Gepiercte Deppen

Manche Leute, es ist ja bekannt, treiben sich Metallteile gar noch durch ihre Vorhäute und Schamlippen.

Solcherlei wird dann, sonst täten sie’s ja eher nicht, vielerorts als “geil” gehandelt.

Ich will solchen Verirrten nicht wünschen, dass man ihnen mal unfallhalber, so wie ich das kenne, Drähte bis tief unter die Bauchdecke und bis hoch in die Nase zwirbelt, auf dass sie spätestens beim mehr oder weniger sanften Entfernen, auch ob der sonstigen damit verbundenen Unbilden (die ich jetzt mal nicht näher beschreiben will), mal darauf kämen, was sie da an sich, symbolisch, insgesamt anrichten.

Sie setzen damit an, dass Schmerz (natürlich nur ein vergleichsweise kleiner, aufs Echte hätte von denen wohl kaum einer Bock) und Entstellung, die permanenten Schwierigkeiten, die sich daraus mal mindestens körperreinigungstechnisch ergeben, auch sonst bei mancher unbedachten bzw. üblichen Bewegung, sie zu irgendwie gestalteten, da verunstalteten Helden machten.

Bitteschön, jeder Volljährige soll mit seinem Körper machen, was er will. (Viele Säuglinge fragt man ja nicht und macht ihnen gleich was ganz weg. Das wäre bei mir verboten.)

Ich darf sowas aber auch kritisieren.

Meine Freiheit, die ebenfalls dazugehören sollte.

Haltlose Luxusselbstmalätranten in der Weichspülervariante: das sage ich dazu.

Kokettieren mit Schmerzen und Qualen.

Als Hohn für jeden, meinetwegen unbewusst, aber eben doch, der je unfreiwillig darniederlag.

Sich zwei Wochen…

Und dann noch…

Dem sein Gesicht…

Na, lassen wir das.

Das will keiner wissen.

Da hört der Edelstahlspaß dann ganz auf.

Aber ich wiederhole es ungefähr, da ich schonmal darüber schrieb: Das ist infantiler, aus grundsätzlicher sonstiger Feigheit befeuerter, unsinniger, modisch befeuerter, idiotischer Tribalismus.

Man piekst sich ein bisschen an, setzt gar noch erhöhte sexuelle Lust daran auf, dass man sich soweit, im Gegensatze zu anderen, verwagt hat.

Eine Dekadenzerscheinung und geradezu stichlinghafte Übersprungshandlung par excellence.

— Anzeigen —


Tags:

29 Antworten zu “Gepiercte Deppen”

  1. TanjaKrienen sagt:

    Sehr gut! Ganz in meinem Sinne, denn ich sage auch immer: klar dürft ihr das machen, aber ICH DARF DAS KRITISIEREN! Diese Leute tragen ihre A-Sozialität (Verzeihung, ich weiß, es ist keine soziologische Kategorie, die ich hier anführe) offen, meist gepaart mit mehreren Tattoos der übelsten Art. Piraten-Ästhetik all und überall und dazu die passenden Denkungsart. Selten waren Zeiten so ekelhaft und so wenig hoffnungsvoll. Alles steht auf Decadence, Zerfall, Mord und Totschlag. Man riecht das Blut, oder wie Kreisler mir in einem seiner letzten Briefe schrieb: “Der Vulkan raucht schon.” http://www.youtube.com/watch?v=6DDNuvzbs8Q&feature=mfu_in_order&list=UL

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Es geht ja eben darum, dass man inzwischen in weiten Kreisen schon als “intolerant” gilt, wenn man solche Dinge kritisiert oder sagt, dass man hier regelmäßig Abscheu, oft gar Ekel verspürt, dass man dieses Pseudoheldentum für dekadent erachtet.

    Ostentativen Masochismus soll man lustig und bunt finden, letztlich kulturbereichernd, oder wenigstens als einen harmlosen Spaß ansehen.

    Da mache ich nicht mit.

  3. TanjaKrienen sagt:

    Es wäre das Ende der Philosophie, wenn wir das widerspruchslos akzeptierten. Die Philosophie, die sich nicht nur auf metaphysischen Ebenen bewegt, sondern auch im Alltag Dinge hinterfragt und bewertet, erfährt schon jetzt eine zunehmend eine Entwertung und etabliert das “Alles geht”-Prinzip (anscheinend) unumkehrbar.

    Zu unserem Thema: Gestern wollte ich mir eigentlich die Neuverfilmung von “Moby Dick” ansehen, schaltete jedoch aus, als der von oben bis unten tätowierte Walfangjäger (den wir ja alle aus der historischen Vorlage und den bestehenden Filme kenne), als “sympathischer Schmana und Kannibale von nebenan” dargestellt ward, der die minutenlange, groß aufgerisse Gesichtsfassade des “verängstigten Weißen” locker weglächelt und die Akzeptanz und den RESPEKT der andere erfährt: Du Dummerchen, lächerlicher weißer Mann, ER ist die Zukunft, die Inspiration, die Spiritualität – nicht du. Du bist ein Verschwindender.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    ‘…das “Alles geht”-Prinzip (anscheinend) unumkehrbar.’

    Genau.

    Damit sprichst du Entscheidendes an.

    Man arbeitet mit der Unumkehrbarkeitsformel, dem Dogma, alles laufe nur noch in eine Richtung, gerade so wie dieser inzwischen nicht mehr sonderlich gern zitierte Depp namens Fukuyama (nicht Fukushima), der vor einigen Jahren das “Ende der Geschichte” erklärte und von vielen Schrapsleranten und Denktankwarten damit auch noch ernstgenommen wurde.

    Es ist ein klassisches Strategem, um jeden Widerstand als dumm, rückständig, reaktionär, letztlich sinnlos erscheinen zu lassen und über die Zangenbewegung von Einschüchterung (bzw. Verleumdung und Verächtlichmachung) und Entmutigung schließlich zu brechen.

    (Lustig ja auch diese Vokabel “reaktionär”. Jeder Tennisspieler ist ein Reaktionär. Es sei denn, er erzielt Punkte nur durch eigene Asse. Da hätte ich über kurz oder lang selbst Federer besiegt.)

    Dies Strategem wird selbstverständlich auch beim Euro und unserer derzeit betriebenen Totalentmündigung per EU angewandt.

    Ebenso in Punkto Zuwanderung, Bildungspolitik usw.

    Auch die Antinegativität, die erzwungene Positivität, die Ja-Sagerei, die Verteufelei jedes Neins, jedes klaren Gegen, die ich kürzlich hier thematisierte, gehört letztlich zu diesem Thema.

    Und selbst noch der Stuttgarter Bahnhofsschwachsinn, bei dem man verkehrtherum zu stimmen aufgerufen war.

    Ich sollte wohl mal einen eigenen Beitrag dazu schreiben.

  5. Josef sagt:

    @Magnus

    “Ich darf sowas aber auch kritisieren.”

    Es wundert mich schon etwas, daß Du als entschiedener Gegner des Buches der Bücher usw. oft aber genau dieselbe Meinung vertrittst, die man darin findet und dazu noch jene, die im AT steht.

    3.Mose 19:28 Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leibe machen für eine abgeschiedene Seele und sollt euch nicht tätowieren! Ich bin der HERR.

    Frage mich aber bitte jetzt nicht, warum derselbe Gott angeblich andererseits die Beschneidung für sein Volk forderte. Der einzige Reim, den ich mir darauf machen kann ist der, daß es sich entweder nicht um den selben Gott handelt, oder aber, daß man das was im AT steht, sowieso in die Tonne werfen kann, weil Jesus dann alles neu machte. Aber dann wiederum wäre es egal, wenn jemand sich piercen oder tätowieren läßt, weil alles doch nur eine Sache des individuellen Geschmacks ist.
    Wegen mir können sich andere ihre Haut mit Christbaumkugeln schmücken oder sich die Mona Lisa einritzen lassen, solange sie dasselbe nicht auch von mir verlangen. Und genau da fängt das NT an, daß man anderen nichts antut, von dem man selbst nicht will, daß es einem angetan wird. Dies ist eigentlich gleichzeitig auch der Kerngedanke des NT. Das Wohl eines Einzelnen ist genau so viel wert, wie das Wohlergehen von einer großen Gruppe von Menschen und daher kann selbst die Staatsform der Demokratie niemals zu einem alle Menschen zufrieden stellenden Ergebnis führen. Denn was von der Mehrheit beschlossen wird, ist eigentlich nur der Tod des Willens von einzelnen Individuen, die sich nicht der Mehrheit beugen wollen, weil sie es einfach nicht können, da sie anderer “Natur” sind.
    Aber was wir haben, ist ja noch nicht einmal eine “richtige” Demokratie. Wenn unsere Regierung nun beschließen würde, daß es verboten wäre, sich unter Androhung von 5 Jahren Gefängnis tätowieren oder piercen zu lassen, wäre das zwar ganz im Sinne des altestamentarischen Gottes, aber wenn sich jemand gepierct und tätowiert einfach wohler in seiner Haut fühlt, was dann?
    Irgendwie scheint mir, ist es fast unmöglich, daß zwei verschiedene Menschen jemals auf den gleichen Nenner kommen, der dann wirklich jeden Lebensbereich abdecken würde. Wie sich dann aber Millionen von bisweilen sehr unterschiedlich gesinnten Menschen in ein System zwängen oder gar “freiwillig” zwingen lassen, ist daher schon sehr verwunderlich. Was dabei dann heraus kommt, das erleben wir ja tagtäglich und sehr viele Menschen tun eigentlich nichts anderes, als sich den ganzen Tag mit diesem Problem zu beschäftigen, und das nennt sich dann ein zivilisiertes Leben, in dem aber viele herumlaufen, als kämen sie gerade aus dem Busch von den Kannibalen. Ist schon alles sehr seltsam.

    http://www.karneval-megastore.de/product_images/images/big/halloween-deko-schrumpfkopf-voodoo-118703_1.jpg

    Super Piercing oder? Und das mit dem Schrumpfkopf finde ich auch niedlich.

    Schönen Gruß, Josef

    *******

    @TanjaKrienen

    “Du Dummerchen, lächerlicher weißer Mann, ER ist die Zukunft, die Inspiration, die Spiritualität – nicht du. Du bist ein Verschwindender.”

    Schön, daß es Dich gibt Tanja!

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Wieso sollte ich nicht etwas vertreten, was in der Bibel steht?

    Ich habe nie behauptet, dass da nur Mist drinsteht, aber sehr wohl eine ganze Menge. (Du meinst ja auch, dass der Alte irgendwie nicht ganz sauber war.)

    LG

  7. Cornel sagt:

    Selbstverletzendes-Verhalten ? (SVV)

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Cornel

    Dachte immer “SVV” stünde für Schweizerischer Verkehrsverbund.

    Scherz beiseite.

    Ein Kind, das sich regelmäßig selbst verletzt, schickt man zum Nervenarzt und stellt es gegebenenfalls unter Daueraufsicht.

    Erwachsene, die das tun, findet man hip und in und cool und trendy und supersexy, sind mit ihren Tattoos und Piercings Pop(p)-Art-Trendsetter.

    Wer denkt dabei an die Wirkung auf Kinder und Jugendliche?

    Ja, ansonsten gilt natürlich Ganzkörperrasur und dreimal Duschen am Tag.

    Sonst sieht man ekelig aus und stinkt.

  9. TanjaKrienen sagt:

    Magnus, merkwürdigerweise aber ist das “Alles geht”-Prinzip DAS der Esoterik. Es ist also “rechts” angesiedelt. Seit überall YinYang vorgebetet wird, haben sich die Verhältnisse genauso entwickelt!!!

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Nunja, so link wie Esoterik in vielen Fällen daherkommt, weiß ich nicht, ob sie wirklich “rechts” ist.

    Ich habe mich vor Jahren ziemlich eingehend damit befasst (Kabbalah, Crowley, Fraternitas Saturni, OTO, A. A. , Tarot usw.) und dabei allerlei Leute kennengelernt, die durchaus heftig auf dem Linkstrip waren. (Also, z. B. , dass wir uns alle nur an unseren Menschleinskinderhändchen fassen und diese oder jene Energie fließen lassen müssten, um dass alles wie von selber gut würde.)

    Unspaßig wurden viele von denen dann aber schnell und recht boshaft und nachtragend, wenn man kritische Fragen stellte.

    Und was ist das Abendmahl der Christen, mit symbolischem Kannibalismus und Bluttrinken, anderes als angewandte Esoterik bzw. Schwarze Magie?

    Rechts?

    Sicher, in vielen Fällen wird ein Führerkult, eine psychisch-manipulative Brutalität gepflegt, alswelche man hierzulande gemeinhin als rechts definiert (alles Böse ist rechts), dabei – selbstverständlich? – geflissentlich unterschlagend, was für einen Führerkult es um Stalin und Mao gab.

    Waren die jetzt doch rechts?

  11. TanjaKrienen sagt:

    Ja, alles dem Verstand entgegensteht ist “rechts”, sofern darunter Irrationalität zu verstehen ist. Aus Zeitmangel jetzt nicht mehr, nur das -

    Schlag Mitternacht, auf dem Hügel über dem Zeltdorf tanzt ein runzliger Mann im Mondlicht wie Rumpelstilzchen. Der Mann nennt sich Dr. Joe. Er stammt aus Jamaika, trägt eine Militäruniform und hat seit drei Tagen nicht geschlafen. Zu peitschenden Reggae-Beats springt er auf einer Holzpalette in rasender Geschwindigkeit von einem krummen Bein auf das andere und spielt Luftgitarre. Ein paar Meter weiter steckt ein Mann kopfüber in einem Müllcontainer, nur die Beine schauen heraus. Er sucht etwas, findet es nicht, krabbelt aus der Tonne, betrachtet den irr tanzenden Alten, schwankt dann auf ihn zu. „Yeah“, ruft er, „you’re so fucking full of yourself, aren’t you?!“ Er torkelt weiter, bricht hinter einem Busch zusammen, bleibt liegen. Willkommen im Frankfurter Occupy-Camp! – http://www.cicero.de/kapital/occupy-frankfurt-demo-camp-kleingeister/46616?seite=1

  12. Cornel sagt:

    @Magnus

    Ich bin mir sicher das die Nutzung des schweizerischen Verkehrsverbund bedeutend weniger schmerzhaft, Verzeihung, geil ist als die gezielte Selbstverstümmelung.
    (I love Züri-Tram, und ihre blau Razzien am Limmatzplatz.)

    Das Schlüsselwort: Erwachsene.
    Niët. Gewachsen ja, aber ERwachsen? Erwachsen wessen? Der Kindheit? Der Jugend? Der Einfältigkeit?
    Totale spirituelle Finsternis, hart wie ein Schwamm nach den Sommerferien, hölzern und wohltrainiert, heldenhaft rekordverdächtig nett anzusehen.
    Schliesslich; Leere.
    Kälte und Entfremdung und (un)sinnliche Betäubung.
    Was bleibt da noch vom Mensch über?
    Hormonale gesteuerte unsichere Hüllen. Arrogant, beschränkt und brandgefährlich.
    All dies wegen ein paar Piercings?
    Ne, das Problem war vorher schon da, geht auch ohne Piercing.

    Im Radio tönt gerade “Could you be loved” von Bob Marley and the Wailers, so ein Zufall.

    PS: Ich muss zugeben das mich ein zierliches Piercing in einer Kleopatra-Nase nicht stört. Ganz im Gegenteil.

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Cornel

    Kenne vom schönen Züri bisher leider nur den Bahnhof (von meiner Pilgerfahrt nach Sils).

    Selbstverständlich ist das exzessive Piercing nicht Ursache, sondern Symptom.

    An den Ohrringen meiner Frau störte ich mich äußerlich auch nicht (außer dass ich ein paarmal daran hungenblieb).

    Ich habe mir sogar selber vor vielleicht zehn Jahren mal so einen kleinen Ohrstecker angebracht, weil sie meinte, das sähe bestimmt ganz apart aus. (Du weißt, wie es ist, wenn Frauen etwas meinen. Kurzum, ich wollte mir dann auch beweisen, dass ich kein Metalltrauma hätte.)

    Nach etwa einem Jahr brach ich das Experiment aber doch ab, weil das Teil, so klein und unscheinbar und für sich unschmerzhaft es an der Stelle war (ich spreche nicht mit dem Ohrläppchen und esse auch nicht damit), doch immer wieder nervte (man wischt sich den Schweiß auch mal an der Kopfseite ab, wenn man schwäbisch schafft) und ich mich fragte, weshalb ich das denn brauche.

    Wenn ich mir allerdings vorstelle, ich hätte so ein Teil an meinem Schniedel, so dass ich schon beim Seichen nicht nur aufs Übliche, sondern gar noch auf einen besonders sorgsamen Umgang ob eines darinstakenden Stahlpfriems nochmal extra, mit unabsehbaren Risiken, achtgeben müsste…

    Ich will das, um die Seite nicht jugendgefährdend zu halten, nicht weiter vertiefen.

    Ich sah auch, das sei noch gesagt, am Züricher Bahnhof nicht wenige also adrett wie keck gekleidete hübsche Frauen.

    Die scheinen bei Euch noch ganz gut zu wachsen.

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Occupy Hirnpiercing.

  15. Gundi sagt:

    Na, dann…ich bin gepierct und tätowiert und das schon seit Jahren. Und beides ist noch nicht im Endstadium, sprich da geht noch was.

    Bin ich jetzt auch ein Depp mit Nix im Hirn? Gehöre ich zu denen, die in Tonnen wühlen? Bleib ich hinter Büschen liegen?

    Das hat hier nichts mehr mit Kritik zu tun.

    Niedermachen, Drüber herziehen, Hetze, Unverständnis und absolutes Gegeneinander auf Grund von Aussehen oder Lebensansicht oder Körperbewusstsein – triffts eher.

    Grüße
    Gundi

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gundi

    Ich habe hier zum einen phänomenologisch argumentiert, zum anderen gleich eingangs auf die krassesten Beispiele abgehoben.

    Cornel schien mir vom Grunde her zuzustimmen, wandte aber ein, dass ihn ein Steckerchen in einem aparten Näschen nicht störe.

    Ich bekannte mich zum Ohrsteckerangebrachthaben und dazu, dass mich auch die Ohrringe meiner Frau ihr nicht abständig machten.

    Insofern kann hier von Hetze und absolutem Gegeneinander keine Rede sein.

    Es ist natürlich auch nicht jeder Gepiercte ein Depp.

    Es ist aber meiner Ansicht nach deppert, sich Metallteile durch Zunge, Lippen, Augenbrauen und gar jene anderen bereits genannten, noch heikleren Körperpartien zu treiben.

    Männlichen Säuglingen die Vorhaut wegzuschneiden, das halte ich schlicht für kriminell.

    Im alten China hat man “edlen” Frauen die Füße zu Krüppelklumpen gebunden.

    Dieser Lebensansicht, solchem Körperbewusstsein kann ich ebenfalls nichts abgewinnen.

    Dass ich ein wenig zugespitzt habe, will ich nicht bestreiten.

    Noch eine Ankdote am Rande.

    Ich kannte eine junge Frau (ansonsten überaus sympathisch, intelligent und patent), die sich eine wohl handtellergroße Tätowierung mit dem Motiv eines etwas geschwungenen Keltenkreuzes aufs Genack hatte applizieren lassen.

    Das sah dann ab einigen Metern Entfernung wie ein Hakenkreuz aus. (Das Keltenkreuz wird inzwischen übrigens in bestimmten Fällen auch schon als “verfassungsfeindliches Symbol” behandelt.)

    Sie hatte mit dem, was hier – einseitig – damit heute in der Regel assoziiert wird, nicht das Geringste zu tun.

    Dumm gelaufen.

    So ließ sie das Artefakt schließlich für teueres Geld ummodeln.

    Immerhin, das gehört auch noch dazu, hatte ihr nach einigen harmloseren Piercings ihr Vater mit sechzehn noch vernünftigerweise verboten, eine Zungenpfählung vorzunehmen.

    Was Dich speziell anlangt, so magst Du jetzt von den obigen Ansagen durchaus etwas getroffen sein.

    Wenn Du die Pfrieme wirklich gern hast an bzw. in Dir, dann lass sie halt drin.

    Vielleicht denkst Du aber doch mal drüber nach, sie rauszuziehen und lieber mit den kleinen Folgenarben zu leben.

    Noch eins.

    Ich habe durchaus auch schon Tätowierungen gesehen, die mir gefielen.

    Ob ich die Deinigen darunterrechnete, kann ich bislang nicht beurteilen.

    Es ging nicht um Kleinigkeiten, es ging um Ästhetik, um Sozialpsychologisches und zumal um aberrativen Exzess.

    Grüße

    Magnus

  17. Gundi sagt:

    Säuglingen die Vorhaut wegzuschneiden oder chinesischen Frauen die Füße via Bindung klein- und umzuformen ist das eine. Sobald ein Zwang dahinter steckt und irgendeine zwanghafte Tradition, bei der die “Verschönerten” nicht selbst entscheiden dürfen oder können, gilt das ganz klar als Menschenrechtsverletzung. Ebenso wie Klitorisbeschneidungen oder andere Brandmarkungen.

    Um die geht es aber nicht bei einer Überschrift “Gepiercte Deppen”.

    [...] Es geht ja eben darum, dass man inzwischen in weiten Kreisen schon als “intolerant” gilt, wenn man solche Dinge kritisiert oder sagt, dass man hier regelmäßig Abscheu, oft gar Ekel verspürt, dass man dieses Pseudoheldentum für dekadent erachtet.

    Ostentativen Masochismus soll man lustig und bunt finden, letztlich kulturbereichernd, oder wenigstens als einen harmlosen Spaß ansehen.

    Da mache ich nicht mit. [...]

    Warum du das hier auf die masochistische Schiene schiebst, sagt mir, dass du genau dieses Spiel anscheinend wohl doch mitspielst. Du suchst nach Antworten, warum Menschen sich piercen oder sich tätowieren. Hach, da ist ja auch gleich eine gefunden, eine passende Schublade hat sich aufgetan: der Masochismus. Und jeder, der sich eben stechen lässt, ist dann ein Pseudoheld, der eh masochistisch veranlagt ist (weil er körperliche Schmerzen aushält wahrscheinlich).

    Schonmal daran gedacht, dass hinter jedem dieser “arme Irren” eine Persönlichkeit steckt (sicher hast du das)? Tatsächlich eine Persönlichkeit, ob das nun die mit der schwarzen Sonne ist oder die mit dem knallbunten Madonnenbild auf dem Rücken oder die mit dem Gesicht voller Metall oder oder oder … es ist nach wie vor eine Persönlichkeit.

    Du knallst dir mit deinen Urteilen scheinbar von vornherein selber eine Tür vor der Nase zu, denn du empfindest (laut deinen Aussagen) zu allererst Ekel und Abscheu. Diesen Menschen gegenüber. Bedauerlicherweise. Was kein Vorwurf, sondern (m)eine Ansicht & Beobachtung ist.

    Und: Du bestehst darauf, deine Meinung auf diese Weise kundzutun, schmeißt mit Dekadenz und angeblicher Feigheit und Beleidungen um dich (“Das ist infantiler, aus grundsätzlicher sonstiger Feigheit befeuerter, unsinniger, modisch befeuerter, idiotischer Tribalismus.”) Du nennst es Kritik. Dann erwarte(t) aber auch, dass andere ebenso kritisieren, nämlich dich/euch.
    “aber ICH DARF DAS KRITISIEREN!” muss für _alle_ gelten. Deshalb ist es überflüssig, das immer wieder zu betonen, gerade von den Seiten, die immer meinen, das nicht zu dürfen.

    Mein größtes Tattoo auf der rechten Schulter hin zur Armbeuge verbindet mein Tochter und mich. Es ist kunterbunt – so wie unser Leben – und nicht grau oder schwarz wie sovieles um uns herum. Ein zweites ist ein winziges YinYang, wo Schatten ist, da ist auch Licht. Böses birgt immer auch Gutes ins sich. Liebe/Angst, Mann/Frau, klein/groß, hell/dunkel..usw. Dualität.
    Zarte Eidechsen zieren meinen ebenso zarten rechten Unterarm und stehen für zwei Mädels (Zwillinge), die mir seit Jahren schon viel bedeuten und immer bedeuten werden. Sie begleiten mich.
    Der tätowierte Ring am linken Mittelfinger verwirrt viele Menschen, er steht in erster Linie für meine Verbundenheit mit meinem Lieblingstätowierer, mit diesem Ansinnen wurde er auch von ihm gestochen.

    In der Tattooszene kam meiner Beobachtung nach ebenso wie bei dir/euch das große Kotzen ob der Trendsetterei. Jeder wollte auf einmal ein sogenanntes Tribal haben, dir ist sicher auch der Begriff “Arschgeweih” bekannt. Die Tätowierer stechens dennoch, da die Kasse eben nur dadurch klingelt. Und damit die Basis fürs Leben geschaffen wird.
    Die ganze Szene hat aber auch in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt wie nie zuvor, was meiner Meinung nach gut so ist. Es sind schlicht und einfach K-ü-n-s-t-l-e-r. Und es kristallisiert sich heraus, wer was wie draufhat.

    @Josef:

    Vorab, ich bin weder Christin noch Muslima noch Buddhistin noch gehöre ich irgendeiner anderen Religion an. Gedanken, wo wir herkommen und wo wir hingehen mach ich mir dennoch schon mein Leben lang. Hat ja nun auch nix mit Religion zu tun.

    [...]
    3.Mose 19:28 Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leibe machen für eine abgeschiedene Seele und sollt euch nicht tätowieren! Ich bin der HERR.

    Frage mich aber bitte jetzt nicht, warum derselbe Gott angeblich andererseits die Beschneidung für sein Volk forderte. Der einzige Reim, den ich mir darauf machen kann ist der, daß es sich entweder nicht um den selben Gott handelt, oder aber, daß man das was im AT steht, sowieso in die Tonne werfen kann, weil Jesus dann alles neu machte. [...]

    Dass es sich nicht um den selben Gott handelt, triffts meiner Meinung nach schon annähernd.

    Wie am Anfang des Zitats extra dargelegt, sprach Mose so…nicht Gott.

    Gott fordert nicht, denn er straft nicht. Himmel, Hölle und Vorhölle sind Erfindungen der Menschen, nicht Gottes. Er ist kein rachsüchtiger alter Mann, der da oben im Himmel lebt und nur darauf wartet, dass wir die nächste Sünde begehen, um uns dann angemessen zu bestrafen. Er sieht unser Leben auf der Erde nicht als Aufgabe, sondern als Form des “Sein”. Er ist es auch nicht, der uns mit der Erbsünde behaftet, es sind die Menschen selber.
    Er wird als Forderer und Bestrafer dargestellt…von Menschen und von Religionen. Um irgendwelche Regeln durchzusetzen, die das freie Denken und damit den freien Willen (den er/sie/es uns schenkte) unterbinden. Damit wir Nutzen für einige Wenige bringen und unser eigenständiges Denken ablegen. Andere sollen für uns denken.
    Gott fordert auch keine Beschneidung, es sind Menschen, die das fordern. Und die Gott missbrauchen dafür.

    Es stellt sich an dieser Stelle oft die Frage, warum er dann dagegen nichts unternimmt.

    Weil ER/SIE/ES schlicht und einfach WIR ist. Wir erschaffen und schöpfen. All das um uns herum. Wir haben mit unserem Körper und unserem Verstand ein fantastisches Werkzeug bekommen, die Welt nach unseren Wünschen zu gestalten.

    Heißt z.B.: Wenn Milliarden Menschen sich nicht eindeutig gegen Krieg & Massenmord entscheiden und danach _handeln_ (Dreifaltigkeit: Gedanke, Wort, Handlung), dann werden wir noch in 100 Jahren Bomben schmeißen.
    Würde sich Gott als “Herrscher” von oben, der alles in der Hand hat, nun einmischen, würde das unserem freien Willen widersprechen, seiner eigenen Handlung (nämlich dass er uns den freien Willen gegeben hat) sowas von deutlich widersprechen und es wäre viel zu einfach. Er würde sich quasi selbst verarschen, was er nicht tut. Wir würden uns nicht erkennen, sondern nach seinem “Dogma” leben müssen.

    Wir alle streben nach Erfüllung. Das ist meiner Meinung nach das Gefühl, was weder von Körper noch von Verstand kommt, sondern von dem, was uns tief in uns ausmacht. Von der Seele. (Dreifaltigkeit: Seele, Verstand (Geist), Körper).
    Und ich habe nicht ein Kreuz hier hängen, kein Madonnenbild, das ich anbete, du findest bei mir auch keinen kleinen Buddha oder einen Gebetsteppich. Keine Bibel, kein Koran.

    Wenn ich “Gott” suche, dann stelle ich mich vor den Spiegel, damit sie sichtbar wird. Ich schau mir in die Augen und weiß einfach, dass es nicht Gotteswerk sondern Menschenwerk ist, wenn zB. Kinder beschnitten werden, Bomben fliegen, Menschen verhungern und die Umwelt systematisch zerstört wird. Menschenwerk.

    Grüße aus Thüringen und dem hochkatholischen Eichsfeld
    Gundi

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gundi

    Selbstverständlich darfst auch Du meine Haltung kritisieren, und dies in aller Schärfe.

    Dazu ist dieser Kommentarteil ja schließlich – zumindest auch – da.

    Ich danke Dir dafür, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, die Sache noch einmal so ausführlich von der anderen Seite her, als Kennerin der “Szene”, zu beleuchten.

    Solche Dinge müssen einfach auf den Tisch.

    Dazu gehört, dass man offen ausspricht, was man denkt.

    Ich will jetzt zunächst nur noch so viel dazu sagen, mich im Grunde wiederholend, dass ich mich nicht generell, aber eben bei den extremen Formen von Piercing vom jeweiligen Menschen spontan abgestoßen fühle.

    Das ist so, und man darf es mir gerne als Duweißtschonwas vorwerfen.

    Ich werde mich jedenfalls keiner Selbstgehirnwäsche unterziehen, um mir das abzugewöhnen.

    LG

    Magnus

  19. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gundi & Alle

    Das habe ich zufällig noch in meinem Archiv gefunden:

    http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2010/01/31/lust-am-schmerz/

  20. Josef sagt:

    @ Gundi

    Da Du mich namentlich angesprochen hast, möchte ich Dir eine Antwort geben.
    Magnus bitte ich zu entschuldigen, wenn mein Kommentar nun vom eigentlichen Thema abweicht.

    Ich persönlich habe schon immer nichts von Tätowierungen oder auch Piercings gehalten und in der Bibel lese ich erst seit ca. 3 Jahren. Daß da so etwas wie oben genannt drin steht, wußte ich vorher also gar nicht.
    Es ist schon lange her und der Grund dafür dauert zu lange jetzt, es hier zu erklären, da habe ich mir aber mal einen Einschnitt am Körper zugefügt, den ich aber bis heute nicht bereue.

    “Vorab, ich bin weder Christin noch Muslima noch Buddhistin noch gehöre ich irgendeiner anderen Religion an.”

    Christ zu sein, bedeutet nicht unbedingt auch gleich einer Religion anzugehören. Ich gehöre keiner institutionellen christlichen Gemeinschaft an. Meine Art von Gemeinde besteht aus ihren einzelnen Teilen, die sich nur darin eins sind, daß wir an einen Schöpfergott (Gott ist Geist) glauben, den uns Jesus versucht hat näher zu bringen. Dazu erkennen wir Jesus auch als den Sohn Gottes an. Nicht mehr und nicht weniger.

    “Wenn ich “Gott” suche, dann stelle ich mich vor den Spiegel, damit sie sichtbar wird.”

    Bei Dir ist Gott also eine weibliche Person, die Du in Dir selbst erkennst. Wahrscheinlich denkst Du so, weil Du als Frau meinst neues Leben erschaffen zu können. Dann können die Menschen, Verzeihung nur die Frauen ja versuchen in der Zukunft eine Gruppe von ihnen auf den Mars zu schicken, um diesen Planeten zu bevölkern und ihn auch mit anderem zusätzlichen Leben zu füllen. Viel Glück bei diesem Experiment!
    Außerdem, Du kannst vielleicht ein Kind bekommen, aber dieses wird ohne mit dem göttlichen Funken sein Herz in Bewegung gesetzt zu bekommen, der ganz gewiß nicht durch Dich erfolgt, nur ein totes Stück Fleisch bleiben. Das soll heißen, der Schöpfergott ist weit mehr, als nur das, was Du im Spiegel in Dir zu erkennen glaubst.

    “Und ich habe nicht ein Kreuz hier hängen, kein Madonnenbild, das ich anbete, du findest bei mir auch keinen kleinen Buddha oder einen Gebetsteppich. Keine Bibel, kein Koran.”

    ABER Du trägst an Deinem Körper ein “ein winziges YinYang”.

    Alles was Du aufgezählt hast, findest Du auch bei mir nicht, außer eben einer Bibel. Und wie ich diese lese und verstehe, damit scheine ich nur den Zorn anderer “Christen” auf mich zu ziehen, was mir aber egal ist, denn:

    1.Johannes 2:27 Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand lehre; sondern so, wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge, und wie sie euch belehrt hat, so bleibet darin!

    “Weil ER/SIE/ES schlicht und einfach WIR ist. Wir erschaffen und schöpfen. All das um uns herum.”

    Damit sagst Du, Du seist mitschuldig auch an den Verbrechen, die in unserer Welt verübt werden, denn Dein “Wir” schließt Dich keineswegs aus.
    Im gleichen Zusammenhang sprichst Du von der Dualität des Menschen und daß “Böses immer auch Gutes ins sich birgt”. Einem Kleinkind aus der eigenen Ermächtigung heraus, die Vorhaut zu entfernen, ist böse, sonst gar nichts. Es wird dann nur versucht, es so hinzubiegen, als würde für den Jungen auch ein Nutzen daraus erfolgen. Ob dem jungen später gefällt, wie er verstümmelt worden ist, steht gar nicht erst zu Debatte.
    Gutes daraus sehen könnte man nur, wenn der Betreffende im späteren Leben seine Zustimmung zu seiner Beschneidung gibt, er es also so haben will. Ob seine Haltung nun daraus resultiert, daß er sich nur hat einreden lassen, daß es so besser wäre, ist wiederum eine andere Geschichte. Womit ich aber sagen will, ist das, was wir ganz bewußt tun oder wollen, auch wirklich immer unser ureigener Wille oder meinen wir nur, daß unser Wille unser ureigener Wille ist und er aber nur auf dem beruht, was andere an Erfahrungen bereits gemacht haben uns von denen als gut und richtig eingetrichtert worden ist?

    “Gott fordert auch keine Beschneidung, es sind Menschen, die das fordern. Und die Gott missbrauchen dafür.”

    Ja, in der Bibel wird davon gesprochen, als hätte Gott die Beschneidung von seinem ehemaligen Volk verlangt. Das wäre sozusagen der Bund zwischen ihnen und Gott gewesen (und so wird es von den Juden ja immer noch betrachtet). Wenn das aber der einzig richtige Bund ist, warum werden dann die Christen aus den Heidenvölkern nicht beschnitten? Denn ohne Beschneidung doch auch kein Bund mit Gott, oder? Es muß sich hierbei also um einen ganz speziellen Gott handeln, der nur für die Juden da ist, denn sie alleine haben diesen Bund mit ihm.
    Dann auch die Frage, wie viele solcher Bünde mit Gott gibt es und welcher ist der wirklich richtige? In der Bibel steht auch etwas davon, daß uns Gott noch ein anderes Zeichen gab und immer wenn wir dieses Zeichen sehen, was völlig ohne Gewalttat an anderen, ohne anderen Schmerzen zu bereiten, also Böses zu tun auskommt, dann sollen wir Menschen uns daran erinnern, daß Gott einen Bund mit uns gemacht hat. Gemeint ist der Regenbogen.

    1.Mose 9:16 Darum soll der Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Wesen von allem Fleisch, das auf Erden ist.

    Ist nun dieser Gott mit dem Regenbogenbund auch in der Tat wirklich derselbe, wie der Gott, nach dessen Willen angeblich kleine Jungs verstümmelt werden sollen?

    Und auch, ist der Mose, der von Gott die 10 Gebote bekam, wirklich derselbe Mose, der später dazu noch das sogenannte mosaische Gesetz erließ, welches erhebliche Tücken hat und das später von Jesus Christus als der alte Bund als nichtig deklariert worden ist, wobei Jesus sich aber, so gut wie Er ist, noch selbst als das letzte Opfer, dieses fälschlich und angeblich nach dem Willen von dessen himmlischen Vater erlassenen Gesetzes, an einem Kreuz hat hinrichten/töten lassen? Denn der alte Bund besagt, es müsse auf jeden Fall Blut fließen; ohne Blutvergießen gäbe keine Vergebung von Sünden. Komisch, aber Jesus sagte einfach zu anderen und ohne, daß dabei Blut hätte vergossen werden müssen: Dir sind Deine Sünden vergeben. Aber Jesus war nach dem Gesetz nun einmal Jude, also unterlag Er auch bis zu seinem Tod den mosaischen Rechtsbestimmungen und deshalb mußte sein Opfer, das LETZTE SEINER ART, ein blutiges Opfer sein.

    Ein gewisser Stephanus ist deshalb damals (siehe Apostelgeschichte 7,1-60) gesteinigt worden von den Juden, weil er ihnen ins Gesicht sagte, daß sie 40 Jahre lang die Götzenbilder des Moloch und ihres Sternengottes Remphan umhergetragen haben und da angeblich der richtige Mose bei ihnen gewesen sein soll, der aber schon viel früher darüber gemeckert hat, als in der Zeit als er oben auf dem Berg von dem richtigen Gott die 10 Gebote in seinen Geist eingegeben bekommen hat, das gelangweilte und auf seine Rückkehr wartende Judenvolk unten ein goldenes Kalb anfertigte, um dieses Götzenbild anzubeten.
    Kurz und bündig, es gibt zwei Seiten der Geschichte. Denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß der Gott der Liebe, unser aller himmlischer Vater, dann dem Josua gesagt haben soll, geht nach Kanaan, reißt euch dieses Fleckchen Erde unter den Nagel und begeht an den Kanaanitern und anderen dort Ansässigen Völkermord. Das nämlich geschah dann und es heißt, Gott hätte es so gewollt und das Töten von lebendigen Seelen als Recht erklärt. Ich glaube das so jedenfalls nicht.

    “Wenn ich “Gott” suche….”

    Wer Gott erst suchen muß, der trägt noch ein großes Manko mit sich herum.

    “wo Schatten ist, da ist auch Licht.”

    Wo Gott ist, da ist aber NUR Licht und KEIN Schatten. Deshalb kann auch ein YinYang nur ein Symbol für den Teufel sein, und es ähnelt in seiner Art dem Baphomet, dem zweigeschlechtlichen Teufel. Der Teufel besitzt eine Dualität und das wird mal sein Verderben sein und bis dahin wird er noch sehr viele unschuldige lebendige Seelen mit sich in die Tiefe, in die ewige Dunkelheit reißen.

    Liebe Grüße, Josef

  21. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Ich finde Deine Antwort an Gundi in verschiedener Hinsicht lesens- und beachtenswert.

    Deine Beurteilung des Yin-Yang-Symbols vermag ich allerdings nicht zu teilen.

    Um dies mal ganz einfach zu begründen: Es steht lediglich z. B. dafür, dass ein Keim Männliches auch in der Frau sei, ein Keim Weibliches im Manne.

    Es ist halt ein diesseitiges Symbol.

    Das ist nicht per se verwerflich.

    Es kann in diesem Sinne auch durchaus verständnisfördernd sein. (Es lohnt sich, von den Chinesen zu lernen.)

    Gleichwohl hast Du m. E. in Gundis Richtung sehr geschickt die Frage dahingehend aufgeworfen, ob sie denn, nach ihrer deutlich abständigen Erklärung, hier nicht doch ein – aus ihrer eigentlichen Sicht – religiöses Symbol im zweifelhaft-magischen Sinne, und sei dies ihr nicht recht bewusst, auf sich selbst herumtrage.

    Dass Gundi sich selbst als göttlich ansieht, kann ich ihr, wofern man diesen Begriff überhaupt zulässt, indes keineswegs verübeln.

    Ich denke nämlich, dass sie das nicht einseitig weiblich bezogen hat.

    Wahrscheinlich gesteht sie Dir dieses Attribut ebenfalls zu, ungeachtet dessen, dass Du nicht gebären kannst.

    So schätze ich sie jedenfalls ein.

    Nun aber überlasse ich erstmal ihr das Wort, so Göttin, oder auch Gottes Tochter, oder wie auch immer sie sich sieht, das will.

    LG

    Magnus

  22. Josef sagt:

    @ Magnus

    Danke für Deinen Zuspruch und Deine Kritik zu meinem Kommentar.

    Ich weiß, Du hast das folgende absichtlich in Klammern gesetzt, möchte es aber trotzdem als Vorwand nehmen, um dazu etwas zu sagen.

    “(Es lohnt sich, von den Chinesen zu lernen.)”

    Mag sein, man kann von den Chinesen einiges lernen, aber da es noch am Wesentlichen bei denen hapert und sie was das angeht, bis heute anscheinend nichts dazugelernt haben (siehe z.B. den Link unten), können sie sich bei mir auch nicht mit schönen Symbolen einschmeicheln, mit denen sie vorgeben wollen, sie hätten grundsätzlich verstanden worauf es wirklich ankommt, nämlich daß wir alle eins sind (Johannes 17:21; 17:22). Genau DAS haben sie nämlich NICHT verstanden.

    http://www.droits-de-lhomme.ch/menschenrechtsverletzungen/menschenrechtsverletzungen-in-china/

    Wirkliche Liebe und wirkliches Einssein braucht keine Symbole aus Metall, Holz oder Stein. Wirkliche Liebe will gelebt und so auch gezeigt werden und im besten Fall geht sie auch über den Tod hinaus. Aber es bedeutet nichts, wenn auch als schönes Symbol auf der Haut eintätowiert zu werden oder ähnliches. Das ist ungefähr so, als wenn andere sich ein Kreuz an einer Kette um den Hals hängen oder sich sogar eins eintätowieren lassen. Bedeuten muß das gar nichts, im schlimmsten Fall kann und wird es vielmehr das Gegenteil von dem bedeuten, was allgemein angenommen wird. Show machen mit etwas nenne ich das, um zu zeigen, ich habe es verstanden. Leider bleibt es gewöhnlich auch beim Show machen. Show ist aber, wie der Name schon sagt, nicht die Realität und somit auch nicht das wahre Leben, wie es sein sollte. Aber versuche das mal den Leuten beizubringen. Sie hören oft gar nicht erst zu.

    “Es steht lediglich z. B. dafür, dass ein Keim Männliches auch in der Frau sei, ein Keim Weibliches im Manne.”

    Epheser 5:28 Ebenso sind die Männer schuldig, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.

    Das hat aber nichts mit Yin-Yang zu tun. Denn gibt es ein Yin und auch ein Yang, dann wird eine Trennung vollzogen und so getan, als wäre da eine Art Verschmelzung vonnöten. Das ist der große Trick dabei, den der Widersacher anwendet, um die Menschen zu täuschen und damit auch von Gott zu trennen, in dem wir schon EINS sind. In Gott gibt es kein Wesen “Yin” für sich alleine und kein Wesen “Yang” für sich alleine, in Gott gibt es NUR EIN Wesen, Gott ist eine Wesenseinheit – eben NUR Licht und kein Schatten; Anders gesagt, in Gott gibt es kein Gut und Böse vereint, sondern es gibt nur ein Gut; es gibt kein Du bist so und ich bin aber so und nun müssen wir probieren zusammen zu kommen.

    “Ich denke nämlich, dass sie das nicht einseitig weiblich bezogen hat.”

    Wenn Du Gundis Meinung teilst, dann macht Ihr beide denselben Fehler. Ihr trennt nämlich das, was Gott zusammengefügt hat. So enstehen zwei Parteien, die miteinander in Konkurrenz stehen. Im Kleinen entwickelt sich so Streit, im Großen entwickeln sich so Kriege. Weil die derzeitige Weltsicht der meisten Menschen auf, ja, sagen wir ruhig Yin und Yang beruht, auf das Vorhandensein zweier Wesen. Hätten die Menschen verstanden, daß sie schon eins sind, dann wäre der Kampf vorbei der läuft, seit die Menschheit existiert. Kain erschlug seinen Bruder Abel aus genau demselben Grund, warum ein Islamist einen Christen als minderwertig betrachtet und er trotzdem neidisch auf ihn ist und Angst hat, er könnte ihm seinen Platz bei Gott streitig machen. Immer dieselbe alte Geschichte also.

    LG

  23. Gundi sagt:

    Lieber Josef und lieber Magnus

    vielen Dank vorab für eure Antwort. Und noch etwas: Wenn ich euch auch direkt anspreche, dann möchte ich euch in keinerlei Zusammenhang persönlich angreifen oder verletzen.

    Josef:

    Du sprichst zu Beginn von deiner Art Gemeinde und was sie als solche ausmacht. Dazu möchte ich eigentlich nur sagen, dass ich es von Grund auf gut finde, sich in Glaubensfragen von „herkömmlichen“ Religionen loszulösen und auf eigene Weise zu versuchen, sich zu erkennen.
    Wie du aber vielleicht schon richtig vermutest, finde ich (für mich) dort auch einen kleinen Haken bzw. eine Unklarheit:

    [...]Dazu erkennen wir Jesus auch als den Sohn Gottes an. Nicht mehr und nicht weniger. [...]

    Ich spreche jetzt mal nur von dir. Erkennst du dich selber auch als Sohn Gottes an? Und stehst du in dieser Hinsicht auf gleicher Stufe wie Jesus? Das wären zwei Fragen, deren Antwort mich sehr interessiert. Aber machen wir erst mal weiter:

    ~~~

    [...] Bei Dir ist Gott also eine weibliche Person, die Du in Dir selbst erkennst. Wahrscheinlich denkst Du so, weil Du als Frau meinst neues Leben erschaffen zu können. […]

    Ich hab an dieser Stelle nur die ersten 2 Sätze heraus zitiert, damit klar ist, um was es in folgendem Abschnitt gehen soll, der Rest deiner Zeilen ist keinesfalls unwichtig. Also:
    Unser lieber Magnus hat es schon richtig erkannt. Dieses Attribut der Göttlichkeit gestehe ich dir und auch Magnus und jedem anderen Menschen ebenso zu, da ich denke, wir alle sind göttlich bzw. Gott. Selbst in der Bibel heißt es wohl: „Gott ist in jedem von uns“. Warum also dieses Statement nicht aufgreifen und tatsächlich leben?
    Lieber Josef, bitte gestehe mir doch soviel biologisches Fachwissen zu, dass ich durchaus weiß, dass ich allein als Frau keinerlei menschliches Leben erschaffen kann (weder hier noch auf dem Mars). Ich brauche dazu einen Gott in Form eines Mannes. Selbst bei einer künstlichen Befruchtung stand irgendwann am Anfang auch ein Mann.
    Du sprichst dann von dem göttlichen Funken, der ohne einen „Schöpfergott“ nicht überspringen würde. Ich habe da meine eigene Theorie, die mit deiner ansatzweise übereinstimmt. Ich sprach ja nun u.a. von der Dreifaltigkeit „Körper, Verstand (Geist) und Seele“, wobei letztere ein Teil dessen ist, was uns alle ausmacht. Wir haben alle einen Körper, unsern Verstand und eine Seele. Die Seele ist das, was uns fühlen lässt, der Verstand denkt und der Körper handelt. Die Seele ist auch der Teil in uns, der immer zu Höherem strebt, zum Glück, zur Erfüllung, zur Zufriedenheit, zur Vollkommenheit. Sie will Erfahrungen sammeln, um dann ein Stück weiter aufzusteigen, der Vollkommenheit ein Stück näher zu kommen und sich selbst als das zu erkennen, was sie ist:
    Alles.
    Gott.
    Mit Allem verbunden.
    Dafür „nutzt“ die Seele hier auf Erden u.a. den Menschen. Sie entschließt sich, Erfahrungen als Mensch zu sammeln und setzt bei der Zeugung dessen diesen entsprechenden Funken frei, indem sie sich in diesem gerade im Moment gezeugten Leben „einnistet“, diesen Körper und Verstand als Werkzeug nutzt, alle für sie notwendigen Erfahrungen zu sammeln bzw. sich aller für sie notwendigen Erfahrungen zu erinnern. So sammelt sie vielleicht in Zukunft Erfahrungen als Massenmörder, als Nonne, als sterbende Frühgeburt, als Wissenschaftler, als Prediger, als Drogensüchtiger, als Mutter, Vater usw. Und wenn sie meint, es sei Zeit für sie, diesen Körper zu verlassen, dann geht sie auch. Dann kommt es zu Unfällen, zum plötzlichen Kindstod, zum Drogentod, zum biologisch völlig normalen Altersschwächetod, zur Ermordung usw..(Wir Zurückgebliebenen fassen das oft als grausam auf, als schmerzlich, als fürchterlich, bitter, traurig, besonders wenn die Tode äußerst tragisch verlaufen.). Es ist also, meiner Ansicht nach, die einzelne Seele und damit das was wir Gott nennen, der/die/das Leben gibt.
    Soviel erst mal dazu, man könnte an dieser Stelle noch viel weiter gehen, doch das würde eventuell den Rahmen sprengen, gerade die Sache mit dem Tod ist doch ein sehr explosives Thema, wenn ich da beispielsweise an Millionen ermordeten Menschen denke oder auch an tragische Einzelschicksale.

    ~~~

    Weiter mit deinem Text.
    Zitat (ich nehme mal mein eigenes von dir zitiertes mit rein):

    [...]“Weil ER/SIE/ES schlicht und einfach WIR ist. Wir erschaffen und schöpfen. All das um uns herum.”

    Damit sagst Du, Du seist mitschuldig auch an den Verbrechen, die in unserer Welt verübt werden, denn Dein “Wir” schließt Dich keineswegs aus.[...]

    Im Grunde hast du recht. An all den derzeit begangenen Verbrechen auf unserer Erdmurmel bin auch ich mit “Schuld”. Genau wie du oder Magnus oder mein Kind oder Magnus’ Kinder, der Nachbar, der Arme, der Reiche – wir ALLE. Wenn man hier unbedingt von Schuld sprechen möchte sind alle schuld, ja. Aber:
    Wenn wir das als Schuld bewerten (Wir Menschen müssen ja alles bewerten, einteilen in gut oder böse oder falsch und richtig, weil wir sonst in unserem derzeitigen Denksystem überhaupt nicht mehr zurecht kommen), also wenn wir das als Schuld bewerten, dann wird es doch Zeit, wieder „gut zu machen“, nicht wahr?
    Wir sind also seit Jahrhunderten, Jahrtausenden in der Lage, Not, Elend, Mord &Totschlag, unvorstellbare Grausamkeiten und all das Übel auf der Welt _zu zu lassen_. Dazu sind wir in der Lage, weil wir uns immer mehr voneinander getrennt haben und damit auch von Gott. Wir spüren keine Verbundenheit mehr zu allem. Allein das Wort „Seele“ hat für den Großteil der Menschen einen negativ-esoterischen Beigeschmack, jeder Versuch, das Nicht-Sichtbare zu ergründen wird seit ewigen Zeiten offiziell im Keim erstickt. Menschen werden in Schubladen gesteckt, als Spinner, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker usw. diffamiert. Selbst du differenzierst dich über deinen Glauben von anderen. Du schaffst damit eine Grenze. (macht jeder hin und wieder, der eine mehr der andere weniger), kapselst dich von anderen ab, die deiner Vorstellung vom Leben/Glauben nicht entsprechen. Alle Kontinente kapseln sich bspw. von einander ab, allen Menschen (Ellenbogengesellschaft) wird von klein auf beigebracht: bringe Leistung, sei erfolgreich, verdiene Geld, um zu überleben.
    Die Form unseres derzeitigen Überlebenswilles ist es also, der uns voneinander trennt.
    Solange wir nicht erkennen, dass wir eins sind – trotz unserer Individualität – solange wird es also diese Grausamkeiten geben.
    Das heißt nicht, dass ich von heute auf morgen jeden einzelnen lieb haben muss, damit auf Erden Frieden herrscht. Nein. Dazu bedarf es aller Menschen. Das sogenannte Massenbewusstsein muss sich dafür ändern, es muss grenzenlos werden (und es ist auf einem guten Weg da hin!).
    Was können wir also tun? Ich lasse diese Frage mal unbeantwortet im Raum stehen.

    Nochmals zu dem beschnittenen Kleinkind: Du fragst mich hier nach gut und böse, weil ich sage, dass Böses immer auch Gutes zeigt. Dein „Gutes“ an dieser Geschichte wäre der Fall, dass dieser Mensch später als junger Mann mit seiner Beschneidung im Nachhinein einverstanden sei und sie tatsächlich für gut befinden könnte.
    Das Gute, was sich für mich an dieser Grausamkeit zeigt ist, dass meine, deine, Magnus usw. Ansicht davon – von diesen Verstümmelungen – vollkommen übereinstimmen und wir sind nicht die Einzigen. Wir sind sehr sehr viele, sonst wäre heutzutage die Beschneidung auch in unseren Krankenhäusern gang und gäbe. Es liegt heute also an uns Vielen, den Respekt voreinander, vor dem Leben noch weiter zu verbreiten und zu intensivieren, uns so aktiv immer wieder einzubringen, dass diese Beschneidungen eines Tages zu einem Relikt der Vergangenheit werden. Und bei dessen Betrachtung wir immer wieder erkennen, wer-oder-was-wir-nicht-sein-wollen.

    [...]Ist nun dieser Gott mit dem Regenbogenbund auch in der Tat wirklich derselbe, wie der Gott, nach dessen Willen angeblich kleine Jungs verstümmelt werden sollen? […]

    Nein. Beide sind erfunden, um selbstständiges Denken zu unterbinden. Sie sind beide ein Vorwand für bestimmte Handlungen. Wie so viele andere angebliche Botschaften und Handlungen im Namen Gottes.

    ~~~

    [...]“Wenn ich “Gott” suche….”

    Wer Gott erst suchen muß, der trägt noch ein großes Manko mit sich herum.[...]

    Ha! Erwischt. :) Danke für den Hinweis.
    Ich hätte einfach das zweite Anführungszeichen nach dem Wort „suche“ setzen müssen. Verzeih. Also wenn ich “Gott suche”…
    Ich weiß, dass ich durch meine Umwelt, meine Mitmenschen mit permanenter Göttlichkeit und Schaffenskraft umgeben bin. Da muss ich nicht suchen, sondern nur hin und wieder erkennen.

    ~~~

    [...]“wo Schatten ist, da ist auch Licht.”
    Wo Gott ist, da ist aber NUR Licht und KEIN Schatten. Deshalb kann auch ein YinYang nur ein Symbol für den Teufel sein, und es ähnelt in seiner Art dem Baphomet, dem zweigeschlechtlichen Teufel. Der Teufel besitzt eine Dualität und das wird mal sein Verderben sein und bis dahin wird er noch sehr viele unschuldige lebendige Seelen mit sich in die Tiefe, in die ewige Dunkelheit reißen.[...]

    Ich halte den Teufel für nicht-existent. Auch nicht den zweigeschlechtlichen.
    Ebenso halte ich die Hölle als Ort/Heimat des Teufels für nicht-existent.

    Was ich meine mit „wo Schatten ist, da ist auch Licht“ ist, dass keines ohne das andere erkennbar ist. Du könntest nicht behaupten, wo Gott ist, ist nur Licht, wenn du den Schatten als solches nicht (er)kennen würdest. Dir wäre Schatten völlig unbekannt. Ich geh noch einen Schritt weiter:
    Wir sind alle Gott…und werfen dennoch Schatten hier auf Erden. Da wo wir sind, ist Licht und Schatten, denn all das ist ebenso göttlich. Es kommt also immer nur darauf an, wie man – in diesem Beispiel – einzelne Worte wertet/deutet. Schattenspendende Dächer oder Sonnenschirme bspw. sind sehr nützlich, mitunter sogar lebensrettend. Nachtschattengewächse…Schattenspiele…usw.

    So, ich komm erst mal zum Abschluss, ist ja wieder mal recht viel geworden.

    Liebe Grüße
    Göttin Gundi :)

  24. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gundi

    Wunderbare spontane Rede!

    Um Josef nicht vorzugreifen, auch, da ich jetzt mal frische Luft, bzw. dann die verräucherte meiner Stammkneipe brauche, sage ich wohl erst später noch etwas dazu.

    Ich freue mich jedenfalls ungemein, dass unser Streit Dich nicht abständig gemacht hat.

    Und ich freute mich, zumal, da ich sehe, wie Du immer genauer auf den Punkt schreibst, auch wenn ich natürlich nicht jede Sichtweise uneingeschränkt teile, sehr auf einen weiterern Gastbeitrag Deinerseits, jederzeit.

    Ich sag’s jetzt auch mal so salopp wie Du: Gundi rockt.

    Liebe Grüße

  25. Josef sagt:

    Liebe Gundi,

    eine längere Diskussion war von mir eigentlich gar nicht gewollt, aber ich versuche mal zu Deinem Kommentar von unten her eine Antwort zu geben. Ich beginne mit der Sache von Licht und Schatten.

    „Du könntest nicht behaupten, wo Gott ist, ist nur Licht, wenn du den Schatten als solches nicht (er)kennen würdest.“

    Ich behaupte das nicht, sondern es steht so in der Bibel: 1.Johannes 1:5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist.

    Das hat nichts mit unserer materiellen Sichtweise von Licht und Schatten(wurf) auf unserer Welt zu tun, sondern das hat eher etwas mit Reinheit zu tun, damit, überhaupt nichts Böses tun zu können und nach unserem Verständnis, an einem „Ort“ zu sein, wo das Böse ausgeschlossen ist. Jeder Mensch, ja JEDER, auch Du, Magnus und ich, sind aber geneigt auch mal Böses zu tun, anders gesagt, JEDER Mensch hat auch eine dunkle Seite seiner selbst. Und weil das so ist, fehlt uns einfach das, was uns zu wirklichen Göttern machen würde, nämlich die absolute Reinheit. Jesus Christus besaß/besitzt aber diese absolute Reinheit und deshalb steht Ihm der Anspruch alleine zu, sich Sohn Gottes nennen zu dürfen. Sag Gundi, meinst Du wirklich von Dir, ohne Sünde zu sein? Hast Du in Deinem Leben noch nie irgend etwas Böses getan? Würdest Du Dein Leben einfach so in der nächsten Minute für irgendeinen anderen Dir unbekannten Menschen hingeben, so wie Jesus es für alle Menschen getan hat?

    „Ich halte den Teufel für nicht-existent.“

    In der Bibel steht, Gott ist Geist und noch nie hat Ihn irgend jemand gesehen. Hat je ein Mensch den Teufel bzw. Satan gesehen? Und doch ist das Böse mitten unter uns, es regiert diese Welt hier und es haust sogar im Geist des Menschen, der damit sein duales Wesen offenbart. Das Gute in uns Menschen sowie das Böse, befindet sich in einem ständigen Kampf miteinander. Es gibt Menschen, die tendieren eher dazu Böses zu tun und es gibt andere, die versuchen eher Gutes zu tun. Es passiert also alles in unserem Geist. Aber der Mensch kann kein Gott sein, einzige Ausnahme ist Jesus, denn alleine schon der Verfall unserer Körperzellen ist böser Natur und schon alleine dagegen können wir gar nichts machen. Wärest Du wirklich Göttin Gundi, dann würdest Du alleine schon gar nicht mehr altern.

    „Ebenso halte ich die Hölle als Ort/Heimat des Teufels für nicht-existent.“

    Meinst Du wirklich, für Geistwesen wie Gott oder Satan, wären solche Begriffsbestimmungen ebenso wie für uns Menschen relevant. Jesus verwendete zwar auch solcherart Begriffe, aber wie hätte Er den Menschen sonst irgendwie deutlich machen können, was der gewisse Unterschied zwischen Gut und Böse bedeutet? Die Hölle kann ein Mensch über seinen Geist, sein Tun, seine Erlebnisse erfahren und auch für andere erfahrbar machen. Doch ich denke, kein Mensch ist wirklich in der Lage zu erfassen, was nur gut sein, nur Licht sein bedeutet, also was Gott letzten Endes ausmacht.

    „Auch nicht den zweigeschlechtlichen.“

    Das halte ich für eine Metapher für die Dualität und deshalb Unvollkommenheit des Menschen bzw. des menschlichen Geistes. Menschen wollen leben, aber in sich selbst sind sie schon zerstörerisch geartet.

    Markus 7:23 All dies Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.

    Ohne Vergebung, die durch den Vermittler Jesus bereits geschehen ist, wäre ein JEDER Mensch für immer verloren. Zu Glauben bedeutet eigentlich, für wie wichtig sein Leben für einen Menschen wirklich ist. Jeder von uns hat ein Angebot von Gott bekommen, jedem von uns wird es von Gott über unseren eigenen Willen überlassen, wie wir damit umgehen. Niemand kann zu seinem Glück gezwungen werden. Was wäre aber Gundi, wenn das mit dem Glauben, das mit dem Versprechen von Jesus an uns alle, wirklich nichts als die reine Wahrheit ist? Die Frage muss jeder ganz für sich selbst und im Stillen beantworten; es ist eine Sache nur zwischen jedem einzelnen Menschen und Gott.

    „Ich weiß, dass ich durch meine Umwelt, meine Mitmenschen mit permanenter Göttlichkeit und Schaffenskraft umgeben bin.“

    Wenn Du wirklich göttliche Schaffenskraft besitzen würdest Gundi, dann müsstest Du aus Steinen lebendige Menschenkinder machen können. Kannst Du?

    „Nein. Beide sind erfunden, um selbstständiges Denken zu unterbinden.“

    Ich glaube an den Gott mit dem Regenbogen als Zeichen des Bundes zwischen Ihm und uns.
    Willst Du mir alleine deshalb wirklich selbständiges Denken absprechen?

    „Es liegt heute also an uns Vielen, den Respekt voreinander, vor dem Leben noch weiter zu verbreiten und zu intensivieren,…“

    Ich sehe kaum etwas in unserer Welt von dem Respekt voreinander, von Respekt und der Achtung zwischen allen lebendigen Seelen dieser Welt, zu denen auch Tiere gehören, von dem Du sprichst. Nur weil in unserem Land Gewalt und Respektlosigkeit meist verdeckt passiert und die Leute mit einem weitläufigen Regelwerk von Massen an Gesetzen und bei Nichtbeachtung dessen mit Strafandrohung, die sogar selbst in Gewalt münden kann (Staatsgewalt) im Zaum gehalten werden, heißt das noch lange nicht, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind oder je sein werden.

    „dass diese Beschneidungen eines Tages zu einem Relikt der Vergangenheit werden.“

    Glaubst Du wirklich, dass dies auf dieser Welt hier jemals passieren wird? Zwischen der ersten Beschneidung und heute sind Tausende von Jahren vergangen, hat sich etwas geändert? Ja, heutzutage werden auch Kinder von Heidenvölkern beschnitten und nicht nur von Juden. Es ist also schlimmer geworden, anstatt besser.

    „Solange wir nicht erkennen, dass wir eins sind – trotz unserer Individualität – solange wird es also diese Grausamkeiten geben.“

    Kann es wirklich jemals eine Einheit zwischen Licht und Schatten geben? In unserer Welt ist das schlicht unmöglich. Es ist aber möglich, eine Seite für sich zu wählen.

    „Dazu sind wir in der Lage, weil wir uns immer mehr voneinander getrennt haben und damit auch von Gott. Wir spüren keine Verbundenheit mehr zu allem.“

    Deine Sichtweise ist verkehrt. Die Verbundenheit mit allem, bedeutet Liebe zur Welt, aber genau das bedeutet dann Trennung von Gott. In Verbundenheit mit allem zu sein, was es auf dieser Welt hier gibt, ist Pantheismus, Allgottglaube, die Natur und der Mensch sind eins! Ich dachte, Du glaubst nur an Dich selbst Göttin Gundi. Wie passt das denn zusammen?

    „dass ich allein als Frau keinerlei menschliches Leben erschaffen kann (weder hier noch auf dem Mars). Ich brauche dazu einen Gott in Form eines Mannes.“

    Niemand, kein Arzt und auch kein sonstiger Wissenschaftler kann Dir sagen, warum und durch was genau das Herz eines ungeborenen Kindes zu schlagen anfängt. Niemand weiß durch was dieser Impuls hervorgerufen wird. Erst dadurch aber beginnt ein Kind im Mutterleib wirklich zu einer lebendigen Seele zu werden und nicht dadurch, dass ein Mann seinen Samen zu einer Eizelle der Frau dazugibt. Zeige mir einen Mann, der das Herz eines Ungeborenen zum ersten Schlagen bewegen kann, dann erst werde ich ihn als einen Gott anerkennen. Jesus konnte Tote auferwecken, nichts anderes ist zuerst ein Kind im Mutterleib, bevor sein Herz zu schlagen anfängt, es ist totes Fleisch.

    „Ich sprach ja nun u.a. von der Dreifaltigkeit „Körper, Verstand (Geist) und Seele“, wobei letztere ein Teil dessen ist, was uns alle ausmacht.“

    Die Seele wohnt nicht in Dir, DU BIST eine lebendige Seele im Ganzen. Der Körper ist nur eine Hülle, um in und mit dieser Welt hier zurecht zu kommen, unser Verstand besitzt eine Dualität, was aber nicht unbedingt gut ist, denn dies trennt uns zumeist durch unsere Überlegungen von Gott. Das mit der Dreifaltigkeit ist katholischer Unsinn, den Du Gundi, was mich doch sehr wundert, anscheinend übernommen hast, obwohl Du nichts von Kirche und Religion hältst.

    „Die Seele ist auch der Teil in uns, der immer zu Höherem strebt, zum Glück, zur Erfüllung, zur Zufriedenheit, zur Vollkommenheit.“

    Es ist nicht Deine Seele, die zum Höheren strebt, sondern es ist Dein Egoismus Gundi. Der größte Egoist ist Satan, seine Absicht ist es, selbst die höchste Position einzunehmen, deshalb konkurriert er mit dem Allmächtigen. Eigentlich müsstest Du jetzt klar erkennen Gundi, wem Du versucht bist auf den Leim zu gehen, indem Du Dich selbst als eine Göttin erklärst. Weiter von Gott, dem Licht, kann man sich kaum noch entfernen. Kehre um Gundi, das ist mein Rat an Dich als Christ.

    „Ich spreche jetzt mal nur von dir. Erkennst du dich selber auch als Sohn Gottes an? Und stehst du in dieser Hinsicht auf gleicher Stufe wie Jesus? Das wären zwei Fragen, deren Antwort mich sehr interessiert.“

    Ich wüsste nicht, dass ich Tote zum Leben erwecken könnte. Ich denke, damit sind beide an mich gestellte Fragen ausreichend beantwortet.

    Mit liebsten Grüßen, Josef

  26. Gundi sagt:

    Lieber Josef, lieber Magnus.

    @Magnus: Hab meinen Dank, du Guter.
    Diese Meinungsverschiedenheit, die wir in dem anderen Thema hatten, ist kein Grund für mich, dir fern zu bleiben. Zumal es ja nicht du warst, der mich permanent in Schubladen steckte. Mein Bauchgefühl sagt mir, seit dem ich hier lese (und ich denke, das sind schon 2 Jahre), dass es zwischen uns grundsätzlich stimmt. Und dem geh ich weiter nach. Auch wenn ich mal wochenlang nicht hier schreibe, dafür lese ich fast täglich deine Worte.

    Nun zu dir, Josef, kann sein, dass das nun etwas “härter” wird, ich hoffe, dass ich dich damit nicht verletze:

    Gleich zu Beginn deiner letzten Ausführung sprichst du Gott seine Macht ab und du pflichtest der Bibel, die nicht von Gott geschrieben wurde, mehr bei als IHM selber. Oder warum zitierst du sie immer wieder, anstatt in dir selber nach den Antworten zu suchen.

    ER/SIE/ES sagt (und wohl auch deine Bibel), dass er uns nach seinem Ebenbild erschaffen hat.
    Es heißt auch, dass ER ALLES erschaffen hat. Dass SIE allmächtig ist. So hat er uns also mit allem ausgestattet, mit Gutem und auch Bösem (wobei wir die Einzigen sind, die das so werten, Gott wertet nicht, was wir tun, er beobachtet nur).
    Warum auch mit dem Bösen? Weil wir nur so erkennen, wer wir wirklich sein wollen (oder eben nicht sein wollen). Deshalb haben wir den freien Willen.
    Wir auf Erden entscheiden uns gar nicht so selten, Böses zu tun. So schreien wir vielleicht mal unsere Kinder an, schmeißen Kippen oder Müll auf die Straßen – im schlimmsten Fall werden wir zu Mördern, Vergewaltigern und vernichten Leben. Dazu entscheiden wir uns, das ist unser von Gott gegebener _Freier Wille_.
    Ich habe auch meine “Leichen im Keller”, völlig logisch. Aber – und das ist das, was uns beide grundlegend unterscheidet:

    Ich glaube nicht an einen urteilenden, strafenden, rachsüchtigen Gott, der von meinen Taten beleidigt sein könnte und mich deshalb in die ewige Verdammnis schicken würde.
    Ich geh noch ein Stück weiter und sage, es gibt gar keine ewige Verdammnis! Warum sollte Gott, der uns alle liebt, der uns alle nach seinem eigenen Gutdünken und in seiner unendlichen Weisheit und Güte auf die Erde gebracht hat, eine Hölle, die Verdammnis erschaffen haben? Um dann oben auf seinem Himmelsstuhl zu sitzen und amüsiert und befriedigt dabei zu zu sehen, wie wir leiden? Sollte dass dann unendliche, alles verzeihende Liebe sein?
    Du oder jemand anders könntest natürlich jetzt behaupten, dass wir uns dann gar keine Mühe mehr geben müssten, Gutes zu tun oder gut zu sein.
    Da kommt dann die Frage auf: „Wer oder was will ich sein?“
    Man steht also ständig vor dieser einen Frage (sollte man zumindest) und entscheidet darauf hin.
    Nebenbei bemerkt sind da ne ganze Menge mehr Menschen auf Erden, die sich für das Gute entscheiden, ansonsten wären wir alle schon nicht mehr hier. Und das seit Jahrtausenden.
    Bleiben wir bei dem Erschaffen und dabei auch ganz spirituell und schauen uns die ganze Sache mal genauer an.
    Die Göttlichkeit eines jeden Menschen zeigt sich ja schon in der Tatsache, dass wir Menschen tatsächlich _erschaffen_. Wir erfinden, wir bauen, wir zeugen Kinder, wir sorgen für Stimmung oder Trauer, wir lieben, wir hassen…unser ganzes Leben hier auf Erden ist ein einziger Schöpfungsprozess.
    Jeden Tag erfinden wir uns neu, erschaffen immer wieder die Basis für unser spirituelles, biologisches und physikalisches Überleben auf der Erdmurmel – Dank unseres Körpers, Geistes und Dank unserer Seele.
    Wenn wir denken, erschaffen wir Gedanken, sprechen wir, erschaffen wir Worte und gar nicht so selten folgt dem Denken und Sprechen auch die Handlung. All das ist Energie und all das macht uns zu Göttern. (Auch wenn wir negatives erschaffen, denn es geht um den Schöpfungsprozess an sich.)
    Wir (re)agieren ständig mit unserer Umwelt, mit jedem kleinsten Atom – auch wenn wir nur mit der Wimper zucken und erschaffen dadurch ALLES immer wieder neu. Weil wir Götter sind – wir sind Gott und Gott ist wir.

    Jesus war wohl einer derjenigen, die tief im Inneren absolut verbunden waren/sind mit Gott. Da gab es nichts mehr, was dazwischen war, das Band war fest und stark, deshalb war Jesus auch so fest und stark. Jesus’ Fähigkeiten sind allerdings allen Menschen innewohnend. Wir erinnern uns nur nicht daran, weil wir uns durch unseren obskuren Überlebenswillen und unseren Wünschen immer weiter von Gott oder uns selber oder unserer Seele lösen. Manche können sich erinnern, wir nennen sie dann Spirituelle Meister, die es in allen möglichen Gesellschaftsformen hier auf Erden gibt.
    Du fragst mich, ob ich mein Leben für einen mir unbekannten Menschen hingeben würde. Diese Frage ist eine sehr schwierige. Millionen Menschen haben das vor mir getan und tun es gerade im Moment. Stichwort: Krieg (auch im Namen Gottes). Es käme also immer darauf an, welche Ziele der mir unbekannte Mensch verfolgt. Und ob mein Tod dann Sinn macht oder ob ich nicht lebendig nützlicher bin.
    Was aber Jesus, sofern seine Kreuzigung tatsächlich so stattgefunden hat, wie geschrieben steht, gezeigt hat, ist, dass keiner Angst haben muss vor dem Tod. Ich will es mal ganz salopp sagen (und Magnus wird’s vielleicht freuen):
    Der Tod ist ein Level up! Die nächste Stufe! Vielleicht entscheidet sich unsere Seele, nach unserem irdischen Tod, nochmals auf die Erde zurückzukommen, vielleicht reist sie aber auch weiter, denn es gibt wohl weitaus mehr zu erfahren als diese Erde. Andere Planeten, andere Daseinsformen usw.

    ~~~

    Thema Teufel:
    Ich gebe dir insofern recht, dass wir uns als Menschen ständig in einem Kampf zwischen Gut und Böse befinden – oder ums mal anders auszudrücken – wir stehen ständig, wirklich ständig in jedem Augenblick, vor der Entscheidung zwischen Gut und Böse, Richtig oder Falsch – weil wir dieses relative Denken einfach brauchen, um die Dinge hier auf Erden einzuordnen und uns daran zu orientieren.
    Ansonsten erfüllt die Geschichte vom Teufel und seiner Hölle nur einen Zweck:
    Die Bedrohung von Menschen und Gott.
    Gott, der ALLES erschaffen hat, ist nicht so dumm, einen Teufel, Satan oder dergleichen zu erschaffen, nur damit SIE dadurch seine Kinder und sich selbst bedroht sieht. Das würde nicht seiner Weisheit entsprechen. Gott droht nicht, er stellt keine Bedingungen, er urteilt nicht und er verdammt nicht. Denn er l-i-e-b-t uns bedingungslos und wir lieben IHN/SIE/ES.
    Alles, jede Handlung der Menschen und damit Gottes, beruht auf Angst oder Liebe. Nicht, wie oftmals angenommen auf Hass oder Liebe, nein: Angst oder Liebe ist die Grundlage für alles.

    ~~~

    Deine Worte:
    [...] Wärest Du wirklich Göttin Gundi, dann würdest Du alleine schon gar nicht mehr altern.[...]

    Mein Körper altert. Mein Körper ist nur Werkzeug. Meine Seele ist es, die nicht altert und schon seit Ewigkeiten lebt und weiterhin Ewigkeiten leben wird. Nicht mein Geist, den ich mit Verstand gleichsetze. Meine Seele ist es, die mich göttlich macht, zur Göttin macht.

    Deine Worte:

    […] Wenn Du wirklich göttliche Schaffenskraft besitzen würdest Gundi, dann müsstest Du aus Steinen lebendige Menschenkinder machen können. Kannst Du? […]

    Ja. Könnte ich wohl. Wenn ich mich weiter entwickeln und mich daran erinnern könnte, wie ich allein mit meiner Gedankenkraft materielle Dinge beeinflussen kann. Aber dieses Beispiel ist recht unpassend, da keinerlei Notwendigkeit besteht, aus Steinen Menschenkinder zu machen. Gott tut das ja auch nicht. Dafür haben WIR Götter eine sehr viel angenehmere Lösung – den Sex.

    Deine Worte:
    […] Ich glaube an den Gott mit dem Regenbogen als Zeichen des Bundes zwischen Ihm und uns.
    Willst Du mir alleine deshalb wirklich selbständiges Denken absprechen? […]

    Nein, alleine dadurch nicht. Ich würde mich allerdings sehr freuen, wenn du dich ein Stück weit von der Bibel loslösen könntest. Und diese mal aus deinem Denken und Bewerten raus lässt. Was nicht heißt, dass ich was gegen Regenbögen hab, auch nicht als Zeichen der Verbundenheit.

    Deine Worte:
    […] Ich sehe kaum etwas in unserer Welt von dem Respekt voreinander, von Respekt und der Achtung zwischen allen lebendigen Seelen dieser Welt, zu denen auch Tiere gehören, von dem Du sprichst. Nur weil in unserem Land Gewalt und Respektlosigkeit meist verdeckt passiert und die Leute mit einem weitläufigen Regelwerk von Massen an Gesetzen und bei Nichtbeachtung dessen mit Strafandrohung, die sogar selbst in Gewalt münden kann (Staatsgewalt) im Zaum gehalten werden, heißt das noch lange nicht, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind oder je sein werden. […]

    Du hast jegliche Hoffnung verloren, oder? Wie anders soll ich deine Worte sonst beurteilen?

    Wir sind rund 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Würden wir uns alle gegeneinander respektlos und grundsätzlich böse verhalten, wäre diese Erde schon längst ein einziger Scheiterhaufen, lichterloh im Universum vor sich hin brennend. Oder etwa nicht?
    Aber das Gegenteil ist der Fall! Sieh mal genauer hin.
    Wir haben Friedensbewegungen seit Jahrhunderten, wir haben Umweltbewegungen seit Jahrzehnten, in jedem Land finden seit Jahrhunderten Proteste der Bevölkerung (nicht der wenigen Mächtigen) statt. Sicher wird vieles auch respektlos und gewalttätig niedergeschlagen, aber der „Trend“ geht immer weiter dahin, dass diese Tatsache immer mehr Menschen aufweckt. Und so formieren sich weiterhin Proteste, Demos, Streiks, die Menschen werden allerorts aktiv – es werden immer mehr, die sich für die Liebe entscheiden.

    Der Grund, warum wir noch nicht „den Himmel auf Erden“ haben, ist meiner Meinung nach das immer noch vorhandene Getrenntsein voneinander. Aber auch hier geht der Weg gerade in die richtige Richtung. Immer mehr Menschenkinder erkennen, dass wir eins sind. Und dass wir g-e-m-e-i-n-s-a-m diese Welt nach unseren Vorstellungen gestalten können. Ohne Mächtige, die uns in Kriege drängen, uns in finanzielle Abgründe stürzen, uns dirigieren, manipulieren oder als Sklaven nutzen. Meiner Meinung nach findet auf unserer Erdmurmel schon seit Jahren ein Bewusstseinssprung statt, den es so nie zuvor gegeben hat. Was wir einzig und allein uns (als Götter) zu verdanken haben! Wir haben uns das Internet erschaffen, wir haben uns Möglichkeiten erschaffen weltweit miteinander zu kommunizieren – egal wie viel Kilometer uns räumlich trennen, wir können dennoch nahe bei einander sein. So wie du, Magnus und ich derzeit – um nur mal ein klitzeklitzkleines Beispiel zu nennen.

    Deine (und meine) Worte:

    […]
    G.:„Dazu sind wir in der Lage, weil wir uns immer mehr voneinander getrennt haben und damit auch von Gott. Wir spüren keine Verbundenheit mehr zu allem.“
    J.: “Deine Sichtweise ist verkehrt. Die Verbundenheit mit allem, bedeutet Liebe zur Welt, aber genau das bedeutet dann Trennung von Gott. In Verbundenheit mit allem zu sein, was es auf dieser Welt hier gibt, ist Pantheismus, Allgottglaube, die Natur und der Mensch sind eins! Ich dachte, Du glaubst nur an Dich selbst Göttin Gundi. Wie passt das denn zusammen?”[...]

    Zunächst einmal: Meine Sichtweise ist nicht verkehrt. Sie ist anders. Genau wie deine.

    Sehen wir es spirituell, sind wir uns sicher einig, dass Gott alles erschaffen hat, also neben dem Licht auch Schatten, denn letzterer ist ja nun mal grundsätzlich vorhanden. Gott ist so weise, dass er wohl bedacht hat, warum er Schatten neben dem Licht erschuf.
    Wenn Gott diese Welt – also die Natur, die wir lieben, erschaffen hat, warum sollte dann diese Liebe eine Trennung von Gott bedeuten? Ich als Göttin liebe doch meine Welt, weil ich auf ihr umher gehe, sie beeinflusse und dank IHR mit diesem herrlichen Körper auf eben jener Welt (re)agieren kann. Und sicher sind Mensch und Natur eins, beide sind doch zusammen existent. Ich trenne da nicht, indem ich mich als Göttin sehe. Ich achte auf meine Umwelt, respektiere und schütze die Natur. Weil sie mein Haus ist. Meine Heimat. Ich bin eins mit ihr.

    Deine Worte:
    [...]“Zeige mir einen Mann, der das Herz eines Ungeborenen zum ersten Schlagen bewegen kann, dann erst werde ich ihn als einen Gott anerkennen. Jesus konnte Tote auferwecken, nichts anderes ist zuerst ein Kind im Mutterleib, bevor sein Herz zu schlagen anfängt, es ist totes Fleisch.” [...]

    Hatte ich ja schon in meinem anderen Kommentar gesagt, wie ich darüber denke. Ich denke nicht, dass es ein Mann oder eine Frau ist, die den lebensentzündenden Funken bei der Zeugung hervorruft, sondern die Seele selber, die diesem mikroskopisch kleinen Wesen innewohnt. Sie entscheidet als winziger Gott/winzige Göttin in diesem Körper dieser Frau heranzureifen und dann wohl auch, diesen Körper dieser Frau zu verlassen.
    Dort solltest du nach der göttlichen Wesenheit suchen. Und die Basis, das Haus, das sichere Heim dafür haben Mann und Frau erschaffen, ihrerseits wiederum Götter.

    Deine Worte:

    […] Das mit der Dreifaltigkeit ist katholischer Unsinn, den Du Gundi, was mich doch sehr wundert, anscheinend übernommen hast, obwohl Du nichts von Kirche und Religion hältst.[…]

    Die Sache mit der Dreifaltigkeit habe ich von Gott. Und ich finde sie gar nicht so verwerflich, denn selbst das YinYang ist DREI.
    Das YinYang-Zeichen an sich zeigt durch die Linie in der Mitte schon auf, dass etwas Drittes dazugehört, nämlich die Linie. Und diese Linie verbindet. Zwei Dinge zu drei Dingen.
    Eine Medaille hat IMMER drei Seiten. Oben, unten und den Rand:

    kalt, lau, heiß;
    Vater, Kind, Mutter
    Nacht, Dämmerung, Tag
    schwarz, grau, weiß
    Gedanke, Wort, Handlung
    Körper, Verstand, Seele
    Geburt, Leben, Tod

    Hach, schon wieder so viel…naja, aber ist ja auch ein interessantes Thema mit interessanten Gesprächspartnern. ( drei an der Zahl derzeit! Entschuldigung, den konnt ich mir nicht verkneifen :) )

    Deine Worte:

    […]Es ist nicht Deine Seele, die zum Höheren strebt, sondern es ist Dein Egoismus Gundi. Der größte Egoist ist Satan, seine Absicht ist es, selbst die höchste Position einzunehmen, deshalb konkurriert er mit dem Allmächtigen. Eigentlich müsstest Du jetzt klar erkennen Gundi, wem Du versucht bist auf den Leim zu gehen, indem Du Dich selbst als eine Göttin erklärst. Weiter von Gott, dem Licht, kann man sich kaum noch entfernen. Kehre um Gundi, das ist mein Rat an Dich als Christ. [...]

    Danke für deinen lieb gemeinten Rat, aber:

    Was um alles in der Welt ist an dem Streben nach Höherem so satanisch? So teuflisch?

    Ich möchte in einer Welt voller Frieden, Respekt und Wohlstand leben, ich möchte niemanden mehr hungern oder leiden oder durch Kriege, Mord und Totschlag sterben sehen. Ich möchte keine höhere Position, um über anderen zu stehen, sondern um mich weiterentwickeln zu können, Gott in seiner Weisheit und Liebe noch näher sein zu können. Ich suche und gebe Frieden und Liebe – nicht Krieg und Angst.
    Und dadurch dass ich den Teufel von vornherein keinen Platz in meinem Denken und meinen Wünschen einräume, hab ich ihn auch schon „besiegt“. Es sind die Menschen die „teuflisches“ tun, niemand anders sonst. Und diese Menschen brauchten irgendwann mal einen Sündenbock, auf den sie das “teuflische” Denken und Handeln abwälzen können.

    [...]Der größte Egoist ist Satan, seine Absicht ist es, selbst die höchste Position einzunehmen, deshalb konkurriert er mit dem Allmächtigen.[...]

    Deshalb konkurriert er mit dem Allmächtigen??? Entschuldige bitte die drei Fragezeichen…aber sprichst du Gott damit nicht seine Allmächtigkeit ab, und zwar insofern, dass er diese Konkurrenz mittels seiner Allmächtigkeit aus dem Weg schaffen könnte? Gott sieht keine Konkurrenz vom Teufel, sonst hätte er, als er alles erschuf, einen mächtigen Fehler gemacht. Von daher löst sich dein Teufel ins Nichts auf. Es gibt ihn nicht. Weil Gott allmächtig und die Liebe ist.

    Deine (und meine) Worte:
    [...]G.: „Ich spreche jetzt mal nur von dir. Erkennst du dich selber auch als Sohn Gottes an? Und stehst du in dieser Hinsicht auf gleicher Stufe wie Jesus? Das wären zwei Fragen, deren Antwort mich sehr interessiert.“

    J.:Ich wüsste nicht, dass ich Tote zum Leben erwecken könnte. […]

    Welchen Zweck sollte es erfüllen, Tote zum Leben zu erwecken, wenn der Tod doch die Erlösung für denjenigen, der den irdischen Körper verlässt, darstellt? Eigennutz, weil man mit dem Tod des geliebten Menschen nicht zurechtkommt, ihn vermisst? Eigennutz, weil man sich angesichts Millionen verhungerter Kinder beschissen fühlt und sie gerne wiedererwecken will? Wenn sie doch nach dem irdischen Tod alle gen Himmel zum heiligen Vater aufgefahren sind, warum sollte man sie dann (Achtung!)„auf Teufel komm raus“ wieder zurückholen wollen?

    Oha, beim Übertrag von OpenOffice hier in den Blog hab ich gerade gemerkt, wie viel das eigentlich wieder geworden ist. Hoffentlich liests überhaupt jemand bis zum Ende. :)

    Einen schönen Sonntag Abend Euch allen noch
    wünscht euch die Gundi aus Thüringen.

  27. Josef sagt:

    Liebe Gundi!

    “Nun zu dir, Josef, kann sein, dass das nun etwas “härter” wird, ich hoffe, dass ich dich damit nicht verletze:”

    Mache Dir darüber mal keine Gedanken.

    “Weil wir Götter sind – wir sind Gott und Gott ist wir.
    Jesus war wohl einer derjenigen, die tief im Inneren absolut verbunden waren/sind mit Gott.”

    Warum machst Du, wenn doch alle Menschen Deiner Ansicht nach WIR sind, einen Unterschied zwischen Jesus und Dir, oder auch schon zwischen uns beiden, Dir und mir, und meinst mich mit etwas verletzen zu können, was uns beide doch gar nicht trennen sollte, da es bei einer Einheit doch gar nichts Unterschiedliches geben dürfte und seien es nur Gefühle, die jeweils vom anderen verletzt werden können?

    Einerseits sprichst Du Gott, dem Allmächtigen, seine Eigenständigkeit zu und daß man mit Ihm höchstens im “Inneren absolut verbunden” sein kann, andererseits sagst Du aber “Gott IST wir”. Wenn wir alle zusammen Gott wären, wozu ist aber dann noch extra eine Verbundenheit mit einem Allmächtigen über allem stehenden Gott überhaupt notwendig?

    “Du hast jegliche Hoffnung verloren, oder? Wie anders soll ich deine Worte sonst beurteilen?”

    Keineswegs habe ich die Hoffnung verloren, sondern ich freue mich vielmehr auf das, was nach dem Leben auf dieser Welt auf mich wartet. Da Du aber keine Christin bist, kannst Du das nicht verstehen.

    “Der Grund, warum wir noch nicht „den Himmel auf Erden“ haben, ist meiner Meinung nach das immer noch vorhandene Getrenntsein voneinander. Aber auch hier geht der Weg gerade in die richtige Richtung. Immer mehr Menschenkinder erkennen, dass wir eins sind. Und dass wir g-e-m-e-i-n-s-a-m diese Welt nach unseren Vorstellungen gestalten können.”

    Schon mal etwas vom Turmbau zu Babel gehört? Das wäre doch damals schon die Möglichkeit gewesen, alle Menschen zu vereinen.
    Wenn wir alle nach Deiner Meinung Gott sind, warum hat es denn da schon nicht funktioniert, dieses WIR zur Vollendung zu bringen?
    Was die NWO anbelangt, dies ein weiterer Versuch, eine Gemeinsamkeit von allen zu schaffen, wobei aber das Individuelle verloren gehen wird, und deshalb wird auch der erneute Versuch eines Turmbaus zu Babel diesmal besser wieder nicht gelingen. Denn wenn es gelingen würde, dann würde sich auf dieser Welt hier jemand ganz an die Spitze von allem und von allen auf seinen Thron in einem steinernen Tempel setzen und hätte damit erreicht was er von Anfang an gewollt hat. Was zurück hält, ist die Individualität des einzelnen Menschen und sein Recht darauf, diese für sich auch erhalten zu dürfen.

    Jesus sagte: Johannes 14:10 Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist?

    Was Jesus mit Vater benennt, ist nicht diese sichtbare Welt hier, sondern das, und meines Erachtens vor allem das, was die unsichtbare Welt ausmacht. Du Gundi sagst “dass wir g-e-m-e-i-n-s-a-m diese Welt nach unseren Vorstellungen gestalten können”. Ich frage Dich, warum willst Du versuchen etwas zu gestalten, was vergänglich ist, anstatt Dich lieber an der Gestaltung dessen zu beteiligen bzw. auch nur Anteil daran zu haben, was unvergänglich ist?

    “Ich als Göttin liebe doch meine Welt, weil ich auf ihr umher gehe, sie beeinflusse und dank IHR mit diesem herrlichen Körper auf eben jener Welt (re)agieren kann.”

    Du bist ein Mensch Gundi und keine Göttin und nachdem was Du sagst, hängst Du der Religion des Pantheismus an, obwohl Du von Dir behauptest, Du wärest nicht religiös.

    Jakobus, der Bruder von Jesus schreibt: Jakobus 4:4 …..Wer immer der Welt Freund sein will, macht sich zum Feinde Gottes!

    “Ich achte auf meine Umwelt, respektiere und schütze die Natur. Weil sie mein Haus ist. Meine Heimat. Ich bin eins mit ihr. ”

    Die Natur ist demnach das, von dem Du meinst, es hätte Dich erschaffen. Ich nehme nur mal so für mich an, daß Du auch an die Evolutiontheorie glaubst (was eine weitere Art von Religion ist), so dann auch an die Urknalltheorie. Du erklärst Dich mit der vergänglichen Natur, man sagt dazu ja auch Mutter Natur, eins zu sein.

    Jesus sagt: Johannes 10:30 Ich und der Vater sind eins.

    Der Vater aber besteht nicht aus dem Materiellen, sondern der allmächtige Gott ist Geist.

    Was mich angeht, ich fühle mich gegenüber Deiner Ansicht dieser Sorte von Menschen zugehörig, von denen Jesus hier spricht:

    Johannes 17:22 Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind.

    Deshalb werden wir auch noch so lange diskutieren können, wir werden letzendlich auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

    “Das YinYang-Zeichen an sich zeigt durch die Linie in der Mitte schon auf, dass etwas Drittes dazugehört, nämlich die Linie. Und diese Linie verbindet.”

    Also für mich TRENNT eine Line in der Mitte das eine von dem anderen und verbindet es nicht.

    Was Deine Beispiele angeht:

    “Körper, Verstand, Seele”

    Das mit der Seele habe ich schon versucht Dir klar zu machen, aber als natürlicher Mensch kannst Du nichts damit anfangen und überliest es daher wohl einfach.

    “Geburt, Leben, Tod”

    Als natürlicher Mensch gibt es für Dich diesen, Deiner Ansicht nach bestimmt immer wiederkehrenden Kreislauf. Doch wo nur Licht ist, nur Leben, da gibt es keinen Tod mehr und logischer Weise ist es dann auch nicht mehr nötig, daß es noch so etwas wie eine Geburt gibt.

    Lukas 20:36 denn sie können auch nicht mehr sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.

    “Was um alles in der Welt ist an dem Streben nach Höherem so satanisch? So teuflisch?
    Ich möchte in einer Welt voller Frieden, Respekt und Wohlstand leben, ich möchte niemanden mehr hungern oder leiden oder durch Kriege, Mord und Totschlag sterben sehen.”

    Auf dieser sichtbaren Welt hier wird das wohl nur ein schöner Wunschtraum bleiben. Gundi, wir leben sehr nahe am Rand zu einem Dritten Weltkrieg und wenn der vorbei ist, dann wird es auch danach nicht besser werden, oder es wird den Menschen wiederum etwas vorgemacht werden, und sie merken es dann nur noch weniger, oder sogar gar nicht mehr, weil dann die Individualität zugunsten des “g-e-m-e-i-n-s-a-m” ganz verschwinden wird. Was ist daran so erstrebenswert in einer Welt voll lauter RFID-Chip-gepiercter Deppen zu leben und dann von Gott entgültig getrennt zu sein?

    “Wenn sie doch nach dem irdischen Tod alle gen Himmel zum heiligen Vater aufgefahren sind, warum sollte man sie dann (Achtung!)„auf Teufel komm raus“ wieder zurückholen wollen?”

    Wer hat denn je von Zurückholen von der unsichtbaren Welt in die sichtbare Welt gesprochen. Dann wäre ja der Lazerus nach seiner Rückkehr aus dem Grab auf dieser Welt hier geblieben. Ist er aber nicht! Jesus wollte damit den Menschen nur verdeutlichen, was bei Gott alles möglich ist, und für Gott ist einfach ALLES möglich.

    LG Josef

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gundi & Josef

    Dank zunächst für Euer ausdauerndes und gründliches Engagement und Euren wechselseitig, bei aller Kontroverse, respektvollen Austausch.

    Plötzlich sind wir, ausgehend vom Piercing, doch wieder bei Religion und Philosophie gelandet.

    Das ist auch keineswegs verwunderlich.

    Denn es ist, wie ich ja schon eingangs darlegte (“Tribalismus” usw.), von der Triebfeder her durchaus etwas sehr stark Weltanschuliches, ob bewusst oder unbewusst, jedenfalls für sehr viele.

    Kurz zu Euren oben dargelegten Inhalten. (Einen Leser habt Ihr sicher.)

    Aus meiner Sicht habt Ihr beide fallweise recht und unrecht.

    Dir, Josef, kann ich nicht zustimmen, da Du irgendein numinoses Wesen bibelgegründet in einer Weise über den Menschen setzt, die uns meines Erachtens nicht hilfreich ist.

    Dir, Gundi, kann ich ebenfalls nicht rundherum zustimmen, denn ich meine, dass Josef mit einigen Kritikpunkten (NWO usw.) durchaus den Punkt trifft.

    Auch seinen Vorwurf, Du hingest einem – im Grunde wenig durchdachten – Pantheismus an, vermag ich nicht zu entkräften.

    Gut: Weiß ich Besseres?

    Ich weiß es nicht, ob ich das weiß.

    Ich setze auf die Kunst.

    Die hat, wenn sie taugte, den Menschen noch nie geschadet.

    Mir sind jedenfalls noch nicht viele begegnet, die am Hören von Bach, am Lesen von Kleist, am Betrachten eines Bildes von Goya gestorben wären, sich volksweise oder in Massen wegen eines Für oder Wider dessenthalben bekriegt und totgeschlagen hätten.

    Noch eins.

    Indem Ihr Euch hier auseinandersetzt, könnt Ihr – zuallerwenigst – Eure Gedanken schärfen, genauer sortieren (andere natürlich auch daran teilhaben lassen), klarer Eurer selbst gewahr werden.

    Daran wurde noch selten Zeit verschwendet.

    Beste Wünsche und liebe Grüße an Euch beide!

    Magnus

  29. Josef sagt:

    @ Magnus & Gundi

    “Dir, Josef, kann ich nicht zustimmen, da Du irgendein numinoses Wesen bibelgegründet in einer Weise über den Menschen setzt, die uns meines Erachtens nicht hilfreich ist.”

    Daß Du mir nicht zustimmen kannst Magnus, was dieses bibelgegründete numinoses Wesen betrifft, damit kann ich leben. Andererseits nehme ich aber an, daß Du gut mit einem Christen meiner Sorte neben Dir auf diesem Planeten leben kannst, ohne daß wir beide uns je ernsthaft in die Wolle kriegen könnten. Und was das gemeinsame Leben auf diesem Planeten hier betrifft, in dieser materiellen Welt, sollte dies ja auch genügen. Ich finde es zwar Schade, daß Du an einer gewissen Grenze halt machst, aber das ist alleine Deine Entscheidung, die ich respektieren muß und es auch tue. Denn in Deinem Inneren, das weiß ich inzwischen, bist Du ein herzensguter Mensch. Soviel auch zum Thema ‘hilfreich’, was meinen Glauben betrifft.

    Gundi, Du scheinst stumm geworden zu sein, aber vielleicht kommt ja noch eine Antwort von Dir.
    Du sagst: “Immer mehr Menschenkinder erkennen, dass wir eins sind. Und dass wir g-e-m-e-i-n-s-a-m diese Welt nach unseren Vorstellungen gestalten können.”

    Dazu noch ein paar Denkanregungen von mir.

    http://distomos.blogspot.com/2011/12/die-kunftige-weltreligion.html

    Zitat: “Lehrpläne werden entworfen, um unseren Kindern das zu indoktrinieren, was John Rockefeller Jr. „Die Kirche aller Völker” nennt … Der erste Schritt ist, die Loyalität gegenüber einem einzigen religiösen Glauben umzustürzen … Edith Kermit Roosevelt – First Lady der USA von 1901 – 1909″

    Damit meint diese Lady aber ganz sicher nicht, daß das wahre Christentum irgendwie geschützt werden müßte, sondern sie denkt da schon viel weiter in Bezug auf das, was im weiteren ihre Vorstellung eines gemeinsamen, wahrscheinlich sogar erzwungenen Glaubens für alle Menschen betrifft. Das Ziel ist:

    Zitat: “Höchstes Ziel sollte sein, dass Judentum, Christentum und alle anderen Religionen abtreten und einer einzigen großen ethischen Weltreligion Platz machen sollten, der Bruderschaft der Menschheit.”

    Ist das nicht auch das, was Dir so vorschwebt Gundi und siehst Du immer noch nicht, wem Du also Gefahr läufst auf dem Leim zu gehen?

    Wenn diese Leute von der Abtretung aller bisherigen Religionen sprechen, dann heißt das aber noch lange nicht, daß sie eine bestimmte jetzt noch existierende Religion nicht dazu benutzen, um ihr Ziel zu erreichen. Mit dem Christentum, ist das nicht zu machen, denn selbst Scheinchristen kommen irgendwann an einen Punkt, wo sie zu sich sagen “STOPP”, jetzt läuft es aber total verkehrt. Aber es gibt eine andere Religion, die sehr gut in das Konzept der NWO paßt. Dazu gleich noch ein Link.

    Noch ein Zitat aus obigem Link: “Er [Jesus] wollte eine Weltreligion gründen, die jede Seele umfassen und alle Konfessionen zusammenfassen sollte und sein Werk wird nicht vollendet sein, bis er genau das erreicht hat. Rodney R. Romney, Pastor, Seattle’s First Baptist Church”

    Hier ist meiner Meinung nach nicht die Rede von Jesus Christus, sondern es soll uns scheinheilig schon der Antichrist angekündigt werden, vor dem alle Menschen auf dieser Welt sich dann zu beugen haben. Denn wie sagte der echte Jesus? – “Mein Reich ist nicht von dieser Welt”, und damit sollte ja auch schon alles gesagt sein.
    Was sonst noch alles so im genannten Artikel steht und wie die Wahrheit verdreht wird, von dem distanziere ich mich hiermit ausdrücklich.

    Nun zu einer anderen Religion, die zwar sehr gut in das Konzept der NWO paßt, die aber, wenn sie ihre Schuldigkeit getan haben wird, dann auch der einzigen großen ethischen Weltreligion Platz zu machen hat. Auch wenn diese Gläubigen das im Ganzen jetzt noch gar nicht erfassen können, welch böses Spiel mit ihnen getrieben wird bzw. getrieben werden soll in naher Zukunft (wieder einmal, aber dann auch zum letzen Mal).

    http://www.pi-news.net/2011/12/imam-andersglaubige-niedriger-als-tiere/

    Wer den Artikel oben liest, sollte es eigentlich begreifen müssen. Doch bekanntlich sind ja viele Menschen taub und blind, leider.
    Gewürzt wird das ganze Konzept dann noch mit Spiritualität, so etwas wie YinYang, Harry Potter, ich bin Gott, jeder ist Gott, meine Frau ist auch Gott, “Wir wollen keine weiteren Samariter mehr in unserer Ecke haben” (Zitat aus dem Film “Life of Brian”),…..2012, und nicht zu vergessen, die Außerirdischen.

    Du Gundi sagst: “Ich trenne da nicht, indem ich mich als Göttin sehe. Ich achte auf meine Umwelt, respektiere und schütze die Natur. Weil sie mein Haus ist. Meine Heimat. Ich bin eins mit ihr.”

    Judas 1:19 Das sind die, welche sich absondern, seelische Menschen, die den Geist nicht haben.

    Judas (Es handelt sich hierbei nicht um den Judas, der den Jesus verraten hat!) meint mit ‘sich absondern’, den sich mit der Natur, dem Materiellen verbunden zeigenden und fühlenden Menschen.

    @ Magnus

    “Ich setze auf die Kunst.”

    Kunst ist schön, aber selbst sie ist vergänglich.

    Liebe Grüße an Euch beide,

    Josef

Eine Antwort hinterlassen