Goldschwindel

Eben las ich wieder so einen Artikel, von wegen wieviel das Gold gegenüber dem Dollar noch wert werde usw., vom deutschen Goldguru, der Mann heißt Eichelburg.

Wen interessiert es denn (außer einen Spekulanten), ob der Goldpreis jetzt bei über tausend Dollar steht, bald vielleicht bei dreitausend, wenn der Dollar gar keine relevante Kenngröße mehr ist?

Es mag noch mancher “ins Gold flüchten”, zumal mancher damit Reibach machen, die Hammelherde damit noch rechtzeitig abmelken; aber meines Erachtens glaubt nur ein Tor daran, Gold sei die wesentliche Kenngröße, gar tragfähige Weltwährung.

Die eigentliche Weltwährung heißt Produktion realer Güter, wertschöpfende Arbeit. Danach folgen Weizen, Reis, Öl, Gas und alle anderen Dinge, die der Mensch wirklich braucht.

Mit seinem Gold ist dieser Mann zwar nicht so komplett haltlos wie die Gelddruckkünstler der Fed, er ist aber trotzdem schon auf mittlere, wenn nicht ziemlich kurzfristige Sicht einem (für ihn sicherlich einträglichen) anachronistischen Weltbild anhängig, wofern er uns nicht nur wissentlich für dumm verkaufen will.

D E M soll ich jetzt glauben?

Ich will in dem Zusammenhang nur einmal darauf hinweisen, dass der Wert – sagen wir lieber mal Preis – von Gold und Silber sich innerhalb weniger Jahre bereits vervierfacht hat: Das ist klassischerweise der Punkt, an dem die Blöden einsteigen.

Diese Metalle mögen durchaus noch für eine kurzfristige Spekulation taugen: Weshalb aber sollten sie in einer wirklich ernsten Krise noch an realem Wert gewinnen?

Mein Verstand wie mein Instinkt sagen mir, dass Gold die letzte Wertsau ist, die man durchs globale Anlegerdorf treibt.

Die Leute, die wirklich etwas davon verstehen, kaufen sich aus ihren Goldgewinnen heimlich jetzt schon Zinn, Zink, Blei, Ackerland, Häuser, Fabriken und Sklaven.

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8 Antworten zu “Goldschwindel”

  1. alex sagt:

    Es gibt doch einen guten, alten und bewährten Ratschlag: “Wenn alle nach Gold graben, dann investiere in Schippen”. Goldspekulanten wie Eichelburg spielen mit der Dummheit der Masse, denn Gold besitzt keinen natürlichen Wert. Aber ich glaube, dass sich Leute wie Eichelburg diesmal gehörig verspekulieren werden und damit in die Grube fallen, die sie den anderen ausgehoben haben.

  2. Konstantin sagt:

    Hallo
     
    Danke für diesen interessanten Beitrag!
    Generell würde ich es so sehen, dass man mit Edelmetallanlagen nicht
    so viel verkehrt machen kann wie etwa mit Aktien, wo es oftmals ein Glücksspiel ist, was man am Ende dabei
    rausbekommt. Auch wenn die Rendite bei Edelmetallen wie Gold oder Platin klein(er) ist – gegeben ist sie auf jeden Fall.
    Aber das ist denke ich auch ein Stückweit Geschmacks- und Persönlichkeitssache

    Grüße
    Konstantin

  3. top sagt:

    … ja sowas, inzwischen haben wir das Jahr 2011 und der Gold- und Silberpreis steht noch viel höher ?

    … Warum wohl ? Gibt es immer noch zuviel “BLÖDE” ?

    … um es jedoch auf die “emotionale Ebene” dieser Artikel wieder zurückzuführen:

    “Ihre Glaskugel hat aber bisher auch ganz schön versagt, der “Preisrutsch” ist leider ausgeblieben….”

  4. Gundula Schramm sagt:

    Hallöle,

    also ich weiß nicht, ob mir da nicht doch irgendwo ein paar Gehirnwindungen fehlen oder die ein oder andere davon ein wenig zerstört ist, kann ja schließlich sein.

    ~~~

    Ich überlege seit einiger Zeit – nämlich seit ich überall auf das Wort “Gold”, in Leuchtbuchstaben geschrieben und mit Buntheit, Edeltum, Charisma und Notwendigkeit umrahmt, stoße – ob ich mir denn nicht mal eins, zwei Grämmchen davon zulege, zusätzlich zu dem einen Goldring, den ich glücklicherweise schon besitze.

    Gold (und auch Silber!) vorn und hinten, oben und unten.
    Zwischendrin immer mal wieder ein medialer Artikel-Kleinkrieg, obs denn das Silber auch drauf hat. Ja, nein, vielleicht – bitte kreuzen Sie an.
    Tagespreis, Goldpreis, schlagen Sie jetzt zu, das ist IHRE Chance.

    blinkiblinki blablabla!

    Da entsteht doch bei mir der Eindruck, ein bißchen Gold im Hause (oder in der Bank, im Tresor oder wo auch immer) sei genauso unersetzlich wie Nahrung, Wasser und Kaffee.

    Ich seh mich jetzt schon vor mir, wenn ich zu gegebener Zeit an meinem ergatterten Goldnugget nage und lutsche – in der Hoffnung satt und munter zu werden. Natürlich nicht ohne meine Tochter daran teilhaben zu lassen.
    Und ich seh uns auch seelig lächeln, mit so einem Gold-ist-geil-Grinsen alle anderen betrachtend, die nicht so furchtbar schlau waren wie wir. Wahnsinn oder?

    ~~~

    Es muss einfach an diesen fehlenden oder kaputten Gehirnwindungen liegen, dass ich bei dieser Vorstellung unmöglich ernst, aber dennoch sehr ruhig bleiben kann. Anders kann ich mir das nicht erklären.

    Grüßchen
    Gundi

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gundi

    Immerhin hielte das Lutschbonbon aus Gold eine Ewigkeit.

    Solange Du es nicht in Königswasser reinigst, kannst Du es locker mal 5000 Generationen lang vererben, und es schmeckt noch immer gleich nach nichts.

    Da es überdies die Zähne nicht angreift, und ungefählich ist, wenn man es verschluckt, ideal (außer es landet im Blinddarm).

    Es kommt aber im weitaus wahrscheinlicheren Falle völlig unbeschadet (die Magensäure macht ihm sicherlich nichts) und beschwerdefrei woanders wieder raus und kann danach bequem wiederverwendet werden, wenn man es ein wenig durch die Spülmaschine jagt (in den Besteckkorb legen, damit es sich nicht fortmacht).

    Eine absolut lohnenswerte Investition also, so ein Teil.

    Grüßken

    Magnus

  6. Gundula Schramm sagt:

    @Magnus:

    Ich hätte ehrlich gesagt ein mulmiges Gefühl im Bauch.
    Nicht wegen dem Nugget. Nein, nein. Da hast du mir meine Vergiftungs- und Verträglichkeitspanik schön abgenommen, hab Dank.

    Sondern wegen der Gefahr, die ich laufe, als Goldnugget legende Mutterglucke erst ent- und dann vorgeführt zu werden. Sowas gabs ja schließlich noch nicht! Und wer weiß, ob meine neuen Besitzer dann auch eine Spülmaschine mit Besteckkorb haben!?

    Angst!

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gundula Schramm

    Mit einem Goldbonbon im Bauch ist der Bauch nicht mehr sicher.

    Deshalb tue ich da auch lieber Wein rein.

    Ich habe noch nie davon gehört, dass man jemandem den Bauch aufgeschnitten hätte, um da Wein rauszuholen.

    Daher habe ich auch keine Angst, wenn mir jemand die Haustür ruiniert.

    So viele 3000-Euronen-Tropfen pflege ich nämlich auch nicht da zu haben.

    Wir machen das schon richtig.

    LG

  8. Gundi Schramm sagt:

    @Magnus

    Sag ich ja! Wer weiß auf was für schräge Gedanken da manch einer kommen mag. Nee nee….

    Ich nehm dann, statt mit Wein, lieber mit Kaffee vorlieb. Was nicht heißen soll, dass ich keinen Wein mag, doch doch! Am liebsten trockenen roten.

    Aber Kaffee tuts zur helllichten Tageszeit eher als Wein. Zumindest bei mir.

    Was das Goldnugget anbelangt, werd ich diesen Gedanken wohl beiseite schieben und mich anderen Zielen widmen.
    Zum Beispiel Diamanten.
    Nein, natürlich nicht!
    Ich lege ja nunmal keine Goldnuggets mit denen ich dann die Diamanten bezahlen könnte.

    Aber wie war das? “Diamonds are girls best friends”?

    Haha! Soviel Lüge in einem Satz.

    Der größte Teil der Diamanten ist doch via Sklaverei gefunden worden und/oder mit Waffen bezahlt worden. “Blut”diamanten halt. Mord und Totschlag, Raubbau und Zerstörung – nur wegen diesen Sch***steinen!

    Nichts anderes als beim Gold, mein ich.

    Wäre ich jetzt der Fraktion Schwarzer zuzuordnen, würde ich mich sogar in die Genderschlammschlacht begeben und revoltieren, da ich mich dann ja diskriminiert fühlen würden müsste/sollte (wie auch immer), weil Gundi = girl und so!
    Aber ich gehöre ja nicht zu diesen armen Irren/Irrinnen.

    Naja, soweit erstmal, sonst explodier ich noch.

    Schönen Samstag noch, ich schnüffel mal weiter im Blog und im Netz und trink dabei meinen Kaffee.

    Passt auf Euch auf, ihr Guten.

    Gundi

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