Verlogenheit pur

“Verliebt in Israel” sei der niederländische Islam-Kritiker Geert Wilders laut eigenen Angaben, so Wikipedia, der den Islam für eine faschistische Ideologie halten soll und den Koran daher, wie ich las, gleich Hitlers “Mein Kampf” in Holland verbieten lassen will.

Ich formuliere so vorsichtig, weil ich keine der Äußerungen persönlich von ihm gehört habe und mich hier offenkundig auf vermintes Gelände begebe.

Gegen Islamkritik habe ich nichts; das wird jeder meiner Leser wissen; wenn Islamkitik in Europa allerdings im Dienste israelischer Interessen formuliert sein sollte (wofür es im Falle Widers’ noch mehr Hinweise gibt), steigt mir ein faulichter Geruch in die Nase.

Egal nämlich was man vom Koran als Europäer zurecht halten mag, rechtfertigt eine Abscheu gegenüber demselben nicht im geringsten die zionistische Politik spätestens seit der Balfour-Declaration von 1917; Einzelheiten dazu erspare ich hier und jetzt meinen gut informierten Lesern.

Hinweisen will ich in dem Zusammenhang allerdings auf die Thora und das gesamte Alte Testament der Bibel, das den Koran an Aufrufen zu Grausamkeiten und Völkermorden weit in den Schatten stellt.

Weshalb Herr Wilders dieses Buch nun nicht verbieten will, wird er wohl nur selbst wissen und mir kaum sagen.

Solch verlogene “Verteidiger europäischer Kultur” können mir jedenfalls ganz und gar gestohlen bleiben.

Abgesehen davon sollte schon das Ansinnen des Verbotes des verbreitetsten Buchs der Erde (neben Grimms Märchen und der Bibel, soweit mir bekannt) dazu führen, dessen Bannerträger unter Hohngelächter gesichert wenigstens gen  Absurdistan zu verweisen.

P.S.: Laut Wikipedia bezeichnet ein gewisser Henryk M. Broder Wilders als “Menschenrechtler”. Dazu lacht man in Hammelburg, wo neben armseligen Soldaten wenigstens einer haust, der das Lesen noch nicht verlernt hat.

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