eigentümlich frei: “Strichjungen in deutschen Redaktionsstuben”

Bemerkenswert deutlich hat sich Frank W. Haubold auf “eigentümlich frei” zum Libyenkrieg zu Wort gemeldet.

‘NATO und Islamisten in Libyen: Beim Töten Seite an Seite

Über die moralische Verwahrlosung deutscher Medien

Unerträglich und für mich bis vor kurzem unvorstellbar sind der Zynismus und die Unverfrorenheit, mit der einige NATO-Staaten aus einem mittels Propagandabehauptungen (Bomben gegen friedliche Demonstranten) ergaunerten UN-Mandat für eine Flugverbotszone ein Mandat für einen uneingeschränkten Krieg gegen ein souveränes Land machen. Und die Medien stehen nicht etwa dagegen auf oder üben auch nur verhaltene Kritik, sondern kämpfen in der ersten Reihe in der Propagandafront mit!’

So hebt Haubold an, um später auf den Punkt fortzusetzen:

‘Das ist für mich kein „Volksaufstand“, wie uns die Medien weismachen wollen, es ist ein von der NATO, Al-Kaida-Rebellen und den islamistischen Steinzeitregimen der Region (Katar!) gezielt herbeigeführter Umsturz aus niedrigen Motiven.

Ja, und ich gebe es zu, ich bin fassungslos und angewidert von einem Medienkartell, das nicht nur gleichgeschaltet und völlig verantwortungslos agiert, sondern sich – ob nun bewusst oder aus Feigheit – zum Komplizen von mutmaßlichen Kriegsverbrechern macht.

In Tripolis und Libyen gehen jetzt nicht nur im Wortsinn die Lichter aus. Bewaffnete Banden durchkämmen unter der Regie des Al-Kaida-Mannes Abdul Hakim Belhadj (Kommandeur des Militärrates von Tripolis) plündernd und mordend die „widerspenstigen“ Wohnviertel in Tripolis und anderswo. Und die Strichjungen in den bundesdeutschen Redaktionsstuben verkaufen das dem Publikum als „Befreiung von einem Terror-Regime“.’

Herrn Haubold mein höchster Respekt für seine unmissverständlichen Worte: und ebenfalls dem ef-Verleger, Herrn Lichtschlag, dass er solches mutig veröffentlicht.

Man könnte wider das Bild des Strichjungen allenfalls einwenden, dass ein normaler Strichjunge, meist aus schierer Not, nur seinen eigenen Körper feilbietet, und nicht das Leben Tausender Unschuldiger, als Herold von mit neokolonialen Mächten Seite an Seite kämpfenden Mörderbanden.

So, dass allenfalls ein echter, herkömmlicher Strichjunge sich durch Herrn Haubolds Vergleich mit einigem Recht in seiner Ehre gekränkt fühlen dürfte.

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