Liebe Göllersche Grüße, Bildzeitungsjessica!

In der Bildzeitung – da passt es wohl perfekt zergenderungsmäßig hin – las ich gestern, wie eine erstseitig lediglich mit knappem Jeanshöschen bekleidete “Jessica” meinte, sie stehe auf rasierte Memmer, äh, Männer.

“Was mich abtörnt?”

“Haare auf Männerkörpern.”

Klar, liebe Bildzeitungsjessica, da gehören die ja auch nicht hin.

Anständige Männer hatten noch nie irgendwo Haare.

Auch kein Hirn.

Sondern, wenn man mal die allfällige heutige Pornografie studiert, stattdessen schon immer jede Menge sinnige Tätowierungen und an allen erdenklichen und besonderen Stellen durchgebohrte Metallteile (gut, letztere haben in modernen Sexfilmen antörnenderweise eher die mitwirkenden Grazien).

Hoffentlich törnen wenigstens die Dich nicht ab.

Sonst gibt es ja gar nichts mehr für unter Dein knappes Jeanshöschen.

Und ich wünsche Dir, solltest Du Deinen Intimbereich so konsequent rasieren, wie Du es von Deinen Beaus vom Arschloch über den Rücken und die Arme und Beine bis zur Brust und ins Gesicht erwartest, dass Dir das Gebiet nicht so gereiztrot wird, wie das eben sehr wenig erotisch sichtbar leicht zum Problem wird.

Der Bildzeitung wird es egal sein, wenn Du Entzündungen bekommst.

Ich weiß nicht, was die einer wir Dir zahlt.

Aber sie wird es sich wohl leisten können.

Was für einen Mann Du vielleicht mal noch abkriegst, um nicht nur dumm in Deinem Höschen rumzustehen, weiß ich auch nicht.

Bloß, dass er nicht viel taugen kann, wenn Du nichts dazulernst.

Wahrscheinlich hat er statt Haaren nur noch einen Anus und ist zudem anenzephal.

Viel Spaß mit Deinen Gespielen.

Liebe Grüße vom erzhaarigen Magnus.

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19 Antworten zu “Liebe Göllersche Grüße, Bildzeitungsjessica!”

  1. Tester sagt:

    Du liest die Bild??? ;)

    Also so was hohles wäre mir keine Reaktion wert. Die plappert nur die vorgesetzte eingehämmerte Mode runter, lässt sich dann aber von einem Vollaffen (körperlich gemeint) knallen hinter den Kulissen. Nix neues.

  2. Tester sagt:

    Schick ihr mal den Briatore vorbei, dann singt sie gleich ein anderes Lied :D

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Tester

    Die Bild lag beim Frauenfußball auf dem Kneipentisch.

    Also geschah es, dass ich Jessica sah und drei Sätze neben ihr runterlas.

    Ich bitte um Vergebung.

    Der Briatore ist wahrscheinlich schon wieder vergeben, so dass ich ihn ihr nicht schicken kann.

    Für eine anständige Bestechung seiner reicht mein Geld nicht.

  4. Dude sagt:

    Hast du diese freundliche und wohlgesonnene Replik schon an die Zeitung der Bilder eingesandt, damit sie entsprechend an die Adressatin weitergeleitet werden kann? ;)

    Ps. Pah, auch wenn sie das natürlich sowieso nicht tun, ein Spass wärs allemal :-D

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Kannst es ja mal als Leseranregung an diese Helden der Verblödungsarbeit weiterleiten.

    Steuerung A, Steuerung C und Steuerung V, ins E-Briefprogramm und daruff!

  6. WiKa sagt:

    Wen wundert’s wenn dabei die Volksbildung im Ar… ist! Schlimm, schlimm …

    http://qpress.de/2010/09/19/bild-besorgts-nackte-tatsachen-fur-kids/
    http://qpress.de/2010/07/13/volksbildung-stark-rucklaufig/

    Vielleicht sollte sich Jessica mal das Piercing im Stück vom linken zum rechten Ohr durchziehen, dann an beiden Enden die Knöppe draufdrehen und danach versuchen an Sex zu denken … sowas soll manchmal ganz heilsame Wirkungen haben … *g*

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ WiKa

    Irgendeiner wird sie wohl schonmal gebrömselt haben.

    Tester sagte dazu ja schon Deutliches.

    Wer wo wiehin nicht denkt, darüber können wir ohnehin nur Vermutungen anstellen.

    Es geht natürlich auch nicht um dieses Ministarletchen für einen Bildzeitungstag.

    Sondern ums Programm.

    Alswelches einerseits auf Durchpornographisierung rausläuft und andererseits auf Lieblosigkeit und Unfruchtbarkeit sowie strukturelle wie reale Impotenz.

    Auf bestenfalls ins Puff, anstatt zuhause gemeinsam gut ins Bett.

    Man will uns zu rasierten Affen machen, die nicht einmal mehr wissen, wie es richtig geht.

    Tätowiert, gepierct, ganzkörperrasiert, tribalistisch verschwachsinnigt runtergebracht, sexuell anhand der kleinsten Schlampenvorbilder fertiggemacht.

    Bin ich froh, dass ich alt und behaart genug bin, dass man das mit mir nicht mal mehr im Ansatz hinkriegen kann.

  8. WiKa sagt:

    mir gefällt es so ungeniert … *g*, hab Dich einfach mal mit auf die Blogroll gesetzt, weil es eine feine Ergänzung für den Freigeist ist. Weiter so, die welt braucht noch mehr deutliche Worte … WiKa

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ WiKa

    Danke!

    Schön, dass ich nicht nur Schimpf ernte.

    LG

  10. survivor1270 sagt:

    Heutzutage ist Sex ja ein Leistungssport geworden, den man gern mit dem/der nächstbesten machen kann. Da ist natürlich etwas wie Haare völlig igitt. Und dazu noch ein persönlicher Geruch? pfui! Da müsste dann ja etwas wie Gefühl mit dabei sein. Sich wirklich auf den anderen einlassen. Viel zu anstrengend für unsere moderne Welt. Also glattrasiert, jede persönliche Note ausgelöscht und das Programm “Orgasmus 1″ abgespult.
    Und Tschüss!

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ survivor

    Genau.

    Das Gefühl soll weg.

    Insgesamt auf den Punkt formuliert von Dir!

    Danke!

  12. Armin sagt:

    Ich möchte dem anfügen, dass ich der Enthaarung des Mannes nicht grundsätzlich negativ eingestellt bin. Die gerade auch in muslimischen Ländern traditionell oft praktizierte Teilenthaarung der Achseln und Schamhaare finde ich sehr hygienisch. Man braucht dann viel weniger Deo. Und wenn die Frau das schöner findet, darf sie von mir aus.

    Die Gegenfrage wäre: Wieso lassen die Frauen nicht alle Haare dran? Für die, die das gern mögen, so be it, aber ich mag das nicht. Also kann ich doch als Mann auch…

    Das hat für mich mit Gendergender und solchem nicht viel zu tun.

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Du brauchst Deodorant?

    Interessant.

  14. Armin sagt:

    @Magnus Wolf Göller
    Ob ich mich enthaare oder deo brauche, war nicht Teil meines Kommentars. Es ging mir um allgemeine Ueberlegungen.

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Gut, “man” aus Deinem Kommentar bist Du also nicht gewesen.

    Die Deoersparnis allgemein war ja aber wohl irgendwie ernstgemeint (oder habe ich den satirischen Charakter des Beitrags überlesen?).

    Es hat mit “Gendergender” grundsätzlich zu tun.

    Wir sollen uns für alle Haare schämen, die dran sind.

    Außer vielleicht für die auf dem Kopf, in dem nichts mehr drin ist.

    (Noch zur Hygiene: Ich hatte noch nie Oberschenkel- oder Unterarmläuse, weil da Haare dransind.)

    ((“dran sind” und “dransind” spricht sich hier verschieden))

  16. Armin sagt:

    @Magnus Wolf Göller
    “Wir sollen uns für alle Haare schämen, die dran sind.”
    Also ich habe recht viele Haare um den Mund und schäme mich nicht. Und ich finde nicht, dass jemand sich für Haare oder Nichthaare hier und dort schämen soll.

    Andererseits habe ich gerne Frauen mit etwas sehr wenig Haar – ausser auf dem Kopf, wo ich gerne viel sehe – also ist es doch kein Verbrechen, wenn eine Frau, dann also halt diese aus der Bild, bei solchen wie mir keine Haare will. Einer mag Vanilleeis – einer Schokolade.

    Klar kann man vieles in die Gendergeschichte miteinbeziehen – aber Haaranzahl und präziser Ort sind für mich nicht primär. Primär ist es, dass Männer nicht mehr Männer und Frauen nicht mehr Frauen. Und das Heterosexuell zum Ladenhüter wird. Und Familie sowieso. Etc.

    Ich bin für eine Enthaarung des Haarthemas durch totale eigene Behaarungsfreiheit und Freiheit des bei anderen erwünschten Haarwuchses…

  17. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Haare jeder, wie er will und kann.

  18. Tester sagt:

    survivor, sehr gut gesagt :)

    Armin, du bist am Thema vorbei, es geht um die mittlerweile stark kultivierte Diskriminierung der behaarten die als eine Art Affen dargestellt werden und nicht um den Geschmack/Aussehen. “Männliche” Männer werden als niedrigere Primaten beschimpft.

  19. Armin sagt:

    @Magnus Wolf Göller
    Genau. Was ich tue, lasse ich mir sowieso nicht diktieren. Und was ich mag, auch nicht.

    @Tester
    Ok. Akzeptiert. Ich habe persönlich viel grössere Probleme, mit dem, dass die Männlichkeit des Mannes bezüglich Charakter, Persönlichkeit, Lebensart diskriminiert wird. Haarigkeit oder Nichthaarigkeit habe ich bisher nicht als Problem empfunden. Dass Männer zu Weicheiern, Jasagern, Friede-Freude-Eierkuchen Aposteln und völlig apolitischen Gadget- und Sexsüchtigen erzogen werden, ist für mich zentraler. Aber selbstverständlich ist das nicht Ok, dass man einen Mann wegen seiner natürlichen Behaarung diskreditiert. Da ist nur die Kritik primatenhaft, nicht der Mann.

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