Runen: Text nicht lesen!

Ich habe mir grade mal vorgestellt, wie es wohl sein muss, wenn man religiös ist.

Ohne jemanden beleidigen zu wollen, muss ich gestehen, dass mir bei dem Gedanken ein kalter Schauder den Rücken hinunterlief.

Immerzu einer letztlich unerklärlichen Macht verantwortlich, immer Sünder.

Ich habe genug Schwächen und Fehler, dass ich diese nicht auch noch willentlich konzentrieren muss.

Diesen Jesus mag ich zwar ganz gerne, aber die Botschaft, die von ihm ausgeht, ist zu erheblichen Teilen schwerst vergiftet.

Das will ich jetzt nicht ausführlich erklären.

Nur so viel, dass er seinen Vater gerne für sich behalten kann.

Auch der Reinkarnationskram erscheint mir wenig verlockend.

Bis in alle Ewigkeit mit den Wiedergeburten von Henry Kissinger und Madeleine Albright zu tun zu haben, darauf habe ich einfach keinen Bock.

Da glaube ich dann, wenn es schon unbedingt sein muss, lieber daran, dass solche Gestalten irgendwann verlöschen.

Oder sagen wir mal lieber, ich setze einfach darauf.

Verlieren kann man immer.

Besser aber, man hat wenigstens etwas versucht.

Ich überlege mal, welche Religion am ehesten taugen könnte.

Da komme ich dann schnell auf die germanische.

Aber das darf ich ja nicht sagen und habe es darum auch nicht gesagt.

Diese untragbare Einschätzung kann wohl auch nur aus einer Kombination von bedauerlicher genetischer Disposition und erheblichen sprachlich-kulturellen Vorurteilen herrühren.

Also weg damit.

Meine Runen lasse ich mir allerdings nicht nehmen.

Die haben recht eigentlich nämlich gar nichts mit Religion zu tun; oder nur am Rande; wenigstens aber nicht in dem Sinne, wie das Wort üblicherweise gebraucht wird.

Allein schon deshalb, weil keinerlei Gewinn daraus zu ziehen ist, indem man an sie glaubt.

Sie “wollen” verstanden werden.

Und sind daher in diesem Sinne sogar religionsfeindlich. (Vielleicht verteufelt man sie deshalb so sehr; seit weit über tausend Jahren.)

In dem Zusammenhang fällt mir wieder auf, dass hier schon seitenweis über Jesus und Co. debattiert wurde, nicht aber über die Runen.

Obzwar ich sie mehrfach aufreizend erwähnte.

Das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern.

Jedenfalls so lange, wie Leute wie Dan Brown und Abram das ganze Gebiet der Semiotik systematisch verdunkeln.

Ha!

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7 Antworten zu “Runen: Text nicht lesen!”

  1. Erford Erlich sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    “Immerzu einer letztlich unerklärlichen Macht verantwortlich, immer Sünder.”

    Ich glaube, da hast Du etwas völlig falsch verstanden. Daß es eine letztlich unerklärliche Macht gibt und selbst Du an etwas “Größeres” glaubst, hast Du selbst kundgetan:

    “Ich überlege mal, welche Religion am ehesten taugen könnte.
    Da komme ich dann schnell auf die germanische.”

    Leider hast Du dabei schon wieder den Glauben an eine höhere Macht, mit einer von Menschen damit versucht in Einklang zu bringenden Religion verwechselt. Ist der innerliche Glaube an etwas “Größeres” denn Deiner Meinung nach nicht viel mehr, als nur irgendeine eine Religion?

    “Meine Runen lasse ich mir allerdings nicht nehmen.

    Die haben recht eigentlich nämlich gar nichts mit Religion zu tun; oder nur am Rande;…”

    “Nur am Rande” ist schon viel gesagt. Jedenfalls suchst Du darin etwas, sonst würdest Du Dich doch damit nicht beschäftigen. Was aber genau hoffst Du in den Runen zu finden? Erklärungen? Etwas “Größeres”, als es Dein eigener Geist ist? Warum?

    Zurück zu Deinem Zitat ganz oben. Jesus macht jene, die an Ihn glauben FREI von allen Sünden.

    Römer 6:18 Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden.

    Galater 1:4 der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen argen Weltlauf, nach dem Willen Gottes und unsres Vaters,

    Und das ist genau das Gegenteil von dem, was Du im Glauben an Jesus zu erkennen meinst. Wofür, denkst Du, ist denn sonst die Sache mit Jesus, seiner Kreuzigung, der Vergießung seines Blutes FÜR UNS ALLE und seine anschließende Auferstehung überhaupt einen Gedanken wert, sich daran zu erinnern bzw. sich damit zu befassen? Wer Jesus folgt, der ist FREI (von aller Sünde).

    Daß übrigens dieser Menschen mordende Gott des AT gar nichts mit dem eigentlichen Gottvater (der großen, über allem stehenden Macht – das es diese Macht gibt, ist ohne Zweifel) zu tun hat, das bezeugt Jesus selbst. Also warum bringst Du Jesus überhaupt mit diesem Menschenmörder des AT gedanklich in Zusammenhang? Es ist ein großer Fehler das immer zu tun. Und aus christlicher Sicht zeigt es leider auch, von welchem Geist Du Dir das immer noch einreden läßt.

    Johannes 8:44 Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun; der war ein Menschenmörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

    “In dem Zusammenhang fällt mir wieder auf, dass hier schon seitenweis über Jesus und Co. debattiert wurde, nicht aber über die Runen.”

    Was ganz bestimmt auch einen gewichtigen Grund hat. Denn innerlich spüren die Menschen schon, wem sie ihre Befreiung zu verdanken haben und ganz bestimmt spüren sie auch innerlich, daß sie es nicht irgendwelchen toten Schriftzeichen zu verdanken haben. Warum sich die Menschen aber bis heute so heftig gegen ihre Befreiung durch Jesus Christus zur Wehr setzen und sich immer noch lieber vom Geist des Irrtums leiten und sich von dem Befehle geben lassen, ja das verstehe wer will. Ich tue es nicht.

    Liebe Grüße

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Erford Erlich

    Lieber Erford,

    da habe ich mir selber natürlich mal wieder eine böse Falle gestellt.

    Gegen Euch bibelfeste Christen hat man’s aber auch wirklich nicht leicht.

    Verzeih mir bitte, dass ich über die Jesusgeschichte und das Christentum insgesamt jetzt nicht das sage, was mir alles an reichlich Fragwürdigem einfiele.

    (Einiges davon kannst Du in diversen anderen Artikeln zum Thema finden.)

    Zu den Runen sage ich aber gern doch nochmal was:

    ‘Was aber genau hoffst Du in den Runen zu finden? Erklärungen? Etwas “Größeres”, als es Dein eigener Geist ist? Warum?’

    Zunächst: Ich hoffe nicht, in den Runen etwas zu finden. Das ist schon geschehen. Und in der Tat sind es eine ganze Menge Erklärungen. Und dass das 24er-Futhark die Reichweite meines Geistes bislang noch in vielen Aspekten übersteigt, daran gibt es bislang keinen Grund zum Zweifeln.

    Warum?

    Weil in diesem kosmologischen System Laut, Zeichen, Keimsilben, die geistigen und physischen Sphären, der Kalender, Ursymbole…: letztlich die ganze Welt in einer Vollkommenheit abgebildet ist, wie ich das sonst, zumal in Verbindung mit unserer Sprache, noch nicht gewahrt habe.

    Daran muss man nicht glauben, denn es wird manifest, sobald man sich etwas eingehender damit beschäftigt.

    Ich bin auch durchaus davon überzeugt, dass sich die Runenkunde mit einem christlichen Glauben, der nicht in dummen Dogmen erstarrt ist, trefflich verbinden lässt.

    Da macht es auch nichts, wenn mich in dieser meiner Sichtweise wiederum keiner ernstnimmt.

    Ich wünschte mir, dass die Beschäftigung damit so selbstverständlich wäre wie in China jene mit dem I-Ging.

    Ich muss, ehrlich gesagt, immer den Kopf schütteln und mich darüber wundern, dass so viele Leute sich mit dem Maya-Kalender befassen, mit der Kabbalah, mit Weissagungen von Hopis und weiß der Teufel was, anstatt mal auf das zu schauen, was sich auf mannigfachen Ebenen schon in unserer eigenen Sprache zeigt und abbildet.

    Nicht, dass ich etwas gegen solcherlei Beschäftigungen mit den Früchten fremder Kulturen hätte.

    Konfuzius z. B. , mit dem ich mich in letzter Zeit intensiver befasst habe, hat das Buch der Wandlungen noch in hohem Alter so intensiv studiert, dass man ihm das Buch mehrmals nachbinden musste.

    Ich kann es, mal abgesehen von der jahrhundertelangen Unterdrückung durch die christlichen Kirchen, auch jener 12 Jahre des Dritten Reiches, einfach nicht verstehen, oder besser, ich akzeptiere es einfach nicht, dass man das Naheliegendste so verächtlich liegen lässt.

    Ich weiß auch sehr gut, dass ich mir mit der Betonung der Runen nicht eben einen Gefallen tue.

    Das liegt auf der Hand.

    Manche werden mich deshalb für einen Spinner halten, andere noch Übleres denken.

    Ich sehe aber partout nicht ein, weshalb bei uns schon in der Grundschule locker 6 Wochen Platz ist für jenen unsäglichen Koran, aber nicht eine Woche für diesen unseren fundamentalen geistigen Hintergrund.

    Abrahamitismus bis zum Abwinken, Buddhismus, Indianer, alles, was der Erdkreis von irgendwoher bietet: nur nicht das Eigene.

    Das ist schändlich und krank.

    Es konnte mir auch noch nie einer eine vernünftige Begründung dafür nennen.

    Also: Ärgere Dich bitte nicht.

    Wenn Dein Weg mit Jesus für Dich taugt, habe ich nichts dawider.

    (Nachtrag: Ich hörte übrigens vor etwa einem Jahr aus wirklich berufenem Munde, dass man sich in Japan inzwischen mit beachtlicher Energie und Kompetenz mit den Runen befasse.)

  3. Cornel sagt:

    Es gibt keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs Religion.

    “Unerklärliche Macht?” Bloss weil wir die falschen Fragen gestellt haben.
    Und dann muss das Ganze ja auch noch mundgerecht zerlegt werden, das Resultat ist bruchstückhaft und limitiert. Da bleibt von Höherem nur noch sehr wenig übrig. Es folgt Personifizierung, Dogma und Mythos. Nur zu menschlich.

    Lateinisch: religio, wörtlich: ‚die Ehrfurcht‘.

    In einer ehrlosen Welt.
    Wen fürcht ich dann ?
    Breivik, Bush, die Taliban ?
    Alle können göttlich sein.
    Wer kreiert ist auf dem Weg.
    Wer besitzt dem fehlt;
    suchen vergeben, das Leben lang
    Güte anzustreben.
    Ganz wie jener, bärtige Mann.

  4. Eric sagt:

    Also weg damit. ????

    “Du” sprichst etwas aus, was wahrscheinlich mehrere Menschen in unserer heutigen Zeit denken mögen,..
    ABER
    ES HILFT DIR JA NICHT und HILFT NIEMANDEN ANDEREM
    ,WEIL es ein gewisses nicht wissenwollen von geistigen Dingen ist..

    JESUS starb für uns am KREUZ, WEIL WIR MENSCHEN sonst
    in EWIGKEIT keinen Zugang mehr haben zu GOTT (dem Vater)

    ER ist das VersöhnungsAngebot GOTTes für Dich / für mich
    Jesus WIRD seine HERRSCHAFT aufrichten , OB du das befürwortest,
    oder verwerfen magst,.DARAN KANN niemand etwas ÄNDERN,

    Es ist nur so dass der Sohn nicht gerne als KÖNIG gesehen wird,
    eher als Freund noch oder als Bruder,…

    ???
    Das Alpha und das Omega , der Anfang und das Ende,..
    mehr als das Irdische Dasein des MenschenSohnes
    & und GOTTesSohnes
    siehe was ich gefunde hab:
    http://www.siegiochs.de/bin15.htm
    Eric

  5. Erford Erlich sagt:

    @ Eric

    Offenbarung 22,13Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

    “…und das Ende” – also Endzeit, nichts anderes ist damit gemeint.

    Denn siehe, was hier steht:

    Hebräer 9,26 Nun aber ist er einmal gegen das Ende der Weltzeiten hin erschienen zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst;

    Nichts mit Endzeit in unserer heutigen Zeit, nichts mit Weltuntergang, auch nichts mit Vorentrückung (was nichts anderes als eine Irrlehre ist).

    Selbst wenn Magnus Göller schreibt:

    “Also weg damit.”

    Dann hat ihm Jesus das schon längst vergeben. Leute werden nicht dadurch bessere Menschen, wenn sie die Bibel aus dem FF kennen bzw. an die Bibel als das Maß aller Dinge glauben. Leute werden dadurch zu besseren Menschen, wenn sie die Lehre von Jesus für sich begriffen haben und wenn sie die begriffen haben, selbst wenn es Heiden sind, dann können sie eher zu Nachfolgern Jesu gerechnet werden, als wie es ein selbsternannter Christ ist, der anderen “die Schrift” um die Ohren schlägt, weil sie nicht so wollen wie er es ihnen aufzwingen will. Jesus predigte nichts anderes, als leben und andere leben lassen. Jeder macht mal Fehler und es ist dabei wichtig, daß die Leute welche die Fehler machen, selbst erkennen, was sie falsch gemacht haben, und daß sie dann auch bereit sind sich zu bessern. Zum Guten zwingen kann man niemand und es läßt sich dazu auch niemand zwingen. Es muß im Inneren eines Menschen selbst zum Blühen kommen. Und das tut es auch oft, wenn man dem Menschen, egal wie böse er auch erscheinen mag, eine Chance dazu gibt. Dann sind bestimmt andere auch gerne bereit, zu einem früher immer nur böse gewesenen Menschen zu sagen, “komm ist gut, vergeben und vergessen”. Denn alles was Menschen auf dieser Welt hier auch tun mögen, es ist mit unseren Körpern zusammen vergänglich. Seit Jesus dürfen wir in Ihm im Geiste weiterleben. Er, unser großes Vorbild, hat noch nicht einmal die strafen wollen, die Ihn verraten, ausgelacht, ans Kreuz geschlagen und sonstwie gequält haben. Jesus sah die Welt mit ganz offenen Augen, er hatte weder einen Balken, noch einen Splitter im Auge, auch taub war er nicht. So etwas hat aber eigentlich so gut wie jeder von uns im Auge und oft genug sind wir auch taub für die Probleme anderer. So sehen wir denn oft genug immer nur was andere alles verkehrt machen, aber uns selbst sehen wir immer nur als brave Lämmlein.

    “Also weg damit.”

    Ein Satz niedergeschrieben aus purer Bosheit, aus reiner Lust an Blasphemie, oder hatte da jemand nur einen kleinen Splitter im Auge, den man aber herausziehen könnte? Vielleicht vermag der Schreiber dieses Satzes ja auch, ihn sich selbst heraus zu ziehen (irgendwann).

    Matthäus 18:33 solltest denn nicht auch du dich über deinen Mitknecht erbarmen, wie ich mich über dich erbarmt habe?

    Ja, das wollen wir gerne tun – vergeben und vergessen!

    “,WEIL es ein gewisses nicht wissenwollen von geistigen Dingen ist.”

    Das kann eigentlich im Fall von Magnus nicht sein, denn er ist geradezu ein Fan hochgeistiger Dinge. Ich habe fast keinen “Ungläubigen” kennengelernt, der so gerne über Jesus und Gott spricht wie Magnus. Und aus der negativen Sicht zu solchen “Dingen”, wird meines Erachtens immer mehr eine positive Sicht. Man muß einer jungen Pflanze die Zeit lassen, die sie braucht, nicht selten ist aus einem Keimling dann ein riesengroßer Baum geworden.

    Offenbarung 22,2und inmitten ihrer Straßen und zu beiden Seiten des Stromes den Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.

    Die Menschheit ist krank, aber trotzdem schreitet die Heilung, voran, wenn zum Teil auch recht langsam. Gut Ding will eben Weile haben.

    Liebe Grüße

  6. Erford Erlich sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    “Verzeih mir bitte, dass ich über die Jesusgeschichte und das Christentum insgesamt jetzt nicht das sage, was mir alles an reichlich Fragwürdigem einfiele.”

    Bei Problemen mit solchen Dingen, ganz ehrlich, Erford fragen. Christentum ist nicht gleich Christentum und über die Jesusgeschichte bin ich gerne immer bereit, mich mit anderen, auch mit “Ungläubigen”, zu unterhalten. Denn was fragwürdig ist, das bedarf einer Klärung.

    “Ich bin auch durchaus davon überzeugt, dass sich die Runenkunde mit einem christlichen Glauben, der nicht in dummen Dogmen erstarrt ist, trefflich verbinden lässt.”

    Das hört sich interessant an. Leider muß ich zugeben, weiß ich über Runen so gut wie gar nichts. Da die Zeit nicht zu allem reicht, habe ich mich erstmal für die Bibel entschieden. Und mit ihr bin ich wahrscheinlich noch lange nicht fertig. Was danach kommt, weiß ich noch nicht. Es wäre aber schon interessant für mich zu erfahren, was der Grund für Deine Überzeugung ist, daß sich Runenkunde und christlichen Glauben miteinander verbinden läßt. Vielleicht läßt Du ja mal solches in Artikel von Dir hier auf dem Blog einfließen, damit auch andere etwas neues lernen können?

    “Wenn Dein Weg mit Jesus für Dich taugt, habe ich nichts dawider.”

    Nichts dagegen zu haben, ist schon mal sehr positiv zu bewerten.
    Übrigens, andere “Christen” sehen in mir einen Häretiker. Da sagte ich einem von denen, daß Jesus im Grunde auch einer gewesen wäre. Da konnte mir der andere doch tatsächlich nicht völlig widersprechen. Wäre Jesus nur ein sogenannter Mitläufer gewesen, dann hätte Er beim Volk nie eine Beachtung gefunden. Was für ein großes Vorbild ist Er für alle, denen die Verbesserung der gesellschaftlichen Zustände am Herzen liegt?

    Liebe Grüße

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Erford Erlich

    Ich habe hier mehrfach über die Runen geschrieben, und ich werde das, wann immer ich Lust dazu habe, auch wieder tun.

    Allerdings nur angelegentlich.

    Es existiert nämlich bislang dazu noch immer so gut wie kein genuines Interesse.

    Selbst einer wie ich blamiert sich nur so oft so gut er kann: wie er Lust dazu hat.

    Und ich muss auch bekennen, dass mich die ewigen abgenudelten Bibelzitate, die regelhaft folgen, zu meiner angesetzten Sache meist so gut wie nichts aussagen, reichlich langweilen.

    Für mich zählt eine Sache nicht, weil sie vorgeblich oder tatsächlich einmal von einem gesagt wurde, sondern ob ihres erschließbaren, originären Sinngehaltes.

    “Ich bin die Wahrheit und das Leben!”, oder so ähnlich: das kann jeder sagen.

    Jeder Guru und jeder Depp.

    Dazu streiten sich Christen dann häufig selber, wegen all der verschiedenen Evangelien, Paulusbriefe, des Alten Testaments zumal, regelmäßig, als wären jeweils sie vom Bürstenbinder zum Brunnenputzer degradiert worden.

    Das ist wenig erquicklich.

    Es bringt auch nichts, mir zum hundertsten Male zu erzählen, wie armselig ich sei, dass ich Jesus immer noch nicht folgte und mir dabei zu unterstellen, ich suchte in Wirklichkeit selber nach seiner Botschaft.

    So sieht eine geistige Debatte nach meinem Dafürhalten eben nicht aus.

    Ich versuche auch nicht, obzwar mir z. B. Nietzsches Einsichten weitaus mehr geben, als alles, was ich je in der Bibel fand, andere in einer Diskussion mit fünf oder zehn oder zwanzig Zitaten, die jeder dann als unantastbar ansehen müsse, bei Androhung von eigenem Heiligem Beleidigtsein, irgendwie niederzuwerfen.

    Ich verkünde keine Unantastbarkeiten.

    Nichtmal eigene.

    In der Bibel fand ich bislang, neben mindestens 90% Vollschrott, auch ein paar gute Aussagen. Die man im Kern aber auch woanders findet.

    Von daher sehe ich nicht ein, weshalb man mir die bestenfalls 5%, die ich akzeptieren kann, die aber nichts Besonderes geben, mit einem erhabenen “Na Also!” apodiktisch entgegenwerfen könne, während auf meine Einwände nur seltenst, wenn überhaupt je, inhaltlich eingegangen wird.

    Das Christentum interessiert mich, wie ich es auch an anderer Stelle (auch hier) schon gesagt habe, vorwiegend als kulturelles Phänomen, da es immer noch so viele Menschen beeinflusst und erfasst.

    Glaubten hierzulande ähnlich viele Menschen an die Reinkarnationslehre (was ja heftig um sich greift), so hätte ich mich als Philosoph eben damit öfter zu befassen.

    Was ich übrigens auch schon ein paarmal getan habe.

    Und es ist als Letztes meine Aufgabe, das Christentum, oder meinetwegen das Jesustum, glaubwürdig vom Judentum abzulösen.

    “Meine” Runen mögen eben allen scheißegal sein.

    Ich finde das zwar in dem oben angegebenen Sinne, gerade was umfässliche Bildung betrifft, bezüglich der abrahamitischen Einseitigkeit nicht gut: aber deshalb geifere ich nicht.

    Das geht, wie gesagt, schon seit über tausend Jahren so.

    Da kommt es auf noch ein paar mehr nicht an.

    Wer nichts über Nichtabrahamitismus, außer er kommt vom Dalai Lama und ähnlichen politisch-sozial faktisch Daranhängenden, wissen will, den kann ich auch nicht zum Jagen tragen.

    Steter Tropfen mag aber doch den Stein höhlen.

    Den Hirnstein.

    Erfreulich ist dabei immerhin, dass “freie Christen” bislang noch fast die Einzigen gewesen sind, die wenigstens in dem Sinne darauf eingingen, mir einen möglichen Weg zur Erlösung von derlei Krimskrams, hin zu ihrem Gotte, als möglich zu suggerieren, freundlich, den Religionsdolch im Gewande: mit einer löblichen Ausnahme.

    Egal: Ich provoziere derlei in bewusstem Vorsatze, habe mich über die weit überwiegend zu erwartenden und schon bekannten, vorläufig noch bescheidenen Ergebnisse also nicht zu beklagen.

    Jesus ist Der Größte, punktum: was liegt am Rest.

    Man mag mir verzeihen, wenn man grade gut drauf ist, dass ich das nur begrenzt ernstnehme.

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