Am laufenden Idiotenband

Gerade bekam ich durch Zufall mit, dass Familienministerin Schröder am 22. 4. für nächstes Jahr einen Boys’ Day ausgerufen hat:

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=134956.html

Der soll dazu dienen, dass nicht nur, so wie beim schon traditionellen Girls’ Day, Girls dazu animiert werden sollen, Kanalarbeiter oder Krieger oder Großmeister des Grand Orient de France zu werden, sondern auch endlich Boys die Attraktivität des Berufes der Hebamme, Bet- und Krankenschwester, traditionellen Amme, Leihmutter, der diskret-fruchtbaren Haushälterin beim katholischen Pfaffen oder der nach ISO 9002 zertifizierten kinderlosen Diplomkinderpsychologin oder Puffmutter erkennen lernen sollen.

Besonders eifrige Boys sollen sogar Familienministerin werden können sollen, wenn sie mindestens drei Jahre als Au-Pair-Goy (das ist der neueste, genderneutrale Begriff, als Hybridbildung aus Girl und Boy, hat mit dem jüdischen für Nichtjuden nichts zu tun, ergab sich lediglich als ein zufälliges Homonym; der Plural lautet, genau dies deutlich zu markieren, denn auch “Goys” statt “Goyim”) gearbeitet haben, über Grundkenntnisse in Deutsch verfügen und in die CDU eintreten.

Bei Eingabe dieser Zeilen war noch nicht bekannt,  ob Frau Minister die Boys auch ermuntern wird, öfter mal stolz einen Büstenhalter zu tragen, regelmäßig Tampons zu benutzen und von ihren Freunden selbstverständlich den Gebrauch von Kondomen beim GV vorauszusetzen.

Auch ob ein neuentwickeltes Pimmelpessar vorgestellt wird, um ungewollte Schwangerschaften bei den Boys zu vermeiden, ist noch ungeklärt.

In den Bereich des üblen Gerüchtes kann aber schon verwiesen werden, eine Nichtteilnahme am Boys’ Day könne zur öffentlichen Aberkennung des Genders des jeweiligen Boys führen (dagegen soll sich bislang das Bundesverteidigungsministerium hinter den Kulissen vehement zur Wehr gesetzt haben): bislang setze man noch nicht auf Zwangsmaßnahmen, sondern auf das freiwillige Boytum, so das Familienministerium auf Anfrage.

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4 Antworten zu “Am laufenden Idiotenband”

  1. Foehnix sagt:

    Ja pfundig!

    Endlich schickt sich auch Deutschland an, die überholten Geschlechterrollen gänzlich abzulegen, das war längst überfällig! Frauen an die Front, an die Kanonen, Frauen in die Müllentsorgung (äh… also, natürlich als Arbeitskräfte), Frauen in die Knochenjobs, in die klassischen Gefahrenberufe mit hoher Sterblichkeit und hohem Invaliditätsrisiko, dafür aber mit hohem Abenteuer-Faktor!!

    Die Jungs dürfen derweil schon mal Prinzessinnenkleidchen tragen und ihre Fingernägel lackieren. Ja, im Ernst: Österreich ist uns da schon weit voraus, dort wird das schon im Kindergarten praktiziert und dort werden die Buben beizeiten darauf vorbereitet, sich mit der Looser-Rolle abzufinden. Es wird Zeit, dass Deutschland hier aufholt und z.B. auch den Mädchen beibringt, wie man die Jungs zwickt und ihnen die Autos (später dann auch die Puppen) weg nimmt!

    http://www.fun-and-care.at/paedagogik.php?Titel=Geschlechtssensible+P%E4dagogik

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    Heute war ich schon versucht, meinen Jungs beim Gebrauchtkleiderladen einmal für je ‘nen Euro zwei Rüschenröckchen zu kaufen, weil ich dachte, das bei ernsthafter Aushändigung ablaufende Schauspiel werde mir mehr Vergnügen bereiten als drei Shakespeare-Seminare, zumal, ich könne auch noch trefflich hier darüber berichten, indes, die Feigheit vor dem Feinde, meinen unerbittlichen Söhnen, die sich eine derartige Kränkung wohl kaum hätten bieten lassen, wahrscheinlich gar striktemang auf die Gasse gerannt wären, brüllend, der Papa sei jetzt pervers geworden oder habe das Bier heute nicht vertragen, so dass ich das Turnier bis auf einen Tag verschob, der mir von der astrologischen Konstellation her als etwas günstiger erscheint, also auf in elf Jahren, sechs Monaten und sieben Tagen.

  3. Foehnix sagt:

    “… meinen unerbittlichen Söhnen, die sich eine derartige Kränkung wohl kaum hätten bieten lassen …”
    Gute Entscheidung! Wer weiß, was daraus noch hätte entstehen können. Als Mann ist man ja ohnehin ein potenzieller, wenn nicht gar latenter Kinderschänder und mann ist schnell vor Gericht und im Gefängnis. Oder man stelle sich (männliche) Kindergärtner vor, die ihre Schützlinge mit so rosa Rüschenkram beglücken, die werden doch glatt von der Elternschaft gelyncht. Kindergärtnerinnen können das natürlich problemlos machen – wegen der “Gleichberechtigung”…

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Foehnix

    Du hast in allem recht.

    Zum Glück ist allerdings dieses Recht noch nicht ganz in der Hammelburger Praxis angekommen. Hier in Altfranken dauert es länger mit der kompletten Umerziehung.

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