VäterInnen (II)

Nachdem in vorigen Beiträgen zum Thema bereits deutlich wurde, dass wir uns dem gewollten, politisch korrekten Sprachkollaps nähern – wenigstens, wofern man Sprache dazu einsetzen will, sich sinnfällig zu verständigen – , will ich jetzt, wie versprochen, an Lösungen weiterarbeiten, die es uns ermöglichen könnten, zu wissen, wovon die Rede ist, wenn wir über Menschen sprechen.

Vielleicht wäre es möglich, wenn schon in der Krippe damit begonnen würde, den Kindern beizubringen, dass ein “großer Mann zuhause” ein Großvater, vulgo Opa ist.

So wie eine “große Frau zuhause” logischerweise eine Großmutter, vulgo Oma.

Entsprechend wäre dann ein Urgroßvater ein “riesengroßer Mann zuhause” usw.

Für das alte “Tante” (Schwester meiner Frau zuhause) sowie “Onkel” (Bruder meiner Frau zuhause) muss indes, wie schon zuvor angedeutet, dringend noch eine Lösung her, die die Verwechslung mit Schwägerin oder Schwager ausschließt.

Außerdem ist auch das Problem der Unterscheidung zwischen Ehefrau sowie Ehemann von Vater und Mutter noch nicht zufriedenstellend gelöst, wenn ich sage “meine Frau zuhause” etc.

Die einfachste, ich meine inzwischen gar die einzige Lösung wird keine philologische sein, sondern allein die biologische.

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2 Antworten zu “VäterInnen (II)”

  1. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Foehnix

    Ein hinterallerletzter geht noch:

    Was ist ein Hodensack?

    Eine “faschistoide, bei Säugetieren (früher häufig auch Menschen zum Zwecke der Hochstimmungserhaltung und Haremsbewachung) regelmäßig zur hormonellen Zähmung entfernte, rudimentäre Ausstülpung im Nahbereich des Abdomens”.

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