, wo und womit er sein Geld anlegt, wo er seine Einkäufe tätigt, ob er seine Rechnungen pünktlich bezahlt und ob er sich verantwortlich verhält.

    Warum sollten wir nicht anständig bauen können?

    Natürlich könnten wir können. Es muss nur jemand bezahlen wollen und solange das nicht der Fall ist, wird eben nicht “anständig” gebaut. Das hat wieder etwas mit Vorteilen und unterschiedlichen Wertvorstellungen zu tun. Das, was dir etwas bedeutet, ist für deinen Nachbarn gar nichts wert. Einfach, weil es ihn nicht interessiert. Er kann seinen Euro auch nur einmal ausgeben und möchte anstatt Jahrhundertbauwerken, die er selber nur ein paar Jahre im Vorbeigehen sieht, doch lieber für 4 Wochen auf die Malediven fliegen. Das gibt ihm etwas, dein Bauwerk eben nicht. Deshalb hat auch nicht jeder Kinder. Das Stichwort heißt Lebensplanung.

    Ich flüchte nicht in Religion. Religion und Glaube sind zweierlei Dinge. Religion unterrichtet man, Glaube lebt man. Gerade durch den Glauben habe ich übrigens ein völlig anderes Verständnis vom Sein, sehe mich als Teil eines Ganzen. Aber das würde hier zu weit führen, weil es auch zu privat ist.

    Glaube hat auch nichts mit Flucht aus Wirklichkeit zu tun, sondern mit der Auseinandersetzung damit, mal abgesehen davon, dass Wirklichkeit, so wie du sie verstehst, offensichtlich Definitionssache ist.

    Ich kenne keinen Heimatbegriff. Das letzte Mal, dass ich diesen Begriff gehört habe, war in der Grundschule. Dort hatten wir Heimatkunde. Allerdings kamen wir nicht aus der Gegend und in meiner Familie wurde ein völlig anderer Dialekt gesprochen – auch nur in der Freizeit. Mit uns Kindern wurde hochdeutsch gesprochen, damit wir in der Schule keine Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung bekamen. In der Familie meines Mannes war es ganz ähnlich. Auch Zugezogene.

    Und wenn ich Generationen zuvor sehe, dann sind die auch gewandert. Aus Frankreich, den Niederlanden, aus Osteuropa.

    Es ist nett dort, wo wir aufgewachsen sind. Aber hier ist es auch nett. Man kann sich hier wohlfühlen. Ich habe ausgesprochen reizende und sehr liebevolle Kollegen und Kolleginnen, die mich sehr herzlich aufgenommen haben. Ein Geschenk.

    Völker haben schon immer Überlebenstechniken an ihre Nachkommen weitergegeben. Bei den First Nations war es die Kunst, die Sterne zu lesen, weil man danach die Äcker bestellte und das Vieh jagte. Wir bestellen keine Äcker, wir jagen auch nicht, wir haben Berufe. Wenn unseren Kindern dereinst der Sinn danach stehen sollte, sich selbst zu versorgen und auf Ackerbau und Viehzucht umzusteigen, dann werde ich sie nicht daran hindern. Ebenso wenig, wie ich sie daran hindern werde, sich dort niederzulassen, wo sie es möchten. Menschen wandern. Das ist völlig normal. Meine Aufgabe ist es, ihnen Wege zu zeigen, Türen zu öffnen, um Mechanismen zu entwickeln, in diesem Leben bestehen zu können. Nicht um der Macht Unbekannter willen, sondern um ihrer selbst willen. Vieles haben sie schon durch unsere eigene Familie erlebt und wissen es auch entsprechend einzuschätzen.

    Menschen haben unterschiedliche Strickmuster. Es gibt diejenigen, die nicht für Geld und gute Worte wegzubewegen sind und es gibt die anderen, die weiterziehen. Der liebe Gott hat einen großen Zoo.

    Ebenfalls beste Wünsche

    vom Lesezeichen

  17. wartenauf sagt:

    was niemand braucht sind quatschköpfe
    und was so überflüssig ist wie ein kropf sind machtgeile politiker und ahnungslose komentatoren im internet.
    hat denn niemand von euch eine phantasie wie es wäre ohne den ganzen wahn des teilen und herrschen zu leben.

  18. landbewohner sagt:

    im prinzip hast du vollkommen recht mit deiner auswahl der (unnützen) berufe. noch wichtiger wäre meiner meinung nach allerdings die qualität der ausbildung für alle berufe. egal. ob ingenieur oder journalist, fachidioten sind in beiden metiers nahezu überflüssig, selbstständig denkende menschen in allen berufen von nöten aber leider immer weniger vorhanden.

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