Vorsorge

Wie angekündigt, heute ein paar Tipps zur Vorsorge.

Eine kleine Finanzkrise bringt natürlich keinen vernünftigen Menschen darauf, Grundgüter könnten knapp werden, genausowenig wie eine Vogel-,  Schweine- oder vielleicht dann irgendwann Hundegrippe.

Ich hielte es dennoch für klug, wenn jeder, der sich nicht für Conan den Barbaren hält, also im Zweifel alles, was er benötigt, kurzerhand mit der Faust beischafft, einmal Gedanken machte, wie er für solch eine Situation gerüstet wäre.

Die Vorhaltung von Gold und Silber als Notzahlungsmittel lasse ich hier jetzt einmal außen vor.

Zunächst brauchen wir Wasser. Überlegen Sie sich, wo sie das im Zweifelsfall herbekommen. Kolloidales Silber gilt als unschlagbar zur Desinfektion.

Sodann brauchen wir Nahrung. Überlegen Sie sich, was Sie gerne essen, was lagerfähig ist und hochwertig.

Als erstes bietet sich Speiseöl in Glasflaschen an. Es ist essentiell, hochkalorisch, gut lagerfähig und eignet sich im Notfalle bestens als Tauschgut. (Zum Tauschen und zum Spaß in der Krise eignen sich auch Wein und Hochprozentiges.)

Zweitens benötigen wir Kohlenhydrate.

Da wird es schon etwas schwieriger. Zuvörderst bieten sich Mehl, Nudeln, Kartoffeln und Reis zur Grundversorgung an. Alle Genannten bergen indes auch Nachteile.

Vergessen Sie dabei auch Hülsenfrüchte nicht!

Mehl und Kartoffeln sind selbst bei größter Sorgfalt nur relativ begrenzt lagerfähig. Brot zu backen ist aufwendig, wie auch das Abkochen von Nudeln oder Kartoffeln. Reis hat den Nachteil, dass er zumindest mich nie richtig satt macht (außer natürlich als erlesener Steinpilz-Parmesan-Risotto…)

Hier kommt bereits die Frage nach der Verfügbarkeit von Energie ins Spiel. Wer sich unbegrenzt Energie leisten kann, leidet wahrscheinlich sowieso nie Not.

Also: Wenn Sie einen Holz-Kohleherd haben und genügend Brennstoff eingelagert, können Sie ruhig auf  Packungsnudeln und Mehl setzen, Reis und Kartoffeln, wie Sie möchten.

Wenn Sie allerdings in einer Stadtwohnung mit Zentralheizung nur über einen E-Herd verfügen, dem der Strom ausgehen könnte, sieht die Rechnung schon anders aus.

Dann empfehle ich dem gesunden Paranoiker die großzügige Einlagerung von Dosen mit Fertiggerichten sowie außer den für alle ohnehin notwendigen Kerzen den Erwerb einer guten Menge an ordinären Teelichtern.

Ein Teelicht nämlich, zur Zeit etwa 2-3 Cent das Stück, erwärmt über einem geeigneten Stövchen eine übliche 850-Gramm-Dose verlässlich, wenn auch langsam.

Des weiteren rate ich nicht nur Städtern den Erwerb eines, vielleicht besser zweier Keimlingsgefäße, wie sie in Reformhäusern überall erhältlich sind, dringend an (ich nenne jetzt keine Produktnamen, um nicht in den Verdacht der einseitigen Vorteilsnahme zu geraten).

Diese Teile funktionieren fantastisch, um am Fensterbrett die Vitaminversorgung mit primitivsten Mitteln sicherzustellen; besser aber, wie bei allen diesen Dingen, Sie haben schon einmal geübt und damit die Technik bereits im Griff.

Außer Fett, Kohlenhydraten und Keimlingen wünschen wir uns natürlich auch etwas Extra-Protein. Ölsardinenbüchsen (die mit Haut und Gräten schmecken besser) sind sicherlich eine gute Wahl, aber auch Sprotten, Thunfisch oder Heringe tun da ihr Werk und bringen gleich noch Öl mit. Wer gar keinen Fisch mag, wird wohl auch mit Leberwurst oder Gulasch durchkommen.

Schließlich bleiben, neben den obligatorischen Tomatendosen, bzw. dem Tomatenmark, Brechbohnen sowie Apfelmus zu erwähnen; natürlich auch Sauer- sowie Rotkraut und Grünkohl.

Damit wären Sie ernährungsphysiologisch schon einmal kerngesund überlebensfähig.

Selbstverständlich wäre es auch kein Fehler, neben einem Benzin- oder Spirituskocher und hinreichend Brennstoff, genügend elementare Hygiene- und Sanitärartikel vorzuhalten. Rasierklingen, Seife, Tampons, Spülmittel usw. Kaufen Sie dabei das teure Pflaster von der Firma aus Hamburg, selbst wenn Sie keine Kinder haben und es nur für sich selbst nicht bereuen wollen.

Kommen wir nun noch zur Hartware. Ein Weltempfänger mit Batterien gehört dazu. Ebenso eine Werkzeuggrundausstattung mit hochreißfestem Klebeband und Plane zur Abdichtung der Fenster, wenn der Glaser gerade keine Zeit haben sollte oder Sie kein Geld.

Schauen Sie sich einfach Ihr Umfeld an und überlegen Sie sich jede Eventualität unterhalb des Einschlags einer Atombombe, dann fallen Ihnen schon die richtigen Sachen, die Sie sonst noch brauchen könnten, ein.

Und natürlich sollten Sie all die Lebensmittel, die Sie einlagern, vorher ausprobiert haben, damit Sie sie im wünschenswerten Falle der Nichtnot nacheinander wegessen können, ohne dabei eine wenn auch mildere, so doch spürbare Form der Not empfinden zu müssen.

Ebenso, ich wiederhole es, sollte jede elementare Technik wie die mit Keimlingsgefäßen, Backen, Teelichtern usw. als verlässlich erprobt werden, damit Sie in einer tatsächlichen Not nicht dastehen wie ein Lehrling am ersten Tag.

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